Sara macht Schluss

Sara Thunebro blättert im deutschen Wortschatz, damals noch im Trikot von Djurgården.

Sara Thunebro blättert im deutschen Wortschatz, damals noch im Trikot von Djurgården.

Sara Thunebro hat heute ihren Rücktritt erklärt. Die 36-Jährige sagte, dass sie beim Rücktritt von der Nationalmannschaft im Sommer schon eine Dimension ihres Spiels verloren habe und nun den zweiten Schritt tue, um eine zivile Karriere anzustreben.

Die Frau mit dem weissen Stirnband als Markenzeichen (damit ihre Oma sie auf dem Feld leicht erkennen können sollte) hatte zuletzt für Vizemeister Eskilstuna United gespielt, in ihrem letzten Jahr agierte sie dabei in einem 3-5-2 vorwiegend auf der linken Aussenbahn im Mittelfeld. Einen Namen aber machte sie sich als Aussenverteidigerin. Sie landete in den letzten Jahren vor allem auf der linken Seite, aber als ich sie kennen lernte, da spielte sie noch bei Djurgården auf der rechten Abwehrseite, da war der spätere Absteiger und jetzige Aufsteiger noch eine Topmannschaft und die einzige, die einigermassen mit dem Giganten Umeå IK mithalten konnte.

Für mich war der rechte Flügel mit der oft offensiven Thunebro in der Defensive und mit Mittelfeldwirblerin Elin Ekblom der stärkste in Schweden. Relativ spät holte sie Thomas Dennerby in die Nationalmannschaft, aber immerhin gab es dort dennoch 128 Spiele für die in Strängnäs geborene. In der Öffentlichkeit stand sie nie so gerne und hatte sich doch am Ende daran gewöhnt.

Es war Sara Thunebro, über die ich meine erste Coverstory für die Zeitschrift Marta schrieb und als ich sie traf und sagte, das Foto sei richtig gut geworden, da sagte sie, du weisst doch, dass ich nicht gern im Mittelpunkt stehe, aber meiner Familie hat es auch gefallen. Das nahm ich als Kompliment.

Als sie nach Frankfurt ging, schenkte ich ihr ein Buch mit dem deutschen Grundwortschatz und später hörte ich, dass sie sehr gut Deutsch gelernt hatte. In Frankfurt sass sie dann viel auf der Bank am Ende und kam zurück nach Schweden und landete beim Monsterkonstrukt Tyresö FF, wo sie zunächst eine wichtige Rolle spielte, dann aber auch auf der Bank landete als Zampano Hans Löfgren immer grössere Namen verpflichtete, Ali Krieger und Meghan Klingenberg kamen und Sara konnte da nicht mehr mithalten. Vielleicht hätte sie früher aufhören sollen, als sie noch auf dem Zenit war, aber das ist nun mal sehr schwer. In die WM-Truppe schaffte sie es wohl vor allem dank ihrer Loyalität.

Aber in Eskilstuna war sie ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft, die nach dem Aufstieg schon überraschte und in dieser Saison dann den sensationellen zweiten Plagtz mit Geschmack nach mehr holte.

Sara Thunebro, du wirst uns fehlen. Alles Gute, dir, für deine Zukunft!

Hedvig Lindahl Fussballerin des Jahres

Der diamantene Ball für die Fussballerin des Jahres in Schweden ging erwartungsgemäss an Hedvig Lindahl. In einem für den schwedischen Fussball eher mittelmässigen Jahr mit dem enttäuschenden Achtelfinal-Aus bei der WM nach drei Unentschieden und einer Niederlage war kaum anderes zu erwarten. Lindahl zeigte durchweg gute Form und gewann mit den Chelsea Ladies auch noch die englische Meisterschaft. EInzige Gegenkandidatin wäre Sofia Jakobsson gewesen, die in der französischen Liga zur besten Spielerin gewählt wurde und auch vor allem an der Algarve prächtig spielte. In der Jury sitzen mit Pia Sundhage, Marika Domanski Lyfors und Karl-Erik Nilsson drei Vertreter des Verbands.

Die übrigen Preise, die von der sehr unabhängigen Jury ausgeguckt wurden, in der lediglich vier (!!) Vertreter der Nationalmannschaft sitzen.

Tor: Hedvig Lindahl (Chelsea Ladies)
Abwehr: Faith Ikidi (Piteå IF)
Mittelfeld: Caroline Seger (PSG)
Angriff: Pernilla Harder (Linköpings FC)
Durchbruch: Stina Blackstenius (Linköpings FC)
MVP: Pernille Harder
Trainer: Viktor Eriksson (Eskilstuna United)

Ich mache ,mir nicht mehr die Mühe, das zu kommentieren. Auch wenn ich Pernille Harder sehr schätze, die beste Stürmerin war Gaelle Engamanouit. Und Caroline Seger beste Mittelfeldspielerin? Wegen der überragenden WM vielleicht? Stina war toll, aber Pauline Hammarlund ist in der Liga explodiert. Naja…

McLeod und Masar nach Schweden

Seit ca. zwei Wochen floriert das Gerücht in den sozialen Medien. Die kanadische Nationaltorhüterin Erin Mc Leod (32) und ihre amerikanische Ehefrau, Abwehrspielerin Ella Masar (29) sind auf dem Weg nach Schweden und werden in der kommenden Saison wohl beim schwedischen Meister FC Rosengård spielen.

