Sofia Lundgren gegen die Schweiz im Tor

Sofia Lundgren – die neue Nummer 1 in Schweden?

Morgen Abend um 19 Uhr bestreitet Schweden sein erstes Länderspiel unter der neuen Trainerin Pia Sundhage. Gegen die Schweiz in Växjö wird Sofia Lundgren im Tor stehen.

„Wir sind von den Trainingseindrücken ausgegangen und da war Lundgren am besten. Das bedeutet nicht, dass Sofia Lundgren bei der EM im Tor stehen wird. Wir haben eine Konkurrenzsituation, die sehr spannend ist und das hat gerade erst angefangen. Sofia bekommt die erste Chance,“ so Pia Sundhage auf der Seite des schwedischen Fußballverbands.

Um 16.00 Uhr gab die Trainerin ihre erste Startformation bekannt. Anders als ihr Vorgänger Thomas Dennerby wird Sundhage auf 4-4-2 setzen. Dabei spielen Lina Nilsson und Sara Thunebro auf den Außenbahnen in der Abwehr. In der Mitte stehen Emma Berglund und etwas überraschend wie auch in Linköping Ex-Mittelfeldspielerin Nilla Fischer.

Im zentralen Mittelfeld setzt Sundhage auf Lisa Dahlkvist und Caroline Seger, außen spielen Kosovare Asllani und Johanna Almgren.

Die beiden Spitzen sind Lotta Schelin und Sofia Jakobsson. Schelin wird gegen die Schweiz auch erstmals die Kapitänsbinde tragen. Diese Rolle wird sie jetzt alternierend mit Caroline Seger haben. Seger hatte die Rolle der Spielführerin vor einem Jahr niedergelegt und war vom Duo Carlotte Rohlin / Nilla Fischer abgelöst worden.

Auf der Ersatzbank werden morgen Kristin Hammarström, Annica Svensson, Sara Larsson, Antonia Göransson, Susanne Moberg, Emmelie Konradsson und Elin Rubensson  Platz nehmen. Die anderen sechs aus dem 24-er-Kader müssen auf die Tribüne, darunter auch Jessica Landström.

Die beiden Teams haben vereinbart, dass jede Mannschaft sechs Mal auswechseln darf.

Leichtes Spiel

Dass der Erste gegen den Letzten daheim gewinnt, ist keine große Überraschung. In keiner Liga, erst recht nicht im Frauenfußball, weder in der Damallsvenskan der Bundesliga oder der französischen Liga.

Am Abend gab es eine TV-Liveübertragung vom Malmö IP und dabei war die wichtigste Erkenntnis für mich, dass das Flutlicht wohl kaum internationalen Ansprüchen gerecht werden dürfte, denn auf dem Bildschirm wirkte die Atmosphäre vor 711 Zuschauern etwas schumrig, an den Rändern beinahe zu dunkel.

Aber das ist ein anderes Thema. Als es nach einer halben Stunde jedoch bereits 3:0 für Malmö stand (Anja Mittag per Foulelfmeter und zweimal Ramona Bachmann) beschäftigte ich mich teils dann doch mit Haushaltstätigkeiten und auch dem vorhergehenden Post in diesem Blog, der noch nicht fertig geworden war. Nochmal Bachmann und die hungrige Sofie Anker-Kofoed erhöhten standesgemäß auf 5:0 und Malmö ist nurmehr einen Auswärtssieg bei Umeå von der schwedischen Meisterschaft 2012, der dritten in Serie entfernt.

Anja Mittag fliegt morgen vermutlich von Kopenhagen (das sind nur knapp 20 Minuten mit dem Zug über die Öresund-Brücke zum dortigen Flughafen Kastrup) nach Frankfurt und trifft da die deutsche Nationalmannschaft, die dann Richtung USA fliegt. Christen Press, einzige noch ernst zu nehmende Verfolgerin um den Titel der Torschützenkönigin sagte mir, dass sie nicht dabei sein werde, wenn das USWNT zweimal auf Deutschland trifft. Die USA werden von Jill Ellis betreut werden, für einige Insider Favoritin auf die Sundhage-Nachfolge. Doch Ellis hat mittlerweile erklärt, dass sie den Job aus privaten Gründen ebensowenig übernehmen wird wie die Mitfavoritin April Heinrichs. Bleiben rund 25 Namen, die im Gespräch sind. Aber erst einmal vertritt Jill Ellis also N.N. Einen Kader sucht man auf der Webseite von US Soccer aber vergebens, Press sagte mir jedoch am Freitag, dass sie nicht dabei ist.

