Vermischtes

Schnee liegt in Schweden. Seit gut einer Woche ist es wieder schwieriger geworden, draußen zu trainieren, was normalerweise in dieser Jahreszeit für die meisten Vereine, zumal im Norden, sowieso nicht geht.

Ein paar Kurznachrichten:

Zlatan Ibrahimovic und Pia Sundhage haben sich bei der Verleihung des Ballon D’Or am Montag in Zürich kurz unterhalten. Dabei soll Sundhage den 32-Jährigen Superstar, der zuletzt despektierliche Bermerkungen über den Frauenfußball gemacht hatte, zum Länderspiel Schwedens am 8. Februar gegen Frankreich in der Nähe von Paris ein. Ibrahimovic antwortete, dass er kommen würde, wenn er nicht durch Termine verhindert sei. Man darf also gespannt sein. Damit wird mein alter Vorschlag also aufgegriffen:). Sicher die beste Möglichkeit, die unselige „Fahrrad“-Geschichte ad acta zu legen. Ibrahimovic und sein Management täten klug daran, sich den Termin freizuschaufeln.

Das kürzlich ausgefallene Trainingslager der schwedischen Nationalmannschaft aufgrund des Boykotts von zehn der zwölf Vereine der Damallsvenskan hat am Freitag zu einem Treffen zwischen Vertretern des schwedischen Fußballbundes SvFF und EFD (der Interessenorganisation der ersten und zweiten Liga) geführt. In sehr salbungsvollen Worten beiderseits, die ich den Lesern hier ersparen möchte, weil sie vom gemeinsamen Willen, dem schwedischen Fußball zu dienen getragen sind und abzielen, jedwede Missverständnisse künftig zu vermeiden und Friede, Freude, Eierkuchen usw., erklärte man einander die Freundschaft, Loyalität und Hingebung. Ergebnis: Alle für 2014 geplanten Trainingslager sollen stattfinden.

Die Tschechin Lucie Martinkova, in Diensten von KIF Örebro, wurde auf der Fußballgala im heimischen Prag zum zweiten Mal hintereinander als Tschechiens Fußballerin des Jahres ausgezeichnet.

Im dritten Jahr hintereinander wird über LdB FC Malmös (jetzt: FC Rosengård) Steuerschuld von rund 700.000 € gesprochen, die der neue Verein übertragen bekommen hat. Das könnte Rosengård in arge Not bringen, aber offenbar kann man diese Summe immer wieder ein Jahr aufschieben, so dass wir 2015 im Jänner sicher wieder eine Notiz hierzu finden werden…

Morgen, Montag, fliegt die Mannschaft von Linköpings FC zu einem außergewöhnlich weit entfernten Trainingslager nach Thailand. Man wird dort u.a. auch auf die thailändische Nationalmannschaft treffen. Es gibt Schlimmeres.

Wenn der schwedische Meister FC Rosengård am 1. Februar zu Gast beim Champions-League-Viertelfinalisten Turbine Potsdam (Achtung, Potsdam-Fans: Gelegenheit, Anja Mittag mal wieder bei euch zu sehen) sein wird, könnte es sein, dass im Tor der Schwedinnen die 18-Jährige Kroatin Doris Bacic stehen wird. Denn sowohl die Nummer 1 Thora Helgadottir und die Nummer 2 Zecira Musovic sind noch angeschlagen. Bacic kommt vom englischen Topclub Arsenal Ladies, wo sie fast gar nicht eingesetzt wurde.

 

 

Sara Thunebro stinksauer wegen des Boykotts

natioIch kenne Sara Thunebro als Spielerin seit neun Jahren. Mehrfach hatte ich auch Gelegenheit, die heute 34-Jährige Nationalspielerin von Eskilstuna United zu interviewen. Da spielte sie noch für Djurgården, dann für den 1.FFC Frankfurt und schließlich für Tyresö. Immer habe habe ich Sara eher als eine zurückhaltende, ruhige Spielerin erlebt, die alles andere als im Rampenlicht stehen möchte.

In einem Interview in der heutigen Internetausgabe von Göteborgs Posten erleben wir Sara einmal aufgebracht und wütend: „Ich bin sehr enttäuscht. Es ist traurig, dass erwachsene Menschen sich aus Prestigegründen so aufführen müssen,“ sagt Thunebro im Gespräch mit der westschwedischen Zeitung und meint den Beschluss von zehn der zwölf Vereine der Damallsvenskan, das für den 12.-16.01. angesetzte Trainingslager der Nationalmannschaft zu boykottieren und damit zur Absage und ad absurdum zu führen.

