Tabelle 03/22

  1. FC Rosengård 9:1 9
  2. Linköpings FC 11:4 9
  3. KIF Örebro 4:2 5
  4. Kvarnsvedens KIK 4:4 4
  5. Kopparberg/Göteborgs FC 2:2 4
  6. Vittsjö GIK 3:4 4
  7. Piteå IF 3:5 4
  8. Umeå IK 3:3 3
  9. Djurgården 4:6 3
  10. Eskilsruna United 3:5 3
  11. Mallbackens IF Sunne 4:8 1
  12. Kristianstads DFF 3:9 0

 

In der Torschützenliste liegt Stina Blackstenius mit fünf Treffern vor Pernille Harder (beide Linköping) und Lieke Martens (Rosengård). Beide haben je drei Tore erzielt.

Im Schnitt sahen 808 Zuschauer die bislang 18 Begegnungen.

Rosengård auf eins

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Nach langer Verletzungspause meldete sich Amanda Ilestedt zurück und erzielte das 2:0 gegen Piteå

Im letzten Spiel des dritten Spieltags der Damallsvenskan ließ der FC Rosengård gegen ein in allen Belangen enttäuschendes Piteå keinen Zweifel daran, wer die Nummer eins in Schweden ist. Das 4:0 gegen den Vorjahresdritten reichte sogar, um von Linköping die Tabellenführung zu übernehmen. Im Grunde genommen spielte nur eine Mannschaft au8f dem mit 860 Zuschauern gut gefüllten Malmö IP. Überragend die zweifache Torschützin Lieke Martens, aber auch die Außenverteidigerinnen Ali Riley und Lina Nilsson wirkten mehr wie zusätzliche Flügelstürmerinnen, hatten nur wenig in der Abwehr zu tun, in der Anita Asante und Amanda Ilestedt stets die Übersicht behielten und den Spielaufbau betreiben konnten.

Wer kann Rosengård stoppen? Selbst die Verletzung von Gaelle Engamanouit schadet dem Team in der einheimischen Liga kaum. Und auch der in diesen Tagen verkündete Abgang von Sara Björk Gunnarsdottir zum zahlungskräftigen VfL Wolfsburg Anfang Juli wird mit Sicherheit durch eine Neuverpflichtung auf Augenhöhe ausgeglichen werden können. Schließlich hat man in Malmö vor Beginn der Saison ein Netzwerk aus einem guten Dutzend lokaler und regionaler Sponsoren bekanntgegeben, das dem Verein auch in den kommenden Jahren in Schweden genügend Finanzen garantiert. Ob Caroline Seger tatsächlich nach Hause kommt oder vielleicht doch zu Lyon geht, wie es diese Woche hieß, bleibt abzuwarten. Die bald 31-Jährige Seger wäre ohnehin keine Zukunftsspielerin. Das ist auch die 30-Jährige Ella Masar McLeod nicht, aber Masar McLeod hat auch gestern wieder bewiesen, dass sie in puncto Vielseitigkeit kaum zu toppen ist. Nachdem sie schon als Außenverteidigerin, linke Mittelfelspielerin und Stürmerin bei Rosengård eingesetzt wurde, war es gestern das zentrale Mittelfeld. Und jedes Mal überzeugt sie.

Im Übrigen zeigen die Wechsel von Sara Björk Gunnarsdottir zu Wolfsburg und von Dzsenifer Marozsan von Frankfurt nach Lyon und heute die Meldung, dass Simone Laudehr zum FC Bayern geht, dass es in Europa auch im Frauenfußball  inwischen gegenwärtig nur noch 2-3 Clubs gibt, die wirklich das (vergleichsweise) große Geld in die Hand nehmen können. Und dazu gehören augenscneinlich weder der FC Rosengård noch der 1.FFC Frankfurt. Dass die beiden souveränen Finalisten der Champions League 2015/16 jetzt das weitere Aufrüsten begonnen haben, unterstreicht dies nur. Gespannt sein darf man, was aus PSG wird, nachdem es von Lyon sowohl in der Meisterschaft wie in der UWCL gedemütigt wurde. Wird Nasser Al-Khelaifi nun noch einmal in seine prall gefüllte Brieftasche greifen oder gibt er den Kampf um die Topposition im Frauenfußball auf?

