USA gewinnt hochklassiges Finale

Vor einem Jahr wurde Japan Weltmeister nach einem Spiel, das weitgehend von den USA dominiert wurde. Am Donnerstagabend gewann die USA ihre dritte Goldmedaille in Folge bei Olympischen Spielen nach einem 2:1-Sieg in einem Spiel, das weitgehend von Japan dominiert wurde.

Es muss eines der besten Spiele der letzten Jahre gewesen sein. Vielleicht hat Frauenfussball noch nie auf diesem hohen Niveau stattgefunden. Die USA gingen früh in Führung durch Carli Lloyd, die schon vor vier Jahren in Peking im Finale gegen Brasilien den einzigen Treffer markiert hatte Lloyd verwandelte eine fantastische Hereingabe von Alex Morgan, die endgültig auf dem Weg ist, die beste amerikanische Feldspielerin zu werden.

Die USA waren der haushohe Favorit, aber nach dem Führungstreffer verging noch eine Periode von zehn Minuten und Japan wurde immer stärker. Vorne Turbine Potsdams Yuki Ogimi, die ich spätestens nach diesem brillant von ihr gespielten Turnier zu den besten Stürmerinnen der Welt zähle. Ihr Kopfball aus vollem Lauf, den die überragende Hope Solo mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte – grossartig. Kein Wunder, dass sie es war, die in der zweiten Halbzeit, nachdem die USA scheinbar alles klar gemacht hatten, als wieder Carli Lloyd traf, dieses Mal mit einem Weitschuss, den Ball nach einer Billardszene ins Tor bugsierte. Yuki steht fast immer goldrichtig, sie ist schnell, technisch, mannschaftsdienlich und hat einen vorzüglichen Instinkt.

Hope Solo – ihre Glanzparaden retteten die USA wieder einmal an diesem Abend vor über 80.000 in Wembley. 80.000 im Stadion und Millionen in aller Welt, die ein Spiel sahen, dass eine Werbung für den Fusball war. Leider nicht ganz auf der Höhe die sonst so souveräne deutsche Schiedsrichterin Bibiane Steinhaus, die in der ersten Halbzeit Japan einen klaren Handelfmeter versagte.

Japan spielte und dominierte, die USA kämpften und retteten sich am Ende sehr glücklich über die Zeit. Der verdiente Olympiasieg eines Teams, das schon im Halbfinale gegen Kanada aufgrund eines unberechtigten Handelfmeters überhaupt noch in die Verlängerung kam. Und trotzdem in jedem Spiel dieses Turniers eine Klasseleistung zeigte.

Bronze holte ebenfalls verdient und unverdient zugleich Kanada. Verdient, weil man im Halbfinale heroisch gegen die übermächtige USA gekämpft hatte, dreimal führte und nur mit Hilfe der Schiedsrichterin geschlagen wurde. Unverdient, weil Frankreich das Spiel um den dritten Platz vollständig dominierte und massenweise Torchancen vergab, während Kanada nur eine einzige hatte – die Diane Mattheson in der 92. Minute nutzte.

Zurück aus London – Nachrichten

Zurück aus London, wo wir am Montag ein tolles Halbfinale zwischen Japan und Frankreich gesehen haben. Das Beste: 61.000 Zuschauer zeigten, dass Frauenfussball doch ein Potential hat, auch wenn wir das in unseren heimischen Ligen im Alltagsgeschäft oft nicht so empfinden.

Es gibt allerhand Neues. Man nutzt den Tag des olympischen Finales zwischen Japan und den USA dazu, Ankündigungen und Neuverpflichtungen bekanntzugeben.

1) Es gibt eine neue amerikanische Profiliga 2013. Das ist wohl die wichtigste Nachricht. Bereits im Juli hatte sich eine Gruppe von Vertretern verschiedener Vereine getroffen und den Beschluss gefasst, der nun spruchreif ist und sicher einen Exodus amerikanischer Spielerinnen verhindern wird. Acht Vereine soll das neue Konstrukt haben, darunter die Boston Breakers, Chicago Red Devils und auch die Seattle Sounders, für die in dieser Saison Stars wie Hope Solo, Alex Morgan und Sydney Leroux einige Spiele absolviert haben. Wie die Liga konkret aussehen wird, soll in den nächsten Wochen festgelegt werden. Fünf Teams von der Ostküste und drei von der Westküste werden dabei sein. Weitere Investoren sind willkommen. Bald beginnen die Verhandlungen mit der US Soccer Federation bezüglich der Sanktionierung der neuen Liga.

2) In Schweden verstärkt sich der Tabellenelfte AIK mit der 92-fachen amerikanischen Nationalspielerin Lori Chalupny, die 2008 in Peking Gold mit den USA holte. Mich wundert etwas, dass es keine Stürmerin ist, die AIK holt, aber vielleicht soll Nazanin Vaseghpanah weiter nach vorne rücken, eine Rolle, die si früher schon erfolgreich gespielt hat.

