Rosengård 7 7 0 0 29: 4 21

Mallbackens IF Sunne – Kopparberg/Göteborgs FC (0:1) 0:1
Tor: 0:1 Rebecca Blomqvist (7.)

KIF Örebro – Eskilstuna United (0:1) 1:2
Tore: 0:1 Gaelle Engamanouit (12.), 1:1 Lisa Dahlkvist (52.), 1:2 Vaila Barsley (63.)

Linköpings FC – Vittsjö GIK (0:0) 2:0
Tore: 1:0 Stina Blackstenius (65.), 2:0 Pernille Harder (90.)

Piteå IF – Umeå IK (1:0) 1:1
Tore: 1:0 Pauline Hammarlund (19.), 1:1 Eigentor (62.)

AIK – Hammarby (1:1) 1:1
Tore: 1:0 Sarah Storck (22.), 1:1 Emma Jansson (33.)

FC Rosengård – Kristianstads DFF (3:0) 7:0
Tore: 1:0 Eigentor (5.), 2:0 Anita Asante (31.), 3:0 Kirsten van de Ven (41.), 4:0 Ramona Bachmann (58.), 5:0 Therese Sjögran (62.), 6:0 Anja Mittag (88.), 7:0 Kirsten van de Ven (90.)

Nataša Andonova freut sich auf Marta

Die 21-Jährige mazedonische Nationalspielerin Nataša Andonova ist in Malmö in diesen Tagen und wird wohl bereits heute einen Vertrag unterschreiben. Gestern absolvierte sie einen Mentaltest, den alle neuen Spielerinnen inzwischen machen müssen.

“Ich bin bereit für den nächsten Schritt in meiner Karriere,” sagt sie im Interview mit Sydsvenska Dagbladet.

Am wohlsten fühle sie sich in der Rolle der Nummer 10, die sie auch in Potsdam in einem 3-4-3 System gespielt habe.

“Das Problem dort [in Potsdam] ist, dass immer sehr viele Spielerinnen am Ende einer Saison gehen und sehr viele neue Spielerinnen kommen. Es ist nicht so einfach, ständig ein neues Team zu bauen. Ich hoffe, dass es auch nächste Saison gut läuft für sie. Es ist eine ziemlich kalte Umgebung, ich habe verstanden, dass es viel familiärer hier zugeht,” so Andonova. [Anmerkung: Beim letzten Satz bin ich mir nicht sicher, ob das so gesagt wurde, im Schwedischen ist es in der Tat so formuliert, aber vermutlich hat man den Text ja übersetzt und weder Andonova noch der Reporter werden ihre Muttersprache gesprochen haben…]

Und auf eine Mitspielerin freut sie sich ganz besonders: “Für mich als Mazedonierin mit Marta zu spielen, das ist so als ob einer meiner männlichen Landsleute mit Lionel Messi spielen würde.”

Rosengård behält weiße Weste

Piteå IF – Hammarby DFF (1:0) 2:1
Tore: 1:0 Irma Helin (13.), 2:0 Pauline Hammarlund (78.), 2:1 Eigentor Faith Ikidi (94.)

FC Rosengård – Eskilstuna United (1:1) 2:1
Tore: 0:1 Gaelle Engamanouit (7.), 1:1 Marta (41.), 2:1 Therese Sjögran (62.)

Wir haben es bei Rosengård diese Saison schon öfter erlebt, die erste Halbzeit eher durchwachsen, dann eine viel bessere zweite Hälfte. Das liegt auch daran, dass es in Schweden nun mal kein Team gibt, das Rosengård das Wasser reichen kann. Da geht dem Gegner, dessen Spielerinnen meist dem Ball hinterherlaufen müssen, dann nach 60-70 Minuten die Puste aus.
Marta erzielte den Ausgleich gegen Eskilstuna per Kopf und zeigte jubelnd auf ihre Stirn. Das passiert selten, dass die Brasilianerin Kopfballtore macht. Nach dem Spiel erzählte sie, dass sie die einzige Legionärin der brasilianischen Nationalmannschaft sein wird. Der Rest der Mannschaft ist seit einem halben Jahr in Brasilien zusammen und hat Verträge mit dem einheimischen Verband. Man müsse schauen, wie das klappen wird.
Am Donnerstag spielt Rosengård das letzte Spiel vor der WM gegen Kristianstad in Malmö, das wird dann der Abschied von Therese Sjögran und Anja Mittag als Spielerinnen.
In Piteå gewann man mit 2:1 gegen Hammarby, der zweite Sieg in Folge. Am Donnerstag geht es gegen Umeå im “Lokalderby”, ein interessantes Spiel zweier formstarker Teams.

