Wolfsburg kann sich freuen

27789595181_d61d14939f_k (1)Sara Björk Gunnarsdóttir ist schon die dritte Spielerin aus Malmö, die der VfL Wolfsburg verpflichtet hat. Nach Kapitänin Nilla Fischer und Mittelfeldas Ramona Bachmann nun also die 25 Jahre alte Isländerin, die fünfeinhalb Jahre lang in Malmö gespielt hat.

Ihr letztes Spiel absolvierte ‚Björki‘, wie die Mittelfeldspielerin genannt wird, am 23.06. beim Auswärtssieg (1:0) bei Eskilstuna United. Mitte der zweiten Halbzeit gab Sara Björk den entscheidenden Steilpass über gut und gerne 30 Meter zu Marta, die keine Probleme hatte, das Siegtor zu machen.

Nach dem Spiel hatte ich Gelegenheit, mich mit ‚Björki‘ zu unterhalten.

Es ist sicher die blödeste und beliebteste Frage von schwedischen Sportjournalisten, aber heute und hier passt sie: „Hur känns det?“ – Wie fühlst du dich?

„Es ist ein komisches Gefühl zu gehen. Es waren fantastische fünfeinhalb Jahre, in denen ich mich sowohl als Mensch wie auch als Spielerin entwickelt habe. Es ist nicht leicht, zu gehen,“ sagte Gunnarsdottir wie man sie in Deutschland wohl nennen wird.

Dabei ist Island ein Land, in dem die Vornamen mehr Bedeutung als die Nachnamen haben. Sara Björks Vater heisst Gunnar, weshalb sie seinen Namen mitnimmt. Sollte sie Mutter werden, würden ihre Kinder den Vornamen des Kindsvaters tragen. Wer mal in Reykjavik war, als es noch Telefonbücher gab, weiß, dass das nach den Vornamen sortiert war. Das mal nur so als kleinen Exkurs…

Du bist als Jugendliche oder junge Erwachsene nach Schweden gekommen und gehst jetzt irgendwo gereift und endgültig erwachsen. 

„Es war eine sehr wichtige Zeit für mich. Ich war 20 als ich gekommen bin und es war genau die richtige Mannschaft. Ich habe mit fantastischen Spielerinnen zusammengespielt und hatte verdammt gute Trainer. Ich hätte es in diesen Jahren nicht besser haben können.“

94 unglaubliche Länderspiele hat ‚Björki‘ bereits für die isländische Nationalmannschaft gemacht, das erste mit nur sechzehn Jahren. Für die EM in den Niederlanden ist man bereits so gut wie qualifiziert und in der Nationalmannschaft ist sie bereits Kapitänin.

Da kommt eine Charakterspielerin nach Wolfsburg, eine, die durchaus die Rolle schultern kann, die Lücke füllen kann, die Weltfußballerin Nadine Kessler hinterlassen hat.

In Malmö, da sagen alle immer, dass es etwas ganz Besonderes ist, für Rosengård zu spielen, mit nichts vergleichbar. Kannst du das erklären?

„Wir kommen alle sehr gut miteinander aus und das ist nicht nur individuell. Es gibt eine Menge Spielerinnen, die sehr lange miteinander gespielt haben und wenn eine neue kommt, dann wird sie sehr schnell  bei uns integriert. Dann stehen wir uns sehr nahe. Machen viel zusammen nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalkb,. Ich glaube, dass man das letztlich auch unserem Spiel ansehen kann.“

Und jetzt Wolfsburg, du willst die Champions League gewinnen?

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Abschied – Tränen bei Ali Riley nach dem letzten Spiel mit ‚Björki‘

Das wird sehr spannend in Wolfsburg. Nach fünf Jahren ist es wohl der richtige Schritt. Ich sehe dem mit großen Erwartungen entgegen, aber heute Abend habe ich durchaus noch gemischte Gefühle, weil es schon schwer fällt, Abschied zu nehmen. Wie gesagt ging es mir hier sehr gut.“

Noch ist die Truppe des VfL Wolfsburg nicht ganz klar. Trainer Ralf Kellermann sagte in einem zweiteiligen Interview auf der Homepage des Vereins, dass man noch eine Spielerin verpflichten will. Im Mittelfeld kann Kellermann kommende Saison auf zehn aktuelle oder ehemalige Nationalspielerinnen zurückgreifen. Kellermann sagt, dass man große Hoffnungen auf ‚Björki‘ setzt.

Wir werden ihren weiteren Weg aus Schweden verfolgen.

Sara Björk, wenn man in diesen Tagen eine Isländerin trifft, dann muss man doch auch ausnahmsweise über Männerfußball reden, was sagst du zu den Erfolgen des Teams bei der EM?

„Ja, das ist schon fantastisch. Lasse (der schwedische Trainer Lars Lagerbäck) hat gute Arbeit geleistet.“

V or dem Spiel gegen England (das dann 2:1 gewoinnen wurde), hat Island eine Chance?