Auch Sara Björk Gunnarsdottir und Thora Helgadottir werden wohl ihre Reisetaschen packen, denn die Isländerinnen treffen bald auf zwei sicher offene Playoff-Spiele auf die Ukraine im Kampf um einen von noch drei zu vergebenden Plätzen bei der EURO 2013.

Ramona Bachmann nimmt es am 23.10. dann in Växjö mit Schweden und Pia Sundhage auf, deren erster Kader am Vormittag doch etwas enttäuschend alle schon von Thomas Dennerby nominierten Spielerinnen enthielt. Aber da Sundhage 24 Namen präsentierte, waren mit Malmös Elin Rubensson (da hätten die Wettbüros wohl wenig gezahlt), Emmelie Konradsson und Carola Söberg eben auch drei neue Namen im Vergleich zmit Dennerbys Kadern dabei.

 

 

Pia Sundhages erstes Aufgebot – Emmelie Konradsson die Überraschung

Emmelie Konradsson die größte Überraschung in Pia Sundhages erstem Kader

Vor einer guten halben Stunde hat Pia Sundhage ihr erstes Aufgebot als schwedische Nationaltrainerin für das Länderspiel am 23.10. in Växjö gegen die Schweiz benannt. Sundhage hat nicht weniger als 24 Spielerinnen ausgewählt. Hier sind sie:

Tor: Kristin Hammarström, Sofia Lundgren, Carola Söberg

Abwehr: Emma Berglund, Sara Larsson, Malin Levenstad, Lina Nilsson, Stina Segerström, Annica Svensson, Sara Thunebro

Mittelfeld: Johanna Almgren, Kosovare Asllani, Lisa Dahlkvist, Nilla Fischer, Antonia Göransson, Marie Hammarström, Sofia Jakobsson, Emmelie Konradsson, Caroline Seger

Angriff: Madelaine Edlund, Jessica Landström, Susanne Moberg, Elin Rubensson, Lotta Schelin

Carola Söberg aus Tyresö ist erstmals seit langer Zeit wieder in einem Aufgebot. Da Hedvig Lindahl durch ihren Kreuzbandriss lange ausfällt, wird interessant sein, zu sehen, welche der drei allesamt 30-Jährigen Keeperinnen sich durchsetzen wird.

Elin Rubensson aus Malmö ist die wohl am meisten erwartete neue Spielerin im Aufgebot.

Die größte Überraschung für mich indes ist die Nominierung der soliden Emmelie Konradsson aus Umeå. Mit der 23-Jährigen hatte sicher kaum jemand gerechnet.

 

Umeå gewinnt die „Schlacht um Norrland“

Offenbar sind die Schweden weniger empfindsam, was militärische Metaphern angeht als wir Deutsche. Denn das Nordschwedenderby „die Schlacht um Norrland“ (slaget om Norrland) zu nennen, fand ich doch schon etwas naja.

Wie auch immer: nach zwei Spielen zwischen Umeå und Piteå steht es 1:1, denn hatte Piteå in der hemischen LF-Arena noch mit 3:1 reüssiert, war gestern Umeås Stunde gekommen. 2:0 zu Hause durch Tore von Jenny Hjohlman und Emmelie Konradsson.

„Ich bin nicht so gut mit dem Kopf, Kopfballtore sind nicht so häufig für mich. Aber es war schön, ein Tor zu machen. Natürlich war es frustrierend, keine Tore zu schießen, denn man will ja letztlich Tore machen. Gleichwohl bin ich immer besser ins Spiel gekommen,“ sagte Hjohlman nach dem Spiel der Lokalzeitung Västerbottenkuriren.

