Wechsel

Lisa Dahlkvist zieht es nach Norwegen ins kleine Dörfchen Avaldsnes

Lisa Dahlkvist zieht es nach Norwegen ins kleine Dörfchen Avaldsnes

Das Transferkarussell in Schweden ist in diesen ersten Tagen recht bescheiden, das liegt wohl daran, dass die meisten Entscheidungen mehr oder weniger klar sind und auch, dass der Schock des Verschwindens von Tyresö auch andere wirztschaftlich klamme Vereine zur Zurückhaltung mahnt.

Lisa Dahlkvist, einer der letzten übrig gebliebenen Restposten aus der Konkursmasse von Tyresö, geht nun zum ambitionierten norwegischen Topclub Avaldsnes IL. Dessen starker Mann Arne Utvik ist offenbar in Kroatien im Badeurlaub und postet seit 24 Stunden jeden erreichbaren Link, der über die Verpflichtung der schwedischen Nationalspielerin berichtet. Avaldsnes liegt nach der Hälfte der Spielzeit in Norwegen auf einem eher enttäuschenden siebten Rang, zwölf Punkte hinter den führenden LSK Kvinner. Die wiederum haben sich die Dienste der in Potsdam ein Jahr früher scheidenden Isländerin Gudbjörg Gunnarsdottir im Tor gesichert.

‚Gugga‘ bekam in Potsdam zuletzt keine Spielzeit mehr und der Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen vor ein paar Wochen aufgelöst.

Unklar noch der Verbleib von Malin Diaz und Carola Söberg sowie Lisa Klinga.

Nach einem halben Jahr Ausleihe an AIK, beendet Malin Levenstad vertragsgemäß ihre Sejour in Solna. Es heißt jedoch, dass sie nicht zu dem sie entleihenden Verein FC Rosengård zurückkehrt, sondern erst einmal ohne Verein nach Paris zieht, wo Freundin Caroline Seger ab der kommenden Saison unter Vertrag ist.

Für AIK ein herber Verlust, aber andererseits hat man bei sieben Punkten Vorsprung auf Jitex Mölndal auf dem elften Platz den Klassenerhalt so gut wie sicher.

 

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Rosengård und Göteborg

Paula Radtke im Gespräch mit ffschweden (Foto: Anders Henrikson)

Paula Radtke im Gespräch mit ffschweden (Foto: Anders Henrikson)

Wenn man nach nur einem Spieltag eine Tendenz erkennen kann, was natürlich NICHT der Fall ist, aber wenn, nur mal angenommen, dann hießen die Favoriten der Saison 2014 eindeutig FC Rosengård und Kopparberg/Göteborgs FC.

Rosengård (zum letzten Mal: früher LdB FC Malmö) ging als Erster ins Rennen, auswärts bei Aufsteiger AIK und für schwedische Verhältnisse zur ungewöhnlich frühen Stunde: 12.30 Uhr Anstoß. Grund: AIKs Männermannschaft war um 15.00 Uhr in der gut einen Kilometer entfernten Friends Arena angesetzt gegen Örebro und man wollte sich nicht im Wege stehen bzw. hoffte, dass ganz Fußballverrückte zuerst zu den Frauen und dann zu den Männern gehen würden. Naja, so ganz haute das dann doch nicht hin: 466 sahen die Frauen 0:4 gegen Rosengård verlieren und 15 873 (34 mal so viel) sahen das 1:1 der Männer gegen Örebro.

Anja Mittag, Sarah Mellouk, Ramona Bachmann und Paula (Kathleen) Radtke schossen die Tore für den Meister, der sich noch besser einspielen muss, da war vieles noch nicht überzeugend, nicht ineinander verzahnt, aber die überragenden Einzelpielerinnen kriegen es dann doch irgendwie hin und zwar so, dass man sich nie fragte, ob hier etwas anderes als die gesetzte Auswärts-2 herauskommen könnte.

Später hatte es das umgekrempelte Göteborg auswärts mit Vittsjö zu tun, schon schwieriger die Aufgabe und die von Malmö nach Göteborg gewechselte Manon Melis schickt mit ihrem Hattrick zu Beginn eine Ansichtskarte nach Malmö. Natürlich ist der Wechsel von der einen (Melis) zur anderen (van de Ven) in Malmö nicht einfach nur ein Wechsel, sondern eine Schwächung. Nicht weil van de Ven keine gute Fußballerin wäre oder es an Ehrgeiz mangeln ließe. Aber Melis ist halt Weltklasse, wenn sie gut drauf ist und bei Kirsten van de Ven weiß man momentan nicht einmal, wann sie spielen kann. Statt einer Klassebank mit Spielerinnen wie Katrine Veje oder Yoreli Rincon setzt man jetzt auf eigene Talente und das mag richtig sein. Sarah Mellouk, gerade erst 15 Jahre und acht Monate alt, deutete das an. Spielte von Beginn und machte ein Kopfballtor und hatte ein paar gute Szenen. Auch Anja Mittag, Therese Sjögran und Paula Radtke gefielen, Thora Helgadottir gab bei den wenigen Bällen Rückhalt und Anita Asantes Zweikampfstärke wird Rosengård noch viel Freude machen, auch wenn AIK:s talentierte Ex-Malmöerin Sarah Storck ihr wenigstens einmal ganz schön auf der Nase herumtanzte, also bildlich gesprochen.

Neunationalspielerin Emma Lundh sah das alles von der Tribüne aus. Knieprobleme. „Ich bin magnetgeröngt worden, kriege das Ergebnis morgen. Irgendwas knackt im Meniskus,“ sagte mir die Stürmerin nach dem Spiel. Auch die Routine von Maija Saari, der Mannschaftskapitänin der finnischen Nationalmannschaft wird AIK neben Malin Levenstad gut tun. Aber eben erst in einem Monat.

„Teilweise waren wir nur zu zehnt beim Training und haben mit ein paar Jungs aufgefüllt,“ erzählte mir Paula Radtke nach dem Spiel. „Jetzt sind endlich alle wieder von ihren Nationalmannschaften zurück, das merkte man heute schon, dass die Abstimmung noch nicht da ist.“

Dass 79,5% der Experten Rosengård als Meister sehen, belastet Radtke nicht: „Das war ja schon letztes Jahr bei Tyresö so. Göteborg und Linköping ist das natürlich schon Recht, dass wir die Favoriten sind und sie so den Druck von sich nehmen können.“

Ob man sich denn bei vier Spielerinnen mit Muttersprache Deutsch auch mal auf Deutsch unterhalte, will ich noch wissen.

„Hast du was gehört vom Spielfeld?“ fragt Paula zurück. „Manchmal rufen wir uns tatsächlich auch auf dem Platz was auf Deutsch zu, das ist ja dann schon fast Geheimsprache. Aber bei uns wird meist Schwedisch gesprochen. Ab und an erklärt der Trainer auch mal was auf Englisch.“

Sie hat ihren Platz gefunden, die Deutsche, die vom USV Jena kam. Anfangs waren viele, auch ich skeptisch, ob Paula Radtke sich beim schwedischen Topclub würde durchsetzen können, aber sie zeichnet sich durch hohe Professionalität aus und ist sehr flexibel einsetzbar, was natürlich ein großes Plus für Trainer Eidevall ist.