Linda Sällström und Ida Guehai in den letzten Minuten

Vittsjö GIK – AIK (1:2) 3:2
Tore: 0:1 Sarah Storck (4.), 1:1 Antonia Göransson (7.), 1:2 Julia Zigiotti Olme (13.), 2:2 Antonia Göransson (55.), 3:2 Linda Sällström (90.)

Kristianstads DFF – Mallbackens IF Sunne (0:0) 2:1
Tore: 1:0 Margret Lara Vidarsdottir (57.), 1:1 Tessa Gavilsky (63.), 2:1 Ida Guehai (87.)

Zwei der drei Teams aus Skåne haben ihre Heimspiele am sechsten Spieltag gewonnen. Morgen kann der FC Rosengård im Gipfeltreffen gegen Eskilstuna United nachziehen.

Pech für AIK, dass seine ersten zwei Saisontore schießt und trotzdem verliert. Und wem hat man das Siegtor für Vittsjö mehr gegönnt als der sympathischen Linda Sällström? Nach drei Kreuzbandrissen jetzt im neuen Trikot, auch hier anfangs mit Knieproblemen und man hatte schon Angst um sie, aber sie sei fit, versicherte sie mir vor zwei Wochen, und auf Pass der überragenden Antonia Göransson, die herzliche Grüße an Pia Sundhage schickte (die sie nicht für Kanada nominierte), lobbte Linda den Ball zum 3:2 für Vittsjkö ins gegnerische Tor.

Kurios: Beide Torhüterinnen wurden zu Beginn der zweiten Halbzeit wegen Verletzungen ausgewechselt.

Grüße an Silvia Neid und Evan Pellerud schickte Ida Guehai. Die Nationalspielerin der Elfenbeinküste schoss Kristianstad mit ihrem dritten Treffer im zweiten Spiel zum Sieg. Aufgepasst auf die physisch starke Stürmerin, die eine hervorragende Chancenverwertung hat.

Aufruhr in Italien

Normalerweise schreibe ich nicht über Italien in diesem Blog, aber dass hier muss raus. Der Präsident der italienischen Fußballamateurligen, Felice Belloli, soll folgendes gesagt haben: “Dass wir einer Handvoll Lesben so viel Geld hinwerfen, damit muss Schluss sein.”
Fellolis Einschätzung zum Frauenfußball in Italien. Für die Äußerung gibt es mehrere Zeugen. Da hat sich inzwischen selbst der wegen Rassismusvorwürfen gebeutelte Präsident des italienischen Fußballverbands Carlo Tavecchio distanziert: “Das ist unakzeptabel und sehr negativ, wenn er das so gesagt hat,” so Tavecchio.
Belloli behauptet indes, er habe das nie gesagt. “Sie müssen das erst beweisen, dass ich das gesagt habe,” sagte er der Nachrichtenagentur ANSA. Die Äußerung ist aber offenbar protokolliert, wie die angesehene italienische Sportzeitung Gazetto dello sport berichtet.
In Italien ist aber Belloli nicht der einzige, der diskriminierende Dinge gesagt hat. Tavecchio selber sprach vor ein paar Jahren von den “behinderten Frauen im Fußball” (“donne handicappate nel calcio”) und hatte sich mit einer Äußerung über afrikanische Fußballer (Bananen essende Fußballer bekämen in Italien den Vorzug vor italienischen Talenten) eine FIFA-Sperre eingehandelt, wurde aber in Italien doch wiedergewählt.

Ersetzt Nataša Andonova Therese Sjögran?

Die Gerüchte florierten seit einigen Tagen, seit gestern sind sie in den Medien und damit kann auch hier vermeldet werden, dass der FC Rosengård die 38-Jährige Rekordnationalspielerin Therese Sjögran, die nach der WM in Kanada aufhören will, möglicherweise durch die 21-Jährige mazedonische Nationalspielerin Nataša Andonova, die Turbine Potsdam verlassen wird, ersetzen wird.