Gestern Abend spielten Djurgården und Linköping in einem Testspiel 3:3. Djurgårdens Trikot mit der Nummer 8 trug die finnische Nationalspielerin Marianne Tolvanen, die eigentlich bei HJK Helsinki unter Vertrag steht. Möglicherweise soll Tolvanen also im Herbst helfen, den Tabellenletzten doch noch zu retten.

Markus Nilsson, erfolgreicher und junger Clubchef bei Aufsteiger Vittsjö GIK steigt aus. Nicht aus Unzufriedenheit, sondern weil man ihm einen Topjob angeboten hat: Nilsson wird Eventchef der EURO 2013, die kommendes Jahr in Schweden ausgetragen wird.

Dritter Titel in Folge für Western New York Flash

Western New York Flash hat am späten Samstagabend ein seltenes Kunststück vollbracht: Die Mannschaft gewann ihren dritten Meistertitel hintereinander – in jeweils anderen Ligen. 2010 war es der W-League-Sieg, 2011 wurde man mit einem mit Stars wie Marta, Christine Sinclair, Alex Morgan und Caroline Seger gespickten Team letzter WPS-Sieger und nun am 28.07.2012 kam der Titel in der neuen WPSL-Elite dazu.

Im heimischen Sahlen-Stadion in Rochester besiegte man die Chicago Red Devils vor 1221 Zuschauern mit 4:2 nach Elfmeterschießen und 1:1 nach Verlängerung. Dabei hatte es lange nach einem überraschenden Sieg der Gäste ausgesehen. Die „roten Teufel“ führten nämlich durch einenj Treffer von Ashleigh Ellenwood in der 40. Minute mit 1:0. New York erspielte sich fast keine Chancen únd sah aus wie der Verlierer, als Toni Pressley in der letzten Minute der Nachspielzeit mit einem fulminanten Schuss den Ausgleich erzielte.

In der Verlängerung passierte nichts. Elfmeter. Nachdem Michelle Wenino gegen Ende der Runde ihren Elfmeter für Chicago an den Pfosten gesetzt hatte, machte Angela Salem sich dann zur Heldin des Abends. Die 25-Jährige hat früher sowohl für den FC Sky Blue wie auch für Atlanta Beat gespielt und war letztes Jahr noch in Finnland für Åland United tätig.

USA holen Volvo Winners Cup nach 4:1 gegen den Weltmeister

Abby Wambach und Alex Morgan erzielten je zwei Tore beim souveränen 4:1 Sieg der USA beim Volvo Winners Cup im schwedischen Halmstad. Gegner kein Geringerer als Weltmeister Japan, das nie zu seinem Spiel fand und regelrecht überrannt wurde. Nach dem 3:1 gegen Schweden am Samstag steht das Team von Pia Sundhage damit vorzeitig als Sieger des Dreiländerturniers fest.

Für mich war der Aufwand einer Reise nach Westschweden leider zu groß. Urlaub nehmen, Hotel, Hundepension, Anreise, Aufenthalt hätte leider in keinem Verhältnis gestanden. Aber die Berichte zweier Kollegen, die das Spiel gesehen haben, lassen leider keine sonderlich positiven Rückschlüsse auf den kommenden EM-Arrangeur Schweden zu. Die Namen beider Aufstellungen wurden furchtbar verstellt vorgelesen, am schlimmsten „Saki Kuma, Kuma, Kuma, Kumagajjjj heisst sie jawohl“, da wurde vorher nicht geübt und dann passieren solche grandiosen Peinlichkeiten.

Die Zuschauerkulisse von 1300 am Montagnachmittag verwundert nicht, aber die frühe Anstosszeit wurde damit begründet dass zwei japanische Fernsehstationen das Spiel zur Prime Time nach Ostasien ausstrahlten. Aber auch bei Schweden – USA waren am Samstag, wo die meisten frei hatten nur 2700. Das sieht nicht gut aus, aber wie gedankienlos kann man sein, wenn man das Turnier mitten in die EM der Männer legt, wo alle Zeitungen nur über Polen und die Ukraine schreiben. Sicher, das Turnier ist sportlich wichtig für die drei Teams, die alle an der Olympiade teilnehmen, aber man muss ein Jahr vor der EURO auch mal an Marketing denken. Denn wie viele Leute sollen sich dann Spiele von Italien gegen Finnland in Kalmar, Halmstad oder Linköping anschauen? Es kann eine grandiose Peinlichkeit werden, die das schlechte Marketing der finnischen Nachbarn noch in den Schatten stellt. Dabei wollte man von Deutschland lernen und sich anschauen, wie man dort das Turnier WM 2011 präsentiert hat. So wird die EURO 2013 ein Publikumsfiasko, aber der schwedische Fußballbund interessiert sich nur sehr sekundär für Frauenfußball und wir haben auch keinen Theo Zwanziger, sondern einen Karl Erik Nilsson, der schon im April einen mehr als peinlichen Einstand auf dem Pressetreffen der Damallsvenskan abgab, als er die Pokale verwechselte.