„Es sind die Spielerinnen, die darunter leiden müssen. Vor allem die Jungen, die eine Möglichkeit gehabt hätten, sich zu beweisen und zu zeigen. Ich verstehe, dass die Vereine ihren Betrieb prioritieren, aber man muss das gesamte Bild sehen. Die Nationalmannschaft hat mich erst zu der Spielerin gemacht, die ich heute bin und es ist immer eine große Ehre, dabeisein zu dürfen. Als Spielerin sollte man nicht gezwungen werden, zu zeigen, wem gegenüber man loyal ist,“ so Sara Thunebro weiter in dem Gespräch.

„Man hat versucht, den Clubs entgegen zu kommen und trotzdem werfen sie Sand ins Getriebe. Ich werde stinksauer, wenn ich daran denke. Ich hoffe sehr, dass es zu Regeln kommt, die besagen, dass Nationalmannschaft erlaubte Abwesenheit ist. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand nein zur Nationalmannschaft sagt, das ist doch Sandkastenniveau. Ich habe mit einigen anderen Spielerinnen darüber gesprochen, aber sie müssen für sich selber sprechen. Aber ich weiß, dass mehrere enttäuscht sind,“ so Thunebro im Interview mit Göteborgs Posten.

Am Nachmittag veröffentlichte www.damfotboll.com ein Interview mit dem Vorsitzenden von Elitföreningen Damfotboll, dem ehemaligen Djurgården-Präsidenten Per Darnell. Darnell sagte, dass man gehofft habe, einen Dialog mit dem Verband und der Leitung der Nationalmannschaft zu bekommen und dass man frühzeitig Signale ausgesendet hätte, dass man die Spielerinnen nicht unentwegt auf Lehrgänge schicken wolle, aber es sei keine Antwort gekommen. Es gehe auch nicht nur um die A-Nationalmannschaft, sondern auch um zahlreiche Lehrgänge und Turniere der U23, U19 und U17, die die Vereine in ihrer Vorbereitung auf eine Saison, aber auch im Spielbetrieb enorm belasten würden. Es gehe auch nicht darum, dass die Vereine finanziell entschädigt werden wollen, etwa, dass der Verband dann das Gehalt einer Spielerin übernehmen solle. „Das müsste man dann auch bei den Männern machen und bei dem, was jemand wie zB Zlatan normalerweise verdient, wäre der Verband bald pleite.“

Am 17. Januar treffen sich die Parteien zu einem runden Tisch in Solna. Man darf gespannt sein.

 

Peinliche Absage

Es ist eine bittere Niederlage für Pia Sundhage. Zehn Vereine der Damallsvenskan weigerten sich, ihre Nationalspielerinnen für das in Växjö geplante Trainingslager abzustellen. Der Zeitraum 12.-16.01. ist zwar ein sogenanntes FIFA-Fenster, aber da Schweden kein Länderspiel bestreitet, können die Vereine der charismatischen Trainerin ihre Zusage verweigern, was sie also auch taten.

Dagegen hatten Turbine Potsdam, der VfL Wolfsburg, BV Cloppenburg, Bayern München, Olympique Lyonnais und Paris Saint-Germains ihre Spielerinnen bereits freigestellt. Lotta Schelin, Kosovare Asllani, Nilla Fischer und Co. wären also gekommen, aber Emmelie Konradsson, Malin Reuterwall, Elin Rubensson und Co. wurde es verboten.

Was für ein Gesichtsverlust für Pia Sundhage. Man kann sich fragen, was diesen tiefen Graben verursacht hat, der offenbar zwischen der Führung der Nationalmannschaft, deren erste Vertreterin die zweifache Olympiasiegertrainerin ist, und den Vereinen der Liga besteht? Denn dies schadet dem Ansehen des schwedischen Fußballs, keine Frage und man fragt sich, wie die weitere Zusammenarbeit zwischen Pia Sundhage und „ihren“ Trainern in der Heimat verlaufen soll.

Der Verband ergab sich heute und sagte das Trainingslager aufgrund des Boykotts ab. Nationalmannschaftschefin Marika Domanski Lyfors: „Es wäre nicht richtig, die ausländischen Spielerinnen zu einem Lehrgang einzubestellen, an dem dann praktisch keine einheimischen Spielerinnen teilnehmen.“

Und Pia Sundhages Assistentin Lillie Persson: „Dieser Lehrgang sollte einigen Spielerinnen die Möglichkeit geben, sich mit den allerbesten zu messen. Spielerinnen, die es bislang nicht geschafft hatten, in eine 18er-Formation hereinzukommen, die wir zu Länderspielen nominieren. Darüber hinaus war der Lehrgang als wichtiger fysiologischer Test im Hinblick auf die WM 2015 geplant.“

Der nächste Lehrgang findet nun vom 6.-9. Februar in Stockholm (Bosön) statt. Sicherheitshalber hat man nun schnell ein Auswärts-Länderspiel (Gegner wird noch bekanntgegeben) vereinbart, um nicht eine neuerliche Blamage hinnehmen zu müssen.

