The Mighty Quinn

Louise Quinn aus Irland in ihrem dritten Jahr in Eskilstuna erzielte in der 13. Minute den einzigen Treffer der Begegnung zwischen United und Kristianstad. Damit festigte Eskilstuna den dritten Platz und Kristianstad bleibt an letzter Stelle.

Tabelle 6/22

Eskilstuna und Kristianstad spielen erst am Montag, aber dennoch hier die noch nicht ganz vollständige Tabelle der Liga:

  1. FC Rosengård 21:3 18
  2. Linköpings FC 20:6 18
  3. Eskilstuna 8:6 9
  4. Djurgården 9:9 9
  5. Göteborg 9:7 8
  6. Piteå 7:11 8
  7. KIF Örebro 5:9 6
  8. Vittsjö 5:9 6
  9. Kvarnsveden 7:10 5
  10. Mallbacken 9:16 4
  11. Umeå 6:14 3
  12. Kristianstad 5:11 2

Beste Torschützin ist die Favoritin Pernille Harder mit 8 Toren. Dahinter Stina Blackstenius mit 6 und Marta mit 5 Treffern.

Djurgården im Soll

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Zoe Ness stößt mit Gudbjörg Gunnarsdottir zusammen

 

Seit vielen Jahren ist Frauenfußball in der schwedischen Hauptstadt Stockholm keine Erfolgsgeschichte. Die drei Männerfußballtraditionsvereine AIK (aus Solna), Djurgården und Hammarby steigen meist genauso schnell wieder ab wie sie aufgestiegen sind. Besonders AIK hat sich den Stempel einer klassischen „Fahrstuhlmannschaft“ zugelegt. Rauf und gleich wieder runter, um dann wioeder aufzusteigen. Aber kein Geld, um das Team so zu verstärken, dass es in Liga 1 konkurrenzfähig ist.

2011 stieg dann auch noch Hammarby ab, die Grünweißen, die von Beginn (1988) an in der Damallsvenskan gespielt hatten. Drei Jahre zweite Liga und schließlich dann der Wiederaufstieg und sofortige Wiederabstieg – hauchdünn zwar aufgrund eines einzigen Tores im Verhältnis zum Tabellenzehnten Mallbacken, aber doch.

Aber Tyresö wird der geneigte Leser bemerken, aber Tyresö FF hat sich nach der kometenhaften Aufstiegsgeschichte vom bedeutungslosen Viertligisten zum Champions League Finalisten, der nur sehr knapp (3:4) am europäischen Player VfL Wolfsburg scheiterte ebenso schnell wieder verabschiedet. Zahlungsunfähigkeit, Konkurs der A-Mannschaft – das überehrgeizige Projekt eines größenwahnsinnigen Managers, der vor allem sein eigenes Ego permanent befriedigte. Kein Ruhmesblatt für den Frauenfußball, der anfangs so viel Hoffnung in das Modell investiert hatte. Dass ausgerechnet Nigeria im Rahmen eines Entwicklungshilfeprojektes Millionen an den notleidenden schwedischen Verein spendieren sollte, glaubte am Ende niemand mehr.

Der Aufstieg von Djurgården aus der Elitettan 2015 wurde gemeinhin erwartet und auch tatsächlich erreicht. Als ich vor der Saison Gudbjörg Gunnarsdottir traf, die nach ein paar Jahren im Exil auch aus privaten Gründen nach Stockholm zurückkehrte, war die jetzt 31-Jährige noch recht unsicher, was die Qualität der Liga im Allgemeinen anging und wie sich ihr alter und neuer Verein da schlagen würde. Sie bemerkte allerdings, dass die Organisation des Vereins wesentlich verbessert sei, vor allem weil man wieder unter dem gemeinsamen Dach mit dem Männerclub firmiert.

Nach sechs Spieltagen ist Djurgården im Soll. Neun Punkte aus sechs Spielen und Niederlagen gegen Rosengård, Eskilstuna und in Piteå, das ist eigentlich eine beinahe optimale Ausbeute.

Am Samstag kamen knapp 320 Zuschauer, das Stockholmer Olympiastadion von 1912 ist immer noch gähnend leer, aber hier gehen auch 35.000 rein oder gingen, denn 35.000 ist der offiielle Publikumsrekord, aufgestellt bei einem Konzert der Rolling Stones.