Göteborg und Rosengård führen die Tabelle an nach den ersten fünf Spielen. Mehr zu den anderen drei Begegnungen in einem späteren Post heute.

 

 

Testspiele

Nur wenige Tage nach der 0:7 Niederlage gegen Linköping verlor KIF Örebro auch sein zweites Testspiel gegen einen Ligakonkurrenten. In Tyresö gab es ein 0:5, bei dem die gerade heimgekehrte Christen Press in der ersten Halbzeit einen Hattrick zur 3:0 Führung erzielte. Caroline Seger und Lisa Dahlkvist schossen die weiteren Treffer. Bei Tyresö gefiel neben Press insbesonders die Brasilianerin Rilany auf der rechten Abwehrposition mit Schnelligkeit, guter Technik und hervorragenden Flanken. KIF Örebro hat derzeit aber noch keinen Zugriff auf die kanadischen Nationalspielerinnen Stephanie Labbé und Marie-Eve Nault sowie die tschechischen Zwillinge Lucie und Irena Martinkova. Auch die Nigerianerin Sarah Michael ist noch nicht an Bord. Gestern wurde gerätselt, warum die Fünf in der so wichtigen Vorbereitung noch nicht dabei sind. Das kann rein finanzielle Gründe haben. Möglicherweise sind die Verträge erst ab einem späteren Datum gültig, um Geld zu sparen. Tyresö selber hat Press, Meghan Klingenberg und Whitney Engen gerade deswegen erst wieder seit dem 15.02. auf Leihbasis unter Vertrag.

Meister FC Rosengård ist in der Türkei im Trainingslager, sollte dort gegen einen türkischen Club spielen und bekam erst eine Stunde vor dem geplanten Spiel zu wissen, dass man stattdessen auf den kasachischen Meister BIIK Chimkent treffen würde. 5:2 für die Schwedinnen endete die Begegnung, in der die von Anfang an spielende Lisa Ek zwei Tore schoss und somit hoffentlich das Gespenst ihrer vielen Knieverletzungen nach anderthalb Jahren Reha vergessen machte. Amanda Ilestedt, Sarah Mellouk und Sarah Björk Gunnarsdottir schossen die übrigen Tore.

Am Wochenende gibt es ein Interview mit AIK:s neuem Innenverteidigerpaar Maija Saari und Malin Levenstad, das ich am Mittwochnachmittag gemacht habe.

Levenstad wird ausgeliehen

MLMalmös Mannschaftskapitänin Malin Levenstad wird für das erste Halbjahr 2013 vom schwedischen Meister an den Aufsteiger AIK nach Solna ausgeliehen. Die 25-Jährige wird für AIK natürlich aufgrund ihrer Erfahrung ein wichtiger Baustein in der neuen Erstligamannschaft sein, die sich in den kommenden Monaten gestaltet.

Danach wäre eine Rückkehr nach Malmö möglich, allerdings hat man aus verschiedenen Quellen gehört, dass Levenstad möglicherweise nach Südeuropa gehen wird. Da ist die Saison anders als in Schweden über zwei Kalenderjahre laufend, weshalb ein Wechsel nach sechs Monaten Ausleihe in eine neue Saison erfolgen könnte. Warten wir es ab. Eine von Levenstads besten Freundinnen, Stephanie Öhrström, spielt seit geraumer Zeit als Torhüterin bei Bardolino Verona.

Malmö noch nicht reif

Die beiden Spiele (1:2, 1:3) gegen den VfL Wolfsburg haben es gezeigt: LdB FC Malmö ist noch (lange) nicht reif, eine große Rolle in Europa zu spielen.

Sicher, im Hinspiel versemmelte man eifrig Chancen und auch am Mittwochabend hätte wieder einmal Manon Melis dem Spiel einen anderen Verlauf geben können. Aber seien wir dennoch ehrlich: Die kurze Phase Malmös in der zweiten Halbzeit kam wesentlich zu spät und über weite Strecken wirkten die Wolfsburgerinnen reifer und physisch stärker.

Wenn es um die „big points“ geht, um die Spiele gegen die großen europäischen Teams wie Champions League Sieger Wolfsburg oder Olympique Lyonnais werden Fehler gnadenlos bestraft. Ein peinliches Geschenk wie Thora Helgadottirs katastrophaler Fehler beim 0:1, als der Ball über sie ins Tor sprang, und ein Topteam wie Wolfsburg nutzt das gnadenlos aus. Da gab es noch einen haarsträubenden Fehlpass von Kapitänin Malin Levenstad wenig später, der zu einem Schuss führte, den Helgadottir, dann wiederum in Normalform, mit einer Glanzparade zur Ecke klärte. Und nach 26 Minuten verhaute sich Amanda Ilestedt in der Innenverteidigung, es gab eine völlig unnötige Ecke und die führte zum 0:2. Das Spiel war nach zwei individuellen Fehlern gelaufen.

Eigene Chancen wurden nicht genutzt. Während Sara Björk Gunnarsdottir nicht nur wegen ihres Tores eine tolle zweite Halbzeit spielte, kamen die meisten Malmöerinnen nur dazu, einen Bruchteil ihres Potentials abzurufen. Elin Rubensson zeigte eine tolle Partie als Außenverteidigerin, sie war die beste Spielerin auf dem Platz. Ramona Bachmann und Anja Mittag waren bemüht, aber die starke Wolfsburger Defensive um Nilla Fischer (die wegen eines Migräneanfalls ausgewechselt werden musste) hatte beide überwiegend sicher im Griff.

Und dann gab es auf der Bank auch zu wenig Alternativen. Da kam die Kolumbianerin Yoreli Rincon zum Einsatz, die den Verein bald verlassen muss. Sie machte wohl ihr letztes Spiel. Wenn man also eine Spielerin bringt, die man nicht mehr haben will, dann muss auf der Bank auch für das nächste Jahr verstärkt werden. Anita Asante wird kommen und wird dem Team einen Schub geben. Aber sie allein macht noch keinen Sommer. Um mit Tyresö zu konkurrieren, dessen Truppe für 2014 noch ungewiss ist, da nicht bekannt ist, was aus den fünf Amerikanerinnen wird, reicht das. Das haben wir gesehen. Aber im europäischen Topgefüge scheint Malmö nach zwei empfindlichen Niederlagen innerhalb eines Jahres (0:5 und 0:3 gegen Lyon und eben nun 1:2 und 1:3 gegen Wolfsburg) noch in der guten zweiten Reihe zu stehen.

 

Samuelsson nach Melbourne, Unterschriften in Linköping, Aus für Rincon

Nationalspielerin Jessica Samuelsson spielt in der Winterpause für Melbourne Victory in der australischen Liga. „Ich weiß nicht so viel über die Mannschaft, außer dem, was ich von Petra Larsson gehört habe. Die waren Zweiter voriges Jahr und wollen jetzt gewinnen. Es wird etwas warm da, um Fußball zu spielen. Ich fliege am 10. November und wenn wir in die Endrunde kommen, bin ich Ende Februar wieder hier,“ sagte Samuelsson dem schwedischen Radio.