Dazu Sportchef Erling Nilsson: “Sie ist eine interessante Spielerin, die wir beobachtet haben, seit wir geahnt haben, dass Sjögran aufhört. Wir werden Sjögran ersetzen und versuchen ein Topteam in Europa zu bleiben.”

Zu Anja Mittag gibt es nach wie vor keine offiziellen Erklärungen. Für PSG, das bekanntermaßen auch an Dzsenifer Marozsan interessiert ist, wäre es die sechste deutsche Spielerin. Falls die Investoren aus Qatar auch an Celia Sasic interessiert sind, sollten sie nach der gestern bekannt gewordenen Kündigung zum Telefonhörer greifen. Celia spricht ja fließend Französisch. Und als potentiell neue Vereine für die 26-Jährige kommen neben Wolfsburg und Bayern München höchstens PSG oder Lyon in Frage. Aber wir wollen nicht ins Blaue spekulieren…

27,56

Das Durchschittsalter im schwedischen WM-Kader liegt bei 27,5 Jahren. Mit acht Spielerinnen über 30. Pia Sundhage vertraut wie immer dem Alter, der Routine und der Loyalität. Eine Erneuerin ist sie nicht.

Es gibt keine Zecira Musovic, keine Magdalena Ericsson, keine Fridolina Rolfö. Der Stab um die Doppelolympiasiegerin ist sich sicher, dass die 34-Jährige Charlotte Rohlin fit wird, nicht aber die 21-Jährige Rolfö. Das mag begründet sein, wir werden uns die letzten beiden Spiele vor der WM anschauen.

Die Spielerinnen, auf deren Namen Tickets nach Kanada gekauft werden:

Tor: Hedvig Lindahl, Carola Söberg, Hilda Carlén

Abwehr: Sara Thunebro, Jessica Samuelsson, Elin Rubensson, Nilla Fischer, Amanda Ilestedt, Lina Nilsson, Emma Berglund, Charlotte Rohlin.

Mittelfeld: Emilia Appelqvist, Lisa Dahlkvist, Kosovare Asllani, Caroline Seger, Lotta Schelin, Emma Lundh, Jenny Hjohlman, Sofia Jakobsson, Olivia Schough, Mali Diaz Pettersson. Linda Sembrant, Therese Sjögran.

Der deutsche 27er-Kader ist im Schnitt 2,2 Jahre jünger.

Reserven: Marija Banusic, Mimmi Löfwenius

Kein Heimsieg in Runde 5

Mallbackens IF Sunne – Linköpings FC (0:0) 0:1
Tor: 0:1 Pernille Harder (Fouelfmeter 47.)

Von diesem Spiel habe ich nichts gesehen, da ich den deutschen FF-Krimi aus Frankfurt angeschaut habe. Linköping hat wieder Probleme mit dem Tore schießen offenbar und hat trotz Überlegenheit nur ein Törchen per Elfer zustande gebracht. Schade, sehr schade, dass Fridolina Rolfö, eine meiner Lieblingsspielerinnen, jawohl die gibt es, einfach nicht gesund und fit wird. Heute wieder auf der Bank, aber icht eingesetzt. Für Morgen und für das Aufgebot sehe ich schwarz.

Eskilstuna United – Piteå IF (0:2) 0:3
Tore: 0:1 June Pedersen (25.), 0:2 Pauline Hammarlund (32.), 0:3 June Pedersen (70.)

Eine tolle Leistung des bisherige Vorletzten in der Tabelle gegen das mit weißer Weste (12 Pkt. aus vier Spielen) und ohne Gegentor gestartete Eskilstuna. Piteå hatte schon vorher gut gespielt, hute trug die disziplinierte Leistung auch Früchte. Dank zweier Torwartschnitzer von Emelie Lundberg. Sorry, aber man darf sich eine Ecke nicht so reinballern lassen (direkt ins Tor zum 0:1) und beim 0:3 stand zwar Sara Thunebro vor ihr, als Pedersen den Ball in den Strafraum spielte, er sprang zwischen den beiden Eskilstuna-Spielerinnen leicht auf ud durch die offenen Arme von Lundberg ins Tor. Beim 0:2 durch Hammarlund tanzte die 17-Jährige Ronja Aronsson die mehr als doppelt so alte Sara Thunebro auf dem rechten Flügel nach allen Regeln der Kunst aus. Schade, dass Magdalena Ericsson den Nominierungskampf gegen Thunebro für die WM verlieren wird.

