Ausgewechselt

24 Stunden vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Schweden hat Kanadas Trainer John Herdman zwei Spielerinnen austauschen können, die verletzt sind. Für Emily Zurrer (früher Essen-Schönebeck und Dalsjöfors) und Robin Gayle rücken Marie-Eve Nault und Melanie Booth in den Kader der Kanadierinnen nach.

Advertisements

Dalsjöfors – Wenn Frauenfußball zur Farce wird

Bald nur noch Geschichte? Trikot und Vereinswappen von Dalsjöfors GoIF, hier das von Emily Zurrer 2011

Die letzten Kapitel der Geschichte des Frauenteams von Dalsjöfors GoIF werden geschrieben. Wir berichteten dass der Verein, der letztes Jahr in der Damallsvenskan spielte, vor einer Woche als Tabellenführer der zweiten Liga Süd Konkurs angemeldet hat, da über 150.000 € in der Kasse fehlen.

Vor einem Jahr war man in die Damallsvenskan aufgestiegen. Man hatte sich in der Söderettan gegen einige andere Teams durchgesetzt, die bis kurz vor Schluss um den Titel und den Aufstieg konkurrierten. Der Aufstieg kam erst in den letzten Spielen zu Stande, eine wirtschaftliche Planung für ein Engagement in der ersten Liga existierte vermutlich nicht. Der Verein generierte 2010 Einnahmen, die unter 100.000 € lagen und hatte sogar noch etwas geringere Ausgaben gehabt.

Nach allgemeinem Verständnis ist der Unterschied zwischen zweiter und erster Liga derzeit noch so hoch, dass man, um den Klassenerhalt in der Damallsvenskan zu schaffen und eine Mannschaft dort zu etablieren, mit Ausgaben um ca. 300-400.000 € rechnen muss. Also beinahe das Vierfache von 2010.

Man ging aber in die Damallsvenskan ohne nennenswerte Verstärkungen. Von Djurgården kamen die Mittelfeldspielerinnen Rebecca Johnson und Klara Lindberg. Und Rebecca, die Nummer 21 von Djurgården und nun Dalsjöfors, war auf einmal der „Star“ in einem fast namenlosen Kollektiv von jungen, sicherlich engagierten Spielerinnen.

Es kam, wie es kommen musste. Man gewann fast gar keine Punkte. 0:9 daheim gegen Jitex BK war eine der schlimmsten Klatschen gleich zu Beginn. In Schweden gibt es dann immer die Sommerpause, in der sich viele Vereine noch einmal für die zweite Runde verstärken. Dalsjöfors leckte Blut. Nun wollte man es einfach mal probieren. Man verstärkte sich. Und wie: Über einen deutschen Spielervermittler kamen die Kanadierinnen Erin McLeod (Nationaltorhüterin), Emily Zurrer (Abwehr). Dia Amerikanerin Alex Singer (heute Potsdam) war schon zu Anfang der Saison gekommen. Aber aus der WPS kam nun auch noch India Trotter. Schon damals fragte ich mich hier, woher denn das Geld gekommen sei?

Offenbar gab man erst einmal aus. Man spekulierte, dass ein Antrag bei Allmänna Arsvfonden dem Verein viel Geld bringen könnte. Hierbei handelt es sich um eine Stiftung, der das Erbe von Personen ohne Verwandschaft verwaltet und es auf Antrag tatsächlich in soziale Jugendprojekte investiert. Irgendjemand muss dem Vorstand offenbar den Floh ins Ohr gesetzt haben, dass da viel Geld zu holen sei. Und man setze sich doch wohl eindeutig für ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen ein.

Im Dezember wurden Journalisten vom Verein zu einer Präsentation eingeladen. Und das Beispiel Hans Löfgren aus Tyresö sollte kopiert werden. Den Reportern wurde ein Papier vorgelegt, das die Überschrift „Schwedischer Meister 2016“ (SM-guld 2016) trug. Etwas Ähnliches hatte Löfgren in Tyresö gemacht, als sein Verein in der vierten Liga war.