Kader gegen Schottland

Thomas Dennerby gab heute seinen Kader für das Länderspiel gegen Schottland am 26.05. bekannt. Nach der Kreuzbandverletzung von Charlotte Rohlin und der länger andauernden Reha von Sara Larsson stehen nun Malmös Malin Levenstad und Umeås Emma Berglund im Aufgebot. Aber spielen dürften Stina Segerström und Linda Sembrant. Stina hat noch eine nicht ausgeheilte Schulterverletzung und noch Schmerzen, aber sie wird wohl die Zähne zusammenbeissen.

Im Mittelfeld ist Kosovare Asllani nach ihren guten Leistungen jetzt dabei, aber nicht die hervorragend in die Saison gestartete Sofie Andersson, was auch so zu erwarten war, denn Thomas Dennerby geht so kurz vor dem Turnier keine Risiken mehr ein. Das kann man bei den notwendigen Ummöblierungen in der Abwehr aber auch verstehen.

NACHTRAG

Hier der 20-köpfige Kader für das Länderspiel gegen Schottland:

Sofia Lundgren (Linköping), Hedvig Lindahl (Kristianstad)
Annica Svensson (Tyresö), Linda Sembrant (Tyresö), Stina Segerström (Göteborg), Malin Levenstad (Malmö), Emma Berglund (Umeå), Sara Thunebro (Frankfurt), Lina Nilsson (Malmö)
Kosvare Asllani (Kristianstad), Lisa Dahlkvist (Tyresö), Madelaine Edlund (Tyresö), Nilla Fischer (Linköping), Antonia Göransson (Potsdam), Marie Hammarström (Örebro), Sofia Jakobsson (Rossiyanka), Susanne Moberg (Kristianstad), Caroline Seger (Tyresö), Lotta Schelin (Lyon), Therese Sjögran (Malmö).

Lillie Persson trainiert die schwedische D23, die am selben Wochenende in Deutschlöand spielen wird, wenn die A-Mannschaft auf Schottland trifft. Sie nominierte U19-Torhüterin Jessica Höglander und AIK:s Susanne Nilsson.

Hinzu kommen u.a. Jessica Samuelsson aus Linköping, die viele als größtes Talent auf der Außenverteidigung sehen, Louise Fors wurde wieder aus der A-Mannschaft in die Jugend gesteckt, Emma Lundh und Emmelie Konradsson aus demselben 89er Jahrgang.

Umeå IK – Vittsjö GIK= (3:1) 4:1, AIK – Piteå= (0:1) 0:3, Kristianstad – Linköping= (0:0) 1:1,

Keine Probleme hatte Umeå IK mit Aufsteiger Vittsjö. Nach neun Minuten verwandelte die finnische Nationalspielerin Tuija Hyyrynen einen Freistroß direkt und Hyyrynen war es auch, die zum 2:0 durch Emmelie Konradsson ebenfalls mit einem Freistoß auflegte. Da war eine halbe Stunde gespielt. Vittsjö stand relativ hoch und bereitete Umeå damit durchaus Probleme. Vorne hatte man aber nur die Torschützenkönigin der zweiten Liga Süd Sofie Andersson, denn Neuzugang Danesha Adams hatte noch keine Arbeitserlaubnis und durfte demzufolge nicht spielen auf dem Gammliavallen, pardon in der T3-Arena.

Linda Molin erzielte das 3:0 und noch vor der Halbzeit gelang dann Sofia Andersson der erste Treffer von Vittsjö in der Damallsvenskan. Die 16-Jährige Lina Hurtig kam rein und schoss das 4:1 für Umeå in einer flotten Begegnung.

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Während Marta & Co. in Tyresö ihr Debut gaben, waren nur etwas mehr als 300 Zuschauer ins 30 km entfernte Solna gekommen, um sich die Heimpremiere von Aufsteiger AIK anzuschauen, den viele als Absteiger Nummer 1 sehen. Die aus Tyresö gekommene Mannschaftskapitänin Sofie Persson markierte in der siebten Minute den ersten Treffer der Damallsvenskan 2012. Ein Eigentor nach Flanke von Jennifer Nobis und in der Nachspielzeit die aus Umeå gekommene Hanna Pettersson sorgten für einen glatten 3:0-Sieg von Piteå, den Beobachter allerdings als leicht schmeichelhaft schilderten, zumindest zu hoch, da AIK doch eine gute Leistung gezeigt habe. Dennoch zeigt das Ergebnis, dass es sehr schwer werden wird, die Klasse zu erhalten.