Ach so, das japanische Tor erzielte Potsdams Yuki Nagasato.

USA gewinnt 3:1 in Halmstad

Ein Jahr vor der EURO 2013 wird in Halmstad und Göteborg an der schwedischen WSestküste der Volvo Winners Cup gespielt. Drei Teams sind dabei: die Medaillengewinner der FIFA WM 2011 in Deutschland. Japan, USA, Schweden.

Gestern beim Auftakt in Halmstad siegte die USA nach einem furiosen Start gegen Schweden mit 3:1. Abby Wambach, Alex Morgan und Tobin Heath trafen für die USA und Lotta Schelin verkürzte zwischendurch auf 1:2.

Besonders in der Abwehr offenbarte Schweden Schwächen. Das 0:1 ging (wieder einmal) auf die Kappe von Hedvig Lindahl, die viel zu weit vor dem Tor stand, was Abby Wambach mit einem Heber in der achten Minute bestrafte. Dieses Tor brachte die Schwedinnen auf die Verliererstraße, die Torwartfrage sollte sich Thomas Dennerby noch einmal genau überlegen, aber Hedvig scheint den Nummer-1-Posten bei Dennerby abonniert zu haben. Bei der WM waren ihre beiden groben Schnitzer gegen Japan ausschlaggebend für die Niederlage im Viertelfinale.

Das 0:2 ist ebenfalls ein kapitaler Abwehrfehler. Stina Segerström kann sich gegen die jüngere, agilere Alex Morgan einfach nicht behaupten und lässt zu, dass diese den Ball ins Netz forciert.

Beim 1:3 durch Tobin Heath sieht Annica Svensson sehr alt aus durch völlig falsches Stellungsspiel. Aber meiner Meinung nach wird Schweden in London auch mit den Medaillen nichts zu tun haben. Um die sollten Japan, die USA, Brasilien und Frankreich spielen.

Hier sind die Tore der Begegnung:

 

Zweite Schwedenpleite in Folge: 0:4 gegen USA

„In vieler Hinsicht haben wir heute ein besseres Spiel gemacht als gegen Deutschland. Das Spiel war temporeich und kreativ, aber wir machen individuelle Fehler, die man gegen so einen Gegner nicht machen darf. Das muss man ehrlich sagen,“ so Thomas Dennerby zur zweiten 0:4 Niederlage innerhalb von 48 Stunden.

Die USA hatte Schweden im Spiel um Platz drei mit 4:0 besiegt und wo am Montag noch Celia Okoyino da Mbabi die dreifache Torschützin war, so gelang das Kunststück am Mittwoch Alex „Baby Horse“ Morgan. Abby Wambach erzielte das vierte Tor.

Bei zwei Toren sah die heute spielende Hedvig Lindahl richtig schlecht aus.

Schweden gewinnt, Island, Dänemark, Norwegen verlieren

Vier der fünf nordischen Nationalmannschaften halten sich dieser Tage an der Algarve auf, lediglich die Finninnen gingen einen eigenen Weg und buchten das immer stärker werdende Turnier auf Zypern.

Als erstes Team ging Norwegen auf den Platz und Gegner war heute am frühen Nachmittag Weltmeister Japan. Zwar brachte Isabell Herlovsen die Skandinavierinnen in der 20. Minute mit 1:0 in Führung, aber Turbine Potsdams Yuki Nagasato glich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aus und Goalgetterin Nahomi Kawasumi vom japanischen Meister INAC Kobe Leonessa schoss in der 66. Minute den Siegtreffer.

Kawasumis Schuss wurde von einer norwegischen Abwehrspielerin unglücklich abgefälscht und Caroline Knutsen hatte keine Chance. „Ich bin der Meinung, dass wir heute mehr verdient gehabt hätten,“ sagte Norwegens Trainerin Eli Landsem nicht ganz unerwartet. Wir sind auf dem richtigen Weg, ein großes Lob an die Mannschaft.“

Island traf auf Europameister Deutschland, das stark ersatzgeschwächt antreten musste. Dennoch gab es fast keine einzige Torchance für die Spielerinnen von der Vulkaninsel. Und beim Treffer des Tages in der ersten Halbzeit bezwang Malmös Anja Mittag Malmös Thora Helgadottir.