Pia Sundhage beurlaubt bis März 2014

Pia Sundhage hat sich im Januar und Februar beurlauben lassen und wird die beiden Wintermonate in den USA verbringen, wo sie eine Gastprofessur am Bethany College in Lindsborg im amerikanischen Bundesstaat Kansas angenommen hat.

Sie bekommt die jährlich vergebene Pearson-Professur für schwedische Studien. Pia Sundhage wird Vorlesungen über Führungskultur halten und sich natürlich mit dem lokalen und regionalen Fußball befassen und verschiedene öffentliche Auftritte für die Universität absolvieren.

„Es ist eine große Ehre für uns, dass eine der besten Trainerinnen der Welt bei uns sein wird. Sie ist eine weitere Persönlichkeit in einem Reigen aus schwedischen Gelehrten, Wissenschaftlern, Künstlern, Musikern und Schriftstellern, die am Bethany College im Rahmen dieses Programms gewirkt haben,“ sagte der Präsident der Hochschule, Edward F. Leonard III auf der Homepage von Bethany College.

Sundhage wird Anfang März, rechtzeitig zum alljährlichen Algarve-Cup wieder zur schwedischen Nationalmannschaft stoßen.

Wieder mal auf Bosön

Die schwedische Nationalmannschaft beendet das Jahr 2013 nicht mit Qualifikationsspielen zur WM, sondern mit einem ausgiebigen Trainingslager, seit einigen Jahren auch gerne Lehrgang genannt, auf Bosön in der Nähe von Stockholm.

Recht abgeschieden von der Öffentlichkeit, die dennoch zugelassen wäre, lässt es sich hier, in einem der Leistungszentren des schwedischen Spitzensports arbeiten. In der „Vinnarhallen“ (Siegerhalle) gibt es einen vollgroßen, überdachten Kunstrasenplatz.

Pia Sundhage und ihre Assistentin Lillie Persson, in der Öffentlichkeit treten die Beiden in skandinavischer Eintracht immer mehr als nahezu gleichberechtigtes Team auf, hatten 28 Spielerinnen eingeladen, von denen eine ganze Reihe abgesagt, eine ganze Reihe nachnominiert wurden.

Kristin und Marie Hammarström waren im ersten Kaderentwurf dabei, beendeten dann aber, wie sich das für eineiige Zwillinge gehört, am selben Tag ihre Karrieren.

Abgesagt haben auch Charlotte Rohlin, Elin Rubensson, Josefine Öqvist, Carola Söberg, Marija Banusic und Josefin Johansson.

Auf Bosön dabei sind jetzt:

Hedvig Lindahl (Kristianstads DFF), Malin Reuterwall (Umeå IK), Stephanie Öhrström (Bardolino Verona)

Mia Carlsson (Kristianstads DFF), Magdalena Ericsson Linköpings FC), Nilla Fischer (VfL Wolfsburg), Amanda Ilestedt (LdB FC Malmö), Elin Landström (Umeå IK), Lina Nilsson (LdB FC Malmö), Marina Pettersson Engström (KIF Örebro), Sara Thunebro (vereinslos)
Petra Andersson (AIK), Emilia Appelqvist (Piteå IF), Kosovare Asllani (Paris SG), Lisa Dahlkvist(Tyresö FF), Hanna Folkesson (Umeå IK), Antonia Göransson (Turbine Potsdam), Jenny Hjohlman, Lina Hurtig (beide Umeå IK), Sofia Jakobsson (BV Cloppenburg), Emmelie Konradsson (Umeå IK), Emma Lundh (AIK), Elin Magnusson (KIF Örebro), Lotta Schelin (Olympique Lyonnais), Olivia Schough (Kopparberg/Göteborgs FC), Caroline Seger (Tyresö FF), Therese Sjögran (LdB FC Malmö).

 

Pia Sundhage: Veränderungen notwendig

Noch ist Pia Sundhage krank geschrieben. Doch es handelte sich nicht um Nierensteine, wie anfangs fälschlich gemeldet und wohl auch diagnostiziert, sondern um eine Zyste an den Eierstöcken, die der 53-Jährigen Trainerin der schwedischen Nationalmannschaft dann auch operativ entfernt wurde.

Arbeitsbeginn laut Attest ist der 1. September, aber in einem Interview vom Krankenbett (!) mit dem schwedischen Fernsehen sagte Sundhage gestern, dass sie über Veränderungen in der Nationalmannschaft nachdenke.

„So wie wir bei der EM gespielt haben, wird es bei der WM 2015 in Kanada nicht für eine Medaille reichen,“ so Sundhage. „Wir brauchen vor allem ein variableres Spiel in der Offensive.“

Am 21. September startet Schweden gegen Polen in die WM-Qualifikation. Man darf gespannt sein, welchen Kader die Trainerin nominieren wird.