FC Rosengård – Piteå IF (2:0) 4:0
Tore: 1:0 Lieke Martens (4.), 2:0 Amanda Ilestedt (24.), 3:0 Lieke Martens (48.), 4:0 Iina Salmi (66.)

 

Djurgårdens erster Sieg

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Hanna Lundqvist lobbt den Ball über Katie Fraine zum 3:1 für Djurgården gegen Vittsjö

Ganz ist Runde drei noch nicht abgeschlossen, denn Rosengård muss am Mittwoch noch gegen Piteå ran, weil man den heutigen Termin freigehalten hatte, falls die Schwedinnen das Halbfinale der Champions League erreicht hätten.

Aber zehn der zwölf Clubs haben nun jeweils drei Spiele absolviert und gewisse Trends sind erkennbar.

  • Linköping ist tatsächlich so stark wie in den Testspielen. Vor allem Pernille Harder und Stina Blackstenius treffen in Serie.
  • Eskilstuna sind zu viele Spielerinnen abgewandert, darunter Leistungsträgerinnen wie Petra Larsson, Sofie Persson und nicht zuletzt Gaelle Engamanouit. Die neuen sind zwar alle talentiert, aber bis zum absoluten Durchbruch braucht es noch ein wenig. Zwei Niederlagen in Vittsjö und gegen Linköping zu Beginn zeugen davon.
  • Kristianstad hat es noch schwerer als angenommen. Der große Aderlass und das fehlende Kleingeld in der Clubkasse lassen Elisabet Gunnarsdottir in ihrem achten Jahr in der Diaspora schweren Zeiten entgegen gehen.
  • Kvarnsveden als untauglich für die erste Liga zu bezeichnen, war eventuell verfrüht. In allen drei Spielen war die kämpferische Leistung tadellos, auch gestern gegen Göteborg hätte man durchaus einen Punkt holen können.

Die Ergebnisse im einzelnen:

Djurgården – Vittsjö GIK (1:1) 3:1
Tore: 1:0 Mia Jalkerud (6.), 1:1 Linda Sällström (16.), 2:1 Carolina Mendes (56.), 3:1 Hanna Lundqvist (73.)

Kvarnsvdedens IK – Kopparbergs/Göteborg FC (0:1) 0:2
Tore: 0:1 Rebecca Blomqvist (19.), 0:2 Pauline Hammarlund (92.)

KIF Örebro – Kristiandstads DFF (2:0) 3:1
Tore: 1:0 Hanna Gråhns (7.), 2:0 Julia Spetsmsrk (28.), 3:0 Melissa Tancredi (51.), 3:1 Alice Nilsson (67.)

Umeå IK – Mallbackens IF Sunne (1:1) 1:1
Tore: 1:0 Rita Chikwelu (1.), 1:1 Tameka Butt (35., Elfmeter)

 

 

Eskilstuna – Linköping 1:3

16716719020_167b818c97_kDer Östgöta-Express rollt weiter. Vor etwas mehr als 1.000 Zuschauern gewann Linköpings FC auch das dritte Spiel der Saison, dieses Mal bei Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer (2016/17) Eskilstuna United mit 3:1.

Ein völlig ungefährdeter, überzeugender Sieg mit einer überragenden Pernille Harder, die im Regen ihre Saisontreffer 3 und 4 markierte. Und weil Stina Blackstenius an der Spitze der Torjägerliste bleiben wollte, erhöhte dio 20-Jährige noch auf 3:0 (Treffer # 5), ehe Marija Banusic in der 92. Minute der Ehrentreffer gelang.