Die Torhüterin Erin McLeod wurde auch für die zweite Liga 2012 verpflichtet. Zurrer blieb zwar nicht und SInger wurde geschasst (angeblich weil sie zu „amerikanisch“ gewesen sei), aber man holte die Stürmerin Melissa Tancredi, die in Piteå gespielt hatte. Zwei Olympiaspielerinnen in der zweiten Liga. Eine Ausländerin kostet einen Verein mindestens 14.000 Kronen im Monat plus Arbeitgebergebühren (ca ein Drittel). Damit sind wir bei gut 19.000 pro Person. In der Regel schlägt man die Miete für die Wohnung auf das Gehalt. Geht man von zehn Monaten Beschäftigung aus, kosten also zwei Ausländerinnen mindestens 380.000 Kronen, vermutlich im Falle kanadischer Spielerinnen noch mehr. Der Verein hatte aber zu keinem Zeitpunkte die Einnahmen hierfür. Aus Tickets schon gar nicht, davon kann sich kein Verein der ersten oder zweiten Liga finanzieren. Aber eben auch nicht aus Sponsoreneinnahmen.

Das Unternehmen Damallsvenskan 2013 allerdings ist nun auf halbem Weg gescheitert am verantwortungslosen Finanzgebaren einer Gruppe inkompetenter Funktionäre, die möglicherweise einen 87 Jahre alten Verein mit Kinder- und Jugendmannschaften in den Bankrott gewirtschaftet haben.

Das Sagen hat nun der Konkursverwalter, er hat die Verantwortung für die Bearbeitung des Konkursantrags und die Abwicklung des Vereins übernommen. Gestern Abend präsentierte der Vorsitzende der Frauenfußballabteilung Hans Forsman die beiden übrig gebliebenen Alternativen, die der Konkursverwalter sieht:

1) Man zieht die Frauenmannschaft sofort aus dem Spielbetrieb der zweiten Liga zurück und löst sie auf. (Bis zum nächsten Spiel sind es nur noch zehn Tage) Das würde den sofortigen Abstieg in die unterste Kategorie des Seriensystems bedeuten. Das Team könnte 2013 in der fünften Liga neu starten oder annulliert werden.

2) Das Team spielt die Saison zu Ende. Selbst im Falle des Sieges in der Söderettan könnte man jedoch aus finanziellen Gründen nicht aufsteigen, sondern würde „freiwillig“ in die dritte Liga zurückgehen.

Und jetzt kommt es: Um die Saison weiterspielen zu können, müssten die Kosten für Reisen, Material, Schiedsrichter usw von jemand anderem als dem Verein aufgebracht werden. Es gäbe natürlich auch keine Gehälter oder Aufwandsentschädigungen für Spielerinnen vonseiten des Vereins. Bedeutet: Die Spielerinnen müssten selber die Kosten für den Spielbetrieb tragen.

Bis Dienstag muss nun die endgültige Entscheidung getroffen werden. Es ist kaum damit zu rechnen, dass Erin McLeod und Melissa Tancredi zurück nach Schweden kehren, um dann selber zu finanzieren, dass sie spielen dürfen.

Das Beispiel Dalsjöfors ist leider kein Einzelfall im Frauenfußball. Die zunehmende Professionalisierung muss sich auch in den Organisationsstrukturen widerspiegeln. Es muss auch Personen geben, die wirtschaften können. Und nicht die jahrzehntealte Tradition eines in der Region Sjuhärad gewachsenen Sportvereins leichtfertig aufs Spiel setzen.

Ebenso wird hier das Problem deutlich, dass der Frauenfußball mehr Geld braucht, als er selber einnehmen bzw. generieren kann. Das Beispiel von Umeå IK und Djurgården hatr sich nicht so krass entwickelt wie Dalsjöfors. Aber zwei ehemalige Spitzenvereine sind nach Jahren von hohen Ausgaben und geringer werdenden Einnahmen allmählich in die unteren bzw. untersten Tabellenregionen gedümpelt.

Und viele fragen sich, worauf die enormen Investitionen gebaut sind, die man z.B. in Tyresö getätigt hat, wo innerhalb vierer Jahre aus einer ambitionierten Freizeitmannschaft ein Team nur noch aus Nationalspielerinnen gebaut wurde, von denen allerdings nur noch ganz wenige wirklich aus dem Mutterverein kommen. Wer bezahlt das und vor allem wie lange, wenn der Rückfluss von Geld irgendwann ausbleibt? Dalsjöfors zeigt, auf welch schmalem Grat manch Verein wandelt – um die Spielerinnen, die teils nur wegen des Fußballspielens nach Borås gezogen sind, kann es einem nur leid tun.