Der kanadischen Zeitung Vancouver Sun gab McLeod vor einigen Tagen ein Interview, aus dem sich das entschlüsseln lässt. Auf die Frage, warum McLeods Frau Ella Masar beim gemeinsamen Club Houston Dash auf der Transferliste steht, antwortete die Kanadierin: “Wir sind eigentlich auf dem Weg nach Schweden (um dort in einer Profiliga zu spielen), wir haben gehofft, dass niemand sie von der Liste holt.”

Weiter heißt es zum Zeitpunkt des Wechsels: “Die nächste Saison da fängt im März an und wir werden im Frühling rübergehen.”

Über ihren eigenen Vertrag mit Houston sagt sie: “Ich hatte eine mündliche Absprache am Ende der Saison. Ich habe sie gebeten, mich gehen zu lassen und sie haben ihr Wort gehalten. Wirklich cool von denen. Es war schon immer ein Traum, in Europa zu spielen, in der Champions League zu spielen. […] Wir wollen eine Familie gründen und wollen das in Kanada tun. Wir werden also ein paar Business-Sachen erledigen und hoffentlich kommen wir dann zurück und machen das.”

Erin McLeod hat die Katze also selber aus dem Sack gelassen. Um so erstaunlicher dann ihre Tweets am Wochenende.

“Liebe Alle, da fliegen Gerüchte umher, zu welchem Club ich gehen werde- wenn du nicht der Club bist, würde ich das nicht beachten…”

UND

“Ich hoffe, dass jeder meine Privatsphäre respektiert, vielen Dank!!! Ich werde bestätigen, sobald es der Club tut.”

Ja, das ist dann schon sehr merkwürdig, wenn sie in einem Interview vor diesen Tweets erklärt, dass sie nach Schweden geht und zwar zu einem Club, der in der Champions League spielt. Das kann dann erst einmal nur KIF Örebro oder der FC Rosengård sein. KIF Örebros Chancen, das Viertelfinale der UWCL zu erreichen, darf man bei dem Achtelfinalgegner PSG als unter 15% beziffern. Wer bleibt dann wohl noch übrig?

Und nachdem vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass Kathrin Längert Malmö verlassen wird, hat man dort “nur” Megatalent Zecira Musovic unter Vertrag.

Man kann sich auch fragen, wie langfristig der FC Rosengård bei diesem anstehenden Transfer denkt. McLeod wird noch vor Beginn der neuen Saison 33 Jahre alt und sagt in obigem Interview, dass sie bald eine Familie in Kanada gründen will. Nicht so ganz professionell finde ich auch die Personalpolitik eines Topvereins, der Spielerinnen paarweise verpflichtet. Das würde ich doch sehr von der spielerischen Qualität und dem konkreten Bedarf abhängig machen. Natürlich braucht Malmö in der Abwehr Verstärkung, auch nachdem klar ist, dass die Dänin Line Röddik Hansen den Verein verlassen wird. Aber muss es immer eine recht teure Ausländerin sein? Auch wenn man für McLeod/Masar nur eine Wohnung braucht, so scheint mir dieser Transfer nicht unbedingt durchdacht zu sein. Gerade im Herbst sprach Impresario Erling Nilsson stolz darüber, dass der eigene Nachwuchs so ungeheuer gefördert wird, der FC Rosengård wurde auch U19-Meister in Schweden. Zecira Musovic, die eine Hälfte der Saison schon gefeierte Nachwuchstorhüterin war und von Trainer Marcus Tilly zur Nummer eins gemacht wurde, von der UEFA gar in die UWCL-Elf des Jahres nominiert wurde, setzt man mit dieser Personalentscheidung ein weiteres Jahr auf die Bank.

Und die ersten vier Verpflichtungen für die neue Saison sind offenbar vier Ausländerinnen…

Engamanouit nach Malmö

Wie schon seit einigen Wochen mehr oder weniger bekannt, so wurde dann gestern auch offiziell bestätigt, dass die Torschützenkönigin der Damallvenskan 2015, die 23-Jährige Kamerunerin Gaelle Engamanouit in Malmö einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat und ab 2016 für den alten und neuen Meister FC Rosengård spielen wird.

Engamanouit wäre also bereits in einem eventuellen CL-Viertelfinale im März nächsten Jahres spielberechtigt. Eskilstuna United hat damit neben der Edelreservisten Felicia Karlsson (nach Piteå) auch die beste Torschützin und wichtige Partnerin von Olivia Schough verloren und dürfte dringend nach Ersatz suchen.