In der Saison 2014 wird Samuelsson dann aber wieder Linköping zur Verfügung stehen. Beim Tabellendritten unterschrieben auch Renée Slegers, die eine grandiose Saison im zentralen Mittelfeld absolvierte, Charlotte Rohlin, Linda Sällström und Maja Krantz.

In Malmö kommt wie schon früher angekündigt Anita Asante aus Göteborg, vermutlich wird sie in der Defensive eingesetzt, zumal wie inoffiziell verlautet, Malin Levenstad ihren Vertrag noch nicht verlängert hat. Die Kapitänin wird mehreren Quellen zufolge nach Südeuropa wechseln. Nicht verlängert wird der Vertrag von Kolumbiens Megatalent Yoreli Rincon. Die 20-Jährige war erst zu Jahresbeginn gekommen, spielte zweimal von Anfang an und wurde in zehn Spielen eingewechselt. „Wir müssen auf eigene Talente setzen,“ sagte Sportchef Erling Nilsen, zwei Tage vor der Verpflichtung von Anita Asante. An Rincon sollte es ebenso Interesse in der Liga geben wie für die dänische Nationalspielerin Katrine Veje, die in Malmö ebenfalls keinen neuen Vertrag erhält. Auf deren linker Mittelfeldseite spielt seit der EM „Jungtalent“ Therese Sjögran mit ihren 36 Lenzen. Vejes Abschied zeugt auch nicht von strategischer Personalplanung.

 

Malmö liegt zweimal zurück, Ilestedt sieht rot und Tyresö verliert

Es war ein verrücktes Spiel vor der Rekordkulisse (für Tyresö) von 2.800 Zuschauern. LdB FC Malmö gewinnt mit 3:2 bei Tyresö FF und hält damit den Zweikampf um die Meisterschaft in Schweden offen. Beide Teams liegen nun punktgleich an der Spitze.

Marta konnte tatsächlich nicht spielen, ihre Rückenprobleme erwiesen sich inzwischen als Bandscheibenvorfall und damit die erste ernste Verletzung für die fünffache Weltfußballerin des Jahres. Möglicherweise fällt sie bis Saisonende aus, möglicherweise ist die in 5-6 Wochen wieder dabei, bei der Bandscheibe kann man keine sicheren Prognosen treffen.

Aber Trainer Tony Gustavsson hatte der Presse nach der knappen Niederlage doch noch ein Zuckerl zu verkünden: Man verstärkt sich noch einmal und zwar mit der amerikanischen Nationalspielerin Ali Krieger, die vom Tabellenletzten der NWSL, den Washington Spirits nach Schweden wechselt. Erst einmal bis zum Ende der Saison.

Krieger ist dann die fünfte Amerikanerin im Kader von Tyresö nach Christen Press, Meghan Klingenberg, Ashlyn Harris und Whitney Engen.

Das Spiel am Tyresövallen fand auch noch statt und in der ersten Halbzeit war das alles andere als Spitzenklasse, auch wenn Hans Löfgren dem Publikum mehrfach mit sich überschlagender Stimme bekanntgab, dass heute 15 Spielerinnen auf dem Platz stehen würden, die an der EM teilgenommen hätten und dass das Garant für absolute Weltklasse am Tyresövallen sei.

Doch Weltklasse sieht anders aus. Malin Levenstad spielte eine kümmerliche Partie, in der ersten Halbzeit war auch Lina Nilsson technisch oft überfordert. Symptomatisch für eine schwache Malmöer Leistung Manon Melis, die nur noch ein Schatten ihrer Selbst ist und die kaum noch etwas von dem Selbstvertrauen übrig hat, das sie einst zur besten Schützin der Liga machte.

Zehn Minuten waren gespielt, da ging ein besseres, weil hungriger auftretendes Tyresö in Führung. Jennifer Fuentes Hermoso zirkelte den Ball von halbrechts in die linke untere Ecke und meiner Meinung nach stand Thora Helgadottir da falsch, aber sie mag den Ball auch spät gesehen habe.

Die ganze erste Halbzeit sah Tyresö souverän und gekont verteidigen gegen unbewegliche Malmöer. Und so begann auch die zweite Hälfte, in der man sich dringend die Auswechslung Elin Rubensson für Manon Melis wünschte. Was kam, war dann Katrin Schmidt für Katrine Veje und die Auswechslung veränderte das Spiel zum Besseren. Da war mehr Gewicht im Mittelfeld an der zentralen Nahtstelle und Tyresö geriet ins Hintertreffen.

Der Ausgleich kam wie aus heiterem Himmel. Anja Mittag bediente Ramona Bachmann, die endlich aufgewacht war aus einem 45-minütigen Dornröschenschlaf und es stand 1:1. Das Spiel schien nun zu kippen, einige Minuten lang, bis, ja bis Malin Levenstad nicht zum ersten Mal in diesem Spiel einen fahrlässigen Fehler machte, Christen Press in hoher Geschwindigkeit sich auf in Richtung Helgadottir machte und von Amanda Ilestedt gestoppt wurde. Gerempelt. Schiedsrichterin Jenny Palmquist nahm die rote Karte schon in zwanzig Meter Entfernung zu Ilestedt aus der Brusttasche und da war Malmö noch zu zehnt.

Freistoß Tyresö. Line Røddik Hansen gelingt ein Volltreffer und Tyresö führt wieder mit einer Frau mehr.

Aber abermals gelingt Malmö der Ausgleich. Bei einem Freistoß von Lina Nilsson steigt Katrin Schmidt hoch und ausgerechnet die Ex-TYresöspielerin befördert den Ball zum 2:2 in der 78. Minute ins Netz. Sechs Minuten später dann ein Bilderbuchangriff von Malmö: Therese Sjögran auf der rechten Seite flankt nach innen zu Anja Mittag, die sofort weiterleitet zu Ramona Bachmann, die sich in hoher Geschwindigkeit dem linken Torpfosten näherte und den Ball dann mit ausgetrecktem Fuß an der nicht gut aussehenden Carola Söberg vorbei zum Siegtreffer für Malmö ins Netz bugsiert.

„In der ersten Halbzeit waren wir sehr passiv und haben die das so machen lassen, wie sie das wollten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann einfach wesentlich besseres Pressing gespielt. Naja, und als Amanda dann vom Platz gestellt wurde, da haben wir uns auf eine andere Weise zusammengerissen, wie wir das nicht vorher gemacht haben,“ sagte Therese Sjögran.

„Das bedeutet sehr viel hier heute zu gewinnen und die drei Punkte aufzuholen, denn sechs Punkte wären schon viel gewesen. In diesen Spielen steht immer viel auf dem Spiel, Tyresö ist eine gute Mannschaft und das sind wir auch. Wir haben gesagt, dass wir unser Verteidigungsspiel tief starten wollen und deshalb waren wir passiv. Wir sind einfach besser ins Spiel gekommen. Ich glaube schon, dass uns dieser Sieg Selbstvertrauen gibt für die kommenden Aufgaben“, so Sjögran weiter.