Die neue Truppe von Eskilstuna hat Schwierigkeiten, klare Torchancen zu erarbeiten. Das war schon am letzten Wochenende in Vittsjö (0:1) so und setzte sich heute fort. Linköping dagegen übereugt mit seinem 4-3-3 System, obwohl dort immer noch Fridolina Rolfö und die seit langem verletzte Ukrainerin Vera Dyatel fehlen.

Rosengård im Halbfinale

Was sie in der UWCL nicht schafften, das gelang den schwedischen Meisterinnen vom FC Rosengård im nationalen Pokalwettbewerb – sie erreichten das Halbfinale.

Am Abend gewann man das „Lokalderby“ auswärts gegen Vittsjö GIK mit 2:0 durch Tore von Iina Salmi und Nathalie Persson. 

In der Vorschlussrunde empfängt Titelverteidiger Linköpings FC Vizemeister Eskilstuna United und Rosengåtd muss erneut reisen, dieses Mal in den hohen Norden zu Piteå IF.

Tabelle 02

Nach zwei Spieltagen sieht die Tabelle wie folgt aus:

  1. Linköpings FC 8: 3 Tore, 6 Punkte
  2. FC Rosengård 5:1, 6
  3. Kvarnsvedens KIK 4:2, 4
  4. Piteå IF 3:1, 4
  5. Vittsjö GIK 2:1, 4
  6. Eskilstuna 2:2, 3
  7. Umeå IK 2:2, 2
  8. KIF Örebro 1:1, 2
  9. Kopparberg/Göteborgs FC 0:2, 1
  10. Mallbackens IF Sunne 3:7, 0
  11. Kristianstads DFF 2:6, 0
  12. Djurgården 1:5, 0

 

In der Torschützenliste liegt Stina Blackstenius mit vier Treffern vor Mimmi Larsson, Marta, Johanna Rasmussen, Pernille Harder und Kristine Minde, die jeweils zwei Mal getroffen haben.

Die bisherigen zwölf Begegnungen hatten 9033 Zuschauer, lediglich Eskilstuna schaffte es, mit seinen ungefährdeten 2980 die 1000er-Grenze zu passieren.

Drei Tore am Sonntag

In den beiden Sonntagsspielen der Damallsvenskan fielen lediglich drei Tore. Dabei verloir Vizemeister Eskilstuna United mit 0:1 gegen Vittsjö, das vorige Woche wenig überzeugend gestartet war, nun aber doch mit vier Punkten erst einmal in der oberen Hälfte zu finden ist.

Derbys haben oft ihre eigenen Gesetze. Die Vorzeichen zwischen dem dominierenden Team der 2000er Jahre Umeå IK und Piteå IF haben sich geändert, aber dennoch kam Piteå nur zu einem 1:1 auf dem ehemaligen Gammliavallen, der nun Umeå Energi Arena heißt.

Umeå IK – Piteå IF (0:0) 1:1
Tore: 0:1 Ellen Löfkvist (51.), 1:1 Rita Chikwelu (66.)

Vittsjö GIK – Eskilstuna United (1:0) 1:0
Tor: 1:0 Sandra Adolfsson (21.)

 

IFK Kalmar vorn in Liga 2

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Die norwegische Nationalmannschaft 2013 bei hochsommerlichen Temperaturen in Kalmar (in der Mitte Ada Stolsmo Hegerberg)

Der IFK Kalmar har Aufstiegsambitionen. 2013 trainierte auf deren Gröndals IP vor knapp drei Jahren die norwegische Nationalmannschaft im Kontext der EURO 2013 trainierte. Nach zwei Spieltagen liegt Kalmar vorn. Aber noch stehen zwei Begegnungen aus. Die Ergebnisse vom Samstag:

Kungsbacka DFF – IFK Kalmar 1:5
IK Sirius – Älta 3:0
Limhamn Bunkeflo – Växjö 3:1
Östersund – QBIK 2:1
Sundsvalls DFF – Holmalund 2:3