Hammarlund nach Göteborg

Mit Manon Melis geht Göteborgs Goalgetterin, mit Pauline Hammarlund kommt aus Piteå die Nachfolgerin. Platz drei in der Torjägerliste 2015 und Debüt in der A-Nationalmannschaft, Hammarlund hat grosse Chancen die Epitet “Durchbruch des Jahres” übernächsten Montag verliehen zu bekommen.

Der Wechsel ist nicht sehr überraschend, der Freund der Stürmerin lebt in Göteborg und im Frauenfussball ist bekanntlich nicht so viel Geld zu verdienen, dass man immer sportliche über private Gründe stellen sollte.

Eriksson bleibt doch in Eskilstuna

Vor zwei Wochen noch hiess es, dass Erfolgstrainer Viktor Eriksson den schwedischen Vizemeister Eskilstuna United verlässt. Gestern wurde bekannt, dass man noch einmal miteinander geredet hat und dass der Coach bleibt.

Eskilstuna Kuriren schreibt, dass auch Malin Diaz Pettersson ihren Vertrag verlängert hat. Bislang hatten nur zwei Spielerinnen unterschrieben, was daran liegen soll, dass die Spielerinnen wissen wollten, wer der neue Trainer wird. Da es nun Eriksson bleibt, rechnen Beobachter damit, dass in den nächsten Wochen viele Spielerinnen ihre Verträge verlängern werden, aber wohl nicht Gaelle Engamanouit, die mit dem FC Rosengård in Verbindung gebracht wird.

Begehrlichkeiten

Die Saison ist (fast) zu Ende, ausser für den FC Rosengård und KIF Örebro, die noch zweimal Champions League spielen dürfen. Und die Nationalspielerinnen natürlich, die morgen Abend in Göteborg gegen Dänemark auflaufen.

Silly Season. Mallbackens sehr starke Torfrau Jennifer Falk etwa hat mehrere Anfragen, davon eine offizielle wie Mallbacken bestätigte. In Schweden muss ein Verein zunächst den anderen Verein informieren und dessen Antwort eine Woche lang abwarten, bis man die Spielerin selber anrufen darf.

Auch Mallbackens Mimmi Larsson ist eine Spielerin, die gleich mehrere Anfragen hat.

Unterdessen hat Pernille Harder in einem dänischen Interview erklärt, dass sie noch mindestens ein Jahr in Linköping spielen wird. Danach könne sie sich vorstellen, sowohl in die Bundesliga als auch die amerikanische NWSL zu wechseln, aber offenbar ist Deutschland vorn, was die Interessen der 22-Jährigen Weltklassespielerin angeht.

Am Sonntagabend gewann der FC Rosengård noch einmal die schwedische Meisterschaft. Dieses Mal die der U19-Frauen. Im Finale besiegte das Malmöer Team Umeå IK mit 2:1. Hanna Lundell und Hanna Persson schossen die Tore. Im Team spielten mit Ebba Wieder, Nathalie Persson und Emma Pennsäter auch drei Spielerinnen, die bereits in der Woche zuvor eine Goldmedaille erhalten hatten.

Nachrichten aus Schweden

Am 9. November ist Fussballgala. Und wie immer ist der Termin für die Frauenfussballstars sehr ungünstig, denn abermals hat man die Gala in die Woche gelegt, in der Champions League Achtelfinale gespielt wird. Schon vergangenes Jahr gab es daran Kritik, aber letzten Endes ist es für den Veranstalter natürlich wichtiger, dass die Männer da sind, allen voran Superdupergigastar Zlatan Ibrahimovic, der sich wohl zum achten Mal hintereinander den Titel als Fussballer des Jahres abholen wird.

Lotta Schelin und Caroline Seger haben bereits gesagt, dass ihre Trainer in Frankreich ihnen nicht frei geben werden, um mal einen Abstecher nach Stockholm zu machen.

Die Mannschaft des FC Rosengård, die zwei Tage später in Italien antreten muss, bekommt nun eine eigens gecharterte Maschine des schwedischen Fussballverbands spendiert, damit sie am nächsten Tag noch in Italien trainieren können, denn sonst hätte der Meister gefehlt, was peinlich gewesen wäre.

Im Mittelpunkt der Gala aber dürften ohnehin die schwedischen U20-Männer und ein wenig auch die U19-Frauen stehen. Beide Teams wurden in diesem Sommer Europameister, womit Schweden etwas gelang, was noch keine andere Fussballnation vorher fertig gebracht hat.

Nach einer mehr oder weniger enttäuschenden Saison, in der sie nur wenig Spielzeit bekam, wird Supertalent Marija Banusic den englischen Meister Chelsea Ladies verlassen und nach Schweden zurückkehren. Sie ist unter anderem bei Meister FC Rosengård im Gespräch, aber da ist eigentlich jede im Gespräch, die derzeit den Verein wechseln möchte :).

Spannend wird sein, ob Kirsten van de Ven und Anita Asante ihre Verträge in Malmö verlängern. Asante kam vor allem aufgrund von Verletzungen anderer auf vielen Positionen zum Einsatz, hatte aber keinen angestammten Platz. Für sie und van Ven spricht sicherlich die vielfältige Einsatzmöglichkeit.