„Warum soll Island denn keine Chance haben? Man hat immer eine Chance, die müssen weiterhin so gut in der Defensive stehen. Dann werden wir sehen…“ sagte Gunnarsdottir, die dann am Ende Recht behielt und wohl auch für das heutige Spiel gegen Frankreich dieselbe Antwort geben würde. Warum soll Island denn keine Chance haben…

Deutsch gelernt hat sie vier Jahre auf der Schule in Island, aber sie glaubt, dass sie noch einmal von vorn beginnen wird. Die 25-Jährige ist möglicherweise der beste Neuzugang aus dem Ausland in die Bundesliga und dort wird sie sicher ihren Weg genauso machen wie in der Damallsvenskan. Eine reife, kluge und sympathische Sportlerin, die sich extrem einsetzt für ihr Team. Und die auch Führungspersönlichkeit ist. Wolfsburg kann sich freuen.

 

damfotboll.com hört auf

Mit http://www.damfotboll.com hört heute eine der bekanntesten Frauenfußballseiten der Welt auf. Seit 17 Jahren hat Anette Börjesson die Seite betrieben und hatte dabei Thorsten Frennstedt immer an ihrer Seite. Beide haben Unglaubliches für den Frauenfußball geleistet. Börjesson war 1985 Europameisterin mit Schweden und Frennstedt teilte heute Abend lakonisch mit, dass er nach 47,5 Jahren (!!!!) Frauenfußballjournalismus heute für immer auslogge. Das stimmt traurig.

Selber habe ich für die Seite mehr als neun Jahre geschrieben. Spielberichte, Nachrichten und auch immer wieder Interviews. Das fällt nun weg und dem Frauenfußball in Schweden geht die wichtigste mediale Quelle verloren.

Denn zwar hat sich die Berichterstattung über den Frauenfußball in den letzten siebzehn Jahren enorm verbessert. Aber in Schweden heisst das primär, dass über die Nationalelf berichtet wird. Selbst bei einem so entfernten Turnier wie in Kanada vergangenes Jahr schickt inzwischen jede grosse Zeitung mindestens einen Berichterstatter mit auf den Weg, um über das schwedische Team zu berichten.

Dass dem so ist, daran haben Anette und Thorsten großen Anteil.

Aber schon über die Ligaspiele der Damallsvenskan wird kaum berichtet. Natürlich macht der FC Rosengård immer wieder Schlagzeilen in Sydsvenska Dagbladet, dem regionalen Blatt in Südwestskåne. Aber in Stockholm hat es ein Verein wie Djurgården oder AIK oder Hammarby sehr schwer, in die Presse zu kommen.

Als ich zuletzt beim Spiel gegen Umeå im Stockholmer Stadion war, gab es keine schreibenden Journalisten und mein Versuch, Torhüterin Tove Enblom zu einem kurzen Gespräch zu bewegen, scheiterte daran, dass sie lieber mit ihren Verwandten und Freunden reden wollte. Kein Problem, aber schon ziemlich komisch, auch weil man es gar nicht gewohnt ist, dass da jemand was fragen und dann veröffentlichen will.

In Schweden sind wir dieses Jahr meiner Meinung nach in eine mediale Krise hineingeschlittert, auch weil die Fernsehrechte nicht verkauft werden konnten. Zwar hat der Interessenverein der Liga, der EFD, nun selber die Übertragungen organisiert, aber vie meisten Kommentatoren sind schlecht und auch schlecht vorbereitet. Interviews gibt es keine, weil man halt billig produzieren muss und der Reporter wohl meist in einem Stockholmer Studio sitzt. Da wird einfach weniger kommuniziert als je zuvor.

Und ohne damfotboll wird es zappenduster.

Ich wusste schon gut einen Monat von der bevorstehenden Schliessung und habe mir überlegt, nun auch ein schwedischsprachiges Blog zu schreiben, in dem es dann regelmässig Interviews geben soll. Den Anfang macht ein Gespräch mit Wolfsburgs Neuzugang Sara Björk Gunnarsdottir, die ich vergangene Woche in Eskilstuna traf. Moirgen auf Schwedisch und Sonntag auf Deutsch.

Verstärkung aus Australien und Kanada

In Schweden nähern wir uns der Sommerpause, in der dann auch Olympia auf dem Programm stehen wird. Einige Vereine werden den einen oder anderen Wechsel bekanntzugeben haben. Zwei wurden diese Woche bekannt:

Eskilstuna United verstärkt sich mit der 21-Jährigen offensiven Mittelfeldspielerin Chloe Logarzo aus Australien.

Linköpings FC löst sein spät entstandenes Torwartproblem. Kurz vor Saisonbeginn hatte sich Goalie Matilda Hagman einen Kreuzbandriss zugezogen und konnte so schnell nicht mehr ersetzt werden. Nun kommt endlich Abhilfe in Gestalt der Kanadierin Chandra Bednar, die bereits in Schweden bei Drittligist IFK Täby gespielt hat.

Pia Sundhage benennt Olympiakader

Es hat Tradition. Wie seinerzeit Kollege Thomas Dennerby 2012  vor London, so nutzte auch Pia Sundhage die Gelegenheit des Elitentrainingslagers in Halmstad, das allsommerlich veranstaltet wird, um ihren Kader für Rio (und Brasilia) zu benennen.