Linköping gewinnt in Kristianstad

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Stina Blackstenius – wohl eines der größten Offensivtalente in Europa

Trainer Martin Sjögrens Team ließ keinen Zweifel daran, dass man gewillt war, drei Punkte vom früher so gefürchteten Vilans IP und aus der kleinen skånischen Stadt Kristianstad mitzunehmen. Vor 621 Zuschauern waren keine zehn Minuten gespielt, da hatte Jungnationalspielerin und U19-Star Stina Blackstenius schon ihre Saisontreffer drei und vier erzielt und Linköping lag 2:0 vorn. Am Ende hieß es 4:1. Keine Überraschung.

Überraschend schon eher, dass der als Tabellenletzter getippte Aufsteiger Kvarnsvedens IK, der sich lediglich mit vier Spielerinnen aus der zweiten Liga für die erste Liga verstärkt hatte, sein Auswärtsspiel beim als Mitabsteiger getippten Mallbacken mit 3:1 gewann. Und dass keines der Gästetore von Tabitha Chawinga erzielt wurde.

Im einzelnen hatten wir gestern Nachmittag:

Kopparberg/Göteborgs FC – KIF Örebro 0:0

Kristianstads DFF – Linköpings FC (1:3) 1:4
Tore: 0:1, 0:2 Stina Blackstenius (7., 9.), 0:3 Pernille Harder (19.), 1:3 Johanna Rasmussen (20.), 1:4 Kristine Minde (82.)

Mallbackens IF Sunne – Kvarnsvedens IK (0:1) 1:3
Tore: 0:1 Caroline Lundberg (5.), 0:2 Agnes Dahlström (47.), 1:2 Madeleine Janogy (68.), 1:3 Sarah Elnicky (78.)

 

Fehldiagnose bei Engamanouit

Manchmal können Fehldiagnosen was Schönes haben. Gaelle Engamanouits Kreuzband ist doch nicht gerissen, wie noch am Wochenbeginn angenommen. Die 23-Jährige Stürmerin unterzog sich am Donnerstag einer Schlüssellochuntersuchung, wobei die Ärzte feststellten, dass das Kreuzband nicht wie angenommen gerissen war.

Es handelte sich vielmehr um einen schweren Knorpelschaden, der sofort operiert wurde. Statt einer Abwesenheit von neun Monaten rechnet man nun beim schwedischen Meister damit, dass Gaelle Engamanouit lediglich 8-12 Wochen pausieren muss.

Linköping erster Tabellenführer

Eine Tabellenführung nach dem ersten Spieltag hat natürlich eher statistischen Wert. Linköping, für die meisten Experten auf dem Auftakttreffen am vergangenen Dienstag Topfavorit auf den Meistertitel, übernahm gleich Platz 1 der Liga durch sein 4:2 gegen Mallbacken. Stina Blackstenius ist auch die erste zweifache Torschützin, eine gute Stunde später folgte ihr Eskilstunas Neuzugang Mimmi Larsson nach.

Die bei weitem beste Zuschauerzahl gab es, ebenfalls nicht unerwartet, in Eskilstuna mit imponierenden 2980 Gästen, die das 2:1 gegen Djurgården bejubelten.

Linköpings FC – Mallbackens IF Sunne (3:0) 4:2
Tore: 1:0 Stina Blackstenius (11.), 2:0 Kristine Minde (34.), 3:0 Mariann Gajhede Knudsen (41.), 3:1 Tameka Butt (58.), 4:1 Stina Blackstenius (74.), 4:2 Clara Alm (92.)

Eskilstuna United – Djurgården (0:0) 2:1
Tore: 1:0, 2:0 Mimmi Larsson 50., 51.), 2:1 Johanna Rytting Kaneryd (94.)