Piteå sucht noch nach einer Verstärlkung im Mittelfeld und ist, wie man ghört, an QBIKs U19.Europameisterin Emelie Andersson interessiert. Andere Clubs wie Rosengård (wer sonst?) dagegen wollen Goalgetterin Pauline Hammarlund wieder nach Süden locken.

Fussballgala

Am 9. November ist es wieder soweit. Die “Fussballgala” wird im Stockholmer Ericsson Globe (im Volksmund hierzulande immer noch Globen [sprich: Gluh-ben] genannt) stattfinden und der schwedische Fussballverband und der Fernsehsender TV4 zeichnen die besten (?) Spielerinnen des Jahres aus.

Nominiert sind als:

Torwart des Jahres: Hilda Carlén (Piteå IF), Hedvig Lindahl (Chelsea Ladies), Emelie Lundberg (Eskilstuna United)

Abwehrspielerin des Jahres: Faith Ikidi (Piteå IF), Amanda Ilestedt (FC Rosengård), Linda Sembrant (Montpellier HSC)

Mittelfeldspielerin des Jahres: Malin Diaz Pettersson (Eskilstuna United), Claudia Neto (/Linköpings FC), Caroline Seger (Paris Saint-Germains)

Stürmerin des Jahres: Gaelle Engemanouit (Eskilstuna United), Pernille Harder (Linköpings FC), Sofia Jakobsson (Montepellier HSC)

Wertvollste Spielerin der Damallsvenskan: Gaelle Engamanouit, Pernille Harder, Faith Ikidi.

“Durchbruch” des Jahres: Stina Blackstenius (Linköpings FC), Michelle de Jongh (KIF Örebro), Pauline Hammarlund (Piteå IF)

Trainer des Jahres: Stellan Carlsson (Piteå IF), Viktor Eriksson (Eskilstuna United), Martin Sjögren (Linköpings FC).

Diese sieben Preise werden von einer Jury vergeben, die aus acht Personen besteht und klar vom Fussballverband dominiert wird: Pia Sundhage, Lillie Persson, Anneli Andersen, Calle Barrling. Dazu kommen die “Expertinnen” und ehemaligen Spielerinnen Frida Östberg (SVT), Malin Swedberg (TV4), Victoria Sandell Svensson (Elitföreningen Damfotboll) und Anette Börjesson (SVT und damfotboll.com).

Der achte Preis ist “diamantbollen”, der diamantene Ball, den nur eine Schwedin gewinnen kann und der quasi der Auszeichnung “Fussballerin des Jahres” entspricht. Er wird von der Zeitung Sydsvenska Dagbladet und dem Fussballverband vergeben und in den letzten vier Jahren wurde er jeweils von Lotta Schelin gewonnen.

In diesem Jahr fällt einerseits auf, dass weder Nilla Fischer noch Lotta Schelin für einen Kategoriepreis nominiert sind. Ich vermute, dass damit auch “diamantbollen” ausgeschlossen sein dürfte. Favoritinnen sind hier wohl (aus Sicht der Jury) Hedvig Lindahl und Sofia Jakobsson. Zwei Favoritinnen in einem sehr mittelmässigen Jahr des schwedischen Fussballs, sowohl was die WM angeht als auch die Leistungen in der Champions League. Lyon und Wolfsburg kamen nicht ins Finale der UWCL und Lotta Schelin war nicht so dominant wie in den Jahren zuvor. Mit Eugenie Le Sommer und Ada Hegerberg hat sie “Konkurrenz” im eigenen Lager bekommen.

Wen hat die nicht gerade objektive Jury vergessen?

Definitiv fehlen hier: Jennifer Falk (Mallbacken; die mit ihren Paraden und Rettungsaktionen wesentlichen Anteil am Klassenerhalt ihres Teams hatte) und Katrin Schmidt (Hammarby, die im Mittelfeld beim Auf- und Absteiger eine neue Dimension in ihrem Spiel zeigte und zwar als Spielgestalterin, auch wenn die Mitspielerinnen ihren Ideen nur selten folgen konnten), Über mehr will ich mir zunächst keine Gedanken machen.

Wer gewinnt? So wie ich die Jury kenne, werden sie vor allem schwedische Spielerinnen auszeichnen wollen, das ist im Interesse des Verbands und auch des Fernsehens. Also: Lindahl, Sembrant, Seger, Engemanouit, Harder, Hammarlund, Carlsson.

Der diamantene Ball geht an Hedvig Lindahl, deren Stellung im Nationalteam so stark ist wie nie zuvor.

Wen ich auszeichnen würde? Von den Nominierten weiter oben:

Hilda Carlén, Faith Ikidi, Claudia Neto, Gaelle Engamanouit, Pernille Harder, Pauline Hammarlund, Stellan Carlsson. 