Das für nächsten Sonntag angesetzte Spitzenspiel in Malmö zwischen Rosengård und Eskilstuna ist durch den Sieg Piteås etwas der Spannung beraubt. Immerhin noch immer der Erste gegen den Zweiten, aber ich sage einen klaren Sieg für Rosengård voraus, wenn Therese Sjögran und wohl auch Anja Mittag erst mal vom Heimpublikum verabschiedet werden.

Die Tabelle:

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Aufgebote

Morgen um 17.00 Uhr muss Pia Sundhage vor laufenden Live-Fernsehkameras im Stockholm City Conference Centre ihr 23-köpfiges Aufgebot für Kanada bekanntgeben.

Hier zunächst die Namen, die aus Sicht von Sudhage/Lillie Persson sicher sein dürften:

1 Hedvig Lindahl, 2 Carola Söberg
3 Nilla Fischer, 4 Emma Berglund, 5 Lina Nilsson, 6 Elin Rubensson, 7 Sara Thunebro, 8 Linda Sembrant, 9 Jessica Samuelsson
10 Caroline Seger, 11 Sofia Jakobsson, 12 Therese Sjögran, 13 Olivia Schough, 14 Malin Diaz Pettersson, 15 Lisa Dahlkvist,
16 Lotta Schelin, 17 Kosovare Asllani

Demnach wären noch sechs Plätze offen. Bei Torhüterin Nummer 3 dürfte die Entscheidung zwischen Hilda Carlén, Sofia Lundgren und Zecira Musovic gefallen sein. Zu befürchten ist, dass Sundhage/Persson tatsächlich drei 32-Jährige Torhüterinnen mitnehmen und dass Sofia Lundgren das Ticket bekommt. Sie ist zweifelsohne qualifiziert, aber eine Zukunftsentscheidung wäre das nicht, die man sich bei der dritten Torfrau erlauben sollte.

In der zentralen Abwehr gibt es noch wenigstens einen Platz. Favoritin Charlotte Rohlin ist angeschlagen und in die Jahre gekommen. Mögliche Alternative wohl am ehesten KIF Örebros Marina Pettersson Engström oder Überraschung Kristianstads Mia Karlsson.

Im Mittelfeld wäre Fridolina Rolfö ein Superjoker trotz nur zwei Einwechslungen im A-Team bisher.Aber Linköpings athletische Flügelflitzerin war angeschlagen und zuletzt wieder verletzt. Was sagen die Ärzte?

Zu erwarten ist eine weitere Nominierung für das defensive Mittelfeld. Das könnt die Chance für Emilia Appelqvist aus Piteå sein. Oder aber, denn Pia Sundhage liebt Routine, für KIF Örebros Elin Magnusson.

Auch im offensiven Mittelfeld dürfte es eine weitere Spielerin geben. Da wurde schon Mimmi Löfwenius genannt, die noch nie für die A-Mannschaft nominiert war, aber in der zweiten Saison erfolgreich beim norwegischen Meister Lillestrøm SK spielt.

Und was passiert mit Supertalent Marija Banusic, jetzt bei Chelsea London? Sie war in den letzten Lehrgängen stets dabei, hat aber den Durchbruch och lange icht geschafft.

Morgen Abend gibt es die Antworten. Ich habe aber natürlich auch selber Nationaltrainer gespielt und hier kommt mein 23-köpfiges Gegenaufgebot:

Tor: Hedvig Lindahl (Chelsea London), Carola Söberg (KIF Örebro), Zecira Musovic (FC Rosengård)

Abwehr: Elin Rubensson (Kopparberg/Göteborgs FC), Nilla Fischer (VfL Wolfsburg), Emma Berglund (FC Rosengård), Magdalena Ericsson (Linköpings FC), Jessica Samuelsson (Linköpings FC), Linda Sembrant (Montpellier HSC), Marina Pettersson-Engström (KIF Örebro), Lina Nilsson (FC Rosengård)