Thomas Dennerby war zufrieden, denn der WM-Dritte Schweden besiegte China durch einen späten Treffer von Antonia Göransson mit 1:0. „Ich bin mit dem Sieg zufrieden,“ sagte er, „und über 90 Minuten gesehen, war es auch verdient. China hatte eine gute Phase in der zweiten Halbzeit, aber wir hatten auch ein paar Chancen. Wir haben ein paar technische Fehler gemacht, aber die Saison hat noch gar nicht angefangen, da muss man damit rechnen.“

Erwähnenswert, dass Lotta Schelin ein paar Tage nach ihrem 28. Geburtstag heute ihr 100. Länderspiel absolvierte.

Vizeweltmeister USA deklassierte im vierten Spiel des Tages Dänemark mit 5:0 und unterstrich eindrucksvoll die Ambitionen auf Algarve-Cup und Olympia. Alex Morgan traf zweimal, je einen Treffer erzielten Abby Wambach, Carli Lloyd und Sydney Leroux.

Auch Alex Morgan spielt für Seattle

Alex Morgan

Nach Hope Solo und Sydney Leroux haben die Seattle Sounders nun auch Alex Morgan verpflichten können. Das gab der Verein am Montagabend auf seiner Homepage bekannt. Die Verpflichtung der 22-Jährigen muss noch vom amerikanischen Fußballverband USSF bestätigt werden.

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit konnte Trainerin Amy Carnell sich freudestrahlend äußern: „Alex ist eine Weltklassespielerin, die deutlich reifer ist als ihre 22 Jahre. Ihre fantastische Leistung bei der WM 2011 hat das vorbereitet, was eine aufregende Sounders Frauensaison werden wird.“

In bisher 32 Länderspielen hat Alex Morgan 16 Tore erzielt, war bei der WM nicht Stammspielerin, sondern Joker, schoss aber sowohl im Halbfinale gegen Frankreich wie auch im Finale jeweils ein Tor.

„Ich freue mich sehr, in einer Stadt spielen zu können, die so fußballbegeistert ist. Die Fan-Unterstützung bei den Sounders ist eine der besten der Männerliga, wenn nicht die Beste. Ich kann mir nur vorstellen, wie wohl die Unterstützung für ein professionelles Frauenteam wäre.“

Eines von mehreren Argumenten für Morgans Entscheidung zugunsten Seattles dürfte gewesen sein, dass ihr Freund Servando Carrasco für die Sounders spielt.

Göteborg und Tyresö wollen Marta

Trotz der stolzen Summe von einer Million Dollar für eine Saison, die Martas Agent Fabiano Farah für seine Klientin einfahren will, sind offenbar noch zwei schwedische Vereine im Rennen. Vizemeister Kopparberg/Göteborgs FC und der Verein mit den größten Ambitionen, Tyresö FF.

Die Boulevardzeitung Aftonbladet schreibt in ihrer heutigen Ausgabe, dass Göteborg augenscheinlich das größte Interesse an der Brasilianerin hat während Tyresös Präsident Hasse Lindberg zitiert wird: „Wenn dieses Preisschild wirklich gültig ist, lohnt es sich nicht einmal eine Krone für ein Telefonat auszugeben.“ Sein Göteborger Pendant Peter Bronsman: „Wir sind in einer gewissen Bereitschaft. Aber wir haben einen Gesamtumsatz von sieben Millionen Kronen. Wenn sie diese Summe wirklich haben wollen, dann geht es nicht.“

Alle anderen zehn Vereine sagen eindeutig nein zu der Weltfußballerin. Die Gehaltsvorstellungen liegen jenseits von Gut und Böse. In einer Umfrage, die Aftonbladet bei allen zwölf Clubs gemacht hat, ob die Vereine mit ihrem jetzigen Kader zufrieden sind oder ob sie den Kollaps der WPS nutzen werden, um doch noch die eine oder andere Verpflichtung zu tätigen, kam folgendes heraus:

So gut wie alle Vereine haben erheblich Anfragen aus den USA bekommen. Ein mittlerer Tross möchte sich gerne in Bewegung nach Skandinavien setzen. AIK wäre durchaus noch an einer offensiven Mittelfeldspielerin und/oder einer Stürmerin interessiert. Djurgården sucht in Abwehr, Mittelfeld und Angriff noch, aber die finanzielle Situation setzt deutliche Grenzen, falls nicht Sponsoren eine Spielerin „stiften“. Jitex in Göteborg hat nach der Verpflichtung von Christina Julien den Kader endgültig voll, aber Lokalrivale Göteborg sucht noch Klassespielerinnen vor allem fürs Mittelfeld. Hier könnte Marta landen, Sportchef Lasse Svensson sagt, dass man Spielerinnen suche, die direkt in die Startformation gehen können.