Wir werden die Entwicklung weiter verfolgen. Ungeklärt ist noch die Frage, was nach einem Rückzug des Teams aus der laufenden Meisterschaft wird. Dann wären nur noch elf Teams in der Söderettan, die mit Mallbacken erst einmal einen neuen Tabellenführer hätte.

Dalsjöfors spielt immer besser und verliert weiter

Mit Erin McLeod, Emily Zurrer, India Trotter und Sandra Krantz standen alle Neuverpflichtungen auf dem Platz und trugen dazu bei, dass der Tabellenletzte aus Borås (Dalsjöfors ist ein Stadtteil) bei der 0:2 Niederlage gegen Tabellenführer und Meister Malmö sein „bestes Spiel“ (Joakim Carlsson) dieser Saison machte.

Nilla Fischer und Katrine Veje sorgten für die Tore beim Comeback von Therese Sjögran, die in dieser Saison bislang für den knapp am Playoff der WPS gescheiterten FC Sky Blue gespielt hatte.

Dalsjöfors Trainer Joakim Carlsson verbreitet dank des guten Spiels und trotz weiterer Niederlagen Zweckoptimismus. Um 21 Punkte würde noch gespielt werden und davon müsse man 18 gewinnen, dann habe man eine realitische Chance auf den Klassenerhalt.

Mit anderen Worten muss sein Team also sechs von noch sieben ausstehenden Spielen gewinnen. Kein Problem, wenn man in 15 Begegnungen nicht ein einziges hat für sich entscheiden können. Die nächsten beiden Gegner sind Linköping (A) und der nächste Gast in der Borås Arena ist der Tabellenzweite Umeå IK.

 

Dalsjöfors sucht weiter

Heute, nein es ist ja schon spät:), gestern landeten Erin McLeod und Emily Zurrer auf schwedischem Boden und kamen nach Borås zu ihren neuen Mannschaftskameradinnen von Dalsjöfors GoIF. Tabellenletzter der schwedischen Damallsvenskan, fast hoffnungslos hinten liegend, denken alle. India Trotter, die dritte neue Spielerin, ist diese Nacht (Zeitverschiebung) auf dem Abschlussfest ihres Clubs Atlanta Beat, spielt nochmal am Wochenende und kommt dann nächste Woche nach Schweden.

Aber damit nicht genug. Irgendjemand muss Geld gefunden haben in Borås oder endlich hat jemand die Sponsoren und potentiellen Geldgeberm von denen es in der Versandhaushauptstadt Schwedens und der Stadt des Firmensitzes der superdupererfolgreichen Kleiderkette Gina Tricot eigentlich genug gibt.

In dieser Woche trainiert die 35-Jährige Stürmerin Sandra Krantz mit der Mannschaft. Krantz spielte bis vor einigen Wochen und seit vielen Jahren beim ehemaligen Erstligisten Falköping, überwarf sich jedoch mit dem neuen Trainer Slavko Melic und verliess den Verein. Krantz selber sagte zu Radio Skaraborg, dass sie eigentlich davon ausgegangen sei, dass diese Saison für sie gelaufen sei, aber nun wollen beide Parteien am Freitag entscheiden, ob Sandra Krantz bald schon für Dalsjöfors stürmen wird, das angeblich mit einer weiteren ausländischen Spielerin im Gespräch ist.

Hammarby dagegen, der andere Abstiegskandidat, hat bislang lediglich die Amerikanerin Katie Kelly verpflichtet, die Kanadierin Kaylyn Kyle reist munter durch Kanada und scheint nun doch nicht nach Schweden zu kommen.

Mindestens den finanziell klammen Stockholmer Verein könnte Dalsjöfors mit seiner gestärkten Truppe noch einholen und damit wenigstens die rote Laterne abgeben, ob es reicht, die Klasse zu erhalten, bezweifeln wir noch wider besseren Wissens.