Mittelfeld: Caroline Seger (Paris Saint-Germain), Sofia Jakobsson (Montpellier HSC), Therese Sjögran (FC Rosengård), Lisa Dahlkvist (KIF Örebro), Fridolina Rolfö (Linköpings FC), Antonia Göransson (Vittsjö GIK), Marija Banusic (Chelsea London), Emelie Appelqvist (Piteå IF)

Angriff: Lotta Schelin (Olymique Lyonnais), Kosovare Asllani (Paris Saint-Germains), Jenny Hjohlman (Umeå IK), Stina Blackstenius (Linköpings FC)

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Debakel

Vittsjö GIK – Kopparberg/Göteborgs FC (1:1) 1:2
Tore: 1:0 Antonia Göransson (3.),1:1 Manon Melis (19.), 1:2 Filippa Curmark (69.)

Dieses Mal bekam Linda Sällström immerhin schon 34 Spielminuten, aber Göteborg gewann dennoch erwartungsgemäß, allerdings knapp und durchaus etwas glücklich wenn man die Statistik von 6:4 Schüssen und 9:5 Ecken zugunsten Vittsjös sieht Siegtreffer durch Göteborgs Mittelfeldtalent Filippa Curmark, die vor 1-2 Jahren gern in Deutschlag gespielt hätte, aber dort keinen interessierten Club fand.

AIK – Kristianstads DFF (0:5) 0:5
Tore: 0:1 Susanne Moberg (27.), 0:2 Ida Guehai (31.), 0:3 Ida Guehai (37.), 0:4 Margret Lara Vidarsdottir (42.), 0:5 Amanda Edgren (45.)

Ein Debakel für AIK, das für mich spätestens seit der heutigen Niderlag als erster Absteiger feststeht. Fünf Spiele, fünf Niederlage, 0:14 Tore. 8:21 Schüsse auf das Tor im heutigen Spiel. Kristianstad sei eines jener Teams., gegen das AIK punkten müsse, um die Klasse zu erhalten, hatte man hier und da geschrieben. Zur Halbzeit stand es bereits 0:5. Deutschland-Fans: Jetzt kennt ihr eine Spielerin des deutschen WM-Gegners Elfenbeinküste. Ida Guehai machte ihr erstes Spiel und erzielte gleich zwei Tore. Die 20-Jährige ist 1,84 m groß und hat übrigens die Elfenbeinküste mit ihrem Tor gegen Südafrika erst zur WM gschossen.

ffschweden im Gespräch mit: Zećira Mušović

Zećira Musović nach dem 4:0 bei Djurgården am 21.04.2015 (Foto: Anders Henrikson)

Zećira Musović nach dem 4:0 bei Djurgården am 21.04.2015 (Foto: Anders Henrikson)

Selten, sagt Pia Sundhage, habe sie einen Durchbruch in dieser Geschwindigkeit erlebt. Dass jemand es schafft von der Ersatzbank ins Viertelfinale der Champions League. Und vom blossen Namen in einem Kader zu einem Namen, der bereits als einer von 23 für den schwedischen WM-Kader für Kanada gehandelt wird.

Die Rede ist natürlich von der 18-Jährigen Torhüterin des FC Rosengård, Zećira Mušović. Nach dem Pokalviertelfinale Rosengårds beim Stockholmer Tabellenführer der zweiten Liga, Djurgården, hatte ich die Gelegenheit, mich mit Zećira zu unterhalten.

Die letzten fünf Wochen im Leben eines Teenagers in Malmö waren ziemlich aufregend. 1:0 Sieg gegen Linköping und Gewinn des Supercups und das Vertrauen des Trainers Marcus Tilly, als erste Torhüterin zu spielen. Und auch die Ankündigung, in Wolfsburg gegen den VfL spielen zu dürfen. Aber Mušović fing sich eine Erkältung ein, es sah schlecht aus. Ihr Mutter fütterte die 18-Jährige mit allerlei Hausmitteln,u.a. kleine Berge von Ingwer und als schon klar war, dass Kathrin Längert wohl spielen würde, kam dann doch noch das Klarzeichen. Und die 18-Jährige machte ein Superspiel gegen die Wolfsburger Weltstars.