Kristianstads Elisabet Gunnarsdottir ist eigentlich auch zufrieden, aber die neuen Möglichkeiten führen auch die Isländerin in Versuchung. Alle wissen, dass man jetzt auch gute Spielerinnen zum Sonderangebotspreis bekommen kann. Die Entscheidung, ob man noch jemanden holt, soll noch diese Woche fallen und falls es eine positive Entscheidung ist, dann handelt es sich um eine Amerikanerin.

Linköping will noch eine offensive Spielerin. Trainer Jörgen Pettersson spricht davon, dass die Verstärkung jetzt, aber vielleicht auch erst zum Sommer kommen kann. Mit Lisa DeVanna, Linda Sällström und Emma Lundh gibt es in Linköping schon drei starke Stürmerinnen. Aber Pettersson hat die Offensive mit Recht als Problemzone erkannt und will da offenbar richtig aufrüsten und zu starker Konkurrenz im Team kommen.

Malmö will erst einmal den Konkurs abwenden und hat genug mit sich selbst zu tun. Sportchef Niclas Carlnén passt. Piteå ists zufrieden mit seinen drei Torhüterinnen und siebzehn Feldspielerinnen. Umeå und Vittsjö dagegen suchen beide noch. Vittsjö muss sich ordentlich verstärken, wenn man nicht glcieh wieder absteigen will in die neue Superettan. Örebro dagegen sagt, dass der Kader komplett ist und die Ressourcen erschöpft.

Die kommenden vier Wochen werden spannend. In Frage kommen wohl alle Spielerinnen, die nicht Bestandteil des USWNT sind, des erweiterten Kaders der amerikanischen Nationalmannschaft, denn bei denen ist damit zu rechnen, dass sie in den USA vom Verband finanziert werden, um sich optimal auf London 2012 vorzubereiten. Alles andere als Gold wäre eine Enttäuschung, alles andere als Gold dürfte auch das Ende der WPS bedeuten, denn die Liga, die nun sicher nicht nur wegen des Streits mit dem zu Recht unbeliebten Dan Borislow ein Jahr pausiert, braucht den Erfolg bei Olympia als Pausenfüller und Reanimation, um die Anstrengung, 2013 wieder zu spielen, wirklich zum Erfolg zu führen.

Die amerikanische Nationalmannschaft spielt am Samstag gegen Neuseeland. Im Kader (und damit wohl eher unwahrscheinlich für einen Transfer nach Europa) sind 28 Spielerinnen: Yael Averbuch (25), Nicole Barnhart (30), Shannon Boxx (34), Rachel Buehler (26), Lauren Cheney (24), Stephanie Cox (25), Whitney Engen (24), Ashlyn Harris (26), Tobyn Heath (23), Meghan Klingenberg (23), Amy LePeilbet (31), Sydney Leroux (21), Lori Lindsey (31), Carli Lloyd (29), Jill Loyden (26), Kristie Mewis (20), Heather Mitts (33), Alex Morgan (22), Christine Nairn (21), Kelly O’Hara (23), Heather O’Reilly (26), Christie Rampone (36), Megan Rapinoe (26), Amy Rodriguez (24), Becky Sauerbrunn (26), Hope Solo (30), Abby Wambach (31), Keelin Winters (23).

WPS-Kader füllen sich

Am Freitagnachmittag Ortszeit fand in Kansas City das mit Spannung erwartete WPS-Drafting 2012 statt, in dem die vielversprechendsten Spielerinnen der hochklassigen College-Saison hofften, von einem der fünf Clubs (oder Franchises) „einberufen“ (= gedraftet) zu werden.

Zum ersten Mal habe ich mir das Spektakel angesehen und es kam mir vor wie die Live-Sendung eines Brettspiels mit einem Moderatorenpaar, einer Ansagerin und fünf Kandidatentischen. Vorher war festgelegt worden, dass der Vorjahresletzte Atlanta Beat die erste Wahl haben sollte und dass man dann weitermachen würde die Tabelle von hinten aufzurollen. Allerdings hatten einige Vereine untereinander abgemacht, dass einige Positionen vertauscht wurden. Meister Western New York Flash etwa konnte so die Nummer 6, 7 und 8 hintereinander bestimmen. Es mutet alles ein bisschen wie Baseball an, von dem ich leider genausowenig verstehe.

Sydney Leroux (Foto: UCLA)

Die Nummer 1 war schließlich die von allen als Favoritin auf diese Position erwartete Sydney Leroux von der Universität Los Angeles (UCLA). Die 21-Jährige Stürmerin wird also in Atlanta spielen und in einer Angriffsformation mit Christen Press und Kelley O’Hara erscheinen. Das könnte der spannendste All-American Nachwuchssturm seit langem sein. Atlantas Trainer James Galanis: „Das war eine einfache Entscheidung für mich. Sydney Leroux ist eine Spielerin, die schon seit einigen Jahren im Gespräch ist. Sie kommt immer näher an die amerikanische A-Nationalmannschaft heran.“

Stürmerinnen würden gefragt sein, das war in allen Prognosen vorher zu lesen. Und so schnappte sich Sky Blue FC, der Club, der in seiner jungen Geschichte mit Laura Österberg Kalmari, Jessica Landström, Therese Sjögran und nun aktuell auch Manon Melis viele Spielerinnen aus der Damallsvenskan geholt hatte, erwartungsgemäß die Favoritin auf Platz 2, die Stürmerin Melissa Henderson von der Universität Notre Dame, die nicht in Paris, sondern vielmehr in Southbend (Indiana), eine Autostunde südlich´von Chicago liegt.