Malmö und Tyresö im direkten Vergleich

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben vergleicht vor großen und wichtigen Fußballspielen gerne die Startformationen im direkten Vergleich gegeneinander. Das ist mehr Unterhaltung als seriöse Berichterstattung oder Analyse, aber weil’s so schön ist, will ich das auch mal machen vor dem heutigen Knaller LdB FC Malmö – Tyresö FF (19.20 Uhr live im schwedischen Fernsehen).

Der direkte Vergleich endet mit einem klaren Sieg für Tyresö, das zudem noch die bessere Ersatzbank hat. Aber: Das ist ja nur ein Spiel und entscheidend ist bei allen individuellen Fähigkeiten, wie man zusammen spielt und agiert. Und wer das Quentchen Glück auf seiner Seite hat. Gewinnt Malmö, ist die Meisterschaft wieder offen. Gewinnt Tyresö, sind sie nach der Hinrunde sechs Punkte und mehr als elf Tore weg.

 

Thora Helgadottir vs Carola Söberg

Carola Söberg

Carola Söberg

Noch vor zwei Monaten hätte ich hier 1:0 für Malmö gesagt, denn Helgadottir gehört(e?) in Bestform zu den besseren Torhüterinnen der Welt. Aber gerade in den letzten beiden Spielen zeigte die Isländerin doch ungewohnte Unsicherheiten, die zu Gegentoren führten, die vermeidbar waren. Söberg wird selten geprüft, hat aber dieses Jahr noch nicht daneben gegriffen. Möglicherweise hat tatsächlich die fehlende Pause bei Helgadottir eine gewisse Müdigkeit verursacht, sie hat den ganzen Winter in der australischen Liga gespielt. Unentschieden: 0,5:0,5.

Lina Nilsson vs Meghan Klingenberg

Am Sonntag konnte Klingenberg gegen Kristianstad nicht spielen und wurde von Annica Svensson ersetzt. Wir gehen aber davon aus, dass die kleine Amerikanerin heute Abend spielt. Nilsson kämpft um einen Platz in der Startformation der schwedischen Nationalmannschaft gegen Linköpings Jessica Samuelsson. Heute Abend wird sie öfters auf Marta treffen, ein wichtiges Duell. Offensiv gewisse Stärken, defensiv wird sie von schnellen Gegenspielerinnen oft ausgetrickst. Meghan Klingenberg ist defensiv besser, nicht nur, weil sie den dritten schwarzenTaekwondo-Gürtel ihr eigen nennen kann. Auch nach vorne besticht Klingenberg durch brillante Flanken. Klarer Punkt für Tyresö: 0,5:1,5.

 

Amanda Ilestedt vs Johanna Frisk

Amanda Ilestedt

Amanda Ilestedt

Ilestedt ist schneller und kopfballstärker als Tyresös Mannschaftskapitänin, die zwar grundsolide, aber nicht unüberwindbar ist. Frisk wäre die erste, die ich bei einer Verstärkung des Kaders in der Abwehr aussortieren würde. Punkt für Malmö: 1,5:1,5.

 

Malin Levenstad vs Line Röddik Hansen

Malmös Mannschaftskapitänin kommt heute Abend nach guten Trainingsleistungen wieder in die Startelf, aus der sie zuletzt von Kathleen Radtke verdrängt worden war. Trainer Jonas Eidevall sagte auch, dass Levenstad wichtig bei der Kommunikation auf dem Platz sei. Das reicht aber trotzdem alles nicht, um die brillante Dänin auszustechen, die selbst auf der angestammten Innenverteidigerposition besser ist, im Spiel nach vorn, aber auch kompromisslos und souverän in der Defensive. Klarer Punkt für Tyresö: 1,5:2,5.

 

Ali Riley vs Sara Thunebro

Kein Zweifel, Sara Thunebro kommt mit 34 Jahren dem Karriereende näher. Ihre Flankenläufe sind längst nicht mehr so spektakulär und häufig wie vor Jahren, bevor sie nach Frankfurt wechselte, wo sie am Ende keine Spielzeit mehr bekam. Die Neuseeländerin Riley aber wird auch häufig überschätzt. Als sie nach Schweden kam, las ich, dass sie eine der besten Außenverteidigerinnen der Welt sei. Weltklasseleistungen aber hat man kaum gesehen. Beide Spielerinnen sind solide, aber verwundbar. Es wird interessant zu sehen, ob Ramona Bachmann Thunebro ab und an einen Knoten in die Beine spielt. Aber auch Riley wird mit Kirsten van de Ven ihre Müh und Not haben. Unentschieden: 2:3.

 

Katrin Schmidt vs Lisa Dahlkvist

Katrin bekam in Tyresö keinen Vertrag mehr. Zu erklären ist das nur damit, dass die Deutsche schlechter Sponsoren gegenüber zu vermarkten war als schwedische Nationalspielerinnen wie Lisa Dahlkvist, die aber auch nicht gerade charismatisch ist. Darum geht es aber nicht. Dahlkvist ist bei Pia Sundhage wohl fast gesetzt, Katrin Schmidt wieder nicht von Silvia Neid gesehen worden. Spricht das für die enorme Breite des deutschen Frauenfußballs oder einfach eine ignorante Einstellung gegenüber Spielerinnen, die im Ausland herangereift sind? Beide Spielerinnen gewinnen ungeheuer viel Bälle und können gefährlich nach vorn sein. Unentschieden: 2,5:3,5

 

Sara Björk Gunnarsdottir vs Caroline Seger

(Sara) Björk Gunnarsdottir

(Sara) Björk Gunnarsdottir

Die junge Isländerin ist nicht mehr wegzudenken aus Malmös Mittelfeld. Enormer Einsatzwille, sechsfache Torschützin in dieser Saison. Seger tauchte vergangene Saison und zu Beginn der neuen allzu oft unter und machte zuletzt Schlagzeilen wegen ihres Coming Out. Knapper Punkt für Malmö: 3,5:3,5

 

Ramona Bachmann vs Veronica Boquete

Ojojoj, was für ein Vergleich. Zwei Weltklassespielerinnen, die wertvollste Spielerin der Liga 2011 gegen die beste Mittelfeldspielerin 2012. Beide können ein Spiel alleine entscheiden mit überragender Technik und erstklassiger Schusstechnik. Dennoch: der Punkt geht an die Spanierin, die als einzige auf dem berühmten Kanaldeckel Kunststücke vollführen kann, auf engstem Raum brilliert und auch insgesamt mannschaftsdienlicher ist. 3,5:4,5

 

Manon Melis vs Kirsten van de Ven

Zwei Holländerinnen im direkten Vergleich auf der rechten Angriffsseite. Jahrelang hätte Melis hier immer souverän gesiegt. Aber seit dem Weggang von Malmö nach Linköping 2011 und dem gescheiterten Engagement in der kollabierenden WPS ist die mehrfache Torschützenkönigin der schwedischen Liga von der Weltklassestürmerin die sie einmal war, weit entfernt. Ich hätte sie schon längst auf die Bank gesetzt und Talent Elin Rubensson in die Angriffskette geschickt. Van de Ven wird immer stärker, auch sie saß lange auf der Bank (!) und war hinter dem spanischen Neuzugang Jennifer Hermoso Fuentes einsortiert, aber seitdem sie wieder spielen darf, tut sie das mit Verve, viel Schwung und bislang sieben Toren. Punkt für Tyresö: 3,5:5,5.