In der Elitettan spielten am Sonntag:

IFK Kalmar – Östersunds DFF 3:2
QBIK – Hammarby 0:1
Växjö DFF – Hovås Billdal 1:1
Sunnanå SK – Sirius 0:1

 

 

Piteå imponiert

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Faith Ikidi (rechts) hält seit Jahren die Abwehr Piteås zusammen, links Christen Press (Archivbild)

Am Sonntag gab es in den Spielen 2-4 des ersten Spieltags der Damallsvenskan 2016 insgesamt sechs Tore.

Aufsteiger Kvarnsveden war dabei vor allem in der zweiten Halbzeit deutlich besser als Vittsjö GIK, konnte aber wie man so schön sagt, „den Sack nicht zumachen“. Das 1:1 ist aber dennoch ein Achtungserfolg. Tabitha Chawinga traf gleich in ihrer ersten Begegnung in der höchsten Liga.

Überzeugend der sichere 2:0-Sieg vion Piteå gegen Göteborg. Pauline Hammarlund besuchte den hohen Norden mit ihrem neuen Team und konnte aber gegen ihre alten Mannschaftskameraden nichts ausrichten. Trotz einige Abgänge sieht der Vorjahresdritte sehr stark aus und hat mir bislang am besten gefallen.

Kvarnsvedens IK – Vittsjö GIK (1:1) 1:1
Tore: 0:1 Nkem Ezurike (30.), 1:1 Tabitha Chawinga (41.)

KIF Örebro – Umeå IK (1:0) 1:1
Tore: 1:0 Michelle De Jongh (44.), 1:1 Lisa Lantz (59.)

Piteå IF – Kopparberg/Göteborgs FC (1:0) 2:0
Tore: 1:0 Tempest-Marie Norlin (22.), 2:0 Nina Jakobsson (49.)

 

 

Damallsvenskan 2016 – der Tipp

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Zwei Spielerinnen, die auch 2016 von sich reden machen dürften: Natalie Björn (hier noch AIK, jetzt Eskilstuna United) und Natasa Andonova (FC Rosengård)

Der FC Rosengård ist auch 2016 Topfavorit auf den Meistertitel in Schweden. Während der Saison 2015 gingen Anja Mittag und Ramona Bachmann, aber der übrig gebliebene Stamm plus die neu geholten Gaelle Engamanouit, Natasa Andonova und Lieke Martens geben der Mannschaft dennoch ausreichend Spitzenkompetenz, um mehr oder minder einsam an der Spitze zu kreisen. Zu rechnen ist überdies damit, dass Star Caroline Seger nach dem Ende der Saison in Frankreich zum FC Rosengård hinustösst, wo nicht nur die besten Rahmenbedingungen herrschen, sondern mit Therese Sjögran auch Segers BFF als Sportchefin tätig ist. Ausserdem lebt die Familie der 30-Jährigen unweit von Malmö.

Ich sehe nur ein Team, das Rosengård herausfordern kann und das ist der Vorjahresvierte Linköpings FC. Dort ist zwar die legendäre Charlotte Rohlin in Fussballerinnenrente gegangen, sie wird aber problemlos ersetzt durch Magdalena Ericsson. Die 22-Jährige, die in der Nationalmannschaft Linksverteidigerin spielt, wird von Coach Martin Sjögren (bester Trainer der Liga?) in die Mitte neben der routinierten Dänin Janni Arnth eingesetzt. Sjögren hat sich entschieden, auf 4-3-3 als Spielsystem zu setzen. Im Angriff haben die jungen Pernille Harder, Fridolina Rolfö und Stina Blackstenius bereits in den Testspielen ordentlich hingelangt und selbst als Rolfö wegen Verletzung ausfiel, sorgte die Norwegerin Kristine Minde für Torjubel. Im Mittelfeld hat man mit der filigranen Technikerin Claudia Neto und Renée Slegers zwei exquisite Spielerinnen. Linköping wird Zweiter und erreicht sein Saisonziel Champions League.

