Vorteil Linköping

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Katrin Schmidt (Djurgården) lässt Filippa Curmark (Göteborg) stehen

Rosengård kam am Sonntag bei Vittsjö GIK nicht über ein 0:0 hinaus. Lotta Schelin war verletzt, dafür wurde in den letzten 20 Minuten die monatelang abwesende Gaelle Engamanouit eingewechselt. Aufregung bei Malmö, weil Vittsjös Goalie Katie Frayne die Niederländerin Lieke Martens rüde im Strafraum von den Beinen holte, aber die Schidsrichtern die Pfeife nicht ertönen ließ. 90% aller Schiris hätten hier Strafstoß entschieden, Fraine berührte den Ball aber vor allem die Gegnerin.

Linköping siegte munter weiter, jetzt gegen den Zehnten Kristianstad und wieder einmal hießen die Torschützinnen Pernille Harder und Stina Blackstenius beim 2:0. Damit hat Linköping nicht nur das bessere Torverhältnis, sondern bei einem Spiel weniger als Rosengård auch schon einen Punkt mehr. Vorteil also, obwohl das nächste Heimspiel gegen Djurgården alles andere als einfach werden wird.

Djurgården profitierte von einer umstrittenen Linienrichterentscheidung (war der Ball wirklich im Tor?) gegen Göteborg und liess den Gegner das 2:0 per Eigentor machen. Aber spielerisch überzeugten die Hauptstädterinnen und gewannen verdient. Der Aufsteiger könnte tatsächlich einen Platz unter den Top 5 schaffen, selbst der dritte Rang ist nicht unmöglich. Tolle Leistung des Gesamtteams, aus dem ich Torhüterin Gudbjörg Gunnarsdottir und das zentrale Mittelfeld mit Katrin Schmidt und Emilia Appelquist hervorheben würde. Immens wichtig auch Torjägerin Mia Jalkerud. Alle andern spielen hervorragend mit, was notwendig ist für die Gesamtleistung und Neuzugang Michelle Wörner aus Deutschland (kam jetzt von Sunnanå SK) überraschend stark im linken Mittelfeld trotz Sprung von zweiter Liga in die erste.

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Lotta Schelin verhandelt mit Göteborg

In ihrem Kopf sei alles klar, hat Schwedens wohl derzeit größte Fußballspielerin, Lotta Schelin, gestern einer Zeitung gegenüber gesagt. Göteborgs Posten vermeldete, dass die 32-Jährige über ihre Agentin Anna Pohjanen (die keine offizielle Agentin ist und deshalb Beraterin genannt werden müsste) mit Kopparberg/Göteborgs FC verhandeln würde. Therese Sjögran, Sportchefin beim schwedischen Meister FC Rosengård sagte, dass Schelin sicher eine unteressante Spielerin sei, man aber mit ihr zur Zeit  nicht verhandele.

Für mich ist der Fall damit relativ klar. Lotta wird nach Hause kommen. Ich hatte im Laufe ihrer Karriere drei Mal die Gelegenheit Interviews mit Lotta Schelin zu machen, zwei Mal haben wir uns persönlich getroffen. Von daher aus erster Hand meine Einschätzung: Lotta Schelin ist eine großartige Fußballspielerin (das wissen alle) und sie ist ein sehr intelligenter Mensch. Darüberhinaus ist sie äußerst bodenständig und hängt sehr an ihrer Heimat und an der Stadt, in der sie aufgewachsen ist. Ich halte sie auch für weitsichtig und vernünftig.

All das spricht für Göteborg. Sie weiß, dass sie sich in der letzten Phase ihrer aktiven Karriere befindet. Sie hat acht Jahre bei der wohl besten Frauenfußballmannschaft Europas (der Welt?) gespielt und ihren Auslandsaufenthalt in Lyon genossen und sie will am Donnerstag (morgen) auch das Finale der UWCL gegen den VfL Wolfsburg genießen.

Danach ist dann die Zeit reif, nach Hause zu kommen. Das Sportliche tritt in den Hintergrund bei dieser Entscheidung. Die großen Titel im Vereinsfußball. hat sie alle bereits gewonnen.