Und Gunnarsdottir ist eine Spielerin, die enorm wichtig ist für den Aufsteiger. Beim Spiel gegen Mallbackens IF Sunne, nicht gerade eine Spitzenmannschaft mit beinahe ausgewechseltem Spielerinnenkader im Vergleich zur vorigen Saison war sie eine derjenigen, die den Unterschied ausmachten. Die Isländerin hat Pondus im Tor und man sollte sich hüten, mit der 1,78 m großen und über 70 kg schweren Nationalspielerin zusammenzustoßen. Die Schottin Zoe Ness bekam das zu spüren (siehe Foto) und lag mehrere Minuten lang benommen am Boden. Es war bisweilen ein hartes Spiel ohne aber unfair zu werden. Die Neuseeländerin Anna Green schied verletzt aus, das Knie hatte sich verdreht und Green sass mit ausgestrecktem Bein und schmerzverzerrtem Gesicht auf der Bank. Stürmerin Madelen Janogy landete nach einem Duell mit Sofia Nilsson auf der Laufbahn des Stadions und verletzte sich an beiden Händen. Mindestens eine Hand ist verstaucht, wie sie mir nach dem Spiel sagte.

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Katrin Schmidt beim Freistoss für Djurgården

Die andere Schlüsselspielerin Djurgårdens ist Katrin Schmidt. Die 29-Jährige ist Europas beste Mittelfeldspielerin, die nicht in einer Nationalmannschaft spielt.

In Deutschland hat man offenbar kein Interesse und in Schweden kann sie nicht zum Einsatz kommen, da sie die schwedische Staatsbürgerschaft zwar beantragt, aber noch nicht bekommen hat. Dabei sollte es eigentlich „im Interesse der Nation“ sein, Schmidt einzubürgern, denn nachdem sich auch noch Mannschaftskameradin Emilia Appelqvist verletzt hat und sowohl bei Djurgården wie auch in Sundhages Nationalmannschaft für mindestens zwei Monate ausfällt,. bräuchte Sundhage unbedingt eine zentrale Mittelfeldspielerin internationaler Klasse.

Katrin Schmidt ackert und arbeitet und anders als in Malmö, wo sie meist die Kärrnerarbeit leistete, inszeniert sie bei Djurgården das Spiel, setzt andere in Szene und sorgt auch immer wieder selber für Gefahr für das gegnerische Tor. Dabei ist ihr niedrigstes Niveau ungemein hoch und sie ist in nahezu jedem Spiel die Beste ihrer Mannschaft.

Gegen Mallbacken hätte das Spiel auch unentschieden enden können. Beide Teams kamen mit einem Sieg in diese Begegnung und begannen mit entsprechendem Selbstbewusstsein. Mallbacken spielte sehr gefällig und hatte in der ersten halben Stunde durchaus Chancen durch Janogy und die sehr umtriebige Australierin Tameka Butt. Butt hätte in der 23. Minute auch das Führungstor machen müssen als sie endlich nach vielen Abseitspfiffen mal den Ball von der Gegnerin bekam und dann aber einen halben Meter am Tor von einer chancenlosen Gunnarsdottir vorbeizirkelte.

Auf der anderen Seite traf Madeleine Stegius den Pfosten und die robuste Angreiferin war es in der 57. Minute dann auch, die das 1:0 erzielte. Zu dem Zeitpunkt verdient, denn Djurgården hatte wesentlich mehr Spielanteile und Mallbacken versuchte sich lediglich mit langen Bällen auf Ness oder Butt anstatt sich nach vorn zu spielen. Trainerin Yvonne Ekroth brachte die Portugiesin Carolina Mendes und Gegenüber David Uvenclir wechselte die neuverpflichtete Antonia Göransson ein. Mendes machte das 2:0 nach einem Gewühl im Strafraum. Mallbackens Spielerinnen waren sauer und protestierten, Mendes hätte die Torhüterin Lee Alexander ungebührlich behindert, aber der Treffer wurde gegeben. Eine Minute später traf auch die andere Einwechselspielerin. Göransson signalisierte auf der linken Seite, wollte den Ball, bekam ihn und schräg frei vor Ex-Potsdammitspielerin Gunnarsdottir liess sie sich die Chance nicht nehmen und platzierte gekonnt und trocken knapp zwischen Gunnarsdottir und dem linken Pfosten. 2:1.