In etwas mehr als zwei Stunden wurden dann 21 weitere Spielerinnen verteilt. Nennenswert, dass die Gewinnerin des MAC Hermann Award, die US-Mexikanerin Teresa Noyola als Nummer sieben auf der Liste zu Meister Western New York Flash geht. Als insgesamt beste Fußballspielerin wurde allgemein die Torhüterin Bianca Henninger angesehen. Sie ist eines der überragendsten Talente im Tor seit Hope Solo. Henninger wird bei Philadelphia Independence aktiv werden, sie ging aber erst als Nummer 14 über den Ladentisch.

Melissa Henderson (Foto: collegesoccer360.com)

Interessant und gleichermaßen unverständlich für nicht-amerikanische Beobachter, dass die gerade vom FC Bayern München geholte Sarah Hagen als Nummer 5 von Philadelphia gedraftet wurde. Aber hier wird allgemein vermutet, dass es eine Absprache zwischen Hagen und Trainer Paul Riley gibt, dass Hagen nach dem Ende der Bundesligasaison in Philadelphia weitermachen wird. Als sich dann aber Sky Blue als Nummer 9 Ingrid Wells ausgesucht hatte, verstanden selbst eingefleischte Drafter nicht ganz, was dem Team des deutsch.-amerikanischen Rechtsanwalts Thomas Hofstetter da in den Sinn gekommen war. Wells hat für 2012 bis Ende Oktober einen Vertrag bei Göteborg, dem schwedischen Vizemeister. „Das ist, falls sie Heimweh bekommt,“ twitterte mir jemand zu, aber realistischer die dann entstandene Vermutung, dass man die Spielerin, die auch „der kleine General“ genannt wird, schon mal für 2013 reservieren wollte.

Mehr noch als das Draften der jungen Talente interessiert die breite Gemeinde der Frauenfußballfans aber die Frage, was denn wohl mit den Superstars wie Abby Wambach passieren wird. Jeff Kassoufs Seite Equalizer Soccer zitiert die 32-Jährige Weltklassestürmerin mit Äußerungen vom Donnerstag der vergangenen Woche:

„Im Moment ist es wirklich schwer zu sagen, aber ich habe noch keinen Vertrag unterschrieben. Vieles ist aber in Arbeit. Mein Fokus und meine wichtigste Aufgabe ist die Konzentration auf eine olympische Goldmedaille. Mein Körper ist nicht mehr so jung wie vor vier Jahren, ich muss sehr, sehr vorsichtig sein und darauf achten, was ich meinem Körper zumute von jetzt bis nach London. Es könnte ein Szenario geben, in dem ich nicht für eine Profimannschaft spiele vor Olympia, dass ich darauf warte, wie sich mein Körper danach anfühlt.“

Da Wambach aus Rochester im Bundesstaat New York stammt, wo nun mal ausgerechnet der amerikanische Meister spielt, wäre es sehr gut denkbar, dass sich Abby nach den Olympischen Spielen dem WPS-Meister anschließt. Bei einer gerade gewonnenen Goldmedaille wäre das dann sogar ein Scoop allerersten Ranges.

 

Western New York Flash holt WPS-Titel

Als Europäer finde ich das sowieso zumindest merkwürdig. Da spielt man eine Saison mit sechs Teams und 18 Spielen und am Ende hat man einen Ligasieger und einen Zweiten. Western New York Flash gewann vor Philadelphia Independence.

Dann lässt man den Vierten gegen den Dritten ein Qualifikationsspiel darum machen, wer gegen den Zweiten um den Einzug ins Endspiel spielen darf, für das sich der Erste bereits qualifiziert hat. Die jeweils besser plazierte Mannschaft hat immer Heimrecht.

Am Ende standen gestern im WPS-Championship-Spiel in Rochester (New York) der Erste und der Zweite. Wobei man sagen muss, dass Philadelphia gegen die hochkarätige Truppe (Marta, Christine Sinclair und Alex Morgan dürften als Angriff von keinem Verein der Welt zu toppen sein) von Fleischermeister Sahlen ein sehr gutes Spiel machte.