Es würde mich sehr wundern, wenn es nicht so kommt.

Maren Mjelde nach Schweden

marenUmeå IK hat nach drei Spielen ein Torverhältnis von 1:0. Gestern gab es daheim in der T3-Arena (einstmals Gammliavallen) ein am Ende durchaus glückliches 0:0 gegen Kopparberg/Göteborgs FC. Die Göteborgerinnen hatten sich vergangenes Jahr bei einem alles andere als glücklich verlaufenen Wechsel die Dienste von Andrine Stolsmo Hegerberg gesichert. Heute nun wurde bekannt, dass mit Maren Mjelde im Sommer die zweite Norwegerin Potsdam Richtung Göteborg verlassen wird. Die Nummer 3, Megatalent Ada Stolsmo Hegerberg hat noch Vertrag bis zum 30.06.2015. Dass Mjelde Potsdam verlassen würde, konnte man mehr als deutlich schon zwischen den Zeilen in einem Interview der Bergens Tidende in der vergangenen Woche lesen. Da sagte Mjelde, dass man in Potsdam leider nur erfahren würde ob man spielt oder nicht und keine konkreten Ratschläge bekomme, um sich spielerisch zu verbessern. Außerdem spiele man dort mit einer Dreierkette und Manndeckung, was im europäischen Spitzenfußball eher ungewöhnlich sei, so die 24-Jährige Norwegerin. In der heute offiziellen Erklärung gab Mjelde vor allem private Gründe für den Wechsel an, da sie näher an Oslo wohnen wolle, wo sowohl ihr Bruder Erik studiere wie auch ihr/e Liebste/r (im Norwegischen wird das nicht zwangsläufig deutlich, ist aber auch sowieso irrelevant) Göteborg hatte sich bereits vor der Saison mit einer weiteren Spielerin aus der Bundesliga, der Niederländerin Lieke Martens verstärkt, die bislang einen exzellenten Saisonstart hatte.

In Örebro gab es wieder einmal einen Galaauftritt der Nigerianerin Sarah Michael, die beim 3:1 gegen Vittsjö zwei Tore schoss und eines vorbereitete.

Die schwedische Meisterschaft könnte 2014 spannender werden, als man vor Beginn geglaubt hat. Denn Rosengård wird es mit Göteborg und Linköping im Titelkampf zu tun bekommen. Der gestrige Ausrutscher des Meisters hat gezeigt, dass der Abstand geringer ist als vermutet. Zu Tyresö, das auch wenn es nicht spielt, immer für neue Nachrihten gut ist, im nächsten Post.

Rosengård und Göteborg

Paula Radtke im Gespräch mit ffschweden (Foto: Anders Henrikson)

Paula Radtke im Gespräch mit ffschweden (Foto: Anders Henrikson)

Wenn man nach nur einem Spieltag eine Tendenz erkennen kann, was natürlich NICHT der Fall ist, aber wenn, nur mal angenommen, dann hießen die Favoriten der Saison 2014 eindeutig FC Rosengård und Kopparberg/Göteborgs FC.

Rosengård (zum letzten Mal: früher LdB FC Malmö) ging als Erster ins Rennen, auswärts bei Aufsteiger AIK und für schwedische Verhältnisse zur ungewöhnlich frühen Stunde: 12.30 Uhr Anstoß. Grund: AIKs Männermannschaft war um 15.00 Uhr in der gut einen Kilometer entfernten Friends Arena angesetzt gegen Örebro und man wollte sich nicht im Wege stehen bzw. hoffte, dass ganz Fußballverrückte zuerst zu den Frauen und dann zu den Männern gehen würden. Naja, so ganz haute das dann doch nicht hin: 466 sahen die Frauen 0:4 gegen Rosengård verlieren und 15 873 (34 mal so viel) sahen das 1:1 der Männer gegen Örebro.

Anja Mittag, Sarah Mellouk, Ramona Bachmann und Paula (Kathleen) Radtke schossen die Tore für den Meister, der sich noch besser einspielen muss, da war vieles noch nicht überzeugend, nicht ineinander verzahnt, aber die überragenden Einzelpielerinnen kriegen es dann doch irgendwie hin und zwar so, dass man sich nie fragte, ob hier etwas anderes als die gesetzte Auswärts-2 herauskommen könnte.