Noch 18 Tage

Schweden erholt sich heute von seinem Kater. Gestern wurde allenthalben das Mittsommerfest gefeiert, mit Blumenkränzen im Haar, Essen und Schnaps im Freien und eben dem Aufwachen mit Kopfschmerzen danach.

In zweieinhalb Wochen beginnt die EURO mit dem Spiel Finnland – Italien in Halmstad und am Abend desselben Tages dann mit Schweden – Dänemark in Göteborg.

Und so langsam laufen sich zumindest die einheimischen Medien warm. Am Montagabend zeigte das erste Programm ein 45-minütiges Porträt über Trainerin Pia Sundhage, „Im Dienste des Frauenfußballs“ (i damfotbollens tjänst), das ihr euch hier ansehen könnt: http://www.svtplay.se/video/1290118/pia-sundhage-i-damfotbollens-tjanst. Es ist aber halt auf Schwedisch…

Darin wird deutlich, dass Pia Sundhage ihre Mission darin sieht, den Frauenfußball zu fördern und gerade deshalb unermüdlich ein Interview nach dem anderen gibt.“Vor 30 Jahren als ich spielte, da hat sich keine Zeitung, kein Radio und kein Fernsehen für uns interessiert. Wenn das jetzt endlich anders ist, wäre ich doch verrückt, wenn ich das nicht genießen würde und alles dafür tun würde, um die Bedingungen für den Sport zu verbessern.“

Eine Wegbegleiterin beschreibt Sundhage als Person: „Sie ist jemand der Wurzeln hat und Flügel. Wurzeln unerschütterlich aufgrund ihrer Herkunft, die sie nie vergisst. Und Flügel, weil sie Träume und Visionen hat und sie wie kaum jemand anders in der Lage ist, Menschen zu motivieren und mit ihrer Begeisterung anzustecken.“

Gleich am Donnerstag darauf startete derselbe Kanal eine dreiteilige Dokumentation „Der andere Sport“ (Den andra sporten) über die Geschichte und Gegenwart des Frauenfußballs. Vinnarskallar war das Thema der ersten Sendung, Siegermentalität oder Siegerschädel wie man das wörtlich übersetzen müsste.

Lotta Schelin wurde in Frankreich gezeigt. „Alle haben wirklich daran gezweifelt, als ich nach Frankreich ging und heute ist es das Beste, was ich je entschieden habe.“

Und auch Pia Sundhage gibt zu: „Als sie ging, gehörte auch ich zu den Kritikern. Jetzt kann man sagen, dass sie Recht gehab hat, dass es gut war, dass sie ihren eigenen Weg gegangen ist.“

 

 

Startelf gegen Brasilien

In siebzehn Stunden hört eine leicht veränderte Nationalelf die Nationalhymnen auf dem Rasen des Söderstadions in Stockholm. Schweden gegen Brasilien.

Pia Sundhage tritt mit folgender Startformation an.

Sofia Lundgren, Lina Nilsson, Charlotte Rohlin, Nilla Fischer, Sara Thunebro, Marie Hammarström, Caroline Seger, Antonia Göransson, Josefine Öqvist, Kosovare Asllani, Lotta Schelin.

Lundgren spielt anstelle von Kristin Hammarström, die eine leichte Blutung an der Hüfte hatte. Jessica Samuelsson, zuletzt gut gegen Norwegen, ist leicht am Knie verletzt, weshalb Malmös Lina Nilsson starten darf. Und Josefine Öqvists Einsatz ist wohl keine Überraschung.

Interessant wird sein, ob Sundhage einem der beiden Youngster Lina Hurtig oder Marija Banusic eine Chance gibt.

Brasilien-Kader: Ohne Sjögran, aber mit Hurtig & Banusic

Pia Sundhage überrascht auch 20 Tage vor der Benennung des 23-Spielerinnenkaders für die EURO 2013. Heute gab die Trainerin Schwedens ihr Aufgebot für das Länderspiel gegen Brasilien am 19.06. bekannt und da wo viele die 36-Jährige Therese Sjögran erwartet hätten, nominierte Sundhage stattdessen zwei Spielerinnen, die zusammen jünger sind als die Rekordnationalspielerin: Lina Hurtig (Umeå) und Marija Banusic (Kristianstad), beide 17 Jahre alt und wohl die größten Talente im offensiven Bereich seit vielen Jahren, stehen erstmals im Aufgebot der Welttrainerin. Damit hatte wohl kaum noch jemand vor der EM gerechnet.

Raus ist Tyresös Torfrau Carola Söberg, die monatelang im Kader war, aber nun wohl endgültig für die rückkehrende Hedvig Lindahl weichen muss. Zurück auch Routinier Stina Segerström in der Innenverteidigung.