Da es für den diamantenen Ball keine  Nominierungen gibt (zumindest keine veröffentlichten) geht mein klitzekleiner Diamantball an Pauline Hammarlund, weil sie als erste Stürmerin seit Linnéa Liljegärd 2009 nah dran war, beste Torschützin zu werden, weil sie leistungsmässig in diesem Jahr förmlich explodiert ist und stabile, hervorragende Leistungen gezeigt hat.

Doch diesen Mut wird die Jury nicht haben. Sie muss abwägen zwischen politischer Korrektheit, den Interessen etablierter Führungsspielerinnen und medialer Wirkung.

Ilestedt verletzt

Rosengårds Abwehrspielerin Amanda Ilestedt hat sich den Fuss verletzt und kann möglicherweise nicht am kommenden Dienstag gegen Dänemark spielen. Pia Sundhage hofft aber noch auf den Einsatz der 22-Jährigen und hat sie deshalb nicht aus dem aktuellen Kader gestrichen. Dennoch hat sie, etwas überraschend, die 26-Jährige Freja Hellenberg eingeladen, die für den norwegischen Vizemeister Avaldsnes IL spielt und früher bei Djurgården tätig war. Hellenberg wird mittrainieren, aber erst dann in die offizielle Truppe rutschen, falls Ilestedt gestrichen wird.

Ebenfalls raus aufgrund von Verletzungen sind Magdalena Ericsson (Linköping) und Malin Diaz (Eskilstuna). Für sie sind Elin Landström (Umeå, bald Göteborg) und Josefin Johansson (Piteå) nachgerückt.

Unterdessen kocht die Gerüchteküche und insbesondere der FC Rosengård nährt womöglich bewusst das eine oder andere Gerücht, um seine starke Stellung in Schweden aber auch international zu unterstreichen.

Allgemein bekannt ist, dass Rosengårds Sportchefin Therese Sjögran und PSG:s Mittelfeldstar Caroline Seger gut befreundet sind. Seger hat in einem Interview mit der Zeitung Expressen geäussert, dass sie sich vorstellen kann, nach dem Auslaufen des Vertrags in Paris im nächsten Sommer nach Hause zu kommen. Und Freundin Sjögran hat Caroline Seger auf Nachfrage dann auch als “Traumverpflichtung” bezeichnet. Kosovare Asllani war auch im Gespräch in Verbindung zu Rosengård und das neueste Gerücht besagt, dass das Ehepaar Ella Masar (zur Zeit Abwehrspielerin bei Houston Dash) und Erin McLeod (kanadische Nationaltorfrau) auf dem Weg nach Malmö sein könnte. Was dann mit Kathrin Längert (derzeit #1 in Malmö) und Zecira Musovic (derzeit #2 im Tor, aber sehr ambitioniert) passieren würde, bliebe abzuwarten.

Kein Gerücht dagegen ist, dass Lotta Schelin auch darüber nachdenkt, nach Schweden zurückzukehren, wenn ihr Vertrag mit Olympique Lyoin im nächsten Sommer nach acht Jahren wieder einmal ausläuft. Aber sie sei sich noch nicht sicher, so Schelin, ebenfalls in Expressen. Natürlich hofft vor allem Kopparbergs/Göteborg FC auf die 31-Jährige, zumal deren Goalgetterin Manon Melis definitiv nicht mehr in Schweden bleiben wird. Melis sagte, dass sie nach acht Jahren Schweden nun zurück in die Heimat wolle, nicht zuletzt, um regelmässig bei ihrem Freund sein zu können.

Rosengård zum dritten Mal in Serie

Wie schon hier prognostiziert, waren die Weichen seit dem letzten Wochenende gestellt. Und so fuhren auch die Züge.

Der FC Rosengård sicherte sich mit einem souveränen 5:0 gegen Linköpings FC den dritten Meistertitel in Serie. Heldin des Spiels: Die aus Potsdam vor ein paar Monaten inmitten der Saison gekommene Natasha Andonova, die mit drei Toren Hauptanteil am gestrigen Erfolg hatte. Andonova schob sich mit insgesamt 12 Toren auf einen sehr beachtlichen vierten Platz in der Torschützenliste.

Die gewann die Kamerunerin Gaelle Engamanouit, die mit dem 2:0 gegen Göteborg den Champions-League-Platz für den Vorjahresaufsteiger vor mehr als 6.000 (!!) Zuschauern sicherte und wohl bald als Neuzugang bei – genau, Rosengård – bekannt gegeben werden wird.

Durch das Debakel in Malmö rutschte ein lustloses Linköping (alle Chancen waren verspielt) noch auf den vierten Rang ab, da die Überraschungsmannschaft der Saison nun doch Piteå IF heisst. Das 0:0 bei Absteiger (jawohl) Hammarby sicherte den Nordlichtern das mit Abstand beste Ergebnis der Vereinsgeschichte.

Bei einem anderen Nordlicht, dem einstigen Giganten Umeå IK sicherte sich der Dorfverein aus den värmländischen Wäldern, Mallbackens IF Sunne, den Klassenerhalt. Die zweimalige Führung der Gastgeber glich am Ende Mimi Larsson aus, und man war und blieb ein Tor besser als Hammarby.

