Norwegischer Fußballverband unternimmt nichts im Fall Eide


In den letzten Wochen nach der Affäre um den norwegischen Trainer Øyvind Eide und den amtierenden Meister und Pokalsieger Stabæk hat der norwegische Fußballverband NFF unlängst erwartungsgemäß mitgeteilt, dass man nichts weiter unternehmen wird.

Das schrieb die lokale Osloer Zeitung Budstikka. „Wir sind froh darüber, dass der Ausschuss des norwegischen Fußballverbands zur selben Schlussfolgerung gelangt wie wie,“ sagte denn auch Abteilungsleiter Lars Hjorth bei Stabæk. Dabei hat der Verein in der Affäre um Eide so gut wie nichts richtig gemacht.

Trainer Eide hatte Leni Larsen Kaurin (früher u.a. Turbine Potsdam und VfL Wolfsburg) nach Auffasung Kaurins wiederholt sexuell belästigt. Für mehrere der Annäherungsversuche Eides gegenüber Kaurin gab es Beweise, der Verein verschlampte angeblich versehentlich das wichtigste Beweisstück, den von Eide angerfertigten Gutschein über eine erotische Massage. Bereits vor dem Fall Eide hatte es in anderen Mannschaften des Vereins zwei weitere Fälle von sexueller Belästigung gegeben, ein Trainer wurde gar zu mehreren Monaten Haft verurteilt.

Der Fußballverband konstatierte nun in seiner Auswertung, dass sich Trainer Eide eindeutig unpassend und ungebührlich verhalten habe, dass dies aber nicht so gravierend gewesen sei, dass es zu Konsequenzen seitens des Verbandes führen würde.

Hjorth schloss mit der Bemerkung, dass Stabæk nun davon ausgehe, dass die Sache abgeschlossen und erledigt sei. Das ist es denn wohl auch juristisch. Aber der Ruf des Vereins ist schwer beschädigt und solange dort Øyvind Eide im Amt ist, solange sollten sich Eltern überlegen, ob sie minderjährige Töchter dorthin schicken wollen und solange sollten sich erwachsene Spielerinnen nicht zu nahe an den Mann heranwagen, der offenbar Schwierigkeiten hat, die Grenzen zwischen Dienst und Privatleben zu ziehen.

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