Sofia Lundgren – Bandscheibenvorfall?

Fünf Monate vor Beginn der EURO 2013 in Schweden spricht die Zeitung Aftonbladet von einer Torwartkrise. Thomas Dennerbys ewige Nummer 1 Hedvig Lindahl wird es bekanntermaßen wegen eines Kreuzbandrisses im Herbst kaum schaffen, wieder bis zur EURO fit zu werden. Heute nun traf die Nationalmannschaft zu einem neuerlichen Trainingslager in Stockholm ein und zwar sah man Sofia Lundgren in der Friends Arena, aber trainieren konnte die 30-Jährige nicht. Sie zog das Bein deutlich nach als die Spielerinnen mit ihren Taschen in die hypermoderne Arena einzogen.

Der Verein deutete auf Twitter an, dass Lundgren möglicherweise einen Bandscheibenvorfall erlitten habe. Die offizielle Magnetröntgenuntersuchung steht aber wohl noch aus. „Das kommt ziemlich unegelegen,“ sagte Lundgren gegenüber der Zeitung. „Es wäre ganz schön blöd, wenn ich deswegen die EM verpassen würde, aber gleichzeitig muss ich auf meinen Körper hören und das Ganze in einer längeren Perspektive sehen. Ich muss den Rücken noch viele Jahre benutzen können,“ so Lundgren, die vor kurzem auch noch Familienzuwachs bekommen hat. Erst einmal gibt sie sich jedoch optimistisch und geht davon aus, dem Verein in der Liga und der Nationalmannschaft zur Verfügung stehen zu können. Das medizinische Team der Nationalmannschaft will sich am Wochenende mit Lundgrens Rücken befassen.

Anstelle Lundgrens hat Pia Sundhage schnell noch Tyresös Ersatztorhüterin Jessica Höglander nachnominiert. Höglander ist U19-Europameisterin. Susanne Nilsson, die von vielen als größtes Talent in Schweden gefeiert wird, testet in den kommenden Tagen die Möglichkeit für die Nationalmannschaft Serbiens zu spielen. Die 21-Jährige hat sowohl einen schwedischen wie auch einen serbischen Pass.

Pia Sundhage reduziert von 28 auf 23

Olivia_Schough

Olivia Schough (Göteborg) immer noch dabei – sie könnte die eigentliche Überraschung im Kader Pia Sundhages werden

Waren im Januar noch 28 Spielerinnen in einem erweiterten Kreis beim Trainingslager im Leistungszentrum auf Bosön, so werden es vom 9.-14. Februar nur noch 23 sein. Der Kreis wird enger und die EURO rückt näher.

Mit dabei: Olivia Schough aus Göteborg, die unter Vorgänger Thomas Dennerby kein einziges Mal nominiert wurde. Die 21-Jährige wurde bei der Bekanntgabe des Kaders von Sundhage speziell erwähnt: „Jetzt bin ich sehr gespannt, welche Spielerinnen in diesem Lager bereit sind, den nächsten Schritt zu machen. Olivia Schough zum Beispiel hat ein gutes Spielverständnis, exzellente Ballannahme und lässt andere gut aussehen,“ so Sundhage auf der Homepage des schwedischen Fußballverbands SvFF.

Die Nominierungen.

Tor: Kristin Hammarström, Sofia Lundgren, Carola Söberg

Abwehr: Emma Berglund, Nilla Fischer, Amanda Ilestedt, Lina Nilsson, Jessica Samuelsson, Annica Svensson, Sara Thunebro

Mittelfeld: Johanna Almgren, Kosovare Asllani, Lisa Dahlkvist, Antonia Göransson, Marie Hammarström, Carina Holmberg, Emmelie Konradsson, Susanne Moberg, Caroline Seger

Angriff: Sofia Jakobsson, Elin Rubensson, Lotta Schelin, Olivia Schough.

Im Vergleich mit der 28er-Gruppe von Mitte Januar sind Malin Levenstad, Hanna Folkesson, Malin Diaz, Lina Hurtig und Julia Spetsmark nicht mehr dabei. Überraschend ist das höchstens bei Levenstad, die anderen vier Spielerinnen bekamen wohl ein Lob durch die Nominierung und die anderen etwas mehr Druck im Training.

Ebenfalls nicht dabei sind Madelaine Edlund und Stina Segerström, die ihre Nominierung im Januar wegen Verletzungen abgesagt hatten. Beide sind damit möglicherweise endgültig aus dem Rennen um einen Platz bei der EURO. Edlund wird bei ihrem Verein Tyresö FF überdies um ihren Stammplatz bangen müssen, jetzt wo man Christen Press hat.

Die beiden Routiniers Charlotte Rohlin und Therese Sjögran versuchen sich unterdessen, nach ihren Kreuzbandverletzungen wieder heranzuarbeiten. Chancenlos sind sie nicht, aber es dürfte schwer werden, sehr schwer, denn Pia Sundhage scheint nur eines zu bewerten: die aktuelle Leistung.

Die Nummer 1 im Tor, sagt sie, ist noch nicht gefunden. Alle drei Keeperinnen haben noch die Chance. Rechtzeitig vor der EM werde sie sich entscheiden, aber momentan sei eben keine deutlich besser als die anderen.

 

Zugänge und Abgänge (Stand: 05.01.2013)

So allmählich füllen sich die Kader der Vereine in der Damallsvenskan. Es ist Zeit für einen ersten Überblick. Hier kommen die 12 Teams der Saison 2012 plus die beiden Neulinge.

Tyresö FF

Zugänge: Christen Press (Kopparberg/Göteborgs FC), Malin Diaz (AIK)

Abgänge: Helén Eke (Verein steht noch nicht fest)

Kommentar: Erstmals auf seiner Reise von der vierten Liga zum Meistertitel gibt es in Tyresö keine wesentlichen Personalwechsel. Marta, Vero Boquete, Caroline Seger hatten allesamt laufende Verträge auch für 2013, obwohl es um Marta wieder einmal Wechselgerüchte gab und auch noch gibt. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die Brasilianerin Tyresö in diesem Jahr verlässt. Für die USA ist ihr Marktwert nicht groß genug und keiner der neuen Vereine könnte sie mit den erlaubten Budgets bezahlen. Christen Press wird den Stammplatz von Madelaine Edlund gefährden. Sowohl deren wie Elaines auslaufender Vertrag wurde verlängert. Tyresö ist ein Topteam mit erstklassigen Alternativen auf der Bank. Auch Meghan Klingenberg hat verlängert. Wunschelf (Linda Sembrant in der Reha nach Kreuzbandriss):

Carola Söberg, Meghan Klingenberg, Johanna Frisk, Karin Lissel, Line Röddik Hansen, Lisa Dahlkvist, Caroline Seger, Vero Boquete, Marta, Kirsten van de Ven, Christen Press.

Bank: Annica Svensson, Elaine, Malin Diaz, Madelaine Edlund, Jessica Höglander.