Später hatte es das umgekrempelte Göteborg auswärts mit Vittsjö zu tun, schon schwieriger die Aufgabe und die von Malmö nach Göteborg gewechselte Manon Melis schickt mit ihrem Hattrick zu Beginn eine Ansichtskarte nach Malmö. Natürlich ist der Wechsel von der einen (Melis) zur anderen (van de Ven) in Malmö nicht einfach nur ein Wechsel, sondern eine Schwächung. Nicht weil van de Ven keine gute Fußballerin wäre oder es an Ehrgeiz mangeln ließe. Aber Melis ist halt Weltklasse, wenn sie gut drauf ist und bei Kirsten van de Ven weiß man momentan nicht einmal, wann sie spielen kann. Statt einer Klassebank mit Spielerinnen wie Katrine Veje oder Yoreli Rincon setzt man jetzt auf eigene Talente und das mag richtig sein. Sarah Mellouk, gerade erst 15 Jahre und acht Monate alt, deutete das an. Spielte von Beginn und machte ein Kopfballtor und hatte ein paar gute Szenen. Auch Anja Mittag, Therese Sjögran und Paula Radtke gefielen, Thora Helgadottir gab bei den wenigen Bällen Rückhalt und Anita Asantes Zweikampfstärke wird Rosengård noch viel Freude machen, auch wenn AIK:s talentierte Ex-Malmöerin Sarah Storck ihr wenigstens einmal ganz schön auf der Nase herumtanzte, also bildlich gesprochen.

Neunationalspielerin Emma Lundh sah das alles von der Tribüne aus. Knieprobleme. „Ich bin magnetgeröngt worden, kriege das Ergebnis morgen. Irgendwas knackt im Meniskus,“ sagte mir die Stürmerin nach dem Spiel. Auch die Routine von Maija Saari, der Mannschaftskapitänin der finnischen Nationalmannschaft wird AIK neben Malin Levenstad gut tun. Aber eben erst in einem Monat.

„Teilweise waren wir nur zu zehnt beim Training und haben mit ein paar Jungs aufgefüllt,“ erzählte mir Paula Radtke nach dem Spiel. „Jetzt sind endlich alle wieder von ihren Nationalmannschaften zurück, das merkte man heute schon, dass die Abstimmung noch nicht da ist.“

Dass 79,5% der Experten Rosengård als Meister sehen, belastet Radtke nicht: „Das war ja schon letztes Jahr bei Tyresö so. Göteborg und Linköping ist das natürlich schon Recht, dass wir die Favoriten sind und sie so den Druck von sich nehmen können.“

Ob man sich denn bei vier Spielerinnen mit Muttersprache Deutsch auch mal auf Deutsch unterhalte, will ich noch wissen.

„Hast du was gehört vom Spielfeld?“ fragt Paula zurück. „Manchmal rufen wir uns tatsächlich auch auf dem Platz was auf Deutsch zu, das ist ja dann schon fast Geheimsprache. Aber bei uns wird meist Schwedisch gesprochen. Ab und an erklärt der Trainer auch mal was auf Englisch.“

Sie hat ihren Platz gefunden, die Deutsche, die vom USV Jena kam. Anfangs waren viele, auch ich skeptisch, ob Paula Radtke sich beim schwedischen Topclub würde durchsetzen können, aber sie zeichnet sich durch hohe Professionalität aus und ist sehr flexibel einsetzbar, was natürlich ein großes Plus für Trainer Eidevall ist.

Göteborg und Rosengård führen die Tabelle an nach den ersten fünf Spielen. Mehr zu den anderen drei Begegnungen in einem späteren Post heute.

 

 

Sabrina Viguier wechselt nach Göteborg

Stina Segerström bekommt ein Baby und setzt diese Saison aus, da brauchte Kopparberg/Göteborgs FC einen guten Ersatz in der zentralen Abwehr. Nun wechselt die 33-Jährige französische Nationalspielerin Sabrina Viguier zu dem schwedischen Club, wie Olympique Lyon gestern Abend mitteilte.