Bei den Stockholmerinnen stieg mit Katrin Schmidt nun also doch eine der besten Mittelfeldspielerinnen der Liga ab. Das Telefon von Schmidt hat schon geklingelt, weitere Vereine werden Schlange stehen, um die 29-Jährige zu überreden, weiterhin bei ihnen Erstligafussball zu spielen.

In Malmö sind jede Menge Namen im Gespräch. Nach dem Abgang von Anja Mittag und Ramona Bachmann hatte es zeitweise so ausgesehen, als ob sich der Meister selber ins Knie geschossen hatte, aber es reichte dann am Ende doch noch. Einerseits, weil da immer noch sehr viel Potential in der Startelf ist und mit Andonova ein Glücksgriff getätigt wurde, andererseits aber auch, weil das Niveau in der Spitze abgesunken ist. Eskilstuna, Piteå und Linköping purzelten immer wieder über die eigenen Beine und haben unnötige Punkte ab.

Kommt Kosovare Asllani nach Malmö? Abwehrsupertalent Natalie Björn von Absteiger AIK? Pauline Hammarlund aus Piteå? Viele Namen werden gehandelt und man hat den Eindruck, auch einfach gestreut, weil Malmö, weil Rosengård zeigen will, dass es noch sehr viele haben kann. Und sollte man Engamanouit demnächst veröffentlichen, könnten andere folgen, die das Muskelspiel der Meisterinnen beobachten.

Schade, dass sowohl AIK und Hammarby abgestiegen sind. Stockholm hat abermals zwei Teams verloren. Mit Djurgården kommt ein alter Bekannter zurück und wird aber gleich – Abstiegskandidat sein, wenn kein Wunder geschieht.

Im Einzelnen:

Hammarby DFF – Piteå IF 0:0
Zuschauer: 1712

Eskilstuna United – Kopparberg/Göteborgs FC (0:0) 2:0
Tore: 1:0 Sara Thunebro (64.), 2:0 Gaelle Engamanouit (74.)
Zuschauer: 6312

FC Rosengård – Linköpings FC (2:0) 5:0
Tore: 1:0 Natasha Andonova (9.), 2:0 Lina Nilsson (22.), 3:0 Natasha Andonova (72.), 4:0 Sara Björk Gunnarsdottir (74.), 5:0 Natasha Andonova (78.)
Zuschauer: 4255

KIF Örebro – Vittsjö GIK (1:0) 4:0
Tore: 1:0 Ogonna Chukwudi (41.), 2:0 Linda Hallin (87.), 3:0 Michelle de Jongh (91.), 4:0 Ogonna Chukwudi (92.)
Zuschauer: 224

Kristianstads DFF – AIK (1:0) 5:0
Tore: 1:0 Eigentor (10.), 2:0 Susanne Moberg (49.), 3:0 Johanna Rasmussen (77.), 4:0 Alice  Nilsson (86.), 5:0 Johanna Rasmussen (90.)
Zuschauer: 387

Umeå IK – Mallbackens IF Sunne (0:0) 2:2
Tore: 1:0 Jenny Hjohlman (58.), 1:1 Sofie Ahlberg (59.), 2:1 Eigentor (69.), 2:2 Mimmi Larsson (78.)
Zuschauer: 413

Fazit: Da, wo es um was geht, kommen die Zuschauer… Der letzte Spieltag hatte dank dreier Topspiele einen Schnitt von über 2.000 Zuschauern.

Die Abschlusstabelle 2015:

22

Rosengård zum Dritten

Das Spitzenspiel der Damallsvenskan zwischen Linköping und Eskilstuna endete mit dem optimalsten aller Ergebnisse für den lachenden Dritten – Meister FC Rosengård. Chancen gab es reichlich, vor allem für Linköping, aber die überragende Keeperin Emelie Lundberg verhinderte alles, selbst den Schuss vion Charlotte Rohlin kurz vor Schluss. Das wäre der krönende Abschluss der Karriere für Lotta gewesen. So blieb es beim 0:0, womit Linköping aus dem Kreis der Goldkandidaten ausschied, denn Rosengård liegt vier Punkte vor jetzt.

Die Malmöerinnen gewannen im Spaziergang wie erwartet 5:0 bei Absteiger AIK und sicherten sich damit eine Runde vor Schluss wieder Platz 1. Und so kann und wird es vermutlich doch noch reichen. Denn nun zwar gegen Linköping daheim haben die Gäste kaum noch etwas mehr zu gewinnen als die Ehre. Eskilstuna reicht daheim gegen ein in dieser Saison abermals enttäuschendes Göteborg schon ein Unentschieden, um 2016/17 Champions League zu spielen. Linköping wird also wieder nicht in Europa dabei sein, erst 2017/18 ist das drin. Und das könnte für einen oder mehrere Stars der Grund sein zu gehen. Am meisten vielleicht die überragende Dänin Pernille Harder. Die zwar noch Vertrag hat 2016, aber wer weiss. Ablösen für die grossen Fünf sind ein Pappenstiel.