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LdB FC Malmö

Zugänge: Yoreli Rincon (XV de Piracicaba), Zecira Musovic (Stattena), Manon Melis (Linköping)

Abgänge: Emma Wilhelmsson (Jitex), Christina Öyangen Örntoft (Bröndby), Hilda Carlén (noch unbekannt)

Kommentar: Nach der finanziellen Rettung durch Milliardär Dan Olofsson nimmt auch Malmö Kurs auf den Meistertitel. Die Liga wird (wenn sich nichts wesentlich ändert) zu einem Zweikampf Malmö – Tyresö werden, in dem Tyresö abermals klarer Favorit ist, trotz der Verpflichtung von Melis. Rincon überrascht, riskant, eine 19-Jährige Kolumbianerin zu integrieren. Die 1,54 m kleine Filigrantechnikerin wurde mit Marta verglichen, muss das aber noch beweisen. Malmö hat aber immer gut eingekauft…

Voraussichtlich:

Thora Helgadottir, Lina Nilsson, Malin Levenstad, Amanda Ilestedt, Ali Riley, Sara Björk Gunnarsdottir, Therese Sjögran, Ramona Bachmann, Elin Rubensson, Anja Mittag, Manon Melis.

Reserve:

Zecira Musovic, Frida Nordin, Katrin Schmidt, Katrine Veje, Yoreli Rincon, Sofi Anker Kofoed.

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Linköpings FC

Zugänge: Lina Rinshamre (Sundsvalls DFF), Magdalena Ericsson (Djurgården), Stina Blackstenius (Vadstena GoIF), Renée Slegers (Djurgården), Emma Lennartsson (IFK Norrköping)

Abgänge: Manon Melis (LdB FC Malmö), Lisa DeVanna (Perth Glory), Emma Lundh (noch unbekannt, Hammarby?), Karen Bardsley (Lincoln LFC), Louise Fors (Western Sydney Wanderers, ab Frühjahr FC Liverpool Ladies), Nora Holstad Berge (Arna-Björnar), Matilda Agné (Hammarby DFF), Ingrid Schjelderup (Vålerenga), Josefine Alfsson (Kisa BK)

Kommentar: Linköping beendet nach einem Jahr seinen Versuch, mit Tyresö und Malmö zu konkurrieren und hat Sparmaßnahmen eingeführt. Neun Spielerinnen verlassen den Verein und fünf kommen neu hinzu, im Gespräch ist immer noch AIK:s U19-Europameisterin Jennie Nordin. Mit Ringshamre und Ericsson hat man zwei weitere junge Europameisterinnen verpflichtet. Linda Sällström, die gegen Ende der Saison noch gehen wollte (Jitex war eine Option), bleibt nun doch, vermutlich, weil die Konkurrenz in der Offensive nach ihrer Rehazeit nach dem Abgang von DeVanna, Melis und Lundh deutlich entspannter geworden ist. Linköping ist auch immer noch das bessere Team. Wichtig, dass Trainer Martin Sjögren zwei weitere Jahre bleibt.

Voraussichtlich:

Sofia Lundgren, Maja Krantz, Nilla Fischer, Charlotte Rohlin, Jessica Samuelsson, Marianne Gajhede Knudsen, Renée Slegers, Petra Larsson, Pernille Harder, Jonna Andersson, Linda Sällström.

Hier und bei den weiteren Clubs erspare ich mir die potentielle Bankbesetzung, da lediglich Malmö und Tyresö um die Meisterschaft spielen werden.

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Kopparberg/Göteborgs FC

Zugänge: Jessica Landström (Djurgården), Marie Hammarström (KIF Örebro), Cathrine Dyngvold (Klepp),

Abgänge: Christen Press (Tyresö FF), Ingrid Wells (noch unbekannt)

Göteborg wollte eigentlich angreifen. Dann kam der Abgang von Press dazwischen. Tyresös Zampano Hans Löfgren schnappte die Amerikanerin den Göteborgern vor der Nase weg. Landström ist vom Typ her kein Press-Ersatz, aber sie ist eine Kämpfernatur mit einer enormen fysischen Kraft. Dennoch muss sich das Angriffsspiel ändern. Torbjörn Nilsson hat seinen Trainervertrag um 2 Jahre verlängert, weil ihm versichert wurde, dass die Mannschaft sukzessiv verstärkt wird. Mindestens eine Klassespielerin muss noch kommen.

Voraussichtlich: Kristin Hammarström, Catrine Johansson, Anna Ahlstrand, Stina Segerström, Camille Levin, Yael Averbuch, Anita Asante, Johanna Almgren, Olivis Schough, Cathrine Dyngvold, Jessica Landström.

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Kristianstads DFF

Zugänge: Josefine Öqvist (vereinslos), Marija Banusic (IK Sirius), Brett Maron (Valur), Elin Borg (AIK)

Abgänge: Elin Nilsen (Vittsjö), Katrin Ómarsdóttir, Becky Edwards (beide unbekannt), Emelie Johnsson (Borens IK),  Moa Pettersson (Wä IF), Anna Persson (Glimåkra IF), Lisa Petersson, Julia Molin (AIK)

Auf den Plätzen 5-12 und bei den Aufsteigern erspare ich mir die mögliche Aufstellung am ersten Spieltag. Maron wird sicher in den ersten Monaten im Tor stehen, da Hedvig Lindahl in der Reha nach dem Kreuzbandriss ist. Trainerin Beta Gunnarsdottir ist wie immer super ambitioniert und will sicher Meister werden. Mit der Verpflichtung von Banusic ist ihr ein Coup gelungen. Für mich das größte Talent im schwedischen Fußball VOR der allenthalben gepriesenen Lina Hurtig (Umeå). Dass Josefine Öqvist letztlich der Offensive maßgebliches Gewicht verleihen wird, steht außer Frage. Kristianstad hat jetzt den drittbesten Angriff der Liga.

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Vittsjö GIK

Zugänge: Elin Nilsen (Kristianstad), Jane Ross (Glasgow City)

Abgänge: Emma Kullberg (Umeå Södra), Josefine Mårtensson (Glimåkra IF)

Das zweite Jahr ist immer das Schwerste. Das wird auch für Sensationsaufsteiger Vittsjö GIK gelten. Niemand hätte das Team aus Skåne auf Rang 6 erwartet. Die Verpflichtung von Jane Ross deutet eventuell darauf hin, dass Danesha Adams geht. Die Amerikanerin war sehr wichtig. Möglich, dass Vittsjö, wie immer, von Beta Gunnarsdottir geschasste Spielerinnen überimmt. Becky Edwards?

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Umeå IK

Zugänge: Hanna Folkesson (AIK)

Abgänge: Erica Carlén (Morön)

Wenig passierte in Umeå. Keeperin Caroline Jönsson hat ihr Karriereende zur Saisonmitte angekündigt. Da braucht es Ersatz.

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Piteå IF

Zugänge: Clara Markstedt (AIK), Johanna Andersson (Assi)

Abgänge: Camilla Johansson, Jessica Olovsson (unbekannt), Ann-Mari Dovland (Klepp), Jennifer Nobis (Karriereende)

Piteå hat zwar die beste Torschützin Nobis durch Clara Markstedt ersetzt, aber es fehlt an einer weiteren offensiven Spielerin, die dem Angriff mehr Durchschlagskraft verleiht. Faith Ikidi hat ihren Vertrag bis einschließlich 2015 verlängert, eine finanzielle Deckung dafür gibt es noch nicht.