Kritik gibt es dabei an der fehlenden Öffentlichkeit Nicht einmal eine Live-Übertragung im Netz fand statt.

Überraschungen gab es (fast) keine. Die eine Überraschung ist, dass es KIF Örebros 23-Jährige Abwehrspielerin Hanne Gråhns als Reserve in den Kader geschafft hat.

Im Tor werden Hedvig Lindahl (Chelsea Ladies) und Hilda Carlén (Piteå) stehen.

Sieben Spielerinnen stehen für die Abwehr zur Verfügung: Nilla Fischer (Wolfsburg), Emma Berglund (Rosengård), Linda Sembrant (Montpellier) sowie Magdalena Eriksson, Jessica Samuelsson und Jonna Andersson (alle Linköping).

In Mittelfeld und Angriff stehen: Kosovare Asllani (Manchester City), Lotta Schelin (FC Rosengård), Caroline Seger (PSG), Olivia Schough (Eskilstuna), Stina Blackstenius (Linköping), Emilia Appelqvist (Djurgården), Sofia Jakobsson (Montpellier), Lisa Dahlkvist (KIF Örebro), Fridolina Rolfö (Linköping), Elin Rubensson (Göteborg).

Die drei übrigen Reservistinnen sind Emelie Lundberg (Eskilstuna) im Tor, Abwehrspielerin Amanda Ilestedt (Rosengård) und Stürmerin Pauline Hammarlund (Göteborg).

Malmös Lina Nilsson fiel überraschenderweise in Ungnade.

 

 

 

Meisterstück?

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Die Portugiesin Claudia Neto – Mittelfeldmotor bei Linköpings FC

Nein, ich weiß nicht ob der FC Rosengård oder Linköpings FC schwedischer Meister wird. Aber gestern Abend hat Linköping dennoch ein Meisterstück abgeliefert. Gegen den Tabellendritten Kopparberg/Göteborgs FC, der eine EM-ähnliche Defensivtaktik an den Tag legte und kurz davor war, einen Punkt mitzunehmen aus der Linköping Arena, gewann man durch ein Tor von Stina Blackstenius mit 1:0.

 

Man hatte das Selbstvertrauen und die Geduld, auch noch in den letzten zehn Minuten, nicht in Panik zu verfallen und nur noch lange Bälle zu spielen. Martin Sjögren, der Trainerfuchs, hat es geschafft, dem Team einzuimpfen, dass man einfach immer nur weitermachen muss.

Und so spielten die Portugiesin Claudia Neto und die Niederländerin Renée Slegers im zentralen Mittelfeld ihren Schuh runter, unermüdlich. Und am Ende war es – wer sonst? – Pernille Harder, die den öffnenden Pass spielte, in den Lauf der richtig zum Tor stehenden Blackstenius. In der 86. Minute. Spiel aus. Drei Punkte. Linköping wieder Erster dank der mehr geschossenen Tore.

Linköping und Rosengård führen jetzt mit je 28 Punkten nach zehn Runden zwölf Punkte vor dem Dritten Eskilstuna und dreizehn Punkte vor Göteborg. Im Oktober spielen beide Teams in der Damallsvenskan gegeneinander. Vorher noch im Pokalfinale. Ob sie es schaffen, bis dahin verlustpunktfrei zu bleiben?

Wichtiger Dreier für Umeå

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Große Freude bei Umeå nach dem Schlusspfiff

Umeå IK ist und bleibt Letzter in der Damallsvenskan. In der unteren Etage bewegt sich aber einiges in den letzten Spielen. Die Mannschaften am Tabellenende holen Punkte.

 

Gestern gewann Umeå sein erstes Spiel der Saison. Im zehnten Spiel holte der ehemalige UEFA Women’s Cup Sieger ein extrem wichtiges 3:1 bei Djurgården. Ein kurioses Spiel mit kuriosen Toren bei drückender Überlegenheit der Heimmannschaft.

Das 1:0 erzielte Lina Hurtig mit dem Bauch, das 2:0 nach zehn Minuten war eine direkt verwandelte Ecke von Julia Hellström. Dabei sehen Torhüterinnen gewöhnlich nicht gut aus. Gudbjörg Gunnarsdottir auch nicht – sie verschätzte sich und der Ball sprang vor ihr auf den Boden und war auf einmal hinter ihr im Tor.

Nach einem Sturmlauf, der als beste Chance nur einen Lattentreffer von Mia Jalkerud brachte, fiel dann auch noch das 3:0 für die aufopferungsvoll kämpfenden, aber hoffnungslos unterlegenen Gäste. Einer der seltenen Entlastungsversuche. Eine Flanke von rechts segelt halbhoch in den Strafraum, Gunnarsdottir kommt raus und ihre Innenverteidigerin Sheila van den Bulk kommt ihr entgegen, will den Ball ins Seitenaus dreschen und trifft das Bein von Umeås Stürmerin Hanna Sandström – 0:3.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb es dabei. Djurgården griff an, ließ es aber an der notwendigen Effektivität fehlen. Sowohl bei der Passgenauigkeit wie auch im Abschluss. Um Umeå muss es einem weiter bange sein, auch wenn der Sieg natürlich die Aktien etwas steigen lässt und vor allem ein wenig Selbstvertrauen geben dürfte.