Wie hast du die vergangenen Wochen selber erlebt?

“Ich habe den Vertrag mit Rosengård ja verlängert, weil ich diese Saison den Startplatz als Torhüterin holen wollte,” erzählt sie mir. “Das war mein Gedanke und deshalb habe ich unterschrieben. Aber das es so schnell gehen würde und ich schon gegen Wolfsburg spielen darf, das habe ich ehrlich gesagt nicht geglaubt. Aber: ich habe viel trainiert. Ich habe zwei Jahre auf der Bank gesessen, ich habe mich quasi für diesen Augenblick vorbereitet, spielen zu dürfen. Jetzt gehe ich einfach nur raus und genieße.”

Und das macht Zećira Mušović zweifelsohne. Sie spricht mir einem herrlich gesunden Selbstvertrauen ohne auch nur irgendwie arrogant zu klingen. Die jüngste Stammtorhüterin der schwedischen Liga ist eine ehrliche und offene Person, die sich nimmt, was ihr zusteht ohne dabei frech zu wirken.

16960071365_a52506f8df_zEnde März war ich auf dem Malmö IP und fotografierte u.a. als Alexandra Popp und Zsanett Jakabfi sich in die Luft schrauben und mit unbändiger Energie auf das Tor von Mušović zuspringen. Popp köpft das 2:3. Wie hast du das empfunden, an diesem Nachmittag auf einmal gegen eine Alexandra Popp zu spielen?

“Wenn ich ehrlich sein soll,” lacht Zećira und, “dann wusste ich vorher gar nicht, wer Popp ist. Dann machte sie in zwei Spielen drei Tore gegen mich und ich wusste wer sie ist.”

Die 18-Jährige kann auch über sich selbst lachen und darüber, dass sie noch lernt.

“Natürlich, das war Wolfsburg und Nilla Fischer und all die anderen, aber daran denkt man doch nicht, wenn es losgeht. Es geht nur darum, seinen Job zu machen und das möglichst gut. Ich will normalerweise auch nicht so sehr viel wissen. Klar, es ist gut, wenn du weißt, die ist gut mit dem Kopf und die schießt gute Freistöße, aber ich sitze ich vorher und denke, wooo, jetzt kommt Fischer, das mache ich nicht.”

Das Pokalspiel bei Djurgården waren 90 Minuten in denen du beinahe völlig arbeitslos warst. Wie hast du dieses Spiel gesehen?

“Ich habe das Spiel dazu genutzt, weiter daran zu arbeiten, 90 Minuten lang fokussiert zu bleiben. Denn ich glaube, dass viele Spiele in diesem Jahr so für uns aussehen werden. Dass ich da doch wenig beschäftigt bin und dann kommt auf einmal der hohe Ball in der 93. Minute, den ich haben muss. Mein Ziel heute war, fokussiert zu bleiben und es gut zu machen.”

Die Leute haben nach deinen tollen Leistungen angefangen, über dich und einen Platz für Kanada zu reden. Du bist schon die Mannschaftskapitänin der schwedischen U19, die sich für das Endturnier in Israel qualifiziert hat. Wie siehst du das mit der A-Mannschaft?

“Klar, das ist schon toll, dass viele darüber reden, dass es so schnell gegangen ist, dass auch Pia gesagt hat, dass sie mich im Auge hat. “Das ist natürlich ein Traum, aber man muss viele Spiele hier zu Hause gut spielen, um eine Chance in der A-Mannschaft zu bekommen.”

Wahrscheinlicher also, dass du im Juli bei der U19-EM in Israel sein wirst?

Zećira lächelt und sagt: “Naja, das werden wir ja dann sehen, ob ich da hinfahre.”

Solange die Tür nach Kanada nicht ganz zu ist, kann man noch träumen.

Es ist die Zielstrebigkeit hinter Mušovićs Lächeln, die sie von so vielen anderen Talenten unterscheidet. Ich frage mich, wie sie es geschafft hat, der 27-Jährigen Längert den Stammplatz wegzunehmen.