 

Anja Mittag vs Christen Press

Ojojoj, noch so ein extrem harter Vergleich wie bei Bachmann vs Boquete. Anja hatte eine Supersaison 2012, die kaum zu toppen war. 21 Tore, drei Preise auf der Fußballgala in Schweden. Press schoss 17 für Göteborg und wechselte nach Tyresö und hier spielt sie so wie Anja in der vorigen Saison in Malmö: jeder Schuss ein Treffer. Bislang 12 in neun Spielen gegen Anjas sechs Tore. Deshalb auch hier schweren Herzens. Punkt für Tyresö: 3,5:6,5.

 

Katrine Veje vs Marta Vieira da Silva

Marta Vieira da Silva

Marta Vieira da Silva

Die Brasilianerin war früher stärker, glaube ich, als sie noch bei Umeå spielte. Oder die Gegnerinnen waren weniger in der Lage, ihr Probleme zu bereiten und sind besser geworden. Aber wer Marta sieht, weiß, dass sie immer noch in der Lage ist, einzigartige Dinge zu tun. Klarer Punkt für Tyresö: 3,5:7.5.

 

Malmö strauchelt in Linköping

Nicht einmal 700 Zuschauer wollten am Dienstagabend in der EM-Stadt Linköping das Spiel der Heimmannschaft gegen Vizemeister LdB FC Malmö sehen. Das lässt für die EM in Linköping nichts Gutes erahnen.

Vor den Augen weiter Teile der schwedischen Nationalmannschaft, die sich hier zu einem Lehrgang trifft, der am Samstag mit einem Länderspiel gegen Norwegen kulminiert, schlug Linköping Malmö verdient mit 3:1. Dabei zeigte die zweifache Torschützin, die Dänin Pernille Harder eine Klasseleistung, vor allem in der ersten Hälfte, als sie beim 2:0 den Ball volley und aus vollem Lauf aus rund 22 Metern in den WInkel beförderte.Das Tor des Monats, vielleicht der Saison im Frauenfussball in Schweden.

Malmö hatte nicht viel entgegenzusetzen. Die Abwehr Linköpings, ohnehin das Prunkstück, stand mit den Nationalspielerinnen Magdalena Eriksson, (U19), Charlotte Rohlin, Nilla Fischer und Jessica Samuelsson sehr sicher und ließ nicht viele Chancen von Anja Mittag oder Manon Melis durch. Ramona Bachmann erzielte kurz vor der Pause den Anschlusstreffer nach einer herrlichen Vorlage von Anja Mittag, aber als Malmö am Ende alles auf eine Karte setzen musste und auf die Dreierkette umsteigen musste, erzielte die erst 17 Jahre alte Stina Blackstenius ein Klassetor, bei dem sie nacheinander Malin Levenstad und Thora Helgadottir ausshen ließ wie Junioren.

„Auf diese Harder werden wir bei der EM aufpassen müssen,“ sagte Pia Sundhage nach dem Spiel dem schwedischen Fernsehen. Das hätte ich vorher sagen können, denn Harder zählte schon zu Zeiten ihres dänischen Vereins Skovbakken zu den großen skandinavischen Talenten. Von ihr werden wir noch viel hören.

In der Tabelle liegt Tyresö jetzt drei Punkte vor Malmö und bereits sechs vor Göteborg und Umeå.

 

Damallsvenskan – Mein Tipp für 2013

Heute Nachmittag geht es los, die Damallsvenskan in der EM-Saison 2013 startet mit der Begegnung zwischen KIF Örebro und Mallbacken. Morgen stehen dann weitere drei Partien auf dem Programm, bis der Spieltag am Mittwoch mit Göteborg – Linköping abgeschlossen wird.

Mein Tipp steht schon seit dem letzten Wochenende, hier ist er.

1. Tyresö FF: Das Herzschlag-Finale aus dem letzten Jahr, als Malmö alles in der Hand hatte, wird es dieses Jahr nicht geben. Tyresö hat den besten Kader, mit Abstand. Das Mittelfeld mit Marta, Vero Boquete, Caroline Seger und Lisa Dahlkvist lässt sich nicht toppen. Die Abwehr bleibt der schwächste Mannschaftsteil hier, aber die meisten Teams werden gar nicht viel zum Angreifen gegen Tyresö kommen. Für die Champions League jedoch muss dann 2014 aufgerüstet werden. Christen Press ist die beste Verpflichtung der ganzen Liga. Sie wird Anja Mittag dieses Jahr einen heißen Kampf um die Torjägerinnenkrone liefern.

2. LdB FC Malmö: Wie im Vorjahr Zweiter, dieses Mal aber auf Abstand. Malmö hat mit Manon Melis eine Weltklassestürmerin zurück „nach Hause“ geholt, aber werden sich Mittag, Melis, Ramona Bachmann und Elin Rubensson da nicht auch auf den Füßen stehen. Wie klappt das Zusammenspiel? Kann man vor allem Bachmann-Mittag-Melis zu einer Einheit bringen mit sehr gutem Spielverständnis untereinander, kann Malmö sehr gefährlich werden. Therese Sjögran versucht ihr Comeback mit 36, in der Nationalmannschaft wohl zu spät. Wenn Yoreli Rincon (siehe Bachmann-Interview) sich akklimatisieren kann, dann kann sie mit ihrer einzigartigen Technik eins der Ausrufezeichen der Saison werden. Schwäche: Wie bei Tyresö die Abwehr. Zwar sind Lina Nilsson, Malin Levenstad und Amanda Ilestedt Nationalspielerinnen und auch Ali Riley für Neuseeland, keine von ihnen ist jedoch Weltklasse. Wird interessant sein zu sehen, wie Marta, Boquete und Press mit dieser Abwehr umgehen werden,

3. Kopparberg/Göteborgs FC: Jessica Landström kam für Christen Press. Kein Ersatz. Aber die später durch Vermittlung der hervorragenden Anita Asante gekommene Britin Jodie Taylor wird Landström den Startplatz streitig machen. Schnell, physisch und kopfballstark. „Von hinten sieht sie sogar wie Press aus,“ scherzte Torbjörn Nilsson, mittlerweile der dienstälteste Trainer der Liga, auf dem Medientreffen am Dienstag. Die Norwegerin Cathrine Dyngvold ist ebenfalls ein großes Talent. Mit Yael Averbuch hat Göteborg darüber hinaus eine der besten Mittelfeldspielerinnen der Liga. Das sieht USA-Trainer Tom Sermanni sicher genauso, denn er hat Averbuch zurück ins USWNT geholt. Es reicht für Platz 3, leider kann sich Göteborg nicht einmischen weiter oben, wo es um die CL-Plätze geht. Da hätte Supersponsor Peter Bronsman seine Versprechung aus dem Herbst Ernst machen und etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Olivia Schough hat durch die Nominierung in die schwedische Natio einen Quantensprung gemacht.