Überragend: Umeås 21-Jährige Torfrau Tove Enblom, die bei Gudbjörg Gunnarsdottir 2013 in die Lehre gegangen war, aus Stockholm stammt und ´seit 2014 in Umeå lebt. Enblom stand im Zentrum des Geschehens und als der Schlusspfiff kam, warfen sich glückliche Umeåspielerinnen auf ihre Torhüterin.

Die Spannung im Abstiegskampf wurde zusätzlich erhöht durch einen 1:0 Sieg des ebenfalls schwach gestarteten KIF Örebro bei Aufsteiger Kvarnsveden. Und Vittsjö kriegt immer noch kein Bein auf die Erde, obwohl man Trainer Håkan Martinsson nach dem 0:8-Schock von Linköping unter der Woche entlassen hat.

Im Übrigen scheinen auch die Trainer und Spielerinnen der Damallsvenskan EM zu gucken und lassen sich scheinbar (leider) inspirieren. Vier der fünf bisherigen Spiele des zehnten Spieltags endeten 1:0.

Vittsjö GIK – Piteå IF (0:1) 0:1
Tor: Lena Blomkvist (34.)

Djurgården – Umeå IK (0:3) 1:3
Tore: 0:1 Lina Hurtig (3.), 0:2 Julia Hellström (10.), 0:3 Hanna Sandström (42.), 1:3 Emilia Appelqvist (76.)

Kvarnsvedens IK – KIF Örebro (0:1) 0:1
Tor: 0:1 Melissa Tancredi (23.)

Rosengård gewinnt in Eskilstuna

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Unwiderstehlich: Marta lässt die wesentlich jüngeren schwedischen Nationalspielerinnen Malin Duaz (links) und Nathalie Björn deutlich hinter sich und erzielt das 1:0 für Rosengård

Zehntes Spiel, neunter Sieg. Der FC Rosengård hat es auch in Eskilstuna zu drei Punkten gebracht und kaum jemand glaubt wohl daran, dass man im Heimspiel gegen Kvarnsveden am 02.07. Federn lassen wird. Damit eine fast perfekte Hinrunde.

Das Spiel war jedoch nicht sonderlich sehenswert. Es erinnerte mich fast ein wenig an die wenig begeisternden Vorstellungen der Herren-EM-Vorrunde. Rosengård war das bessere Team, aber sie hatten nur eine Marta. Die war überragend und sorgte immer wieder für gefährliche Aktionen oder schöne Pässe. Aber die anderen offensiven Spielerinnen Natasa Andonova und nicht zuletzt auch Lieke Martens hatten zumindesty heute zu wenig Durchschlagskraft. Eskilstuna hätte durchaus zum Ausgleich kommen können, was nicht ganz verdent gewesen wäre.

Es war das letzte Spiel von Sara Björk Gunnarsdottir, die Isländerin geht bekanntlich zum VfL Wolfsburg. Nach dem Spiel habe ich mit ihr gesprochen, das Interview könnt ihr am Sonntag lesen.

Kristianstads sportliche Krise scheint erst einmal gedämpft, denn mit dem 1:0 über Mallbacken schob sich das Team von Elisabet Gunnarsdottir erst einmal auf Rang 9 und erstmals weg vom Abstiegsplatz. Finanziell allerdings sieht es ganz düster aus, in den nächsten Wochen werden wir sicher mehr erfahren.

Eskilstuna United – FC Rosengård (0:0) 0:1
Tor: 0:1 Marta (62.)

Kristianstads DFF – Mallbackens IF Sunne (1:0) 1:0
Tor: 1:0 Johanna Rasmussen (13.)

In Eskilstuna sahen mit mir weitere 2248 Zuschauer die Begegnung, in der Marta ihr achtes Saisontor erzielte.

ffschweden im Gespräch mit: Anita Asante

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Anita Asante hat im Vereinsfußball alles gewonnen, was es gibt. Sie ist mehrfache englische und schwedische Meisterin und gewann mit Arsenal London als letzte nicht-deutsche oder nicht-französische Mannschaft den Europapokal, der damals (2007) noch UEFA Women’s Cup hieß.

Seit fünf Jahren lebt die 31-Jährige Abwehr- und Mittelfeldspielerin in Schweden. Zuerst war es Göteborg und schließlich wurde es Malmö, wo sie im All-Star-Ensemble des FC Rosengård inzwischen zwei Meisterschaften gewann. 65 Mal spielte sie für England und absolvierte auch vier Länderspiele für Großbritannien, das erstmals (und letztmals?) bei der Olympiade mit einem gesamtbritischen Team antreten durfte.