“Ich habe wirklich sehr viel gearbeitet daran, was ich tun kann, um besser zu werden. Wie ich diesen ersten Platz kriege kann. Mit unserem Mannschaftspsychologen habe ich eine Methode erarbeitet, dass ich nur auf mich selbst schaue, nicht darauf, was die andere Torhüterin macht. Was kann ich ganz persönlich verbessern? Und dann habe ich gedacht, dass ich zwar erst 18 Jahre bin, mich aber nicht mehr als das 18-Jährige Talent sehen will, sondern als jemanden, der in einer A-Mannschaft spielt und dort bei gerechten Bedingungen um einen Platz konkurriert.”

Bist du schon Vollprofi oder was machst du außer Fußball?

“Ich gehe noch zur Schule, Pro civitas, eine richtig gute Schule. Bald mache ich das Abitur, dann will ich weiter studieren an der Universität. Ich engagiere mich auch ziemlich viel für die Schule. Damit beide Richtungen funktionieren, weil es für eine Frauenfußballspielerin wichtig ist, nicht nur Fußball zu spielen.”

Gibt es Dinge als Torhüterin, wo du besser werden musst?

“Ich glaube nicht,dass ich in einer bestimmten Sache besser werden muss, ich kann in allen Dingen besser werden,” beurteilt Zećira realistisch. “Ich will das Niveau überall erhöhen, um den nächsten Schritt machen zu können.”

Einige Tage nach dem Gespräch mit ihr, lese ich Zećira Mušovićs Blog. Sie hat gerade einen Eintrag über Thora Helgadottir geschrieben, mit der sie sich in Malmö getroffen hat. Die Frau, die eineinhalb Jahre spielte, als sie auf der Bank saß. Zećira schreibt in den höchsten Tönen über Helgadottir und am Ende: “Ich will so wie Thora Helgadottir werden. Nur etwas besser.”

Verlässt Anja Mittag Schweden – und geht zu PSG?

Nach einem Artikel in der heutigen Ausgabe der Zeitung Sydsvenska Dagbladet wird Anja Mittag nur noch zweimal im Trikot des FC Rosengård spielen und dann nach der Fussball-WM in Kanada für den französischen Champions-League-Finalisten Paris Saint-Germains stürmen.

Der FC Rosengård dementiert durch seinen Vorsitzenden Klas Tjebbe und auch durch Sportchef Erling Nilsson, aber die Zeitung beruft sich auf mehrere Quellen, die unabhängig voneinander sein sollen. Angeblich ist der Verein bereits intensiv suf der Suche nach einer Nachfolgerin. Anja Mittag hat sich noch nicht geäußert. Sydsvenska Dagladet und sein Frauenfußballexperte Max Wiman sind jedoch für gewöhnlich sehr gut informiert.

PSG will die Verpflichtung demnach in der kommenden Woche im Zusammenhang mit dem UWCL-Finale in Berlin bekanntgeben.

Anja Mittag hat 3,5 Jahre in Malmö gespielt und war zweimal Torschützenkönigin der schwedischen Liga. Ihr Vertrag läuft im Sommer 2016 aus, enthält aber nach Angaben von Sydsvenska Dagbladet eine Klausel, die es möglich macht, sie aus dem Vertrag herauszukaufen.

Pia Sundhage: Entscheidung am Montag

Schwedens Nationaltrainerin Pia Sundhage ist in diesen Tagen viel unterwegs in Schweden, gestern Abend schaute sie sich das Spiel Umeå – Rosengård an. Nach dem Spiel hatte ich kurz Gelegenheit, ihr ein paar Fragen zu stellen.

Ihr habt derzeit viele Verletzungssorgen und müsst hin- und herüberlegen. Der Kader für Kanada wird Montag um 17.00 Uhr bekanntgegeben. Könnte man das nicht aus gegebenem Anlass verschieben? Deutschland veröffentlicht Seine Truppe erst am 24.05.

“Ich verstehe, was du meinst, aber wir haben diesen Termin seit Monaten festgelegt und er ist auch sehr wichtig für die Spielerinnen, die sich darauf eingestellt haben. Das zu verschieben, wäre kein gutes Zeichen. Ich finde es wichtig, dass wir am Montag sagen, mit welchen 23 Spielerinnen wir planen und diese dann Bescheid wissen “Jaaaa, wir sind dabei, wir können uns jetzt voll engagieren”. Nein, verschieben geht nicht und das ist auch gut so.”