Hier alle 23 Namen:

Tor: Kristin Hammarström, Hedvig Lindahl, Sofia Lundgren

Abwehr: Nilla Fischer, Amanda Ilestedt, Lina Nilsson, Charlotte Rohlin, Jessica Samuelsson, Stina Segerström, Sara Thunebro

Mittelfeld & Angriff: Kosovare Asllani, Marija Banusic, Lisa Dahlkvist, Antonia Göransson, Marie Hammarström, Lina Hurtig, Sofia Jakobsson, Emmelie Konradsson, Elin Magnusson, Lotta Schelin, Olivia Schough, Caroline Seger, Josefine Öqvist.

 

Schweden schlägt Norwegen

Durch den entscheidenden Treffer von Marie Hammarström in der 34. Minute gewann Schweden am Samstagnachmittag mit 2:1 gegen Norwegen. Lotta Schelin hatte nach einem glänzenden Pass von Kosovare Asllani den Ausgleich erzielt.

Lediglich 4800 Zuschauer kamen sechs Wochen vor der EM in die Linköping Arena, die vor allem durch einen Rasen auffiel, der zu wenigstens 25% braun war und aus dem die Spielerinnen bei einigen Aktionen ganze Stücke lösten. Da ist bis zur Euro noch sehr viel Arbeit und eigentlich sollte man den Platz bis dahin für Spiel sperren.Die Zuschauerzahl wurde von vielen Beteiligten als Erfolg gewertet, aber man fragt sich doch, wie viele dann zu Spanien – Russland an gleicher Stelle kommen, wenn nicht einmal die Heimmannschaft gegen den größten benachbarten Rivalen den Laden voll bekommt.

Josefine Öqvist wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und kam sicher einer EM-Teilnahme nach Babypause wesentlich näher, sie spielte (wie gewohnt) tempreamentvoll und scnell und hatte gleich drei gute Chancen, ein Kopfballtor wurde wegen Abseits nicht anerkannt.

Am Samstag gab es zwei weitere Spiele mit nordischer Beteiligung: Island verlor daheim gegen Schottland mit 2:3 und Finnland hatte beim 0:3 in Frankreich erwartungsgemäß keine Chance.

 

Startelf gegen Norwegen – EM ohne Folkesson und Almgren

Für das morgige Länderspiel gegen Norwegen in Linköping sickerte die Startformation schon einige Stunden vorher an die Abendzeitung Aftonbladet durch, so dass man sich fragen kann, wie viele Personen die Aufstellung kannten und wer schließlich aus dem Leitungsteam von Pia Sundhage oder aus dem Kreis der Spieler der Presse das Papier steckte.

Schweden beginnt mit: Kristin Hammarström, Sara Thunebro, Charlotte Rohlin, Nilla Fischer, Jessica Samuelsson, Marie Hammarström, Caroline Seger, Antonia Göransson, Emmelie Konradsson, Kosovare Asllani, Lotta Schelin.

Diese Startformation wird derjenigen, die am 10. Juli die EM gegen Dänemark in Göteborg beginnen wird, schon sehr nahe kommen. Auf der Torwartposition scheint sich Sundhage für Kristin Hammarström zu entscheiden. Das Innenverteidigerpaar mit Rohlin und Fischer ist ebenso gesetzt wie Sara Thunebro auf links. Rechts wird morgen wieder Jessica Samuelsson getestet, die 21-Jährige hat nach der tollen Leistung gegen Malmö am Dienstag eventuellö bessere Chancen als Malmös Lina Nilsson. Samuelsson gehört in jedem Fall die Zukunft und auch auf links wird wohl nach der EM früher oder später die nun ebenfalls in Linköping spielende Stockholmerin Magdalena Eriksson eine Chance bekommen, dann könnte das komplette Abwehrquartett aus Linköping bei Sundhage auftreten.

Im Mittelfeld muss die normalerweise angestammte Lisa Dahlkvist aus Tyresö morgen erst mal auf der Bank beginnen. Co-Trainerin Lillie Persson hat bei der Vorstellung der Startelf gesagt, dass man sih von Marie Hammarström und Caroline Seger abwechselnd Arbeit in Defensive und Offensive erwartet und dass vor allem Seger mehr nach hinten arbeiten soll als in den letzten Begegnungen.

Asllanik und Schelin scheinen ebenso gesetzt zu sein wie Potsdams Antonia Göransson und kann sich Umeås Konradsson morgen beweisen, dann sind auch ihre Chancen gestiegen.

Zwei Spielerinnen sind aus den Überlegungen Pia Sundhages ganz herausgefallen. Eine erst heute: Hanna Folkesson aus Umeå riss sich beikm Training ein Band im Knie und fällt für mindestens sechs Wochen aus. Schon etwas länger wissen wir, dass auch Göteborgs Johanna Almgren auf die EM verzichten muss. Damit fallen gleich zwei Spielerinnen aus dem Mittelfeld aus, was die Chancen von Spielerinnen wie Carina Holmgen und Elin Magnusson erhöhen dürfte, die spät in den Kader kamen.