Der Sieg für Djurgården verdient am Ende, aber doch eine Zitterpartie. Ekroth, Mutter der wieder genesenen Innenverteidigerin Petronella und gleichermassen deren Trainerin, jubelte nach dem Schlusspfiff als hätte sie ein Pokalfinale gewonnen. Und so ähnlich ist es auch, denn neun Punkte lassen Djurgården sehr gut dastehen. Das könnte Richtung Klassenerhalt gehen. Mir scheinen derzeit Umeå und Kristianstad die beiden schwächsten Teams zu sein und Kristianstad ist der nächste Heimspielgegner für Djurgården nach der Länderspielpause.

Nach dem Spiel sprach ich mit Carolina Mendes und Tameka Butt.

Carolina, herzlichen Glückwunsch, das war dein zweites Tor für Djurgården.

„Das ist mein Job als Stürmerin. Ich denke, wir hatten eine ganze Reihe von Chancen, wir hatten aber Schwierigkeiten, sie auszunutzen.“

Du bist aus Russland nach Schweden und zu Djurgården gekommen?

„Ich denke, das ist fast so etwas wie das Gegenteil. Die Trainer, die Gesellschaft, da gibt es große Unterschiede, auch im Fußball. Aber ich bin auch gerade erst seit eineinhalb Monaten hier. Also bisher geht es mir hier richtig gut und ich fühle mich bequem.“

Du bist jetzt die zweite portugiesische Spielerin, die dabei ist, sich in der ersten Liga zu etablieren, die andere ist natürlich Claudia (Neto) in Linköping. Wie wichtig ist das für den Frauenfußball in Portugal?

„Ich denke, dass es sehr gut ist für uns. Wir haben die Möglichkeit, in einer sehr guten Liga zu spielen, das ist eine der besten Ligen in Europa. Für Portugal ist das sehr bedeutsam, vielleicht gelingt es uns, auch anderen, jüngeren Spielerinnen zu ermöglichen, hierhin zu kommen. Es gibt in Portugal wirklich eine Reihe von richtig guten Talenten. Aber die haben nicht dieselben guten Entwicklungsmöglichkeiten. Das könnte ein Fenster für andere sein.“

„Mallbacken hat uns echt Schwierigkeiten bereitet heute. Ich denke, dass wir das Spiel einfacher hätten haben können, wenn wir Tore gemacht hätten. Die hatten auch Möglichkeiten, mehr als ein Tor zu machen, aber wenn das Ergebnis anders gewesen wäre, fände ich das nicht ok, denn wir waren die bessere Mannschaft. Wir haben jetzt neun Punkte, werden weiter arbeiten und Spiel für Spiel nehmen.“

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Tameka Butt machte ein gutes Spiel

 

Tameka Butt: „Ich denke, das Spiel heute hätte so oder so ausgehen können. Wir hatten eine Reihe guter Chancen, die wir hätten ausnutzen können. Ich denke, es war ein gutes Spiel und spannend, ein echtes Kampfspiel beider Mannschaften. Ich denke, wir haben irgendwann unseren Rhythmus verloren, aber wir haben in den letzten fünfzehn Minuten versucht, das wieder zurück zu bekommen, als wir probiert haben, den Ausgleich zu erzielen.“

 

Endspiel in Malmö

Nächsten Sonntag um 15.00 Uhr steigt auf dem Malmö IP (IP = Idrottsplat = Sportplatz) das, was wir in Schweden „seriefinal“ nennen, so eine Art vorweg genommenes Endspiel zumindest der Vorrunde.

Der FC Rosengård empfängt Linköpings FC und beide Teams kommen zu dieser Begegnung mit sechs Siegen aus sechs Spielen. 18 Punkte und ein ansehnlicher Vorsprung (dessen Grösse erst morgen Abend bekannt sein wird, wenn auch Eskilstuna sein sechstes Spiel absolviert hat).

Beide Spitzenteams leisteten sich auch am bereits zur Hälfte absolvierten sechsten Spieltag keinen Fehler.

Linköpings FC – Umeå IK (1:0) 3:0
Tore: 1:0 Kristine Minde (10.), 2:0, 3:0 Pernille Harder (58., 88.)

Kopparbergs/Göteborg FC – FC Rosengård (0:2) 1:2
Tore: 0:1 Ella Masar (4.), 0:2 Natasa Andonova (25.), 1:2 Pauline Hammarlund (72.)