Wann werden Assistenztrainerin Lillie Persson und du die endgültige Entscheidung treffen, Sonntagabend 23.00 Uhr?

“So spät vielleicht nicht, aber wir haben vereinbart, dass wir uns Sonntag treffen, alles noch einmal durchgehen und dann am Abend die Liste fertig haben. Dann können wir aber immer noch einmal drüber schlafen und uns Montagmorgen noch einmal kurz darüber austauschen, ob alles so bleiben soll.”

Marta trifft in Umeå

Hammarby DFF – KIF Örebro 0:0

Umeå IK – FC Rosengård (0:0) 0:2
Tore: 0:1 Sara Björk Gunnarsdottir (59.), 0:2 Marta (90.)

Es war Umeås mit Abstand bestes Saisonspiel gestern Abend am Gammliavallen in Umeå und Rosengård ist mit einem blauen Auge davongekommen. Denn überzeugend war es nicht, was der Meister da präsentierte. Da hat sich doch ein Schlendrian eingeschlichen, dass man ja sowieso irgendwie gewinnen wird in der Liga und alle elf Akteure (einzige Ausnahme: Torhüterin Kathrin Längert) spielten deutlich unter ihrem Niveau. Fehlpässe und Stockfehler, halbherzige Schussversuche von Weltstars wie Anja Mittag, Marta und Ramona Bachmann sind normalerweise nicht an der Tagesordnung und sie sollten Trainer Marcus Tilly auch ärgern. Der wurde aber erst in der zweiten Halbzeit lauter. Und da hatte Umeå teilweise mehr Ball und auch Chancen wie etwa Rita Chikwelus Kopfball, den Kirsten van de Ven von der Linie putzte. Marta leitete mit einem Freistoss dann doch den Sieg ein und irgendwie muss Sara Björk Gunnarsdottir den Ball reingestochert haben. Und beim zweiten Treffer war sie dann Wieder unnachahmlich Marta. Nachdem sie offensiv weniger geleistet hatte als defensiv bekam sie am Ende des Spiels den Ball, schaltete zum ersten Mall auf Turbo, liess Eine Gegenspielerin aussteigen und jagte den Ball dann bekannt und gekonnt platziert in den Winkel. Nach dem Spiel habe ich mich mit der 5fachen Weltfussballerin kurz unterhalten, das Gespräch kommt nächste Woche hier ins Blog.

Comeback in Umeå

Umeå IK – Vittsjö GIK (0:2) 0:2
Tore: 0:1 Alexandra Benediktsson (37.), 0:2 Michelle Pao (44.)

Stabiler Sieg von Vittsjö in Umeå. Auch wenn Umeå phasenweise auf einen Anschlusstreffer drängte, das Fazit des Spiels ist wohl wirklich, dass Umeå sich im unteren Drittel der Tabelle orientieren wird diese Saison. Die Abgänge von Emma Berglund (Rosengård), Hanna Folkesson (KIF Örebro, Kreuzbandriss) und Emmelie Konradsson wiegen zu schwer. Erfreulich: Linda Sällström feierte ihr Comeback und spielte erstmals knapp 20 Minuten für Vittsjö.

Kopparberg/Göteborgs FC – Hammarby DFF (3:0) 3:0
Tore: 1:0 Lieke Martens (15.), 2:0 Kathlene Fernström (28.), 3:0 Elin Rubensson (30.)

Klar Sache für den Meisterschaftsmitanwärter. In der ersten halben Stunde hätte es ganz böse kommen können. Nationalspielerin Elin Rubensson schoss das dritte Tor selber und hatte zwei Assists in ihrem ersten Spiel von Beginn an seit einigen Wochen.

FC Rosengård – Piteå IF (4:0) 5:2
Tore: 1:0 Ramona Bachmann (3.), 2:0 Anja Mittag (27.), 3:0 Marta (35.), 4:0 Anja Mittag (45.), 5:0 Sara Björk Gunnarsdottir (55.), 5:1 Pauline Hammarlund (62.), 5:2  Linda Öqvist (72.)

Immerhin hat Piteå eine Halbzeit gegen den Meister gewonnen. Mehr ist derzeit wohl für keine schwedische Mannschaft drin.