Dennoch, die erste Halbzeit war stellenweise Fussball zum Weggucken. Kaum Torchancen auf beiden Seiten und sehr erfolgreiche Abwehrreihen. Trauriger Höhepunkt und lustig zugleich: Ein Eichhörnchen ohne Eintrittskarte hatte sich auf den Platz begeben und drehte wilde Runden im Strafraum von Philadelphia, das was Marta & Co auch gern getan hätten. Schiedsrichterin Kari Seitz unterbrach die Partie und es dauerte einige Minuten, bis das Tier gefangen und abtransportiert war. Der Stadionsprecher versicherte dem Publikum (10.481 Zuschauer) später, dass es dem Eichhörnchen gut gehen würde.

Grosses Manko für Philadelphia: Bei einem Zusammenstoss mit New Yorks robuster Abwehrspielerin Brittany Bock ging Tasha Kai zu Boden und erholte sich nicht mehr richtig von dieser Aktion, bei der Bock überhart einstieg, aber nicht bestraft wurde. Kai wurde dann später ausgewechselt und ihre Explosivität und ihr aussergewöhnlicher Wille fehlte dem Team von Supertrainer Paul Riley.

In der zweiten Halbzeit dann ein deutlich besseres Spiel. New York ging in Führung durch eine sehenswerte Direktabnahme von Christine Sinclair und lange, lange sah es auch so aus, als ob es dabei bleiben würde. Überragend auf der anderen Seite bei den Gästen: Amy Rodriguez. Sie war ein ständiger Unruhefaktor, erspielte sich mittlere bis hochkarätige Chancen, die sie serienweise versiebte, aber einmal traf sie dann doch: in der 88. Minute, als die New Yorkerinnen sicher schon überlegten wo sie denn feiern gehen sollten.

1:1. Verlängerung. Mit neuerlichen Chancen von Amy Rodriguez („Wir haben Amy drei riesige Chancen serviert und auf diesem Niveau musst du einfach eine davon reinmachen, wenn du das Spiel gewinnen willst. Sie hat keine verwertet und wir haben den Preis dafür bezahlt“, sagte Riley), aber auch einer allmählich müde werdenden Truppe in den grauen (!!??) Trikots und Hosen (naja, man könnte das auch als Silber interpretieren).  Dennoch blieb es ausgeglichen, Marta kam kaum zu direkten Torchancen, auch Alex Morgan und Christine Sinclair wurden sehr gut bewacht. Danesha Adams hätte Philadelphia mit einem Kopfball zum Sieg bringen können, aber Ashlyn Harris war auf der Hut. Beverly Goebel, die für Hammarbys Neuzugang Becky Edwards bei New York gekommen war, traf nach einem Pass von Marta die Querlatte und bekam in der Verlängerung die zweite gelbe und dann eben die rote Karte.

Und dann standen die Torhüterinnen im Mittelpunkt. Elfmeterschiessen. Aber es gab erst einmal nichts zu halten für Nicole Barnhart und Ashlyn Harris. Mit Marta angefangen verwandelten alle mehr oder minder sehr sicher. Und so stand es 5:4 für New York als die Spanierin Laura Del Rio antrat und zum Unglücksraben des Abends wurde, Harris tauchte in der richtigen Ecke auf und der Ligaerste holte auch den Titel.

Zum zweiten Mal hintereinander übrigens. Denn vergangenes Jahr siegte Martas FC Gold Pride (inzwischen in Konkurs) gegen Philadelphia. Lediglich vor zwei Jahren, bei der ersten WPS-Auflage hatte FC Sky Blue den Ligaersten Los Angeles Sol (auch mit Marta) im Finale bezwungen.

Auch interessant, dass bei Western New York nicht weniger als sieben Spielerinnen im Kader standen, die schon vergangenes Jahr mit FC Gold Pride die Liga gewonnen hatten: Marta, Christine Sinclair, Candice Chapman, Al Riley, Becky Edwards (Hammarby kann sich freuen), Kandace Wilson und Brittany Cameron.

Philadelphias Trainer Paul Riley: „Ich kann nicht mehr verlangen. Die Kids waren fantastisch heute Abend. Selbst der Elfmeter, der gehalten wurde, war ein sehr guter Elfer. Der ging genau in die Ecke. Am Ende hat das Team, das sechs Punkte Vorsprung hatte, auch die Meisterschaft gewonnen, also werden wohl alle sagen, dass das ein gerechter Abschluss war.“

Die nächsten Wochen und Monate werden nun zeigen, ob das Finale 2011 das letzte Spiel in der kurzen Geschichte der WPS gewesen ist. Die Liga steckt in Schwierigkeiten, von Anfang an bereits. magicJack möchte man loswerden, die Boston Breakers sind zu verkaufen. Und auch bei den anderen vier Clubs ist besonders wirtschaftlich nicht alles eitel Sonnenschein.