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Jitex BK

Zugänge: Emma Wilhelmsson (LdB FC Malmö)

Abgänge: Katri Nokso-Koivisto (LSK Kvinner), Nanna Jansson (Hovås Billdal), Caroline Lindblad (unbekannt)

Jitex wird weder schwächer noch stärker.

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KIF Örebro

Zugänge: Fehlanzeige

Abgänge: Marie Hammarström (Kopparbergs/Göteborg FC), Emelie Lundberg (Eskilstuna United), Hanna Ågren-Åhbom, Nina Fellbrant,  Fanny Persson (hören auf), Edda Garðarsdóttir,  Ólína Viðarsdóttir (beide zurück nach Island, , Linda Fransson (noch nicht klar)

Das sieht wieder nicht gut aus für Örebro, das erhebliche finanzielle Probleme hat.

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Sunnanå SK

Zugänge: Anikka Kukkonen (Djurgården), Hanna Glas (Sundsvalls DFF),  Carys Hawkins (Perth Glory

Abänge: Anna Bodén (Morön),  Yanru Zhang (China)

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Mallbacken

Zugänge: Sarah Bergman, Emmie Johansson (beide QBIK), Maija Saari (AIK), Hayley Lauder (Åland United)

Abgänge: Anna Arnfeldt (Karriereende)

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Djurgården

Abgänge: Gudbjörg Gunnarsdottir, Mia Jalkerud, Freja Hellenberg (alle Avaldsnes IL), Jessica Landström (Göteborgs FC), Renée Slegers (Linköping), Anna Lindblom (Hammarby), Katrine Petrous, Natalia Rickne, Annika Kukkonen (Sunnanå), Katrin Jonsdottir, Caroline Frånberg.

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AIK

Zugänge: Lisa Pettersson, Julia Molin (beide Kristianstad)

Abgänge: Maija Saari (Mallbacken), Elin Borg (Kristianstad), Nazanin Vaseghpanah (hört auf), Hanna Folkesson (Umeå), Malin Diaz (Tyresö), Clara Markstedt (Piteå), Lori Chalupny (unbekannt)

Die Woche in Schweden

Zur Zeit ist es weiterhin relativ ruhig. In Stockholm schneit es und Fußballtraining draußen scheint im Moment Lichtjahre weit entfernt zu sein. Dennoch tut sich das eine oder andere und ich liefere es euch hier in der Wochenzusammenfassung. Sollten große Nachrichten kommen, gibt es selbstverständlich aktuelle Posts. Es sind auch diverse Interviews in Vorbereitung bzw. abgeschlossen, die ich in den nächsten Wochen hier einstreuen werde. Ich habe mich länger mit Anja Mittag, Christen Press und Vero Boquete unterhalten für einen Artikel, der jetzt gerade in der schwedischen Frauenfußballzeitschrift MARTA fotbollsmagasin erschienen ist und obwohl die Gespräche länger zurückliegen, haben viele Antworten daraus einen eher Saison-zusammenfassenden Charakter, weshalb sie sicher noch interessant sein dürften. Das kommt vielleicht schon nächste Woche.

Ein paar aktuellere Interviews wird es auch noch geben. Außerdem will ich noch für mich und für euch auf die Saison 2012 in Schweden zurückblicken und schon eine kleine Vorschau auf 2013 wagen, auf das wir uns besonders freuen, denn hier wird, wie alle wissen, die EURO stattfinden.

Eine meiner Lieblingsspielerinnen (ja, auch als schreibender und meist zumindest nach außen neutraler Mensch muss man sowas haben dürfen) hat ihren Vertrag mit Linköpings FC nun doch verlängert. Finnlands zweimalige Fußballerin des Jahres Linda Sällström bleibt und geht doch nicht, wie Gerüchte besagten nach Mölndal zu Jitex BK. Die 24-Jährige, die sicher ohne Übertreibung zu den schnellsten Spielerinnen der Welt gehört, ist nach ihrem Kreuzbandriss im Frühjahr wieder im vollen Training und mir sagte sie kurz, dass sie nach ausführlichen Überlegungen doch eine bessere sportliche Zukunft in Linköping sieht. Und Recht hat sie. Denn auch wenn Linköping zwar deutliche Schnitte in seinem außergewöhlich starken Kader gemacht hat, ich werde all die Abgänge nicht mehr hier auflisten, so sieht das Team mit Stützen wie Sofia Lundgren, Charlotte Rohlin, Nilla Fischer und nicht zuletzt dem dänischen Supertalent Pernille Harder immer noch recht stark aus und sollte in der oberen Hälfte der Tabelle locker mitspielen können.

Nicht nur „Sällis“ bleibt in Linköping, sondern auch der mitten in der Saison gekommene Trainer Martin Sjögren. Der Mann, der Malmö zu zwei Meistertiteln geführt hat, hat einen 2+1 Vertrag unterschrieben. Für alle bislang erwähnten dürfte es sicher auch eine tolle Saison in einem funkelnagelneuen Stadion werden, das nächstes Jahr bei der EURO von der Frankreich-Gruppe bespielt werden wird.

Eine, die Linköping nach nur einer, für sie missglückten, Saison verlässt ist Matilda Agné. Sie geht zurück zu ihrem früheren Verein Hammarby und sie ist nicht alleine. Ein paar Tage vorher unterschrieb auch Anna Lindblom nach einem Intermezzo bei Djurgården in der zweiten Liga bei ihrem früheren Verein, der durch diese beiden Verstärkungen offenbar Ambitionen hat, um die Spitzenplätze der neugegründeten Elitettan zu spielen. Nach einer Saison in Linköping geht ja auch Emma Lundh zurück nach Stockholm und auch wenn ihr neuer Club noch nicht feststeht, ein Wechsel zu Hammarby würde die grünweiße Traditionsmannschaft zu den Mitfavoriten um den Aufstieg machen…

Emma hat schon bei allen wichtigen Teams in Stockholm gespielt. Sie war bei AIK, Hammarby, Tyresö, Brommapojkarna und auch bei Djurgården. Der ehemalige Meister und Women’s Cup Finalist geht ungewissen Zeiten entgegen. Inzwischen hat wohl die gesamte Startformation des letzten Spiels gegen Piteå am 03.11. den Verein verlassen. Gestern wurde bekannt, dass Norwegens Aufsteiger Avaldsnes mit Abwehrspielerin Freja Hellenberg nach Gudbjörg Gunnarsdottir und Mia Jalkerud die dritte Spielerin aus Stockholm nach Westnorwegen importiert. Der Öffentlichkeit nahezu unbekannt ist die Tatsache, dass sich mit Sofia Nilsson, einer der auffälligsten Spielerinnen Djurgårdens, die achtzehnte Spielerin der Liga im vorletzten Spiel gegen Kristianstad einen Kreuzbandriss zuzog. Noch offiziell bei Djurgården, da nichts anderes verlautet ist, sind Jessica Landström und Susan Varli, aber beide dürften für viele andere Vereine interessant sein und wohl 2013 anderswo spielen.