Allenthalben ist zu lesen und zu hören, dass Lyon in finanzellen Schwierigkeiten steckt, vor allem wegen der defizitären Männermannschaft. Auch das Frauenteam, so kann man mutmaßen, wird sich den hohen Standard nicht ewig erhalten können, wenn es nicht Sparmaßnahmen gibt.

Vermutlich hat Lotta Schelin mitgeholfen, dass ihre gute Freundin Viguier nach Schweden wechselt. Schon wird spekuliert, ob die 30-Jährige Starstürmerin ihren erst im Herbst unterzeichneten Zweijahresvertrag wirklich bis zum Ende erfüllen wird. Auf jeden Fall hat sie mehrfach gesagt, dass sie ihre Karriere dereinst in Göteborg beenden möchte.

Linköping ins Viertelfinale

Im Achtelfinale des schwedischen Pokals gewann Linköping am Abend das Spitzenspiel gegen Kopparberg/Göteborgs FC mit 3:1. Torschützen: Renée Slegers, Stina Blackstenius und Emma Lennartsson für die Gastgeberinnen und am Ende dann noch Göteborgs teurer Neuzugang Manon Melis.

Alle Toren fielen in der zweiten Halbzeit. Linköpings Trainer Martin Sjögren auf der Homepage des Vereins: „Wir haben in der ersten Halbzeit zögerlich und abwartend gespielt anstatt zu agieren. Nach der Halbzeit wurde das anders, wo wir Stina gebracht haben, die eine große Gefahr ist. Aber am Wichtigsten war, dass wir endlich agiert haben, längere Angriffe gespielt haben und uns näher an deren Tor begeben haben.“

Mit Stina meint Sjögren Stina Blackstenius, eines der wohl größten schwedischen Sturmtalente – Anfang Februar gerade mal 18 Jahre alt geworden. Merkt euch den Namen.

Und Göteborg will es wissen

Wie oft wird Göteborg 2014 jubeln?

Wie oft wird Göteborg 2014 jubeln?

Tyresö hat einen Plan, der alle Nervosität zerstreuen wird und Göteborg setzt auf die Meisterschaft und die Erde ist eine Scheibe,

Auch aus Westschweden heute eine beruhigende Nachricht. Nach dem Abgang von Kristin Hammarström, Marie Hammarström, Anita Asante, Yael Averbuch und Olivia Schough brauchen wir uns überhaupt keine Gedanken darüber machen, dass Kopparberg/Göteborgs FC nicht nach dem Meistertitel greifen würde. Bitte?

Man hat ja Manon Melis und Loes Geurts geholt, dazu ein paar erstligaerfahrene Spielerinnen vom Lokalkonkurrenten Jitex rübergelockt. Lieke Martens ist schon seit Wochen im Gespräch und auch eine weitere Niederländerin, aber bei denen hat jetzt sicher auch Tyresö angerufen und treibt den Preis in die Höhe.

Rehn hofft auf noch mehr Spielerinnen“ lautet die Überschrift eines Artikels in Göteborgs Posten. Und noch mehr ist gut, denn er hat gerade mal 16 nach Angaben der Zeitung. Nicht gerade 16, mit denen man etwa über 22 Spiele gegen Rosengård oder Linköping konkurrieren könnte. Wahrscheinlich reicht es auch nicht für Tyresö oder Umeå im Moment.

„Wir haben einiges am Laufen,“ sagt Rehn der Zeitung. „Wir diskutieren mit Spielerinnen, wir kriegen Besuch zum Probetraining. Aber nichts ist entschieden. Wir brauchen Verstärkung in allen Mannschaftsteilen, am meisten in der Mitte,“ so Rehn.

Nach dem Aufbruch zu den Topplatzierungen sieht das bei aller Liebe noch nicht aus. Eine Melis macht noch keinen Sommer, schrieb ich hier vor sechs Wochenund dabei bleibt es.