4. Kristianstads DFF: Elisabet Gunnarsdottir arbeitet sich langsam, aber sicher nach oben. Seit fünf Jahren in Schweden strickt die charismatische Isländerin weiter an ihrer Meistermannschaft. „Ein paar Spielerinnen wollten wir nicht mehr haben,“ sagte sie mir am Dienstag. In den nächsten Tagen wird KDFF, wie das Team in Kurzform genannt wird, mit einem neuen Youtube-Video von sich reden machen. „Hast du Regie geführt?“ fragte ich die 36-Jährige. „Darauf kannst du Gift nehmen,“ sagte sie. Offensiv sieht das sensationell aus. Josefine Öqvist gibt in zwei Wochen ihr Comeback nach Babypause, das meiner Meinung nach größte schwedische Fußballtalent seit ?, Marija Banusic, wird für Furore sorgen, wenn sie auf dem Teppich bleibt. Und Beta wies mich darauf hin, dass bald dem 90-Minuten-Einsatz von Margret Lara Vidarsdottir nichts mehr im Wege stehen wird. Beta glaubt an Margret und sieht ihre Rolle hinter Öqvist und Banusic. Und dann gibt es noch die starke Dänin Johanna Rasmussen. Nationaltorfrau Hedvig Lindahl ist nach ihrem Kreuzbandriss wieder voll im Training und wird im Mai wieder der Trainerin zur Verfügung stehen, sagt sie selber. Das kann weit reichen…

5. Linköpings FC: Voriges Jahr wollten sie mit der Brechstange nach oben. Lisa DeVanna, Manon Melis, Nilla Fischer… Es ging in die Hose, es gab finanzielle Probleme und geblieben ist erst mal nur Fischer. Geholt hat der unter der Saison gekommene Malmöer Meistertrainer Martin Sjögren aber sehr interessante junge Spielerinnen: U19-Europameisterinnen Magdalena Eriksson und Jennie Nordin für die Abwehr und vorne nach Banusic und Umeås Lina Hurtig wohl das dritte große Talent in der Offfensive: die noch 16-Jährige Stina Blackstenius, die in den Vorbereitungsspielen im Prinzip in jedem Spiel getroffen hat. Leider hat sich Finnlands Rakete Linda Sällström den zweiten Kreuzbandriss innerhalb eines Jahres im gleichen Knie eingefangen , was den Verdacht nahelegt, dass da was falsch gemacht wurde… Im Mittelfeld und offensiv wird die Dänin Pernille Harder der Star. Ich halte Harder ohnehin für eine der begabtesten Spielerinnen Nordeuropas. Charlotte Rohlin ist zurück, mal sehen. Nilla Fischer soll Mittelfeld spielen, sagt Sjögren, entgegen Pia Sundhages ausdrücklichem Wunsch, dass sie auch im Verein in der Abwehr spielen solle.

6. Umeå IK: Ich habe Umeå in Tyresö gesehen in der Vorbereitung (1:1) und hatte wieder mal einen sehr positiven Eindruck von Joakim Blomquists Team. Sein drittes Jahr, der Psychologe tut Umeå gut. Emma Berglund steuert die Abwehr, im Mittelfeld ist man mit Hanna Folkesson enorm verstärkt im zentralen Bereich. Nach oben (1-5) fällt die Offensive trotz Hurtig etwas ab, daher nur Platz 6, denn es wird auch wieder die Downs des letzten Jahres geben, auch wenn man jetzt mit Katrin Jonsdottir Routine in die Abwehr geholt hat.

7. Piteå IF: Anna Westerlund sagte mir (siehe Interview mit ihr) am Dienstag, dass man den achten Platz des Vorjahres unbedingt verbessern wolle. Aber wegen der starken Konkurrenz springt nicht mehr als ein Platz heraus. Ein sehr internationales Team, angefangen bei der australischen Torfrau Lydia Williams, im zweiten Jahr, aber eigentlich neu, da sie sich direkt im ersten Spiel 2012 einen Kreuzbandriss zuzog. Aufgehört bei der neuen nigerianischen Stürmerin Francesca Ordega, die sich sicher erst akklimatisieren muss. In der Abwehr ist Faith Ikidi eine Bank. Ein solides Team mit gutem Publikum.

8. Sunnanå SK: Vielleicht zu optimistisch getippt. Aber der Aufsteiger hat große Tradition in der Damallsvenskan und hat sich auch gut verstärkt. Susanne Nilsson im Tor ist wohl die beste schwedische Torfrau unter 30 (leider hat das Pia Sundhage noch nicht verstanden, Eile ist geboten, da Nilsson auch einen serbischen Pass hat) und mit Annika Kukkonen ist eine hart arbeitende zentrale Mittelfeldspielerin dazu gekommen. Die unverwüstliche und großartige Perpetua Nkwocha wird auch mit 37Jahren noch starke Akzente setzen. Und Carina Holmberg ist Nationalspielerin geworden, sie war schon immer gut, aber diese Nominierung hat ihr sicher noch zusätzlich Flügel verliehen.

9. Vittsjö GIK: Das zweite Jahr ist immer schwieriger als das erste, heißt es, wenn es einem Aufsteiger gelingt, sich in der Liga zu halten… Das klingt gemein, ist aber oft so. Leider hat die starke Amerikanerin Danesha Adams Vittsjö Richtung NWSL verlassen, aber dafür ist mit der Schottin Jane Ross gleichwertiger Ersatz gekommen, sagen die Trainer. Immerhin ist Kendall Fletcher geblieben und wenn es Ifeoma Dieke nach ihrem Kreuzbandriss wieder gelingt, die Vorjahresform zu erreichen und auch noch Sofie Andersson ihre sensationelle Hinrunde wiederholen kann… Ein bisschen zu viel wenn, um weiter oben zu landen, aber Vittsjö wird nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen.

10. Jitex BK: Leider. Das versprochene Stadion wird erst gegen Sommer fertig, anders als versprochen und nun müssen die ersten Heimspiele in Lindome gespielt werden, weit vom Schuss, vermutlich vor allem vor Freunden und Verwandten. Ein robustes, physisches Team mit zwei großen schwedischen Talenten, an die ich glaube: Fridolina Rolfö und Mimmi Löfwenius. Eine exzellente Torhüterin mit der Finnin Minna Meriluoto. Wenn Annica Sjölund nach ihrem Kreuzbandriss wieder zurückfindet, dann kann es besser als Rang 10 werden, aber die Konkurrenz ist stark.