Auf außerordentlichen Jahreshauptversammlungen haben die beiden Vereine LdB FC Malmö und FC Rosengård die Fusion beschlossen. Wie schon vorher berichtet, soll der neue Verein FC Rosengård heißen und dann eben Männer- wie Frauenfußball unter seinem Dach vereinen. Bei Rosengård war das bisher schon so, aber LdB war ein reiner Frauenfußballverein. Die Fusion ist Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben von LdB als Spitzenverein. Neben seinem neuen Cheftrainer Jonas Eidevall hat Anja Mittags Team nun auch einen neuen Assistenztrainer: Markus Tilly, 36 Jahre alt, kommt aus der Region vom Männerfußballverein Ängelholm.

Hauptkonkurrent und Meister Tyresö FF hat bislang keine Neuverpflichtungen bekanntegeben, aber in der Szene ist bekannt, dass Tyresö an einer offensiven Verstärkung interessiert ist und auch Gespräche geführt hat und führt. Manon Melis geht nach Malmö und Christen Press allem Anschein nach zurück in die USA, aber mit beiden hat Tyresö gesprochen. Ein heißer Name ist der der kanadischen Sportlerin des Jahres Christine Sinclair, aber auch das dürfte schwer werden, da der kanadische Fußballverband wie früher berichtet, 16 Spielerinnen seiner A-Mannschaft voll in der neuen amerikanischen Profiliga finanzieren wird. Abby Wambach dagegen dürfte ganz kalt sein, denn Wambach wird mit großer Sicherheit für Western New York Flash spielen und nächstes Jahr auch eine Familie gründen und seßhaft werden. Alles deutet auf Rochester im Staat New York hin, wo Wambach auch aufgewachsen ist.

Viel wichtiger aber die Nachricht, dass sich Tyresö FF in eine Gesellschaft verwandeln wird. Wichtigster Punkt dabei nach dem Vorsitzenden Hans Lindberg ist, dass man die Frauenmannschaft vom Breitensport im Verein juristisch trennen will. Zwei Clubs haben das schon einmal gemacht in der Damallsvenskan, nämlich Bälinge IF und Djurgården/’Älvsjö und beide Clubs sind in Konkurs gegangen. Djurgården lebte als Djurgården damfotboll weiter. Inzwischen hat Tyresö mit 15 Millionen Kronen (1,714 Millionen €) den höchsten Umsatz in der Damallsvenskan. Der große Zampano des Vereins, der scheinbar im Hintergrund agierende Hans Löfgren, hat ein einzigartiges Netzwerk aus rund 150 kleinen, mittleren und großen Firmen gebastelt, das die Frauenmannschaft unterstützt und damit den Weg von der vierten Liga zum Meistertitel geschafft. „Für uns bedeutet das auch eine Sicherheit für die restlichen Aktivitäten des Vereins, wenn das Spitzenteam des Frauenfußballs getrennt ist. Wir werden nach der nächsten Saison evaluieren, im Augenblick glaube ich aber, dass dies die beste Lösung ist,“ so Hans Lindberg. Tyresö ist eben ein großer Verein mit Dutzenden von Kinder- und Jugendmannschaften.

Eines der ewigen Talente des schwedischen Frauenfußballs wechselt zu einem Verein, dessen Name vor allem im Männerfußball große Geschichte hat. Louise „Lollo“ Fors, die vielleicht den besten Linksfuß der Damallsvenskan hat, ist nach einer enttäuschenden Saison bei Linköpings FC gegenwärtig in Australien, hat aber jetzt für den FC Liverpool Ladies unterschrieben. Fors wurde früher bei ihrem ersten Verein in der Damallsvenskan Lollodinho genannt, weil sie immer wieder brasilianisch anmutende geniale Momente hatte. Leider ist ihr Talent über die Jahre nicht richtig entwickelt worden. Die ersten Spiele mit ihr habe ich gesehen, als sie mit 15 in der Damallsvenskan debütierte. Inzwischen ist Fors 23 und noch immer könnte sie den entscheidenden Schritt tun.

Manchmal sind auch Vertragsverlängerungen wichtige Nachrichten. Zwei will ich hier hervorheben: Sofie Andersson bleibt in Vittsjö, sie war die herausragende Akteurin der letzten beiden Jahre beim Aufsteiger und ihre Bedeutung ist unstrittig. Ebenso wichtig, dass Nationalspielerin Sara Larsson in Örebro bleibt. Bei dem wirtschaftlich und sportlich in diesem Jahr gebeutelten Tabellenzehnten könnte dies ein Signal für andere Spielerinnen sein, ebenfalls zu Kugelschreiber zu greifen und zu bleiben, nachdem mit  Marie Hammarström bereits eine Schlüsselspielerin gegangen ist (nach Göteborg).

 

 

 

Sällström bleibt, Ericsson kommt,Gunnarsdottir geht und Press kommt nicht wieder

Es tut sich auf einmal einiges in der Silly Season. Linda Sällström bleibt nun doch in Linköping. Zunächst hatte es lange geheißen, dass die 24-Jährige Finnin, die sich nach einem Kreuzbandriss inmitten der Rehabilitation befindet, Linköping verlassen würde, aber vor einigen Tagen sickerte durch, dass die Zeichen nun doch gut stünden dafür, dass die zweifache finnische Fußballerin des Jahres in Linköping bleibt.

Aber nachdem in Linköping sowohl Lisa DeVanna wie auch Manon Melis das Weite suchten weil der Verein sparen will und muss, sah es im Angriff mit einem Mal dünn aus, zumal auch das ewige Talent Emma Lundh die Stadt verlassen hat. Nun ist Sällström der offensive Star. Auch eine Rückkehr von Jessica Landström, die mit Linköping 2009 Meister wurde, kann nicht ganz ausgeschlossen werden.

Neben der Verlängerung für Sällström werden auch die beiden U19-Europameisterinnen Lina Ringshamre (kommt von Sundsvalls DFF) und Magdalena Ericsson (Djurgården) in Linköping auflaufen. Ringshamre nimmt dabei den frei werdenden Platz von Karen Bardsley ein – die englische Nationaltorhüterin war es leid, ständig hinter Sofia Lundgren auf der Bank sitzen zu müssen.

Nicht nur Magdalena Ericsson verlässt den künftigen Zweitligisten Djurgården. Auch Gudbjörg Gunnarsdottir und Mia Jalkerud packen ihre Kofffer. Das Duo wird den norwegischen Aufsteiger Avaldsnes IL verstärken. Avaldsnes liegt an der norwegischen Küste, nördlich von Stavanger und südlich von Bergen und scheint ein Ort zu sein, an dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Die nächstgelegene größere Stadt ist Haugesund mit seinen 35.000 Einwohnern. Da scheint selbst Piteå, der nördlichste Verein der Damallsvenskan, noch eine Metropole zu sein. Aber zweifelsohne wird das ein spannendes Abenteuer für Islands Torfrau Nummer 2. Jalkerud geht zum ersten Mal in ihrer Karriere weg von Stockholm. Wir behalten die norwegische Liga etwas mehr im Auge in der nächsten Saison.

Auch Katrin Jonsdottir und Caroline Frånberg verlassen das sinkende Djurgården-Schiff, man darf gespannt sein, mit welchem Team und welchen Ressourcen man in der zweiten Liga antreten wird.