Dass sie 2015 bei der WM in Kanada nicht die Bronzemedaille mit ihren Mannschaftskameradinnen gewinnen konnte, ist vielen Beobachtern nach wie vor unverständlich. Denn „Neetz“, wie sie von ihren Freunden genannt wird, ist schon allein aufgrund ihrer Vielseitigkeit ein Gewinn. Aber als Mark Sampson von  Hope Powell übernahm, hatte der vor allem Spielerinnen im Auge, die in der heimischen FA WSL spielten.

Heute Abend spielt Asante mit dem FC Rosengård bei Eskilstuna United, der Zweite beim Dritten, und gleichzeitig stimmt Großbritannien über den Verbleib in der EU ab.

Am Dienstagabend habe ich mich mit Anita nach dem Männer-EM Spiel Deutschland -ö Nordirland und vor Spanien – Kroatien unterhalten.

„Ich muss sagen, dass ich von der großen taktischen Disziplin der ‚kleineren‘ Mannschaften bei der EM sehr beeindruckt bin. Obwohl die Favoriten meist sehr viel mehr Ballbesitz haben, fällt es ihnen äußerst schwer, die Spiele zu entscheiden. Das liegt daran, dass sich das defensive Spiel enorm entwickelt hat,“ sagt Anita, als wir ein wenig über die Männer-EM sprechen.

Und England? „Ich finde, die spielen toll, es macht Spaß, der Mannschaft zuzusehen. Ich freue mich darüber, dass sie sich mehr auf ein Spiel mit viel Ballbesitz hin entwickeln.“

„Ich freue mich aber natürlich auch, wenn ein scheinbarer Außenseiter wie Wales so weit kommt. Und auch Nordirland, ist ja klar, dass man als Britin an deren Erfolgen Freude hat. Wenn dann aber England gegen Wales spielt, dann bin ich natürlich für England.“

Für den FC Rosengård läuft es bestens: Neun Spiele, acht Siege und ein Unentschieden. Wie siehst du eure Rolle im Vergleich zu den letzten beiden Jahren?

„Naja, das sieht sehr gut aus, da hast du Recht. Aber man muss auch sagen, dass wir sehr, sehr hart dafür arbeiten. Es kommt nicht von ungefähr. Wir versuchen auch die ganze Zeit noch bessert zu werden und immer wieder neue Lösungen zu finden.“

In diesem Jahr gibt es einen großen Konkurrenten, Linköpings FC. Dahinter kommt dann erst einmal gar nichts.

„Es ist doch nur gut, dass da zwei Teams so eng an der Spitze liegen. Das erhält die Spannung. Ich finde, dass wir das Spiel gegen Linköping vor ein paar Wochen selber aus der Hand gegeben haben. Das hätten wir gewinnen müssen. Es zeigt aber auch, dass Linköping ein sehr gutes Team ist, wenn du denen eine Chance gibst, sind sie auf einmal wieder im Spiel.“

Auf das Spiel am Abend in Eskilstuna (ffschweden wird dabei sein) freut sie sich, nicht zuletzt, weil es mit Sicherheit ein großes Publikum geben wird. Kein Team hat einen auch nur annähernd so hohen Zuschauerzuspruch wie Eskilstuna.

Inwieweit hat euer Trainer Jack Majgaard Jensen denn in dem gut einen jahr, in dem er bei euch war, das Spiel verändert?

„Ich finde, dass er sehr viel verändert hat. Es ist einmal die Sache, dass wir ständig an neuen Lösungen und Varianten arbeiten. Und dann ist es so, dass er sehr gut daran ist, dass Potential in den einzelnen Spielerinnen zu erkennen und uns auch herauszufordern.“

Sprachlich wird im Moment mehr Englisch gesprochen in Malmö, sagt Anita, aber das wird sicher bald wieder anders werden. Denn der Verein bringt seinen Spielerinnen schnell Schwedisch bei. Als ich vergangenes Jahr Ali Riley nach einem Spiel in Stockholm sprach stellte ich alle Fragen auf Englisch und sie antwortete jeweils auf Schwedisch. Auch Anita kann sich mittlerweile durch den schwedischen Alltag in der landessprache durchschlagen, wenn es aber darum geht, sich präzise und variiert auszudrücken, spricht sie dann doch lieber Englisch.

Selber habe ich Anita Asante wieder viel stärker gesehen in den letzten Monaten als etwa in der vergangenen Saison. Die Natio müsste eigentlich ein Thema sein, aber da Mark Sampson offenbar eine Grundsatzentscheidung getroffen hat, berühren wir das Thema gar nicht.

„Danke, freut mich zu hören,“ sagt sie zu meiner Auffassung, dass sie derzeit eine sehr starke Rolle im zentralen Mittelfeld spielt. „Aber das habe ich natürlich auch dem tollen Team zu verdanken, dass es mir ermöglicht, sicher aufzutreten.“

Am Tag des Spiels entscheidet Großbritannien über den Brexit, den verbleib oder Austritt aus der EU. Ich weiß, dass du ein Mensch bist, der sich sehr für gesellschaftliche und politische Fragen interessiert. Wie stehst du, obwohl ich die Antwort wohl schon weiß…

„Ich bin dafür dass Großbritannien in der EU bleibt. Die Möglichkeiten und Chancen, die auch die einzelnen Mitbürger haben auf dem Arbeitsmarkt und beim Studieren sind doch riesengroß. Warum will man das aufgeben? Ich finde es sehr schlimm, dass die Nein-Seite in Großbritannien die Diskussion so sehr auf das Thema Migration begrenzt hat. Aber auch hier müssen wir uns doch solidarisch zeigen und wie die meisten anderen europäischen Länder auch können wir doch nicht so inhuman sein und Flüchtlinge abweisen. Ich hoffe, wir bleiben drin.“

Donnerstag die Abstimmung. Freitag Mittsommer in Schweden. Du bist jetzt drei oder vier Jahre hier, wie sehr hat sich Schweden verändert oder hat es das überhaupt?