Platz drei geht an den Viemeister von 2015. Eskilstuna United hat etliche Schlüsselspielerinnen durch Karriereende (Petra Larsson und Sofie Persson) verloren und die Kamerunerin Gaelle Engamanouit an den schärfsten Konkurrenten Rosengård. Aber Coach Victor Ericsson hat interessante Neuverpflichtungen geholt. Vor allem Marija Banusic könnte bei ihm den Durchbruch schaffen. Er hat bereits Olivia Schough zu neuen Karrierehöhen verholfen. Ausserdem holte Ericsson zwei AIK-Talente mit Petra Andersson und Natalie Björn. Björn habe ihm am meisten imponiert, sie sei schon jetzt eine Führungsspielerin, sagte Ericsson am Rande des Medienauftaktes der Damallsvenskan. Dennoch reicht das „nur“ zu Platz 3.

Dahinter wird es schwierig. Der Vorjahresdritte Piteå IF hat Pauline Hammarlund an Göteborg abgeben müssen, Hanna Pettersson og sich bei einem der ersten Trainings einen neuerlichen Kreuzbandriss zu. Aber mit Felicia Karlsson könnte Piteå einen Glücksgriff getan haben. Die vielleicht schnellste Stürmerin der Liga (Linda Sällström?) hat einen Durchbruch längst verdient und könnte ihn bei Stellan Carlsson schaffen, der schon Hammarlund und Emilia Appelqvist veredelt hat. Ich sehe Piteå knapp auf Platz vier vor Kopparberg/Göteborgs FC, das immer um den Titel mitspielen will, sich dann aber doch nicht entsprechend verstärkt. Die Niederländerinnen Manon Melis, Lieke Martens und Danielle van de Donk haben den Club verlassen, mit Pauline Hammarlund und Elin Landström hat man zwei grosse Talente geholt. Das Team ist jünger und wieder wird es nicht für die Champions League reichen. Platz 5. Sollte Lotta Schelin zurückkehren, wie Gerüchte besagen, dann könnte sie Göteborg doch noch ein wenig weiter nach oben bringen, aber wohl kaum in die Champions League.

Vittsjö GIK hat sich nach zwei mittelmässigen Spielzeiten enorm verstärkt. Mit Katie Fraine holte man die beste Torhüterin der Liga aus Linköping und die Nigerianerin Ngozi Okobi wirbelte bei der WM in Kanada 2015 die schwedische Abwehr nach Belieben durcheinander. Schaun mer mal, ob sie das auch in der Liga schaffen wird. Hinzu kamen eine weitere Nigerianerin, die Finnin Emmi Alanen und die physisch starke Clara Markstedt. Platz sechs sollte keine Utopie sein, wenn das Trainerduo unter der Führung von Thomas Mårtensson das Team zügig einspielen kann.

Für KIF Örebro bleibt dann nur Rang 7 übrig. Hanna Folkesson absolvierte 2015 kein einziges Spiel für den ehemaligen Vizemeister und Lisa Dahlkvist verliess ihren Mutterclub, um mit Caroline Seger wesentlich lukrativer das PSG-Mittelfeld zu bespielen. Ende des Jahres hagelte es Rücktritte. Elin Magnusson, Sanna Talonen und Susanna Lehtinen hingen die Fussballschuhe an den Nagel und werden enorm fehlen. Das Gefüge im Team verändert sich. Hinzu kommt, dass die Nigerianerin Sarah Michael einen Kreuzbandriss erlitt und man deshalb schnell die 34-Jährige Melissa Tancredi aus Kanada holte. Interessant zu sehen wird, inwieweit Mittelfelddiamanttalent (ein neues Wort…) Michelle De Jongh weiter von sich reden machen wird. Ein Interview mit ihr kommt in der nächsten Woche.

Achter in der Liga ist dann die einstige Fussballgrossmacht Umeå IK, die längst auf dem Boden der finanziellen Realitäten angekommen ist. Immerhin konnte man Nationalspielerin Jenny Hjohlman behalten und auch Supertalent Lina Hurtig. Letztere ist allerdings noch verletzt, aber zu mehr als Platz acht reicht das nicht. Zu unbeständig war das Team 2015, was der mangelnden Routine und auch der fehlenden Breite im Kader geschuldet ist.