Der Verbleib von Marta ist jetzt wieder offen, denn ihr Dreijahresvertrag mit der Liga läuft aus. Allerdings ist schwer zu sehen, wer ihr ausserhalb der USA 500.000 Dollar pro Saison zahlen würde.

Kommt Marta morgen?

Um 17.00 Uhr spielt morgen die Nummer 3 der Tabelle, der sehr ambitionierte Tyresö FF gegen den Vorletzten Hammarby. Eine Stunde vorher hat Sportchef Hans Löfgren die Presse geladen, um wie er es angekündigt hat, eine spektakuläre Neuverpflichtung bekanntzugeben.

In 17 Minuten spielt Marta mit Western New York Flash gegen Philadelphia das WPS-Finale 2011. Fünf Stunden später könnte sie an Bord eines Fluges nach London sitzen und noch rechtzeitig in Stockholm eintreffen. Das hat ffschweden recherchiert.

Auch der Verbleib von Inka Grings ist noch ungeklärt . Grings allerdings hat in Schweden ausserhalb der Expertenszene kaum einen Bekanntheitsgrad, der den Journalisten der grossen Tageszeitungen als spektakulär vorkommen würde.

Spektakulär wäre noch die Verpflichtung einer Top-Amerikanerin à la Alex Morgan oder Abby Wambach. Hope Solo stand schon früher auf der Einkaufsliste Löfgrens, aber die hat immer noch zahlreiche Schrauben in der Schulter.

Eine japanische Weltmeisterin? Honore Sawa wäre sicher etwas, Kopf der Weltmeistermannschaft, aber hat Tyresö Schuhe der Grösse 34 vorrätig und auch hier – welche Strahlkraft über das Sportliche hinaus hätte die 32-Jährige Japanerin?

Nein, wir glauben, dass es ein Wiedersehen mit Marta geben wird und dass die dann gleich einen Zweijahresvertrag in Stockholm unterschreibt. Hier sind ihre ehemaligen Umeå-Kolleginnen Carola Söberg, Johanna Frisk, Elaine und Madelaine Edlund, bei Hammarby noch Mami Yamaguchi, mit der sie in Umeå spielte.

Zuletzt sah ich Marta übrigens – in Tyresö. Im Oktober 2010 war sie hier zu Besuch und kaufte sich ein Würstchen und stand brav in der Schlange.

Marta mit erneutem Doppelpack

So gegen Ende der Saison 2011 wächst das Interesse für die Women Professional Soccer League (WPS) in den USA. Alle sechs Mannschaften haben nun 17 Spiele absolviert, nachdem gestern Abend amerikanischer Zeit magicJack und Western New York Flash aufeinandertrafen.

Durch zwei Tore von Marta gewann New York mit 2:1 und liegt nun vor dem letzten Spiel (zu Hause gegen den Tabellenletzten Atlanta Beat; live und gratis im Internet am Montagmorgen 00:00 MESZ) drei Punkte vor Philadelphia Indepence. Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte die Kanadierin Sophie Schmidt besorgt.

Sowohl New York wie auch Philadelphia und magicJack sind bereits für das PlayOf qualifiziert. Der vierte und letzte Platz wird im direkten Duell zwischen den Boston Breakers und Sky Blue ausgespielt, wobei die Breakers unbedingt gewinnen müssen.

Durch ihre vier Tore innerhalb von nur vier Tagen hat Marta sich nun in der Torschützenliste der WPS gemeinsam mit Tasha Kai (Philadelphia) auf den zweiten Platz vorgeschoben. Beide haben neun Treffer erzielt. In Führung noch Martas Teamkameradin Christine Sinclair mit zehn Toren.

Gleichzeitig läuft in dieser Woche auch das Voting für die Preise. In der Kategorie beste Spielerin sind nominiert:

  • Veronica Boquete (Philadelphia)
  • Tasha Kai (Philadelphia)
  • Marta (New York)
  • Christine Sinclair (New York)
  • Abby Wambach (magicJack)

Erwähnenswert, dass Abby Wambach auch in der Kategorie beste Trainerin nominiert ist. Hier sind übrigens, Verzeihung lächerlicherweise, ALLE sechs Trainer der WPS nominiert.

Christen Press

Christen Press

Interessant auch immer die Kategorie „Rookie of the year“, wo die beste Newcomerin gekürt wird. Dort sind im Rennen:

  • Sinead Farrelly (*1989, Philadelphia, Mittelfeld)
  • Meghan Klingenberg (*1988, Boston, Mittelfeld)
  • Alex Morgan (*1989, New York, Angriff)
  • Christen Press (*1988, magicJack, Angriff)
  • Keelin Winters (*1988, Boston, Mittelfeld)

Hier dürfte Alex Morgan die haushohe Favoritin sein, sie ist der „rising star“ und schon jetzt das Lieblingskind der Medien neben Abby Wambach und Hope Solo.