Mit bekannten Gesichtern gegen Polen und Moldawien

Kosovare Asllani ist zurück und Nilla Fischer macht aus privaten Gründen Pause, wenn Schweden am 02. und 06. Juni auf Polen (in Lodz) uind Moldawien (in der Nationalarena für Frauenfußball in Göteborg) trifft.

Dass Asllani eher früher als später zurückkehren würde, daran hat wohl seit dem Wechsel der 26-Jährigen nach Manchester niemand gezweifelt. Trainerin Pia Sundhage geht es immer darum, dass ihre Nationalspielerinnen gute Vereine und regelmässiges Training haben. Wer keinen Verein hat, der wird schon mal aussen vor gelassen, das hat es bereits früher so ähnlich auch bei Sofia Jakobsson gegeben.

Ansonsten sieht das Aufgebot sehr vertraut aus. Niemand ist zum ersten Mal dabei.Neben Fischer fehlt verletzungsbedingt auch Emilia Appelqvist (Djurgården).

Tor: Hilda Carlén (Piteå IF), Hedvig Lindahl (Chelsea Ladies), Emelie Lundberg (Eskilstuna United)

Abwehr: Jonna Andersson, Magdalena Eriksson, Jessica Samuelsson (alle Linköpings FC), Emma Berglund, Amanda Ilestedt, Lina Nilsson (alle FC Rosengård), Freja Hellenberg (Kopparbergs/Göteborg FC), Linda Sembrant (Montpellier HSC)

Mittelfeld und Angriff: Stina Blackstenius, Fridolina Rolfö (beide Linköpings FC), Malin Diaz, Olivia Schough (beide Eskilstuna United), Lisa Dahlkvist, Caroline Seger (beide Paris Saint-Germains), Kosovare Asllani (Manchester City), Pauline Hammarlund, Elin Rubensson  (beide Kopparberg/Göteborgs FC), Sofia Jakobsson (Montpellier HSC), Josefine Johansson (Piteå IF), Lotta Schelin (Olympique Lyon)

 

Lotta verlässt Lyon

6325226486_9d06fa39d5_bNach acht Jahren verlässt Lotta Schelin Olympique Lyon. Ein neuer Verein steht noch nicht fest, aber im Gegensatz u Caroline Seger, die von PSG nach Lyon gehen wird, weiss man noch nicht, wohin die 32-Jährige umziehen wird.

In einem kurzen Interview mit dem schwedischen Fernsehen am Samstag gab Schelin die Neuigkeit bekannt und wenig später meldete Olympique in den sozialen Medien, dass sowohl Lotta wie auch Louisa Necib und Amandine Henry ihre Vetträge nicht verlängern werden. Als Neuzugänge stehen bereits Dzsenifer Marozsan und nach Angaben der Zeitung Le Parisien auch Caroline Seger fest.

Schon vor Beginn der schwedischen Saison hatte es verstärkt Gerüchte gegeben, dass die Rekordtorschützin der schwedischen Nationalmannschaft eventuell nach dem Ende der französischen Saison wieder nach Schweden und vermutlich in ihre Heimatstadt Göteborg zurückkehren würde. Trainer Stefan Rehn aus Göteborg hat im April zu entsprechenden Anfragen lediglich gesagt, dass Schelin für jeden Club eine Verstärkung wäre.

Seit März bereits ist bekannt, dass die 26-Jährige Amandine Henry in die nordamerikanische Profiliga NWSL zu den Portland Thorns wechseln wird. Louisa Necibs neuer Verein ist ebenfalls noch unbekannt, aber die 29-Jährige könnte für PSG nach den zu erwartenden Abgängen eine willkommene Verstärkung sein.

Lair für Benstiti

Wieder einmal folgt Patrice Lair auf Farid Benstiti. Das war in Lyon so und ist auch jetzt in Paris der Fall. Die Klatschen gegen Olympique Lyon haben hart gesessen für das finanzstarke Team aus der französischen Hauptstadt mit den Ölmillionen aus Qatar im Rücken. Und so trennen sich PSG und sein langjähriger Trainer Farid Benstiti einvernehmlich nachdem der Vertrag des 49-Jährigen Fußballehrers ausläuft.