Den größten Verlust erleidet die Damallsvenskan mit Christen Press. Die 23-Jährige Weltklassestürmerin, die hinter Anja Mittag Zweite der Torschützenliste 2012 wurde, verlässt Pokalsieger Kopparberg/Göteborgs FC nach nur einer Saison. Grund: Göteborg war nicht bereit, Press regelmäßig zu Trainingslagern der amerikanischen Nationalmannschaft freizugeben. Das kann man angesichts der kurzen Saison in Schweden auch verstehen – zu oft hätte man Press über den Atlantik schicken sollen. Beide Seiten jedoch und vor allem das Publikum in der Liga dürften das bedauern. Mir gegenüber hatte Christen Press noch vor knapp drei Wochen geäußert, das sie hoffe, das sich alles lösen wird. Tat es also nicht. Angeblich sucht Göteborg nun nach Ersatz für Press in England und Norwegen. Da fallen einem zuvorderst Namen wie Eniola Aluko und Isabell Herlovsen ein. Bleiben tut dagegen Olivia Schough. Die 23-Jährige, die zuletzt überraschend in das 28er-Aufgebot von Pia Sundhage nominiert worden war, hatte unter anderem ein Angebot aus Umeå gehabt.

 

 

 

 

 

Linköping verjüngt

Manon Melis - eine von vielen, die Linköping verlassen

Manon Melis – eine von vielen, die Linköping verlassen

Dass es in Linköping im nächsten Jahr eine finanzielle Rosskur geben wird, darüber habe ich schon in diesem Blog berichtet. Serienweise verlassen Spielerinnen den Verein, der auslaufende Verträge nicht erneuert hat und denen, die man behalten will oder wollte, Verträge zu deutlich verschlechterten finanziellen Bedingungen anbietet.

Es gehen: Karen Bardsley, Lisa DeVanna, Manon Melis, Emma Lundh, Louise Fors, Nora Holstad Berge, Matilda Agné, Ingrid Schjelderup.

Verlängert haben Torhüterin Sofia Lundgren (spielt  2013 ihre fünfte Saison in Linköping) und Mariann Gajhede Knudsen. Dennoch muss dann doch die eine oder andere neuverpflichtet werden. Hartnäckige Gerüchte platzieren nun zwei U19-Europameisterinnen in Linköping: Innenverteidigerin Jennie Nordin von Absteiger AIK und Magdalena Ericsson von Absteiger Djurgården sollen demnach in Verhandlungen mit dem Tabellendritten der vergangenen Saison stehen.

Pia Sundhage überrascht

Na endlich. Nachdem das erste Aufgebot für das Länderspiel gegen die Schweiz eher enntäuschend war, ist die 28 Frauen starke Truppe, die Pia Sundhage für ein Trainingslager auf Bosön in der Nähe von Stockholm nominiert hat mit einigen Überraschungen gespickt.

Dabei ist die größte Überraschung sicher Mittelfeldspielerin Carina Holmberg. Die 29-Jährige war zuletzt zwei Jahre in der zweiten Liga aktiv bei Aufsteiger Sunnanå und wird erst nächstes Jahr wieder erstklassigen Fußball spielen. Holmberg hat auch bislang sehr wenig Berührung mit dem Fußballverband SvFF, lediglich einmal war sie in der U19, aber das ist schon mehr als zehn Jahre her. Allerdings wurde Carina Holmberg diese Saison zur wertvollsten Spielerin der zweiten Liga Nord gewählt.

Eine weitere Überraschung ist U19-Europamneisterin Malin Diaz. Die 18-Jährige erinnert an den spanischen Fußball nicht nur wegen ihres Namens, sondern vor allem aufgrund ihrer technischen Spielweise. Physisch sehen viele Diaz noch als steigerungsfähig. Aber nun wird Malin Diaz ebenso eine Woche mit den arrivierten Spielerinnen unter Sundhage trainieren wie auch Göteborgs Olivia Schough. Eine dritte Überraschung – die Göteborgerin war zwar in der D23-Auswahl, aber stand sicher bei vielen nicht auf dem Schirm für die A-Mannschaft.

Linköpings junge Außenverteidigerin Jessica Samuelsson sehen viele als eine Zukunftslösung, sie hatte zwar schon ein Länderspiel unter Dennerby, ist aber jetzt nach längerer Pause wieder dabei.

Hier sind alle 28 Namen:

Kristin Hammarström, Sofia Lundgren, Carola Söberg

Emma Berglund, Emmelie Konradsson, Amanda Ilestedt, Sara Larsson, Malin Levenstad, Lina Nilsson, Jessica Samuelsson, Stina Segerström, Annica Svensson, Sara Thunebro

Johanna Almgren, Kosovare Asllani, Lisa Dahlkvist, Nilla Fischer, Antonia Göransson, Marie Hammarström, Sofia Jakobsson, Caroline Seger, Malin Diaz, Carina Holmberg, Olivia Schough

Madelaine Edlund, Jessica Landström, Susanne Moberg, Elin Rubensson

Nicht dabei Lotta Schelin, die mit Olympique Lyon eine Japan-Tournee macht.

 

Schweden gewinnt unter Pia Sundhage

Pia Sundhages erstes Spiel als Trainerin der schwedischen Nationalmannschaft hätte besser nicht beginnen können. Nach nur 38 Sekunden drückte Rossiyankas Sofia Jakobsson nach einer tollen Vorarbeit von Paris SG:s Kosovare Asllani über die Linie und die 4900 im EM-Stadion von Växjö in Småland hatten erstmals Grund zum Jubeln.

4-4-2 ist das neue System der Schwedinnen. Nilla Fischer spielt in der Abwehr und Sundhage verlangt viel von ihrem Star Lotta Schelin. Sie trug heute erstmals die Kapitänsbinde und onwohl sie sich bemühte, muss sich die 28-Jährige wohl noch an beides gewöhnen – die Führungsrolle doppelter Hinsicht und die öffentlich geäußerten Erwartungen ihrer Trainerin.

Ein bisschen mehr Pippi Langstgrumpf sollte die Mannschaft bekommen, dachte Pia. Unberechenbarer werden, sich mehr trauen, auch mal das Außergewöhnliche wagen. Wie kann man das am besten erreichen? Man lädt Pippi Langstrumpf zu einem Besuch ins Trainingslager ein. Ende vergangener Woche kam Pippi-Darstellerin Inger Nilsson zur Mannschaft und sprach mit den Spielerinnen über Pippi. Der Besuch der 53-Jährigen Schauspielerin kam sehr gut an, davon zeugen einige Twitter-Einträge letzte Woche.

Wenn eine das umgesetzt hat, dann war es Kosovare Asllani. Die Stürmerin aus Paris war beste Spielerin auf dem Platz, bereitet den ersten und dritten Treffer vor und schoss den zweiten selber. In der ersten Halbzeit testete Sundhage vorn das Duo Schelin -Jakobsson, nahm dann Jakobsson raus und brachte Antonia Göransson. Asllani durfte jetzt neben Schelin agieren und das Duo funktionierte besser, auch wenn Sundhage sicher nicht mit Schelin zufrieden war. Göransson gelang auch das dritte Tor.