Von Kristianstads Trainerin Elisabet Gunnarsdottir sicherte auch durch, dass Sundhage die erst 17 Jahre alte Stürmerin Marija Banusic in den Kader gegen Norwegen nachnominieren wollte, aber auch Banusic fällt aufgrund einer Verletzung für ein paar Wochen aus.

Sundhage bringt Lindahl

In siebzehn Tagen wird Schweden sein drittletztes Spiel vor der EM bestreiten – Gegner in Linköping wird Norwegen sein. Pia Sundhage gab heute am Nachmittag ihr Aufgebot bekannt.

Größte Überraschung wohl die Rückkehr von Hedvig Lindahl. Lindahl war Thomas Dennerbys klare Favoritin gewesen im Tor der Nationalmannschaft, aber in der Öffentlichkeit immer wieder stark wegen teils fahrlässiger Schnitzer kritisiert worden. Als sich Lindahl im Herbst einen Kreuzbandriss zuzog und Dennerby den Stab an Sundhage weitergeben musste, glaubten wohl die meisten, dass die Karriere Hedvig Lindahls im Nationaldress zu Ende sei, zumal da mit Kristin Hammarström und Sofia Lundgren starke und gleich routinierte Konkurrentinnen waren, die den meisten Experten als bessere Keeperinnen erscheinen.

Aber nichts da. Lindahl ist wieder im Aufgebot, nachdem sie für Kristianstad zwei Spiele absolviert hat. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir vier Torhüterinnen mitnehmen können,“ so Sundhage. „Wir haben eine Konkurrenzsituation und es gilt, die richtige Entscheidung zu treffen. Jetzt ist Hedvig mit all ihrer Erfahrung wieder da und alles kann passieren, dass sie den ersten Platz bekommt oder der hilft, die den ersten Platz bekommt. Das ist wunderbar.“

Wieder dabei nach längerer Abwesenheit: Marina Pettersson Engström, Innenverteidigerin aus Örebro, die mit ihrem Team einen Höhenflug zu Anfang der Saison hinlegt. Auch Amanda Ilestedt aus Malmö darf sich versuchen, dafür bleibt Malmös Kapitänin, Kollegin Malin Levenstad zu Hause.

Im Angriff nominierte Sundhage nicht wie viele erhofften, Umeås 17-Jähriges Supertalent Lina Hurtig (gestern drei Tore gegen Sunnanå und damit mit fünf Treffern Platz 1 in der Torschützenliste), sonderen deren talentierte, aber unauffälligere Kollegen Jenny Hjohlman.

Charlotte Rohlin und Josefine Öqvist sind dabei, die Tage von Annica Svensson scheinen gezählt zu sein, zumal die Außenverteidigerin von Tyresö auch im Verein nur auf der Bank sitzt.

Das Aufgebot:

Kristin Hammarström (Göteborg), Hedvig Lindahl (Kristianstad), Carola Söberg (Tyresö), Sofia Lundgren (Linköping)

Amanda Ilestedt (Malmö), Charlotte Rohlin (Linköping), Lina Nilsson (Malmö), Nilla Fischer (Linköping), Marina Pettersson Engström (Örebro), Jessica Samuelsson (Linköping), Sara Thunebro (Tyresö)

Kosovare Asllani (Paris SG), Lisa Dahlkvist (Tyresö), Hanna Folkesson (Umeå), Antonia Göransson (Potsdam), Sofia Jakobsson (Chelsea Ladies), Marie Hammarström (Göteborg), Jenny Hjohlman (Umeå), Carina Holmberg (Sunnanå), Emmelie Konradsson (Umeå), Lotta Schelin (Lyon), Olivia Schough (Göteborg), Caroline Seger (Tyresö), Josefine Öqvist (Kristianstad).

Pia Sundhage und die Medien

Kosse

Natgionalspielerin Kosovare Asllani beim Pressetreff im Februar in der Friends Arena – zu schlank?

Ich habe es schon an anderer Stelle hier geschrieben. Pia Sundhage sagt manchmal Dinge, über die sie besser nachdenken sollte, bevor sie sie äußert. Das heißt nun nicht, dass ich sie nicht für eine insgesamt großartige Trainerin mit sehr viel Fußballwissen und vielleicht vor allem der nicht häufigen Fähigkeit, eine Mannschaft zu extremen Leistungen zu motivieren halte.

Vor drei Wochen habe ich ein langes Interview mit Lotta Schelin gemacht, das sicher hier noch Niederschlag finden wird. Aber während die 29-Jährige Schelin sehr genau weiß, was sie der Öffentlichkeit mitteilt, scheint die 53-Jährige Sundhage durchaus Beratung zu brauchen.