Nachfolger Patrice Lair startete seinerzeit in Lyon als Nachfolger Benstitis den Aufstieg in die europäische Spitze. Der 53-Jährige Lair gilt als harter Schleifer. Straftraining gab es nicht selten in Lyon, wenn die Stars nicht spurten. Lotta Schelin kam einmal zu spät zum Training und während die anderen sich einliefen, durfte zwar auch Schelin mitlaufen, aber als die anderen dann auf den Rasenplatz gingen und mit Ball trainierten, ließ Lair die Schwedin eine Runde nach der anderen laufen. Am Training durfte sie nicht teilnehmen. Danach, so sagte sie in einem Interview, kam sie nie mehr zu spät.

Noch interessanter, dass Lair dem französischen Sender Eurosport mitteilte, dass er gerne Caroline Seger und Jessica Houara behalten hätte. Beide jedoch hätten sich vorher bereits für Olympique Lyon entschieden. Französischen Medienberichten zufolge werden auch Shirley Cruz (nach Barcelona) und Anja Mittag den franzöischen Vizemeister verlassen.

Ob es dort dazu kommt, dass Caroline Seger und Lotta Schelin erstmals im selben Verein spielen, steht noch nicht fest, da die 32-Jährige Stürmerin ihren Vertrag mit dem Champions-League-Finalisten noch nicht verlängert hat.

Frankreich

Die französische Saison endete am nächsten Wochenende, aber die Elf der Saison wurde bereits veröffentlicht, ihr gehören gleich sechs Spielerinnen vom UWCL-Finalisten Olympique an, keine Schwedin, dafür aber die überlegene Siegerin der Torschützenliste Ada Stolsmo Hegerberg aus Norwegen, die 33 Tore in 21 Spielen erzielte. Hegerberg liegt damit 18 Tore (!) vor der Brasilianerin Cristiane (PSG) und 19 vor Lotta Schelin aus dem eigenen Team.

Anja Mittag (PSG) traf neun Mal, Sofia Jakobsson (Montpellier) erzielte acht Tore. Lyons deutsche Spielerin Pauline Bremer traf immerhin fünf Mal.

Die Assistliste führt Lyons Camille Abily an (13), vor ihren Mannschaftskameradinnen Louise Necib (11) und Eugenie Le Somer sowie Elodie Thomis (je 9).

Lyon hat ein Torverhältnis von 114: 3 und könnte noch die 120er Grenze passieren, obwohl der letzte Gegner am Samstag Montpellier sein wird. Schon der Tabellenfünfte Rodez hat ein negatives Torverhältnis, weil halt alle Vereine hohe Niederlagen gegen Lyon und auch PSG beziehen. Das spricht nicht für die Stärke und Ausgeglichenheit einer Liga, die zwei europäische Topvereine hat, wobei Lyon allerdings noch einmal in einer eigenen Klasse spielt.

 

 

Mallbacken und Djurgården überraschen

An der Spitze geht es weiter mit Siegen für Rosengård und Linköping, wobei der Tabellenzweite aus Östergötland schon ein wenig Glück hatte, noch kurz vor Schluss in Borlänge zu gewinnen. Aber drei Punkte sind nun mal drei Punkte und ein Spiel dauert neunzig Minuten.

Dass dahinter alles ziemlich offen ist, darüber sprach ich zuletzt schon mit Spielerinnen von Djurgården und aus Vittsjö. Und wir behielten Recht. Denn der fünfte Spieltag bot gleich zwei dicke Überraschungen. Keine Sensation war es vielleicht, dass Mallbacken daheim ein Sieg gegen das ansonsten so defensivstarke Piteå gelang – aber dass Mallbacken gleich 4:0 gewinnen würde, hatte wohl kaum jemand auf dem Tippschein.

Und auch Djurgårdens Auswärtssieg in Örebro ist vor allem in der Höhe (3:0) eine Überraschung.

Das Mittelfeld ist groß und auf den Abstiegsrängen liegen nun Umeå und Kristianstad.

Bemerkenswert sicher auch, dass Antonia Göransson am Freitag die Ausnahmegenehmigung erhielt, um, für ihren neuen Club Mallbacken spielen zu können. Am Sonntag wurde sie in der 75. Minute eingewechselt, um dann zehn Minuten später ihren ersten Treffer für ihren neuen Verein zu schießen.

Im einzelnen:

Kvarnsvedens IK – Linköpings FC (0:0) 1:2
Tore: 0:1 Pernille Harder (Elfmeter, 53.), 1:1 Tabitha Chawinga (59.), 1:2 Stina Blackstenius (89.)