Unten sieht es trotz des 3:2 von Hammarby bei Mallbacken so aus, als ob beide Stockholmer Clubs “Tschüss” sagen müssen. Denn Mallbacken hat am letzten Spieltag Umeå auswärts während Hammarby gegen das sehr formstarke und sehr effektive Piteå daheim gewinnen muss.

Die Ergebnisse der 21. Runde:

Mallbackens IF Sunne – Hammarby DFF (1:1) 2:3
Tore: 0:1 Eigentor (3.), 1:1 Zoe Ness (23.), 2:1 Maruschka Waldus (48.), 2:2  Olga Ekblom (58.), 2:3 Clara Markstedt (71.)
Zuschauer: 1490

Vittsjö GIK – Umeå IK (1:0) 3:0
Tore: 1:0 Anna Hjälmkvist (36.), 2:0 Therese Björck (50.), 3:0 Jane Ross (65.)
Zuschauer: 545

Piteå IF – Kristianstads DFF (1:0) 4:0
Tore: 1:0 Hanna Pettersson (45.), 2:0 Nina Jakobsson (50.), 3:0 Hanna Pettersson (57.), 4:0 Emilia Appelqvist (67.)
Zuschauer: 2470

Kopparbergs/Göteborg FC – KIF Örebro (1:2) 2:4
Tore: 1:0 Danielle van de Donk (6.), 1:1 Adelisa Grabus (9.), 1:2, 13:3 Ogonna Chukwudi (28., 62.), 2:3 Danielle van de Donk (76.), 2:4 Michelle de Jongh (88.)
Zuschauer: 373

AIK – FC Rosengård (0:3) 0:5
Tore: 0:1 Josée Belangér (13.), 0:2, 0:3 Natasha Andonova (17., 19.), 0:4, 0:5 Malin Gunnarsson (64., 70.)
Zuschauer: 265

Linköpings FC -. Eskilstuna United 0:0
Zuschauer: 3743

Pias neuer Kader – mit Blackstenius

Ende Oktober wissen wir, wer Schweden kommendes Jahr in der UWCL vertreten wird. Dann spielt Schweden noch sein wichtiges EM-Qualifikationsspiel gegen Dänemark. Pia Sundhage hat in der letzten Woche ihren Kader bekanntgegeben.

Tor: Hedvig Lindahl, Hilda Carlén, Emelie Lundberg

Im Unterschied zu den Spielen in Moldawien und gegen Polen (jeweils 3:0), wo Sundhage nur zwei Torhüterinnen nominierte, kommt nun zu Lindahl und Carlén noch Eskilstunas Emelie Lundberg hinzu, Eine echte Überraschung, denn Beobachter sehen Lundberg als gute und solide Torhüterin, aber nicht notwendigerweise als Nationaltorfrau. Aber mit der 22-Jährigen Lundberg setzt Sundhage nun auf einmal weiter auf Jugend.

Abwehr; Magdalena Ericsson, Nilla Fischer, Amanda Ilestedt, Lina Nilsson, Elin Rubensson, Jessica Samuelsson, Linda Sembrandt, Emma Berglund

Magdalena Ericsson spielte zuletzt 2 x 90 Minuten gut und hat sich erst einmal etabliert. Wieder dabei Lina Nilsson, die unlängst aussetzen musste. Raus musste dagegen Umeås Talent Elin Landström, das seinerzeit für die kreuzbandverletzte Hanna Glas nachnominiert worden war.

Mittelfeld & Angriff: Emilia Appelqvist, Kosovare Asllani, Stina Blackstenius, Lisa Dahlkvist, Malin Diaz, Pauline Hammarlund, Jenny Hjohlman, Sofia Jacobsson, Petra Larsson, Lotta Schelin, Olivia Schough, Caroline Seger

Wieder dabei Asllani, die zuletzt aus privaten Gründen abgesagt hatte, Und endlich Stina Blackstenius werden viele sagen, die beste Spielerin der U19-EM in Israel. Blackstenius wurde nominiert, ihre Linköpinger Mannschaftskameradin Fridolina Rolfö flog raus, Ebenfakks neu dabei nach sieben Jahren Pause Petra Larsson, die Gelbkönigin aus Eskilstuna, Niemand hat so viele gelbe Karten wie die zentrale Mittelfeldspielerin – 7 an der Zahl. Für Larsson musste Piteås Josefin Johansson weichen. Asllani nimmt den Platz der nun verletzten Lina Hurtig ein, die heute übrigens etwas überraschend ihren Vertrag mit Umeå verlängert hat – um ein Jahr.

Zwei Millionen für Tyresö

Etwas mehr als ein Jahr nachdem die “gedopte gelbe Lokomotive” (Simon Bank) Tyresö FF im Champions League Finale in Lissabon gegen den VfL Wolfsburg gestanden hat und wenig später sein Team aus der ersten Liga wegen Zahlungsunfähigkeit zurückziehen musste, sind vier ehemalige Vorstandsmitglieder vom Amtsgericht in Nacka zu insgesamt 2 Millionen Kronen Schadenersatz verurteilt worden. Jeder der vier soll nun eine halbe Millionen (ca. 52.000 Euro) ans Finanzamt bezahlen.