Es sei denn, all ihre teilweise provokanten Äußerungen sind Teil eines genialen, für die meisten Beobachter noch unverständlichen Plans.

Da waren die öffentlichen Äußerungen darüber, dass sie mehr von Lotta Schelin erwartet, sie sei der Star des Teams, sie müsse mehr leisten. Oder die anderen müssten alle für Schelin rackern und kämpfen, damit sie glänzen kann. Denn wenn sie glänze, glänze Schweden.

Da war die Äußerung über Kristin Hammarström, mit deren Fußarbeit als Torhüterin Sundhage nicht zufrieden war. „Die muss nach Hause gehen und trainieren, trainieren, trainieren.“ Die Konsequenz: Hammarström spielte fortan in jedem Spiel von Anfang an.

Da war die Äußerung in Malmö, als Pia sich darüber ärgerte, dass in der Startformation Malmös acht Ausländerinnen standen und dass schwedische Talente so auf der Strecke blieben. Malmös Mittelfeldspielerin Lisa Ek hat dazu in ihrem Blog erst jetzt eine wunderbare, emotionale Antwort geschrieben.

Da die meisten Leser dieses Blogs wohl kein Schwedisch können, will ich Lisas Argumente kurz wiedergeben:

Am Beispiel von Yoreli Rincon macht Ek deutlich, dass es ausländische Spielerinnen aus durchaus schwierigen Verhältnissen in der Heimat gibt, die alles dem Ziel unterordnen, eine gute Spielerin im Ausland zu werden. Es gäbe viele schwedische Spielerinnen, die nicht bereit wären, umzuziehen, um für einen anderen Verein zu spielen, bei dem sie der Elite näher kommen könnten. Sie bleiben lieber bei ihrer Familie, ihren Freunden, ihrer Arbeit, ihrem Studium und gehen Kompromisse ein. Das sei völlig legitim, aber diese Spielerinnen bräuchten sich dann auch nicht zu wundern, wenn ihre potentiellen Plätze in anderen Clubs von Ausländerinnen besetzt würden.

„Ich bin jedes Mal glücklich und stolz, wenn ich zum Training komme und sehe, wie Anja [Mittag] einen Ball ins Eck dreht, Ramona [Bachmann] vier andere einfach wegdribbelt, [Sara] Björk [Gunnarsdottir] den Yoyo-Test macht und Elin Rubensson Salz in ihre Trinkflasche träufelt, weil sie gelernt hat, dass ihr Körper so die Flüssigkeit länger behält.[…] Es gibt eine Menge anderer Sachen, die unsere ausländischen Spielerinnen mitbringen. Die deutsche Siegermentalität, die neuseeländisch/amerikanische Einstellung, dass wir das schaffen können oder die beinharte isländische Kampfesmoral. Indem wir täglich mit all diesen Kulturen zu tun haben, werden wir nicht nur bessere Fußballspielerinnen, sondern auch bessere Menschen. Davon bin ich total überzeugt.“

Aber Pia Sundhage wettert nicht nur gegen zu viele Ausländerinnen in einer sich globalisierenden Welt. Am Wochenende erklärte sie in einem Interview mit Sydsvenska Dagbladet auch, dass einige ihrer Nationalspielerinnen zu schlank seien.

„Ich glaube nicht, dass man es schafft, sechs Spiele auf dem höchsten Niveau absolvieren kann und im gleichen Atemzug glaubt, dass man dabei schlank wie ein Strich sein kann. Es gibt eindeutig zu viel Aussehensfixierung in der Gesellschaft,“§ so Pia Sundhage.

Mit letzterem hat sie sicherlich nicht Unrecht.

„Als ich noch spielte, hörten wir oft, dass wir zu dick seien und zu männlich aussehen würden. Aber für das gibt es keinen „quick fix“, es geht um Ideale,“ so Schwedens Trainerin weiter.

Einige Spielerinnen, so heißt es in dem Artikel weiter, hätten die Aufforderung bekommen, Gewicht zuzulegen.

Auch hier frage ich mich, ob dieses Thema in der Öffentlichkeit diskutiert werden muss. Dass es auch im Leistungsfußball Spielerinnen gibt, die Essstörungen haben, ist unzweifelhaft. Einigen Spielerinnen, nicht aus der Nationalmannschaft, sieht man das an, von anderen weiß man es.

Aber generell bei Journalisten zu verbreiten, dass die heutigen Fußballspielerinnen wuasi ‚zu sehr auf ihre Figur‘ achten und dass sie dem Ziel zuliebe, Medaillen zu gewinnen, einfach mal ein bisschen mehr futtern sollten, muss nicht in jeder Zeitung zwischen Haparanda und Ystad stehen.