11. KIF Örebro: Nochmal leider. Sie haben sich verstärkt mit dem tschechischen Zwillingspaar Lucie und Irene Martinkova, aber sie haben Marie Hammarström verloren, die wohl zentrale Spielerin des gesamten Teams. Das wird ihnen zu schaffen machen, ebenso, dass Edda Gardarsdottir, die hart schuftende Mittelfeldspielerin, mit ihrer Freundin Olina Vidarsdottir nach London gegangen ist. Sarah Michael kann an ihren guten Tagen Weltklasse sein. Örebro wird einige dieser Tage brauchen, um sich in der Liga zu halten.

12. Mallbacken: Wenn schon der eigene Trainer sagt, dass man einen äußerst dünnen Kader und auch schmale Ressourcen hat… Es gibt diese Überraschungsaufsteiger, die selber davon überrascht werden, auf einmal (wieder) in der ersten Liga zu sein. Wenn man dann nicht investieren kann, muss man auch mit dem Schlimmsten rechnen. Gerne hätte Mallbacken ja noch eine Stürmerin verpflichtet, aber Trainer Stefan Johansson sagte auf dem Pressetreffen, dass man keine gefunden habe… Ja, dann.

Bilder LdB FC Malmö – Olympique Lyonnais

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Louisa Necib – Star in einem Team voller Stars

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Elodie Thomis – eine der schnellsten Flügelflitzer weltweit

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Auf dem Sprung

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Megan Rapinoe – in Lyon nur Joker

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Lotta Schelin und Malin Levenstad

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Louisa Necib beschäftigt die komplette Abwehr

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Amanda Ilestedt und Thora Helgadottir am Boden, dieses Mal kann Ali Riley klären

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Frankreich – Schweden 12:1

DSC05586Zählt man die beiden Begegnungen des Champions-League-Viertelfinals zusammen, dann haben die fanzösischen Mannschaften vier Siege und 12:1 Tore gegen die beiden schwedischen Teams LdB FC Malmö und Kopparberg/Göteborgs FC eingefahren.

Auch das letzte Aufeinandertreffen dieser Viertelfinalsuite gestern Abend auf dem Malmö IP endete mit einem letztlich souveränen 3:0-Sieg von Oympique Lyonnais. Dabei hatte sich der schwedische Vizemeister etwas vorgenommen. Wollte sich rehabilitieren für das 0:5 aus Frankreich. Trainer Jonas Eidevall hatte sein Team auf lediglich zwei Positionen umgestellt: Katrine Veje kam für Elin Rubensson und Amanda Ilestedt für Paula Radtke. Beide Veränderungen verbesserten die Qualität. Lyon begann verhalten, sah den Ausflug ins bitterkalte Schweden (Temperatur um den Gefrierpunkt, aber eisiger Wind) wohl vor allem als notwendiges Trainingsspiel. Lotta Schelin äußerte sich auch nach dem Spiel dahingehend, dass man die erste Halbzeit zu passiv gespielt habe. Malmö hatte Chancen. Meist war Katrine Veje daran beteiligt. Aber das Tor und den Beweis seiner Klasse – den lieferte der Titelverteidiger. Camille Abily spielte einen tödlichen Pass zwischen Ilestedt und Kapitänin Malin Levenstad und Lotta Schelin schaltete auf Turbo, zog den beiden Landsfrauen spielend davon und plazierte den Ball fast schon lässig arrogant, aber vor allem eiskalt an der herauseilenden Thora Helgadottir vorbei zur Führung.

In der zweiten Halbzeit steigerte sich Lyon dann und übernahm immer mehr die volle Kontrolle über das Geschehen. Megan Rapinoe wurde wieder eingewechselt (wie im Hinspiel) und schoss den Ball an die Querlatte. Die Fernsehaufnahmen zeigen mehr als deutlich, dass das Leder NICHT hinter der Linie war, aber es stand dennoch 2:0, weil es keine Torkameras gibt und die Linienrichterin sich sicher war. Aber es gab auch schon keine großen Proteste mehr. Malmö ergab sich jetzt seinem Schicksal. Das 3:0 lag am Ende in der Luft und es kam auch nach einem Kopfball von Wendie Renard.

Die Interviews waren leider nicht möglich, weil die UEFA jegliche Medienaktivitäten (außer Fernsehen) auf dem Platz verbietet und weil Malmö auch über keine Mixed Zone verfügt. Die Spielerinnen beeilten sich, in den Bus zu kommen. Pflicht erfüllt. Das Interesse an diesem Spiel war aber auch enttäuschend gering: Nur 1.256 Zuschauer wollten die beste Mannschaft Europas, vielleicht der Welt sehen. Und auch von den Medien war zwar das schwedische Fernsehen mit Live-Übertragung da, aber außer der Pflichtbesetzung von Sydsvenska Dagbladet waren nur wenige Journalisten und noch weniger Fotografen gekommen, zwei davon Fans aus Deutschland, die den weiten Weg nach Schweden in dieser unwirtlichen Jahreszeit gemacht hatten, um sowohl Göteborg wie auch Malmö zu sehen und zwischendurch noch ein Spiel in Kopenhagen zwischen Bröndby und Hjörring.

Sundhages Algarve-Kader

Rubensson

Nachdenklich – Elin Rubensson ist nicht im Algarve-Kader von Pia Sundhage

Pia Sundhage hat mehrere Monate lang mit der schwedischen Nationalmannschaft Lehrgänge durchgeführt. Einige Namen fehlten, einige neue kamen hinzu. Gespielt wurde monatelang nur gegen Jungenmannschaften. Bald geht es an die Algarve zum Traditionsturnier im portugiesischen Frühjahr und da stehen dann vier Länderspiele auf dem Programm, man spielt gegen China (06.03.), Island (08.03.) und gegen Olympiasieger USA (11.03.) sowie gegen einen noch unbekannten Gegner (je nachdem wo man in der eigenen Gruppe landet) am 13. März.

Hier ist der heute in der EURO2013-Stadt Norrköping bekannt gegebene Kader:

Tor: Kristin Hammarström, Sofia Lundgren, Carola Söberg

Abwehr: Emma Berglund, Nilla Fischer, Malin Levenstad, Lina Nilsson, Jessica Samuelsson, Annica Svensson, Sara Thunebro

Mittelfeld und Angriff: Johanna Almgren, Kosovare Asllani, Lisa Dahlkvist, Hanna Folkesson, Antonia Göransson, Marie Hammarström, Carina Holmberg, Sofia Jakobsson, Emmelie Konradsson, Susanne Moberg, Lotta Schelin, Olivia Schough, Caroline Seger.

Mit Folkesson, Holmberg und Schough enthält der Kader drei potentielle Debütantinnen. Etwas überraschend nicht dabei sind Malmös junge U19-Europameisterinnen Elin Rubensson und Amanda Illestedt. Meine Spekulation: Entweder will Malmö sie vor dem CL-Viertelfinale gegen Lyon extra schonen oder aber sie sind nicht mehr aktuell, weil Oldtimer wie Charlotte Rohlin und Therese Sjögran nach ihren Kreuzbandverletzungen auf dem Weg zurück sind.