„Ich durfte im Sturm spielen in der zweiten Halbzeit, da fühle ich mich wohler,“ machte Asllani Ansprüche auf den Platz neben Schelin geltend. Pia Sundhage konterte lächelnd im Fernsehen, dass es Aufgabe der Mannschaftsführung sein werde, dafür zu sorgen, dass Asllani sich sowohl im äußeren Mittelfeld wie auch im Sturm wohlfühlen wird.

Die Schweiz war kein Prüfstein. Harmlos agierend, physisch und technisch auf fast alklen Positionen unterlegen. Da nützt es auch nichts, dass man mit Lara Dickenmann und Ramona Bachmann zwei Klassespielerinnen in seinen Reihen hat. Beide wissen, dass sie im Verlauf ihrer Karriere wohl kaum mit der Nationalmannschaft international Erfolg haben werden. Da hat Martina Voss-Tecklenburg eine schwere Aufgabe zu bewältigen.

Sofia Lundgren im Tor war sicher in allen Situationen, aber es gab eben auch nicht so viele. Nilla Fischer hatte bisweilen Koordinationsprobleme, aber sie gab ein vielbversprechendes Debüt in der Innenverteidigung. Sundhage scheint Fischer hier sehen zu wollen, denn sie sprach nach dem Spiel davon, dass sie in der Innenverteidigung gern jemanden hätte, der den Spielaufbau fördern kann.

Caroline Seger und Lisa Dahlkvist begannen, in der zweiten Halbzeit kam Emmelie Konradsson für Dahlkvist. Eine gute Leistung der Spielerin aus Umeå, die in diesem Aufgebot vielleicht die einzige Überraschung war. Aber Pia Sundhage ist auf Alternativen aus, das wurde im Gespräch deutlich. Sie beginnt allmählich, Strukturen aufzubaueb und zu verändern. Und hat noch acht Monate Zeit, die sie auch brauchen wird.

Pia bedauert, dass es jetzt bis ins nächste Jahr kein Länderspiel geben wird. Aber: Jeden Monat gibt es ein Trainingslager mit der Natio, das konnte sie durchsetzen. Und sie muss und wird auch den Trainern der Damallsvenskan vertrauen, denn anders als in den USA wird sie ihren Kader nicht ständig um sich haben können, da heißt es auch Verantwortung zu delegieren. Das kann Sundhage jedoch, sie ist eine charismatische Führungspersönlichkeit und wenn sie über Fußball spricht, dann merkt man, dass es kein anderes Thema gibt, das ihr mehr bedeutet. Diese Begeisterung ist gepaart mit einer analytischen Intelligenz und vor allem einer Menschenliebe, die man selten sieht. Wie weit das die Schwedinnen im nächsten Jahr bringen kann, werden wir sehen. Der Weg ist noch weit. Aber es wird interessant sein, ihn zu verfolgen.

Sofia Lundgren gegen die Schweiz im Tor

Sofia Lundgren – die neue Nummer 1 in Schweden?

Morgen Abend um 19 Uhr bestreitet Schweden sein erstes Länderspiel unter der neuen Trainerin Pia Sundhage. Gegen die Schweiz in Växjö wird Sofia Lundgren im Tor stehen.

„Wir sind von den Trainingseindrücken ausgegangen und da war Lundgren am besten. Das bedeutet nicht, dass Sofia Lundgren bei der EM im Tor stehen wird. Wir haben eine Konkurrenzsituation, die sehr spannend ist und das hat gerade erst angefangen. Sofia bekommt die erste Chance,“ so Pia Sundhage auf der Seite des schwedischen Fußballverbands.

Um 16.00 Uhr gab die Trainerin ihre erste Startformation bekannt. Anders als ihr Vorgänger Thomas Dennerby wird Sundhage auf 4-4-2 setzen. Dabei spielen Lina Nilsson und Sara Thunebro auf den Außenbahnen in der Abwehr. In der Mitte stehen Emma Berglund und etwas überraschend wie auch in Linköping Ex-Mittelfeldspielerin Nilla Fischer.

Im zentralen Mittelfeld setzt Sundhage auf Lisa Dahlkvist und Caroline Seger, außen spielen Kosovare Asllani und Johanna Almgren.

Die beiden Spitzen sind Lotta Schelin und Sofia Jakobsson. Schelin wird gegen die Schweiz auch erstmals die Kapitänsbinde tragen. Diese Rolle wird sie jetzt alternierend mit Caroline Seger haben. Seger hatte die Rolle der Spielführerin vor einem Jahr niedergelegt und war vom Duo Carlotte Rohlin / Nilla Fischer abgelöst worden.

Auf der Ersatzbank werden morgen Kristin Hammarström, Annica Svensson, Sara Larsson, Antonia Göransson, Susanne Moberg, Emmelie Konradsson und Elin Rubensson  Platz nehmen. Die anderen sechs aus dem 24-er-Kader müssen auf die Tribüne, darunter auch Jessica Landström.

Die beiden Teams haben vereinbart, dass jede Mannschaft sechs Mal auswechseln darf.

Pia Sundhages erstes Aufgebot – Emmelie Konradsson die Überraschung

Emmelie Konradsson die größte Überraschung in Pia Sundhages erstem Kader

Vor einer guten halben Stunde hat Pia Sundhage ihr erstes Aufgebot als schwedische Nationaltrainerin für das Länderspiel am 23.10. in Växjö gegen die Schweiz benannt. Sundhage hat nicht weniger als 24 Spielerinnen ausgewählt. Hier sind sie:

Tor: Kristin Hammarström, Sofia Lundgren, Carola Söberg

Abwehr: Emma Berglund, Sara Larsson, Malin Levenstad, Lina Nilsson, Stina Segerström, Annica Svensson, Sara Thunebro

Mittelfeld: Johanna Almgren, Kosovare Asllani, Lisa Dahlkvist, Nilla Fischer, Antonia Göransson, Marie Hammarström, Sofia Jakobsson, Emmelie Konradsson, Caroline Seger

Angriff: Madelaine Edlund, Jessica Landström, Susanne Moberg, Elin Rubensson, Lotta Schelin

Carola Söberg aus Tyresö ist erstmals seit langer Zeit wieder in einem Aufgebot. Da Hedvig Lindahl durch ihren Kreuzbandriss lange ausfällt, wird interessant sein, zu sehen, welche der drei allesamt 30-Jährigen Keeperinnen sich durchsetzen wird.

Elin Rubensson aus Malmö ist die wohl am meisten erwartete neue Spielerin im Aufgebot.

Die größte Überraschung für mich indes ist die Nominierung der soliden Emmelie Konradsson aus Umeå. Mit der 23-Jährigen hatte sicher kaum jemand gerechnet.

 

Hedvig Lindahl: Kreuzbandriss

In Göteborg verletzte sich Nationalkeeperin Hedvig Lindahl am Knie. Heute Abend wurde es offiziell auf der Homepage ihres Vereins Kristianstads DFF verkündet: das Kreuzband im linken Knie der 29-Jährigen ist gerissen. Damit fällt sie für den Rest der Saison aus und wohl auch weit in die kommende EURO-Saison 2013 hinein.