„Nein, ich bin schon fast fünf Jahre hier, die Zeit vergeht. Aber ja, natürlich verändert man sich. In Göteborg schon ein bisschen, aber seit ich in Malmö bin, bekomme ich noch viel mehr mit, wie die schwedische Gesellschaft funktioniert. Ich habe Freunde, die Lehrer sind und nimm nur, dass wir in Großbritannien immer noch Schuluniformen haben und hier nicht. Ich habe auch einen gewissen Einblick darin bekommen, wie politische Prozesse auf lokaler Ebene funktionieren. Und Mittsommer habe ich schon früher gefeiert,“ sagt Anita. „Das Lied „smågrodorna“ singen und um den Maibaum tanzen, das kenne ich schon und hab ich auch schon gemacht.“

 

 

 

 

 

 

Kristianstads erster Sieg – Rosengård im Finale

Am Samstag wurde der neunte Spieltag der Damallsvenskan komplettiert und nach dem durchaus akzeptablen Spiel bei Djurgården (0:2) von Kristianstad letzten Sonntag, wo man noch versäumt hatte, die Chancen auch reinzumachen, gab es jetzt auf dem heimischen Vilans IP den ersten, dringend notwendigen Sieg in dieser Saison. Aufsteiger Kvarnsveden verlor mit 0:2.

Das zweite Spiel der Liga endete mit einem 1:0 für Göteborg gegen Djurgården. Mia Jalkerud, normalerweise die Sicherheit selbst, wenn es um Abschlüsse geht, ereilte dabei noch vor Cristiano Ronaldo dasselbe Schicksal, das der 31-Jährige Portugiese am Abend hatte: sie schoss einen Elfmeter an den Pfosten. Nicht auszudenken, wie das Spiel bei einer Führung gelaufen wäre. So entschied eine Stockholmerin, Pauline Hammarlund, die Begegnung für Göteborg.

Im hohen schwedischen Norden derweil kampierte Meister Rosengård schon seit Dienstag. Erst das Spiel in Umeå am Mittwoch und gestern dann der Pokalfight (?) gegen Piteå. Und natürlich wieder ein Sieg. 2:1 hört sich dabei enger an als es war. Rosengård kam nie in wirkliche Gefahr. Damit steht der Meister abermals als Finalist fest. Sollte nun Linköping sein Halbfinale gegen Eskilstuna gewinnen, käme es zu einer Neuauflage des Finals von 2015 (das Linköping 2:0 gewann) und zu einem weiteren Aufeinandertreffen der beiden besten Teams des Landes.

Kristianstads DFF – Kvarnsvedens IK (2:0) 2:0
Tore: 1:0 Nellie Karlsson (14.), 2:0 Ida Rebecca Guehai (30.)

Kopparberg/Göteborgs FC – Djurgården (0:0) 1:0)
Tor: 1:0 Pauline Hammarlund (79.)

 

In der Tabelle führen Linköping und Rosengård mit jeweils 25 Punkten und getrennt nur durch die mehr geschossenen Tore. Linköping kommt auf 33:8 und Rosengård auf 29:4.

Neun (!) Punkte dahinter nach neun Spielen rangiert Eskilstuna mit 16 und dahinter Göteborg mit 15 Punkten.

Platz 5 hat jetzt Djurgården (einen runter) mit 12 und Sechster ist Piteå mit 12 Punkten.

Die drei letzten Plätze haben im Momnt KIF Örebro mit sieben, Kristianstad mit fünf und schliesslich Umeå mit drei Punkten.

Die Torschützenliste: Klare Führung für Pernille Harder, die zwölf Tore aus neun Spielen aufweist. Dahinter Mannschaftskameradin Stina Blackstenius mit zehn Treffern. Plat drei dann für Marta mit sieben Toren. Und das Quartett Tabitha Chawinga (Kvarnsveden), Pauline Hammarlund, Lieke Martens (Rosengård) und Kristine Minde (Linköping) kommt auf je ein halbes Dutzend Treffer.

54 Spiele. 41 567 Zuschauer. Der Schnitt ist weiter gesunken und liegt jetzt bei 770 Zuschauern. Dass parallel zu Live-Fußball im Land eine Männer-EM im TV stattfindet, trägt sicher nicht dazu bei, das Interesse hochzuhalten. Aber das ist nur eine Vermutung.