Schaut man sich die Vereinsbilanz an, dann sind die 23 Spielerinnen aus insgesamt beeindruckenden zwölf Vereinen. Jeweils vier Spielerinnen kommen von Pokalsieger Kopparberg/Göteborgs FC (K Hammarström, M Hammarström, Almgren und Schough) und Meister Tyresö (Söberg, Svensson, Dahlkvist und Seger). Fünf (Jakobsson, Thunebro, Asllani, Schelin und Göransson) spielen im Ausland.

Die älteste Spielerin im Kader ist Frankfurts Abwehrspielerin Sara Thunebro (33) und die jüngste Jessica Samuelsson (21) aus Linköping. Das Team hat ein Durchschnittsalter von 26,3 Jahren beim Start des Turniers. Sechs Spielerinnen (K Hammarström, M Hammarström, Lundgren, Söberg, Svensson, Thunebro) sind über 30 Jahre alt.

Die Woche

Eine relativ ruhige Woche geht allmählich dem Ende entgegen. Vizeemeister LdB FC Malmö hat sich mit zwei Spielerinnen verstärkt: Yoreli Rincon, dessen Kommen seit mehr als einem Monat allen bekannt war außer dem Verein selber:) – am Ende hat die beharrlich twitternde Kolumbianerin Recht behalten. Kathleen Radtke, eine etwas überraschende Verpflichtung für die Abwehr, wird in gut einem Monat aus Jena dazustoßen. Die 28 Jahre alte Innenverteidigerin dürfte es schwer haben, einen Stammplatz zu erobern, solange die arrivierten Amanda Ilestedt und Malin Levenstad gesund sind. Aber Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und steigert bei manchem auch das Leistungsvermögen.

Testspiele fanden statt. Göteborg gewann das Lokalderby gegen Jitex mit 2:0, dabei erzielte Jessica Landström einen Treffer und Johanna Almgren überragte. Gar mit 4:0 gewann Malmö in der großen Halle in Växjö ein anderes Derby, das um Skåne gegen Kristianstad. Anja Mittag war unter den vier Torschützen. Diese Ergebnisse sowie die Torschützinnen waren schon unter TESTSPIELE im Menü dieser Seite am Mittwochabend zu finden. Nicht unter den Toschützinnen, deshalb erst hier erwähnt, ist das Comeback von Josefine Öqvist im roten Dress von Kristianstad. Sie war zufrieden mit dem ersten Spiel nach Mammapause, beklagte sich darüber, dass die Mannschaft zu weit auseinander gewesen sei, was dazu geführt hätte, dass man sehr viel habe laufen müssen. Elisabet Gunnarsdottir, Trainerin von KDFF, sprach davon, dass man sich unbedingt noch in der Abwehr verstärken müsse. Das Transferfenster in Schweden ist bis zum 31.03. geöffnet, da kann noch viel passieren, obwohl die meisten Kader wohl gefüllt erscheinen.

Was man von Absteiger Djurgården nicht sagen kann. Mit Matilda Rosqvist ist jetzt offiziell die dreizehnte Spielerin (!) der letzten Saison verschwunden, zum Aufsteiger Sunnanå. Dennoch hat sich das sehr junge Team den Ergebnissen nach beim Turnier der Meister in Potsdam recht achtbar geschlagen und wurde nur vom späteren Turniersieger Bröndby aus Kopenhagen so richtig abgewatscht. Es sprang ein siebter Platz heraus, den man durch einen Sieg gegen den finnischen Vertreter FC Honka errang.

Probleme hatte KIF Örebros athletische Stürmerin Sarah Michael. Die Nigerianerin mit Vergangenheit in Piteå und bei Djurgården hing in ihrer Heimat fest und wartete auf eine neue Arbeitserlaubnis für Schweden. Das bürokratische Problem hat sich jedoch jetzt gelöst und am Dienstag wird die Stürmerin in Örebro erwartet – hoffentlich ohne das deutliche Übergewicht, das sie im letzten Jahr mitbrachte und das Gespräch unter den Spielerinnen war.

Pia Sundhage reduziert von 28 auf 23

Olivia_Schough

Olivia Schough (Göteborg) immer noch dabei – sie könnte die eigentliche Überraschung im Kader Pia Sundhages werden

Waren im Januar noch 28 Spielerinnen in einem erweiterten Kreis beim Trainingslager im Leistungszentrum auf Bosön, so werden es vom 9.-14. Februar nur noch 23 sein. Der Kreis wird enger und die EURO rückt näher.

Mit dabei: Olivia Schough aus Göteborg, die unter Vorgänger Thomas Dennerby kein einziges Mal nominiert wurde. Die 21-Jährige wurde bei der Bekanntgabe des Kaders von Sundhage speziell erwähnt: „Jetzt bin ich sehr gespannt, welche Spielerinnen in diesem Lager bereit sind, den nächsten Schritt zu machen. Olivia Schough zum Beispiel hat ein gutes Spielverständnis, exzellente Ballannahme und lässt andere gut aussehen,“ so Sundhage auf der Homepage des schwedischen Fußballverbands SvFF.

Die Nominierungen.

Tor: Kristin Hammarström, Sofia Lundgren, Carola Söberg

Abwehr: Emma Berglund, Nilla Fischer, Amanda Ilestedt, Lina Nilsson, Jessica Samuelsson, Annica Svensson, Sara Thunebro

Mittelfeld: Johanna Almgren, Kosovare Asllani, Lisa Dahlkvist, Antonia Göransson, Marie Hammarström, Carina Holmberg, Emmelie Konradsson, Susanne Moberg, Caroline Seger

Angriff: Sofia Jakobsson, Elin Rubensson, Lotta Schelin, Olivia Schough.

Im Vergleich mit der 28er-Gruppe von Mitte Januar sind Malin Levenstad, Hanna Folkesson, Malin Diaz, Lina Hurtig und Julia Spetsmark nicht mehr dabei. Überraschend ist das höchstens bei Levenstad, die anderen vier Spielerinnen bekamen wohl ein Lob durch die Nominierung und die anderen etwas mehr Druck im Training.

Ebenfalls nicht dabei sind Madelaine Edlund und Stina Segerström, die ihre Nominierung im Januar wegen Verletzungen abgesagt hatten. Beide sind damit möglicherweise endgültig aus dem Rennen um einen Platz bei der EURO. Edlund wird bei ihrem Verein Tyresö FF überdies um ihren Stammplatz bangen müssen, jetzt wo man Christen Press hat.

Die beiden Routiniers Charlotte Rohlin und Therese Sjögran versuchen sich unterdessen, nach ihren Kreuzbandverletzungen wieder heranzuarbeiten. Chancenlos sind sie nicht, aber es dürfte schwer werden, sehr schwer, denn Pia Sundhage scheint nur eines zu bewerten: die aktuelle Leistung.

Die Nummer 1 im Tor, sagt sie, ist noch nicht gefunden. Alle drei Keeperinnen haben noch die Chance. Rechtzeitig vor der EM werde sie sich entscheiden, aber momentan sei eben keine deutlich besser als die anderen.