FC Rosengård – Vittsjö GIK (3:0) 4:1
Tore: 1:0 Marta (22.), 2:0, 3:0 Natasa Andonova (27., 30.), 4:0 Marta (71.), 4:1 Sandra Adolfsson (75.)

Kristianstads DFF – Kopparbergs/Göteborg FC (1:1) 1:1
Tore: 0:1 Adelina Engman (5.), 1:1 Jenny-Julia Danielsson (26.)

KIF Örebro – Djurgården (0:2) 0:3
Tore: 0:1 Mia Jalkerud (23.), 0:2 Johanna Rytting-Kaneryd (41.), 0:3 Madeleine Stegius (90.)

Mallbackens IF Sunne – Piteå IF (3:0) 4:0
Tore: 1:0 Madelen Janogy (3.), 2:0 Anna Green (5.), 3:0 Madelen Janogy (24.), 4:0 Antonia Göransson (85.)

Umeå IK – Eskilstuna United ((0:1) 1:3
Tore: 0:1 Mimmi Larsson (29.), 0:2 Louise Quinn (54.), 0:3 Frida Svensson (62.), 1:3 Hanna Sandström (74.)

Torschützenliste:

  1. Pernille Harder, Stina Blackstenius (beide Linköping) je 6 Tore, 3. Marta (FC Rosengård) 5 Tore, 4. Lieke Martens (Rosengård), Mimmi Larsson (Eskilstuna) je 4 Tore

Die 30 Spiele hatten bisher 24 848 Zuschauer, ein Schnitt von 828 pro Begegnung.

Elitettan 5/26

Weiterhin weiße Weste für den großen Aufstiegsfavoriten Limhamn Bunkeflo. Die Verfolger heißen nun Hammarby und Sirius während Damallsvenskan-Absteiger AIK auf Platz 10 abrutscht. Der ehemalige Erstligist Sunnanå (hier spielten u.a. einmal Bianca Rech und Rebecca Smith) könnte in diesem Jahr in Liga 3 absteigen, bisher gewann das Team noch keinen Punkt.

Die Ergebnisse des fünften Spieltags der zweiten schwedischen Liga, Elitettan:

Kungsbacka – Hovås Billdal 1:1
IFK Kalmar – Limhamn Bunkeflo 0:3
Sirius – Östersund 1:0
Holmalund – AIK 1:0
Växjö – QBIK 4:0
Älta – Sundsvall 4:1
Sunnanå – Hammarby 0:5

Antonia Göransson wieder in Schweden

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Antonia Göransson wieder in Schweden

AKTUALISIERUNG: Nun ist klar, welche Hintergründe es hatte, dass Antonia Göransson die USA verließ und nun bei Mallbacken versucht, einen Neuanfang zu schaffen.

Die 25-Jährige gab der Lokalzeitung Värmlands Folkblad Värmlands Folkblad: ein Interview.  Sie sei nach Värmland gekommen, um Ruhe zu finden.

Nachdem sie in letzter Zeit Probleme mit der Gesundheit gehabt hatte und auch Muskelmasse verloren hatte, wurde bei ihr schließlich Diabetes Typ 1 diagnostiziert.

Vermutlich hat sie das schon seit längerem gehabt, sagt sie der Zeitung.

„Es kann mit Stress oder mit zu viel Training zu tun haben,“ sagt Göransson. In Potsdam haben wir vier Mal am tag trainiert, aber aber es istb schwer zu sagen, weil ich es nicht weiß.“

Nach Seattle ging sie, obwohl man ihr davon abgeraten hatte. In den USA begriff sie schnell, das es nicht funktionieren würde. Lange Flugreisen, viel Stress und wechselnde Zeitzonen, die ihren Insulinhaushalt völlig durcheinander gebracht hätten.

Es gab mehrere schwedischen Clubs, die Interesse zeigten, aber Mallbacken war schnell die erste Wahl, auch weil mit Kirsty Yallop eine gute Freundin hierhin gewechselt war. Göransson will die Ruhe wiederfinden, die sie verloren hat. ffschweden drückt die Daumen. Am wichtigsten ist mit Sicherheit das Wohlbefinden der 25-Jährigen.

Da das Transferfenster seit dem 01.04. geschlossen ist, hat Mallbacken beim schwedischen Fußballverband um eine Sondergenehmigung gebeten, um Göransson möglichst  bald ein setzen zu können.

 

Elitettan Runde 4

Und auch die zweite Liga absolvierte einen kompletten Spieltag am Wochenende.