Vielerorts wurde spekuliert, ob die neue schwedische Trainerin Pia Sundhage sportlich an der nicht unumstrittenen Lindahl festhalten würde, die sieben Jahre lang die unumstrittene Nummer 1 von Thomas Dennerby gewesen war. Nun löst sich diese Frage auf sehr unglückliche Weise. Vermutlich wird Sundhage im Oktober in Växjö gegen die Schweiz auf Sofia Lundgren und Kristin Hammarström zurückgreifen.

In Malmö zittert derweil Lisa Ek um den Zustand ihres Knies. Die 30-Jährige war erst während der Sommerpause von Göteborg nach Malmö gewechselt und dort als Verstärkung für die durch Kreuzbandriss ausgefallene Therese Sjögran geholt worden. Nun verdrehte sich Ek das Knie beim Training vor der Abreise nach Ungarn, ein MTR-Termin soll am Montag Gewissheit bringen, ob Lisa Ek eventuell ebenfalls das Kreuzband gerissen hat. Bei ihr wäre das bereits der dritte Riss im Knie in ihrer Karriere.

 

 

Anja Mittags dritter Hattrick

Dass die Begegnung bei Linköpings FC schwer werden würde, darüber war man sich im Klaren beim schwedischen Meister. Eigentlich konnte man nicht viele Tore erwarten, dass am Ende acht vor 1863 Zuschauern (toll, trotz Live-Übertragung im Fernsehen) fallen würden, damit hatte wohl kaum jemand gerechnet. 5:3 siegte Malmö und liess damit den Konkurrenten aus Tyresö die Tabellenführung nur dreieinhalb Stunden.

Elin Rubensson war die Spielerin der ersten Halbzeit. Ihr toller Einsatz auf der rechten Seite und der Pass auf Ramona Bachmann, die mit dem Rücken zum Tor stand und Sofia Lundgren im Tor mit der Hacke alt aussehen liess (die Fehler waren vorher gemacht worden) waren Klasse und unterstrichen, dass Rubensson eine zukünftige A-Nationalspielerin ist, die vielleicht schon vom neuen Trainer, von der neuen Trainerin nach Thomas Dennerby für die EM 2013 geholt werden könnte. Malmö führte 1:0 nach sechs Minuten. Aber lange war dieses Spiel offen. Ex-Malmögoalgetterin Manon Melis bekam in der 35. Minute die Gelegenheit zum Ausgleich und liess sie sich dann auch nicht entgehen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte übernahm der Gastgeber dann die Initiative, zuerst die Führung durch Jonna Andersson, dann wieder der Ausgleich, dieses Mal Anja Mittag, die von den TV-Moderatoren gescholten wurde, weil sie auswärts angeblich schwach sei. Sie habe bisher ja nur ein Auswärtstor gemacht und 13 zu Hause. Nun ja, sie schien das gehört zu haben. Denn nach der neuerlichen Führung durch einen herrlichen Kopfball von Malin Levenstad, der aus gut zehn Metern in den Winkel des eigenen Tores ging war es wieder Mittag, die den Ausgleich und zehn Minuten später auch die Führung erzielte. Der dritte Hattrick in Schweden und das siebzehnte Saisontor (!).

Den Schlusspunkt setzte Ramona Bachmann mit einem fulminanten Schuss aus sicher 25 Metern in den linken Winkel. Malmö hatte mit einer Klasseleistung seiner Offensive die Tabellenführung zurückgeholt. Alle Tore durch Bachmann und Mittag, aber eine Stunde lang brillierte neben den beiden Stars auch Elin Rubensson.

 

Munter weiter twittern

Vor der Olympiade berichtete ffschweden, dass die mannschaftsführung Schwedens die Devise ausgegeben hatte, dass das Team möglichst wenig bis gar nicht Facebook, Twitter usw. benutzen sollte, um sich nicht ablenken zu lassen.

Die Mannschaft zeigt sich erwachsen – und twittert weiter. Zwar nicht in demselben Umfang wie bisher, aber regelmäßig und auch ab und an mit Fotos, die das Leben in den verschiedenen Hotels zeigen.

Dass Malin Levenstad das Zimmer mit Emma Berglund teilt, war bekannt. Heute morgen lud Malin ein Foto aus dem Zimmer des Hotels in Newcastle hoch.

Überall sind Volontäre. Stina Segerström, eine von vier Reserven im schwedischen Team, suchte gestern Abend den Trainingsraum, landete in der Garderobe und wurde von einem Volontär der Spiele ins richtige Zimmer geführt. Segerström hatte offenbar gestern auch die Schlüsselkarte ihres Zimmers vergessen und fand glücklicherweise ihre Zimmergenossin auf dem Flur.

Nilla Fischer hing vor dem Fernseher und schaute Turnen und anschließend Schwimmen, während Sofia Lundgren viel Besuch in Newcastle hat und gestern sogar frischgebackene Zimtschnecken bekam.

Es wird sparsam getweetet, aber immerhin leistete man dem nordkoreanisch anmutenden Appell des twitterlosen Trainerteams nicht 100%-ig Folge. Das meiste ist jedoch Gossip, aber auch das kann ja mal interessant sein. Wer der schwedischen Mannschaft folgen will und Twitter hat, dem sei die Liste https://twitter.com/#!/damfotboll_com/svenska-landslaget empfohlen, da sind die Twitterkonten aller 19 Spielerinnen gebündelt. Viele schreiben Schwedisch, aber Nilla Fischer, Sofia Lundgren und auch Caroline Seger meist Englisch.

 

 

Hedvig Lindahl: „Herrlich, nun wird es keine Kanonade von Anklagen geben“

Sie polarisiert die Frauenfußballfans in Schweden: Thomas Dennerbys eindeutige Nummer 1 im schwedischen Tor, seit er 2005 das Amt des Nationaltrainers von Marika Domanski-Lyfors übernahm. Ich rede von Hedvig Lindahl, der 29-Jährigen Torfrau von Kristianstads DFF, deren immer wieder passierende Aussetzer immer wieder zu Diskussionen führen, ob nicht die für Linköping spielende Sofia Lundgren oder Göteborgs Kristin Hammarström verdient hätten, bei einem großen Turnier eine Chance zu bekommen.

Beim WM-Halbfinale gegen Japan in Deutschland vor einem Jahr, waren sich viele einig, dass Lindahl sowohl das 1:2 wie auch das 1:3 durch Nachlässigkeit und schlechtes Stellungsspiel verschuldete, damit auch Schweden aller Chancen in einem einseitigen Halbfinale beraubte. Obwohl Japan drückend überlegen war, brauchten die Asiatinnen die Schützenhilfe der schwedischen Torhüterin. Die Kritik, die in den Wochen danach vorgebracht wurde bezeichnete Lindahl als „oberflächlich“. Will sagen: die haben doch keine Ahnung.

Beim 4:1 Auftakt gegen Südafrika gab es keine Diskussionen über den schwedischen Sieg. Aber wohl über den Gegentreffer zum 1:3. Portia Odise, mit 1,52 m kleinste Spielerin des ganzen Turniers lobte aus geschätzt 45 Metern den Ball Richtung schwedisches Tor, weil Lindahl mal wieder einen kleinen Ausflug gemacht hatte, Hedvig sah den Ball über sich kommen, versuchte zurückzulaufe und sah ziemlich hilflos aus, wie das runde Leder dann doch vor ihr die Torlinie überquerte.