 

Linköping überrollt Vittsjö

Vier der sechs Begegnungen des neunten Spieltags wurden bereits gestern Abend gespielt. Am Wochenende ist auch das Halbfinale des schwedischen Pokals angesetzt, weshalb einige Teams eine sogenannte englische Woche erleben.

Natürlich stehen die Topteams Rosengård und Linköping im Pokalhalbfinale und natürlich gewannen beide gestern zum jeweils achten Mal in dieser Saison. Dabei gelang Linköpings FC mit seinem 8:0-Kantersieg über Vittsjö sogar das Kunststück die vier Tore vor ihnen gelegenen Malmöerinnen des FC Rosengård einzuholen und dank der mehr geschossenen Tore auch zu üebrholen.

Auch Rosengård ließ beim 4:0 in Umeå nichts anbrennen. Unten wird es allmählich sehr eng für Umeå und Kristianstad (das am Samstag spielt), da nur etwas überraschend Mallbacken gegen den Dritten Eskilstuna knapp gewann.

Die Ergebnisse:

Linköpings FC – Vittsjö GIK (3:0) 8:0
Tore: 1:0 Pernille Harder (3.), 2:0 Kristine Minde (11.), 3:0 Magdalena Eriksson (44.), 4:0 Stina Blackstenius (49.), 5:0 Kristine Minde (54.), 6:0 Stina Blackstenius (63.), 7:0 Pernille Harder (75.), 8:0 Stina Blackstenius (87.)

Umeå IK – FC Rosengård (0:2) 0:4
Tore: 0:1 Ella Masar McLeod (35.), 0:2 Lieke Martens (40.), 0:3 Marta (52.), 0:4 Lieke Martens (57.)

KIF Örebro -Piteå IF 0:0

Mallbackens IF Sunne – Eskilstuna United (0:0) 2:1
Tore: 1:0 Zoe Ness (Elfmeter, 51.), 2:0 Julia Karlenäs (84.), 2:1 Vaila Barsley (89.)

Achter Spieltag

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Katrin Schmidt (links) und Sif Atladottir im Spiel Djurgården – Kristianstad

Selber war ich am achten Spieltag wieder einmal im Stockholmer Stadion und habe mir den dritten Heimsieg in Folge für Djurgården angesehen. Durch Tore von Mia Jalkerud und Hanna Lundqvist gab es einen 2:0 Sieg über den Tabellenletzten Kristianstad. Damit hat Djurgården und damit auch die deutsche Mittelfeldspielerin Katrin Schmidt die Schäfchen beinahe schon im Trockenen, denn mit 10 Punkten Vorsprung auf den Elften Umeå und 11 Punkten auf den Letzten kann da wohl kaum noch etwas schiefgehen. Ich jedenfalls kann mir nicht vorstellen, dass die Schlusslichter so viele Punkte in den erbleibenden 14 Begegnungen gutmachen, obwohl rechnerisch natürlich alles möglich ist.

 

Auch der von allen (inkl. mir) als krasser Absteiger eingestufte Neuling Kvarnsveden hält sich weiterhin erstaunlich gut. Zwei Tore schoss die Malawierin Tabitha Chawinga selber, vor dem dritten durch Freistoß wurde sie gefoult. Am Ende gab es ein 3:1 gegen den dominierenden schwedischen Verein der 00er Jahre, Umeå IK, bei dem allmählich die Lichter immer blasser werden.

Und vorne? Wie gehabt. Siege für Linköping und Rosengård während sich die schon etwas abgehängten Verfolger Eskilstuna und Göteborg gegenseitig die Punkte abnahmen.

Im einzelnen:

Piteå IF – Linköpings FC (1:1) 1:4
Tore: 1:0 Tempest-Marie Norlin (10.), 1:1 Renée Slegers (11.), 1:2 Stina Blackstenius (67.), 1:3 Pernille Harder (82.), 1:4 Kristine Minde (84.)

Kvarnsvedens IK – Umeå IK (2:1) 3:1
Tore: 1:0, 2:0 Tabitha Chawinga (5., 16.), 2:1 Lotta Öqvist (45.), 3:1 Marie Salander (91.)

Vittsjö GIK – Mallbackens IF Sunne (1:1) 1:1
Tore: 0:1 Zoe Ness (5.), 1:1 Josephine Chukwononye (44.)

FC Rosengård – KIF – Örebro (1:0) 3:0
Tore: 1:0 Emma Berglund (35.), 2:0 Sara Björk Gunnarsdottir (Elfmeter, 65.), 3:0 Eigentor (72.)

Djurgården – Kristianstads DFF (10) 2:0
Tore: 1:0 Mia Jalkerud (32.), 2:0 Hanna Lundqvist (86.)

Eskilstuna United – Kopparbergs/Göteborg FC 0:0

In der Torjägerliste:

  1. Pernille Harder 10, 2. Stina Blackstenius 7, 3. Marta, Tabitha Chawinga beide 6, 5. Pauline Hammarlund, Mia Jalkerud beide 5

 

Zuschauer: Die 48 Spiele bislang hatten 38 596 Zuschauer, im Schnitt 804 Zuschauer. Da wir aber mit Eskilstuna einen Klassenprimus haben, der 10 589 Zuschauer (Schnitt: 2118) aufweisen kann, ist die Zahl leicht verzerrt. Ohne Eskilstuna kommen wir nämlich auf 651 Zuschauer pro Spiel, wobei Kristianstad auch hier mit 426 Zuschauern an letzter Stelle steht.

