Dalsjöfors fängt gut an und verliert trotzdem 0:3

Mimmi Löfwenius (Dalsjöfors GoIF)

Am 29.04. sah ich Aufsteiger Dalsjöfors erstmals spielen. Gegen Djurgården verlor man mit 1:4 und nichts sah danach aus, als ob man irgendeine Chance auf den Klassenerhalt haben könnte. Der damalige Trainer Staffan Thorstensson nahm Mimmi Löfwenius mit in die Pressekonferenz. Die 17-Jährige (*17.02.1994) hatte das erste Tor in der ersten Liga für Dalsjöfors erzielt. Danach verlor man und verlor man und verlor man.

Heute Nachmittag nun spielte Dalsjöfors mit neuem alten Trainer und Joakim Carlsson beim ehemaligen Meisterschaftsanwärter Tyresö FF und in der Tat – es präsentierte sich eine Mannschaft, die noch ohne Neuzugänge wesentlich mutiger war, die inzwischen begriffen hat, dass man sich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange verhalten darf, wenn man irgendeine Chance haben will.

Dalsjöfors hatte die ersten Chancen in dieser Begegnung. Mit etwas Glück hätte der Aufsteiger sogar mit 2:0 führen können nach gut 20 Minuten. Man nutzt die Chancen nicht aus und das rächt sich dann gegen einen Gegner wie Tyresö, früher oder später.

Heute war es später. Erst in der 47. Minute, wer weiss warum die finnische Gastschiedsrichterin Lina Lehtovaara so lange spielen liess. Tyresö sagte dankeschön und ging in besagter 47. Minute durch Kirsten Johanna Maria van de Ven mit 1:0 in Führung. Von der Holländerin hatte man 46 Minuten lang so gut wie nichts gesehen. Tyresö war bemüht, aber mit dem Kader, der Trainer Stefan Fredriksson zur Verfügung steht, muss man anders spielen. Zu wenig wird da gelaufen und manchmal fällt denRotgelben nichts Besseres ein, als lange Bälle auf die schnelle Josefine Öqvist oder die durchsetzungsstarke Madelaine Edlund zu spielen. Das ist durchschaubar und selbst für einen Gegner wie Dalsjöfors (Torverhältnis aktuell: 2:44, inWorten: zwei zu vierundvierzig) hantierbar, solange die Kraft reicht.

Und in der zweiten Halbzeit legte Tyresö eine gute Viertelstunde lang eine Schippe drauf. Schnell das 2:0 durch wie wieselige Öqvist und beinahe das dritte Tor durch einen tollen Schuss von van de Ven, die in der zweiten Halbzeit sichtbarer war, aber aus halblinker Position traf sie nur die Querlatte. Dafür hätte sie mir auf der Tribüne fast den Kaffee aus der Hand geschossen, immerhin fragte sie zwei Minuten später, ob alles in Ordnung sei:).

3:0 Tyresö durch einen Sonntagsschuss von Elaine Moura, die wohl damit ihr erstes (?) Tor für Tyresö in der Damallsvenskan geschossen hat.

Ein Arbeitssieg für Tyresö, das nach wie vor anch seiner Klasse sucht. Dalsjöfors wird mit den Neuzugängen sicherlich noch ein wenig stärker werden – aber ehrlich gesagt wird das zu spät kommen. Wenn morgen Jitex und Piteå gewinnen dürfte es zappenduster n Borås werden – dann betüge der Abstand auf den rettenden zehnten Platz zehn Punkte. Und der nächste Gegner in Borås heisst Tyresö…

Sonderlob und grosse Talentwarnung für Mimmi Löfwenius. Da wächst ein grosses Talent heran, das sicherlich schon sehr bald andernorts hin abgeworben werden dürfte. Kalle Barling, der schwedische U19-Trainer war im Stadion und dürfte sich den Namen der 17-Jährigen in seinem Notizbuch dick unterstrichen haben.

Zurrer zu Dalsjöfors

Mit Emily Zurrer ist nun bereits die vierte Kanadierin nach der Fussbal-WM nach Schweden vermittelt worden. 2010 spielte die 24-Jährige Abwehrspielerin bereits in der Bundesliga bei der SG Essen-Schönebeck, absolvierte neun Spiele ehe ihr Vertrag vom Verein aufgelöst wurde. Grund waren keinesfalls fehlende Leistung, sondern die Tatsache, dass Emily Zurrer wegen zahlreicher Lehrgänge der kanadischen Nationalmannschaft zu oft fehlte. Insgesamt 48mal hat sie für Kanada gespielt, u.a. zuletzt in allen drei Gruppenspielen bei der WM.

Emily Zurrer soll erstmals am 13. August beim Auswärtspiel in Örebro zum Einsatz kommen. „Ich bin zu der Auffassung gelangt, dass Emily eine stabile, defensiv starke Abwehrspielerin mit gutem Kopfballspiel ist. Damit wird auch die Konkurrenz in der Abwehr grösser. Dass sie Erin [McLeod] kennt und dass die beiden eingespielt sind, sehe ich als Vorteil,“ sagte Trainer Joakim Carlsson der Webseite von Dalsjöfors GoIF.

Vonseiten des Vereins wurde betont, dass noch eine Mittelfeldspielerin und eine Stürmerin hinzukommen sollen.