Halbzeit

Die Hälfte der Saison ist vorbei  Schweden. Mit der 1:4-Heimniederlage von Linköping gegen Tyresö haben nun alle Teams jeweils elf Begegnungen absolviert. Am Samstag geht es schon weiter in einer Liga, die Aufwind verspürt nach dem dritten Platz der Nationalmannschaft bei der WM und in der eine ganze Reihe von Vereinen das am Montag geöffnete Transferfenster ausnützt, um sich vor der Rückrunde, die mit den Spielen gegen die Gegner des 11. Spieltags am Samstag beginnt,

Die Kurzanalyse für alle Vereine:

Sara Björk Gunnarsdottir

Ldb FC Malmö: Trotz der Abgänge von Therese Sjögran (kommt nach der WPS-Saison zurück), Kathryn Gill und Pavlina Scasna weiterhin Spitze. Mit Manon Melis hat man eine der weltbesten Stürmerinnen. Malmö hat nicht nur Geld, sondern macht auch was damit. Exzellentes Scouting: Alle nationalen und internationalen Talente sind gut ausgewählt. Sara Björk Gunnarsdottir und Annika Kukkonen etwa. Jetzt kommt mit der Dänin Katrine Veje ein weiteres Grosstalent und nach dem Ende der WPS wohl auch Caroline Seger.

 

 

Umeå IK: Trainer Blomqvist sprach beim Auftaktmeeting davon, dass Umeå Top 3 sein will. Nach der Hälfte der Saison sind sie zweiter und haben Tuchfühlung nach ganz oben. Mit Ramona Bachmann und Sofia Jakobsson ist der Angriff vielleicht noch einen Tick besser besetzt als bei Malmö. Aber der Gesamtkader spricht für den Meister. Mit Umeå jedoch ist wieder zu rechnen. Tendenz klar positiv. Negativ: Ausmusterung von Anna Paulson, das war taktlos und unnötig.

Sarah Michael (Foto: Mikael Sundberg/Skillnad AB)

KIF Örebro: Der neue Trainer Mikael Fahlén hatte versprochen, dass man endlich mal versuchen wolle, attraktiven Fussball zu spielen. Das hat nicht unbedingt geklappt, am Anfang sah es unverändert aus. Örebro hat seit einigen Jahren eine stabile Truppe, Sara Larsson und Sarah Michael sind hervorragende Neuzugänge. KIF wird ein sehr unangenehmer Gegner bleiben.

Tyresö FF: Ursprünglich mein Meisterschaftsfavorit. Mit einer imponiernden Startformation. Aber man kann Erfolg nicht kaufen und man muss Teams erst einmal einspielen. Hatte ein gefährliches Zwischentief, das wahrscheinlich den Titel gekostet hat. Kann aber nun nach drei Siegen in Folge und 10:1 Toren Richtung Platz 3 marschieren, ohne 100% überzeugt zu haben.Sportchef Hans Löfgren droht abzuheben und wird sicher alles tun, das Team nächste Saison noch einmal deutlich zu verstärken.

Kopparbergs/Göteborg: Viele glaubten, dass Torbjörn Nilssons Team Malmö ernsthaft Konkurrenz machen könnte. Aber ein Fehlstart und zuletzt die Niederlage gegen Örebro haben das verhindert. Auch Göteborg ist weit von den Champions League Plätzen weg, darf aber im Herbst erstmals in der Königsklasse spielen. Verstärkt mit der Norwegerin Ingvild Stensland, die nach Ausflug nach Lyon wieder in ihre zweite Heimat zurückkehrt. Ob sie wieder fit ist, wird sich zeigen.

Kristianstads DFF: Wieder gut gestartet, wieder mit einem Tief ab dem Sommer, aber die Verpflichtung der Schweizerin Sandra Betschart und vor allem der Klassedänin Johanna Rasmussen sollten spielerisch wieder Auftrieb geben für die isländische Filiale in Skåne. Torhüterin Hedvig Lindahl heiratet Ende August und sucht noch Spielideen sowie eine Band, die auf der Hochzeit spielt. Die beiden Fehlgriffe gegen Japan zu kritisieren, findet sie oberflächlich.

Djurgården: Fünf Siege und nichts mit dem Abstieg zu tun. Mit Emma Lundh und Mia Jalkerud ein Sturmduo, das Torinstinkt hat und auch trifft, insgesamt elf Mal bisher. Das ist gut für ein im Prinzip zusammengewürfeltes Team, das von der Vereinsführung nicht strategisch ausgesucht wurde. Dora Maria Larusdottir zieht im Mittelfeld inzwischen die Fäden und Gudbjörg Gunnarsdottir kocht für alle, ist DJ und inzwischen auch Führungsfigur. Mal sehen, ob das Geld reicht. Sicherer Mittelfeldplatz.