Gestern dann das 0:0 gegen Japan. Natürlich gab es keinen Wechsel auf der Nummer 1. Thomas Dennerby hatte der Öfentlichkeit gegenüber zwar erklärt, dass Lindahl den Ball hätte halten müssen, dass er mit ihr reden werde, aber auch, dass das ja nur ein Tor gewesen sei, mehr nicht. Also stand Hedvig Lindahl gestern wieder im Tor gegen Japan und sie machte ihre Sache sehr gut. Hochmotiviert, motiverter wohl als die meisten anderen, weil sie etwas beweisen wollte. Es gab einen unkoordinierten Ausflug, aber der blieb glücklicherweise ohne Folgen. Ansonsten hielt sie alles, was auf den Kasten kam, wobei man sagen muss, dass die Japanerinnen entweder unplatziert oder schwach schossen. Alles andere wäre oberflächlich. Dennoch strahlte Lindahl Sicherheit aus und war neben der überragenden Sara Thunebro die beste Akteurin in einer schwedischen Mannschaft, die vor allem in der Defensive überzeugte.

„Das fühlt sich gut an, jetzt komme ich ohne eine Kanonade von Anklagen aus,“ sagte die Torhüterin der Zeitung Aftonbladet. Aber Lindahl hat eine gehörige Portion Selbstbewusstsein: „Ich nehme das alles nicht mehr so ernst, so wie früher. Früher empfand ich das wie Anklagen und konnte nicht akzeptieren, dass das mein Fehler war. Aber ich bin älter geworden und kann das jetzt auf eine andere Art wegstecken. Ich glaube jetzt wird es kein Gerede mehr darüber geben, dass ich im Tor stehe. Es gehört nicht unbedingt zum Alltäglichen, dass man mitten im Turnier den Torwart wechselt.“

Es sind Sätze wie dieser letzte, die deutlich machen, dass Lindahl überzeugt ist, dass nur Lindahl i9ns Tor der schwedischen Natio gehört. Es sind leider auch diese Sätze einer fehlerhaften Selbstwahrnehmung, die dazu führen, dass man sie in Frage stellt. Stellen muss, denn die Fehler in den letzten fünf Jahren waren doch reichlich und nicht selten haben sie spielverändernden Charakter gehabt. Aber der letzte Satz ist auch einer an Dennerby: Es gehört nicht zum Alltäglichen, im Turnier einen Torwart zu wechseln. Also: Wage es nicht. Sie benutzt auch zweimal das Wort Anklagen in einem Atemzug. Einmal sagt sie, dass es so schön sei, dass es jetzt keine Anklagen geben werde und dann gleich, dass sie Kritik früher als Anklage empfunden hätte. War früher vor zehn Sekunden?

Die Vergabe von Stammplätzen ist Sache des Trainers. Er sollte aber immer danach streben, den jeweils Besten spielen zu lassen. Nicht denjenigen, der am meisten für Unruhe sorgen wird, wenn man ihn mal nicht an erster Stelle aufstellt. Es ist nicht so sehr der Charakter Lindahls, der ihre Gegner verärgert. Es ist vielmehr die Chancenlosigkeit der gleichaltrigen Lundgren und Hammarström. Hammarström nimmt das scheinbar stoisch nach außen, hofft wahrscheinlich, dass ihr Benehmen als brave Soldatin dazu führen könnte, dass sie doch mal den Vorzug bekommt. Lundgren hat sich mehrfach öffentlich geäußert, zuletzt nach dem Spiel gegen Südafrika. „Natürlich bin ich der Meinung, dass ich besser bin. Aber so sehr ich auch trainiere und versuche, mich zu beweisen, es nützt nichts.“ Und auf Radioreporterin Susanna Andréns Frage, ob sie denn von Thomas Dennerby eine Erklärung bekommt, warum sie nicht spielen darf, antwortet Lundgren: „Nein, man kann nicht sagen, dass wir darüber viel reden. Du musst ihn schon selber fragen, welche Gründe er hat. Er hat da vielleicht schon einen Grund, aber den hat er mir bisher noch nicht genannt.“

Und so wird Hedvig Lindahl mindestens noch bis zum Ende der Olympischen Spiele 2012 unangefochten im schwedischen Tor stehen. Danach läuft der Vertrag von Thomas Dennerby aus und alle erwarten, dass dann Pia Sundhage seine Nachfolgerin wird. Ob Sundhage den Mut haben wird, im Tor einen fairen Wettkampf zu ermöglichen, wird sich zeigen. Es könnte eine erste Bewährungsprobe sein.

Dennerby kritisiert Lindahl

Hedvig Lindahl – verwundbar durch Lobs

So deutliche Kritik an seiner Nummer 1 hat man von Thomas Dennerby noch nicht gehört. Trotz des 4:1-Sieges gegen Südafrika wurde über den Gegentreffer von Portia Modise eifrig diskutiert. In der 60. Minute stand Hedvig Lindahl (nicht zum ersten Mal in ihrer Karriere) zu weit vor dem Tor und die Südafrikanerin lobbte den Ball aus rund 45 Metern über eine verzweifelt zurückeilende Lindahl.

„Ich hatte in einem der früheren Spiele gesehen, dass deren Torhüterin immer weit rauskommt und hatte mir vorgenommen, es bei Gelegenheit zu versuchen,“ so Modise nach dem Spiel.

Gegenüber der Zeitung Aftonbladet kamen ungewöhnlich deutliche Worte vom Nationaltrainer: „Sie muss diesen Ball halten. Zweifellos. Wir hatten darüber vor dem Spiel gesprochen. Die japanische Mannschaft hat es ein paar Mal probiert, die USA einige Male, Großbritannien probierte es drei Mal. Wir wissen, dass andere Teams das sehr gut gescoutet haben, also haben wir mit Hedvig vor dem Spiel gesprochen. Sie war sich dieser Situationen sehr, sehr bewusst, aus diesem Grund hätte sie den Schuss halten müssen,“ so Dennerby zu der Boulevardzeitung.

Hedvig Lindahl ist seit langem in der Kritik in Schweden, aber bislang hält Thomas Dennerby ganz klar an ihr fest, obwohl es mit den ungefähr gleichaltrigen Sofia Lundgren und Kristin Hammarström zwei Alternativen geben würde.

Ob der gestrige Fehler zu einem Wechsel zu Lundgren führt, wollte Dennerby aber nicht sagen: „Wir reden immer mit den Spielerinnen nach einer Begegnung, was wir besser machen können. Das war lediglich ein Tor, also brauchen wir daraus keine so große Sache machen, aber natürlich werden wir mit ihr reden,“ sagte der 51-Jährige Aftonbladet.

Und Frankfurts Außenverteidigerin Sara Thunebro stärkte Lindahl den Rücken: „Hedvig ist sehr sicher in ihrem Spiel. Darüber braucht man sich keine Gedanken machen. Es ist immer sehr deutlich, wenn der Torwart Fehler macht. Von meiner Seite hat Hedvig vollstes Vertrauen“, so Thunebro zu Aftonbladet.

ffschweden glaubt, dass Hedvig Lindahl bis auf Weiteres im Tor der schwedischen Mannschaft stehen wird.