Schaut man sich den aktuellen Kader der Nationalmannschaft mal unter dem Aspekt an, so kann man sehen, dass etwa Göteborgs Johanna Almgren innerhalb des letzten Halbjahres deutlich an Muskeln zugenommen hat. Ich traf Almgren auf dem Medienauftakt der Damallsvenskan Anfang April und nicht nur mir fiel auf, dass die Mittelfeldspielerin wesentlich kräftiger wirkte, als noch in der letzten Saison.

Aber insbesondere die offensiven Spielerinnen wie Kosovare Asllani, Sofia Jakobsson, aber auch Superstar Lotta Schelin sind eher schlank und möglicherweise sogar schmal. Sollen die jetzt 5-6 kg drauflegen? Keine Muskeln übrigens, sagte Pia Sundhage, denn nur Muskeln machen langsam.

Eine Diskussion, die nicht in der Öffentlichkeit stattfinden muss. Was die Ausländerinnen-Frage angeht, glaube ich nicht, dass sich viel ändern wird, auch wenn die Trainerin angekündigt hat, sich dem Thema nach der EM mehr zu widmen.

Lotta 2 – Island 0

Nur 2412 Zuschauer in der Myresjöhus Arena in Växjö sahen am späten Samstagnachmittag einen nie gefährdeten 2:0-Sieg Schwedens gegen ein Island, das es sehr schwer haben wird, bei der EM im Sommer auch nur einen einzigen Punkt zu gewinnen.

Beide Tore schoss die oft in Nationalmannschafts-Zusammenhängen in Frage gestellte Lotta Schelin in einer Art und Weise, die ihre Weltklasse unterstreicht und mehr erhoffen lässt für das gross Fest im Sommer.

Dabei war das Spiel ansonsten über weite Strecken ein effektives Schlafmittel. Die
Schwedinnen taten sich in den ersten 45 Minuten schwer, obwohl die den Gegner beherrschten. Zu langsam und unbeweglich agierten die Schülerinnen von Pia Sundhage, da war wenig davoin zu merken, dass diese Mannschaft hier vor eigener Kulisse in nur drei Monaten den Titel holen will.

Island hatte in den 90 Minuten nicht einmal eine einzige Torchance. Die Offensivkräfte verloren so gut wie jedes Laufduell gegen die schwedischen Abwehrspielerinnen, die selber auch nicht unbedingt zu den schnellsten der Welt zählen.

Als in der 46. Minute dann Emmelie Konradsson für die sehr formschwankende, heute wieder mal unsichtbare, Lisa Dahlkvist kam, tat sich schon etwas. Es war auch Konradsson, die zu Lottas 1:0 auflegte. Trotz der beiden Treffer der Lyon-Angreiferin war eine Spielerin aus Paris die Beste auf dem Platz: Kosovare Asllani zeigte wieder einmal, dass sie sich verändert hat, enormen EInsatzwillen an den Tag legt und dazu eben auch sehr kreativ ist. In den letzten fünf Minuten machte Asllani Platz für Chelsea Ladies Neuzugang Sofia Jakobsson und auch diese Einwechslung tat nochmal gut, denn hochmotiviert war Jakobsson noch an drei Torchancen beteiligt und eben auch am 2:0 durch Lotta Schelin, die damit ihren 51. Länderspieltreffer markierte.

Schelin war in der anschliessenden Pressekonferenz selbstbewusst und zufrieden, Sundhage kritischer. Aber Recht hatten beide irgendwo. Schelin, die sagte, man habe den Gegner beherrscht und sicher gewonnen, mehr braucht es ja wirklich nicht und auch Sundhage, die sich mehr erhofft hatte und vor allem in der ersten Halbzeit unzufrieden war. Immerhin so Sundhage, sei nun klar, dass Marie Hammarström, die nach Konradssons Einwechslung ins zentrale Mittelfeld wechselte eine Alternative in der Mitte sei.

Publikumsmässig sah man, dass Schweden noch einiges tun muss, damit die EM auch in den weniger attraktiven Spielen akzeptablen Besuch hat. Denn 2412 mit der eigenen Mannschaft sind eine erschreckend schwache Kulisse.

Ohne Öqvist

Nach einem Jahr Babypause war für Samstag das Comeback vonm Josefine „Jossan#“ Öqvist erwartet worden, beim Spiel der Nationalmannschaft gegen Island. Daraus wird nun nichts. Beim Training zog sich die Stürmerin eine Zerrung im Oberschenkel zu, sie wird daher nicht zum EInsatz kommen.

Erkältet sind die Zwillingsschwestern Kristin und Marie Hammarström.

Josefine Öqvists Vereinskameradin, die 17-Jährige Marija Banusic schoss den einzigen Treffer in der U19-Vorentscheidung in Holland gegen den Gastgeber. Schweden ist Titelverteidiger, spielt aber naturgemäss mit einem wesentlich veränderten Team, in dem aber mit Malin Diaz noch die Schützin des Siegestores im letztjährigen Finale gegen Spanien steht.