Linköpings FC: Achter Platz. Katastrophe. Linköping spielte selbst im  Meisterjahr langweiligen Fussball, aber immerhin erfolgreich. Mit Trainer Pettersson verschwand jedoch der Erfolg. Das Team steht am Scheideweg, denn ie professionelle Organisation und die Investitionen verlangen nach Siegen. Wird weiterdümpeln, aber wenn sich hier nichts ändert, sollte sich die eine oder andere Spielerin mit dem Gedanken tragen, wegzugehen.

Jitex BK: Das die zweite Saison für einen Aufsteiger oft schwieriger ist als die erste, bewahrheitet sich nicht unerwartet bei Jitex. Letzte Saison konnten sie noch viele überraschen mit ihrem geradlinigen, schnörkellosen, kampfbetonten Spiel, in dem die begrenzten spielerischen Möglichkeiten optimal ausgenutzt wurden, dieses Jahr ist das anders. Jitex bleibt aber in der Liga und im Clubhaus sollten sie schon mal nachdenken, was für nächste Saison zu tun ist. Riesentalent: Fridolina Rolfö.

Stephanie Labbé

Piteå IF: Dürfte eigentlich mit seinem Kader nicht da stehen, vier Punkte vor dem Abgrund. Aber die Verletzungen von Keeperin Stephanie Labbé und Faith Ikidi haben das Team verunsichert. Am Sonntag beim Rückspiel bei Djurgården sind mit Melissa Tancredi und Carmelina Moscato zwei weitere kanadische Nationalspielerinnen dabei. Das müsste für den Klassenerhalt reichen.

 

 

 

Mami Yamaguchi

Hammarby DFF: In der schwedischen Frauenfussballszene gelten sie als die Unabsteigbaren. Der von Tyresö gekommene Trainer Tino Katsoulakis wollte ein spielendes Team machen aus den Grünweissen und hat nun doch erkennen müssen, dass alleine der Kampf Punkte bringen kann. Nach vorne noch harmloser als im Vorjahr. Zwei Tore in elf Spielen. Selbst bei Aufsteiger Dalsjöfors konnte man nicht gewinnen. Jetzt wird schnell schnell auf dem Transfermarkt zugeschlagen, aber eher unprofessionell. Das geht nicht gut. Hammarby ist 2012 in der Norrettan trotz einer internationalen Klassetorhüterin wie der Finnin Minna Meriluoto.Sensationsverpflichtung Mami Yamaguchi hätte es bei einem anderen Club vielleicht in die Weltmeistersmannschaft geschafft.

Dalsjöfors GoIF: Nach 2:44 Toren und mit nur einem Punkt aus elf Spielen hoffnungslos am Ende. Das wird nichts mehr, auch wenn wohl schon am Samstag gegen Tyresö Kanadas Erin McLeod im Tor steht und Emily Zurrer neben Alex Singer in der Abwehr. Riesentalent: Mimmi Löfwenius. Aber Dalsjöfors sollte schon mal heimlich für die Söderettan planen.

 

 

 

 

Zurrer zu Dalsjöfors

Mit Emily Zurrer ist nun bereits die vierte Kanadierin nach der Fussbal-WM nach Schweden vermittelt worden. 2010 spielte die 24-Jährige Abwehrspielerin bereits in der Bundesliga bei der SG Essen-Schönebeck, absolvierte neun Spiele ehe ihr Vertrag vom Verein aufgelöst wurde. Grund waren keinesfalls fehlende Leistung, sondern die Tatsache, dass Emily Zurrer wegen zahlreicher Lehrgänge der kanadischen Nationalmannschaft zu oft fehlte. Insgesamt 48mal hat sie für Kanada gespielt, u.a. zuletzt in allen drei Gruppenspielen bei der WM.

Emily Zurrer soll erstmals am 13. August beim Auswärtspiel in Örebro zum Einsatz kommen. „Ich bin zu der Auffassung gelangt, dass Emily eine stabile, defensiv starke Abwehrspielerin mit gutem Kopfballspiel ist. Damit wird auch die Konkurrenz in der Abwehr grösser. Dass sie Erin [McLeod] kennt und dass die beiden eingespielt sind, sehe ich als Vorteil,“ sagte Trainer Joakim Carlsson der Webseite von Dalsjöfors GoIF.

Vonseiten des Vereins wurde betont, dass noch eine Mittelfeldspielerin und eine Stürmerin hinzukommen sollen.