In einem interessanten Artikel in der Sportwirtschaftszeitung Idrottens Affärer schreibt Ken Olofsson und wundert sich, dass die übrigen Medien kaum von dem Urteil Kenntnis genommen haben. Die Nachricht finde schlicht und ergreifend nicht statt.

Möglicherweise, so vermutet Olofsson, habe das Desinteresse mit den Namen der vier Verurteilten zu tun, von denen drei recht bekannte Personen sind, während der vierte  eher ein unbeschriebenes Blatt ist.

Ex-Vorsitzender Hans Lindberg war es, der bis zuletzt behauptet hatte, das der Verein mehrere Millionen Euro aus einem Entwicklungsprojekt aus (!) Nigeria beziehen werden würde, Die Nigeria-Spur wurde nie weiter verfolgt, Lindberg war in der Gemeinde Tyresö ein bekannter (konservativer) Kommunalpolitiker.

Auch Erik Strand muss 500.000 zurückzahlen, Er ist ehemaliger Generalsekretär des schwedischen Sportbundes, ehemaliger Marketingchef der Fluggesellschaft SAS und heute von der schwedischen Regierung eingesetzter Chef der Firma Samhall, die sich verdienstvoll macht, weil sie behinderte und entwicklungsgestörte Bürgerinnen und Bürger in die Arbeitswelt bringt.

Ebenfalls verurteilt wurde Ulf Lönnqvist, ehemaliger Wohnungs- und Sportminister Schwedens (Sozialdemokrat), ehemaliger Vorsitzender des schwedischen Tischtennisverbands und ehenaliger Regierungspräsident der Provinz Blekinge.

Drei politische Schwergewichtler also waren es, die gemeinsam mit Lill Nilsson die wirtschaftliche Verantwortung für ein beispielloses Desaster in der Geschichte des Frauenfussballs trugen.

Der Mann im Hintergrund, der lange die Fäden zog, der den Auftritt Tyresös bis ins Kleinste choreographierte, den Fans die Flaggen auslieh und mit den Agenten von Marta, Caroline Seger oder Fabiana Verträge aushandelte, die der Verein dann nicht erfüllen konnte, Hans Löfgren, kommt also ungeschoren davon. Er behauptete in einem Interview vor Jahresfrist, selber ungeheure Summen privaten Kapitals in den Verein investiert zu haben. Löfgren hatte die UN-Hilfsorganisation UN Women als Partner für Tyresö gewonnen. Sie setzt sich ein für die Rechte von benachteiligten Frauen. Kurze Zeit später wurde er wegen des Kaufs sexueller Dienste rechtskräftig verurteilt.

In Tyresö könnte investigativer Journalismus mit Sicherheit eine spektakuläre Geschichte recherchieren, ein warnendes Fallbeispiel aus der Provinz in der Perihperie einer Grossstadt, Aber die grossen schwedischen Zeitungen und TV-Stationen haben offenbar kein Interesse,

Sjögran will Seger

Rosengårds neue Sportchefin (und Rekordnationalspielerin) Therese Sjögran und PSG:s Mittelfeldas Caroline Seger sind BFF’s. Beste Freundinnen, für immer. Sie reden täglich miteinander, sagte Therese Sjögran jetzt in einem Interview mit Kollegin Petra Thorén von Aftonbladet. 

Sjögran hat jetzt die Aufgabe, die recht dünne Truppe des Meisters FC Rosengård für die nächste Saison wieder aufzumotzen, die entstandenen Lücken, die durch die Abgänge Anja Mittags, Ramona Bachmanns und Sjögran selber entstanden sind, aufzufüllen mit möglichst gleichwertigem Ersatz.

Dabei ist die 30-Jährige Mittelfeldspielerin von Paris Saint-Germains offenbar eine heisse Alternative. Seger gehört nicht nur zu den allerbesten schwedischen Spielerinnen, sie hat auch den Marktwert einer Spielerin, die auch ausserhalb des Platzes wahrgenommen wird, eine Führungsspielerin mit grosser Erfahrung.

Marta würde sich sehr freuen, wenn Seger kommt, verriet sie Aftonbladet. Der Vertrag Segers läuft im Sommer aus und denkbar ist schon, dass sie zurück nach Schweden kommt.

“Seger wäre eine Traumspielerin, wenn wir sie kriegen könnten.” Die 38-Jährige Sportchefin hat angeblich Kameruns Stürmerstar Engamanouit schon fast sicher an der Angel. Gemunkelt wird auch, dass Lina Hurtig kommen könnte, die Umeå wophl auf jeden Fall verlassen dürfte. Örebros Mittelfeldtalent Michelle de Jongh ist ebenfalls im Beobachtungsstadium bei Rosengård. Die Silly Season 2016 beginnt jetzt…