Schelin bleibt bis November 2018 in Malmö

Der Vertrag, den Lotta Schelin erwartungsgemäß heute in Malmö unterzeichnet hat, erstreckt sich bis November 2018, also über zweieinhalb Jahre.

Alle Seiten zeigten sich auf der vor wenigen Minuten zu Ende gegangenen Pressekonferenz begeistert.

„Ich habe die Möglichkeit, zu einem Fußball zurückzukehren, der sehr hohes Niveau hat. Es geht nicht darum, einen Schritt zurückzutun, in dem ich nach Schweden komme. Im Gegenteil. Das Wichtigste bei meiner Entscheidung waren fußballerische Gründe.“

Damit hat sich Rosengård natürlich enorm verstärkt. Abzuwarten bleibt, ob auch der Weggang von Sara Björk Gunnarsdottir im zentralen Mittelfeld kompensiert wird. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass der einzig ernstzunehmende Konkurrent um die schwedische Meisterschaft, Linköpings FC, in der bevorstehenden Sommerpause eine Leistungsträgerin verlieren wird, was den Abstand zwischen beiden Clubs wieder enorm anwachsen lassen würde.

Lotta Schelin verstärkt Rosengård

Dass sie nicht um den vierten oder fünften Platz mit ihrem alten Verein Kopparberg/Göteborgs FC spielen wollte, hätte einem klar sein müssen. Lotta Schelin will auch 2016/17 wieder Champions League spielen, aber zu Hause in Schweden sein.

Und so wechselt die 32-Jährige dann doch zum FC Rosengård. Das melden übereinstimmend alle großen schwedischen Tageszeitungen. Auch für Sydsvenskan in Malmö ist der Fall sonnenklar und Max Wiman erklärt auch, warum der FC Rosengård die einzige Alternative für die erfolgreichste schwedische Torschützin aller Zeiten (83 Tore in 163 Länderspielen) ist.

Sollte jetzt noch Caroline Seger die Mittelfeldleldlücke hinter der nach Wolfsburg gehenden Sara Björk Gunnarsdottir schließen? Zuletzt hat Seger dementiert, nach Lyon zu gehen, aber gesagt, sie werde in jedem Fall im Ausland bleiben.

Schweden in Kalmar gegen Japan

Ihr letztes Vorbereitungsspiel vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wird die schwedische Nationalmannschaft am 21.07. in der Guldfågeln-Arena in Kalmar gegen Vizeweltmeister Japan austragen.

Die Japanerinnen sind bei der Olympiade leider nicht dabei, was zuletzt auch Hope Solo auf Twitter bedauerte. Die Japanerinnen haben letzte Woche ein höchst beachtliches 3:3 in den USA geholt.

Schweden auf dem Weg

Am Donnerstagabend gewann die schwedische Nationalmannschaft durch Tore von Amanda Ilestedt, Lotta Schelin, Kosovare Asllani und Fridolina Rolfö mit 4:0 in Lodz gegen Polen. In der Höhe vielleicht unerwartet, aber letzten Endes doch verdient, denn den Polinnen ging vor allem in der zweiten Hälfte sichtbar due Luft aus.

Dabei spielten die Schwedinnen vor allem in den ersten 45 Minuten alles andere als meiusterlich. Viele Fehlpässe und kaum zwingende, sehenswerte Aktionen.

Am Ende aber setzt sich dann in solchen Spielen doch die Klasse durch und man stellt fest, dass die europäische Spitze im Frauenfußball sehr dünn ist.

Das 2:2 der Österreicherinnen in Norwegen kann schon als große Überraschung gewertet werden. In Gruppe 8 führen die Norwegerinnen punktgleich vor Österreich, das jedoch ein Spiel mehr absolviert hat.

Dass Frankreich daheim nur 1:0 gegen Griechenland gewonnen hat durch das Tor von Lyons Eugenie Le Somer sieht zunächst auch nach Überraschung aus, aber das Spiel war dann doch sehr einseitig, denn die Französinnen schossen immerhin 16 x auf das Tor von Eleni Pelitidou, während auf der anderen Seite Sarah Bouhaddi kein einziges Mal eingreifen musste.

In Falkirk gewann Island mit 4:0 bei den Schottinnen, die in diesem Jahr Federn lassen müssen. Schon das 6:0 der Schwedinnen gegen Schottland Anfang des Jahres war mehr als deutlich. Island war die klar bessere Mannschaft und wird wohl nächstes Jahr in den Niederlanden dabei sein.

Finnland siegte deutlich mit 4:1 daheim gegen Irland im kleinen Valkeakoski, 35 km südlich von Tampere. Finnland mit einem Spiel weniger sechs Punkte hinter den verlustpunktfreien Spanierinnen hat ebenfalls gute Chancen, die EURO zu erreichen.