IK Sirius – Kungsbacka 2:0
Sundsvall -. Sunnanå 2:1
Hovås Billdal -. Kalmar 2:1
Hammarby – Växjö 4:1
QBIK – Holmalund 1:1
Limhamn Bunkeflo – Älta 3:0
Ösrersund – AIK 1:0

Limhamn Bunkeflo weiter mit vollem Pott und 12 Punkten vor dem Trio Hovås Billdal, Sirius und Hammarby mit je 1o Zählern.

 

Tabelle 04/22

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Die Norwegerin Kristine Minde (Linköping) führt die Assistbestenliste der Damallsvenskan an

 

  1. FC Rosengård 15:1 12
  2. Linköpings FC 15:5 12
  3. Kopparbergs/Göteborg FC 7:4 7
  4. Piteå IF 5:5 7
  5. Eskilstuna United 5:5 5
  6. KIF Örebro 5:6 5
  7. Vittsjö 4:5 5
  8. Kvarnsvedens IK 4:6 4
  9. Umeå IK 5:8 3
  10. Djurgården 4:8 3
  11. Kristianstads DFF 4:10 1
  12. Mallbackens IF Sunne 4:14 1

In der Torjägerinnenliste trafen (fast) alle Spitzenreiterinnen. Der aktuelle Stand:

  1. Stina Blackstenius und Pernille Harder je 5
  2. Lieke Martens 4
  3. Pauline Hammarlund, Mimmi Larsson, Ella Masar, Marta, Johanna Rasmussen alle je 3 Tore

 

Kristine Minde (Linköping) hat mit drei bislang die meisten Assists verbuchen können.

Die 24 Spiele bislang sahen 22 255 Zuschauer, das ergibt einen Schnitt von 927 pro Spiel.

 

Rosengård und Linköping im Gleichschritt

Auch die schwedische Liga ist weitgehend überraschungsbefreit, zumindest was die Voraussagen für diese Saison und die ersten beiden Plätze betrifft. Rosengård spazierte zuerst locker mit 6:0 in Mallbacken drei weitere Punkte nach Hause bevor dann auch Linköping gleichzog und Örebro mit 4:1 nach Hause schickte.

Übnerraschend noch am ehesten, dass es dem bisher punktlosen Kristianstad beinahe gelungen wäre, gleich 3 Zähler aus dem benachbatten Vittsjö mitzunehmen. Viele Vittsjöspielerinnen wohnen eh in Kristianstad weil das verglichen mit dem bei Vittsjö gelegenen Hässleholm noch fast eine Großstadt ist. Aber in der Nachspielzeit glich Künstlerin Clara Markstedt aus. Mehr zur Künstlerin später diese Woche.

Und so steuert alles auf den ersten Showdown am 28.05. hin, wenn Rosengård auf dem Malmö IP Linköping empfängt und deren Coach Martin Sjögren an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

Im einzelnen:

Kopparbergs/Göteborg FC – Umeå IK (3:1) 5:2
Tore: 1:0 Catrine Johansson (12.), 2:0 Pauline Hammarlund (27.), 3:0 Andrine Hegerberg (32.), 3:1 Selina Henriksson (41.), 4:1 Pauline Hammarlund  (59.), 5:1 Sara Lindén (63.), 5:2 Amanda  Berglund (83.)

Vittsjö GIK – Kristianstads DFF (0:0) 1:1
Tore: 0:1 Johanna Rasmussen (Elfmeter, 89.), 1:1 Clara Markstedt (92.)

Piteå IF – Djurgården (2:0) 2:0
Tore: 1:0 Elin Bragnum (3.), 2:0 Felicia Karlsson (45.)

Mallbackens IF Sunne – FC Rosengård (0:4) 0:6
Tore: 0:1 Marta (3.), 0:2 Lieke Martens (16.), 0:3 Emma Berglund (19.), 0:4, 0:5 Ella Masar (42., 64.), 0:5 Iina Salmi (92.)

Linköpings FC -. KIF Örebro (2:1) 4:1
Tore: 1:0 Pernille Harder (13.), 1:1 Melissa Tancredi (30.), 2:1 Tove Almqvist (32.), 3:1 Pernille Harder (47.), 4:1 Fridolina Rolfö (77.)

Eskilstuna United – Kvarnsvedens IK (1:0) 2:0
Tore: 1:0 Mimmi Larsson (23.), 2:0 Eigentor (68.)