Am zweiten Spieltag treffen beide Aufsteiger in Vittsjö aufeinander.

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Das einzige Spiel, in dem es keinen klaren Sieger gab, sondern ein Unentschieden hätte beinahe einen Sieger gehabt. Wenn nicht Manon Melis in der 91. Minute für den Ausgleich für Meisterschaftsmitfavorit Linköping gesorgt hätte. Kristianstads Trainerin Elisabet Gunnarsdottir dürfte sich sehr geärgert haben. Elin Nilsen hatte die Gastgeber vor 800 Zuschauern in Führung gebracht. Lob an Linköping, das Trainerreaktionen auf seiner Homepage hat.

LFC-Trainer Christian Andersson: „Mit dem Spiel als solchem sind wir nicht zufrieden. Kristianstad spielte auf eine Weise, die uns sehr gestört hat und uns ist es nicht gelungen, uns aus dieser Spielweise zu befreien. Die haben viele Leute nach vorne gebracht und wir haben keine Ordnung in unsere Offensive bekommen. Teilweise war der Abstand zwischen den Mannschaftsteilen zu groß, aber es war schön den Ausgleich zu bekommen, das ist wichtig für die Moral des Teams.“

Norrporten Cup in Sundsvall in vollem Gang

Vom 23.-25. März findet in Sundsvall der Norrporten Cup statt, ein Turnier, an dem außer dem Gastgeber und Aufstiegskandidaten Sundsvall DFF auch noch die Erstligisten Umeå IK, Piteå IF, Kristianstads DFF, KIF Örebro und aus Finnland PK-35 Vantaa teilnehmen, immerhin also vier schwedische Erstligisten.

Gespielt wird in der Norrporten Arena, die insgesamt 8.500 Zuschauer beherbergen könnte und die dem Turnier auch den Namen gibt.

Gestern bekam der Gastgeber eine Lektion von Kristianstads DFF. Die 12 Stunden mit dem Bus angereisten Südschwedinnen unter isländischer Führung gewannen mit 5:0. Dabei erzielte Kosovare Asllani den ersten Treffer bereits nach drei Minuten spektakulär mit der Hacke.

Zweimal Elin Nilsen und Susanne Moberg trafen für Kristianstad nebst einem Eigentor der Gastgeberinnen vor nur 52 Zuschauern.

Umeå  IK schlug den finnischen Meister PK-35 Vantaa mit 1:0, Torschützin war Emmelie Konradsson auf Vorlage von Jenny Hjohlman.

In der dritten Begegnung des ersten Tages schlug Piteå KIF Örebro mit 3:2. Während Moa Narving und Sanna Talonen für Örebro trafen, schoss Hanna Pettersson (früher Umeå und Örebro) alle drei Tore für die Nordlichter.

Heute dann ging es mit drei weiteren Partien munter weiter. Örebro fing sich gegen Sundsvalls DFF eine weitere Niederlage ein. Zwar traf die Nigerianerin Sarah Michael für den Pokalsieger von 2010, aber Sundsvall durfte zweimal jubeln, die Torschützinnen werden nachgereicht.

Kristianstad musste sich dann im Elfmeterschießen gegen Umeå IK geschlagen geben. Zwar gingen Beta Gunnarsdottirs Spielerinnen in Führung, aber Lina Hurtig glich aus, wobei die 16-Jährige eine Flanke von Jenny Hjohlman verwertete.

Thomas Dennerby ließ ebenfalls von sich hören. Dass Johanna Almgren verletzt ist, wussten wir und nun kann sie auch nicht am Länderspiel gegen Kanada teilnehmen. Nachnominiert wurde heute Kosovare Asllani.

Piteå gewann auch sein zweites Spiel, allerdings brauchte es gegen den finnischen Meister Vantaa ein Elfmeterschießen, das man mit 5:4 gewann.

Morgen finden noch Platzierungsspiele statt und ein Finale, in dem Piteå und Umeå aufeinandertreffen.