Elisabet Gunnarsdottir ist schon im achten Jahr Trainerin von Kristianstads DFF und gestern hat ihr Team ganz gut ausgeschaut bei Meister Rosengård, was allerdings an einer eher indiskutablen Leistung der Gastgeber in Malmö lag. Die finanziellen Probleme haben Gunnarsdottir zu einer erheblichen Verjüngung des Kaders gezwunfen, mehr als Platz neun ist damit leider nicht drin.

Aufsteiger Djurgården schafft es trotz interessanter Neuverpflichtungen nur knapp, in der Liga zu bleiben. Gegen Linköping erlitt man eine knallende 1:6-Niederlage, es hätte auch zweistellig ausgehen können und ich sah nur wenig Erstklassiges. Die Paraden von Gudbjörg Gunnarsdottir, die wieder dabei ist. Die Innenverteidigerinnen Sheila van den Bulk und Petronella Ekroth sind solide, aber nicht erstklassig. Das ist dafür das zentrale Mittelfeld mit Emilia Appelqvist und Katrin Schmidt. Vorne sollen Mia Jalkerud, Alexandra Höglund und Madeleine Stegius alles richten, verstärkt durch die Portugiesin Carolina Mendes. 

Mallbacken schaffte es letztes Jahr um Haaresbreite, ein Tor besser als Hammarby, die Klasse zu erhalten. In diesem Jahr hat man Mimmi Larsson an Eskilstuna abgeben müssen. Die Neuverpflichtungen, u.a. mit Kirsty Yallop aus Vittsjö sind solide, aber es reicht leider nicht aus. Möglich wird es, wenn man es schafft, zu Hause den Heimvorteil mehrfach zu nutzen. Ein Spiel in Mallbacken ist etwas Besonderes, das haben mir schon viele Spielerinnen anderer Clubs erzählt.

Kvarnsveden hatte kein Geld, nach dem Aufstieg etablierte Spielerinnen aus der ersten Liga zu holen. Stattdessen gab es nur vier Neue aus der Elitettan. Superstar Tabitha Chawinga, die das Team mit ihren 42 Toren in 26 Spielen fast im Alleingang nach oben schoss, alleine kann es auch nicht richten. Chawinga wird sowieso heiss begehrt von allen anderen Clubs sein. Die 20-Jährige Malawierin hat sich dennoch 25 Tore zum Ziel gesetzt. Schafft sie das, dann hat Kvarnsveden eine Chance. Aber woher sollen die Bälle kommen?

Also, noch einmal zusammengefasst:

  1. FC Rosengård
  2. Linköpings FC
  3. Eskilstuna United
  4. Piteå IF
  5. Kopparbergs/Göteborg FC
  6. Vittsjö GIK
  7. KIF Örebro
  8. Umeå IK
  9. Kristianstads DFF
  10. Djurgården
  11. Mallbacken
  12. Kvarnsveden

Sorgen in Malmö

Gaelle Engamanouit begann heute in Malmö auf der Bank und für sie stürmte Natasa Andonova. Nach 90 Minuten waren beide verletzt. Engamanouit kam in der zweiten Halbzeit für Lina Nilsson, musste dann aber nach 20 Minuten humpelnd den Platz verlassen. Dieses Mal war es nicht der Oberschenkel, der in dieser Woche das volle Training unmöglich gemacht hatte, es war das Knie und nach Aussage von Trainer Jack Majgaard Jensen sah das gar nicht gut aus für den Neuzugang aus Eskilstuna.

Andonova blieb nach einem Schlag in den Nacken liegen und musste mit einer Bahre vom Platz getragen werden, Mitspielerin Marta glaubt allerdings, dass die Ex-Potsdamerin nächsten Mittwoch schon wieder auflaufen kann, während sie sich Sorgen um Enagamanouit macht. Anfang nächster Woche weiß man mehr.