 

Manon Melis wird Großverdienerin

Naja, etwas übertrieben ist die Überschrift. Aber im Frauenfußball sind 75.000 Kronen im Monat ein sehr ordentliches Gehalt. So viel soll die Holländerin Manon Melis nach Angaben von Sydsvenska Dagbladet bei ihrem neuen Arbeitgeber Kopparberg/Göteborgs FC bekommen. Malmös Sportchef Erling Nilsson erklärte, man habe eine Gehaltspolicy, an die man sich halte und da sei Göteborgs Angebot nun einmal in einer anderen Liga. 8.400 Euro im Monat, da dürfte dann nur noch Marta besser verdienen als die 27-Jährige Niederländerin.

Göteborg hat einen Neubeginn angekündigt und das Ziel, mit den beiden Großen in Schweden, LdB FC Malmö/Rosengård und Tyresö FF zu konkurrieren, gesteckt.

Da macht eine Melis noch keinen Sommer, insbesondere dann, wenn man auf der Minusseite die Hammarström-Zwillinge, Yael Averbuch und Anita Asante hat.

Deshalb wurde neben der spektakulären Neuverpflichtung noch mehr enthüllt. Annica Sjölund verließ zwar Jitex, bleibt aber in Göteborg und geht ebenfalls zum Lokalkonkurrenten wie auch Kathlene Fernström. Für die Schluss machende schwedische Nationaltorhüterin holte man sich Hollands Nummer 1 Lois Geurts von Vittsjö GIK.

Hier ein Video von der Pressekonferenz am Freitag:

https://www.youtube.com/watch?v=HL_XUi3n7oM#t=19

Kristin und Marie hören auf

Marie Hammarström macht Schluss

Marie Hammarström macht Schluss

Beide hatten es in den letzten zwei Wochen gelegentlich angedeutet, ohne es klar auszursprechen. Kristin und Marie Hammarström, eineiige Zwillinge und beide aktuelle schwedische Nationalspielerinnen, machen Schluss. Hängen die Schuhe an den berühmten Nagel. Mit 31 Jahren.

Kristin war im Sommer erste Wahl im Tor Schwedens und Marie schrieb Fußballgeschichte hierzulande, als sie in Sinsheim gegen Frankreich mit einem satten Schuss das 2:1 für ihre Schwedinnen machte und damit das entscheidende WM-Bronzetor.

Für die Nationalmannschaft ist vor allem der Torwartrücktritt schmerzhaft. Denn gerade dieses Jahr hatte sich Kristin als die Nummer 1 Sundhages durchgesetzt. Da gleichzeitig Sofia Lundgrens sportliche Zukunft nach dem Bandscheibenvorfall äußerst ungewiss ist, spricht vieles dafür, dass Hedvig Lindahl wieder Nummer 1 wird. Lindahl, die ihre Stärken hat, die aber auch immer wieder mit spektakulären Fehlgriffen (wie etwa beim 1:3 gegen Japan bei der letzten WM) von sich reden macht.

Vom 23.-29. November hat Pia Sundhage 25 Spielerinnen eingeladen, die Hammarströms kann sie jetzt streichen. Auch Carola Söberg hat abgesagt, die Ersatztohüterin von Tyresö FF. Neben Lindahl wird nun erst einmal die in Italien spielende Stephanie Öhrström erstmals dem Nationalkader angehören.

Marie Hammarström gab als Grund für den Rücktritt den enormen Zeitaufwand an, den sie für den Fußball in Kauf genommen habe. Die Entscheidung sei im Laufe des Sommers herangereift. Die EM habe man noch mitnehmen wollen, aber die räumliche Trennung von ihrem Mann, der in Örebro lebt, sei auch ein wesentlicher Grund. Die Beiden wollen auch eine Familie gründen und da sollte man zusammen sein, so Hammarström.

Hammarström-Schwestern: Pause, Karriereende oder was?

Die beiden schwedischen Nationalspielerinnen Kristin und Marie Hammarström sind eineiige Zwillinge und glücklicherweise auseinanderzuhalten, weil Kristin im Tor steht und Marie im Mittelfeld spielt. Demzufolge auf dem Platz unterschiedliche Sachen anhaben.

Nach der Saison 2013 sieht es so aus, als ob beide nicht beim schwedischen Pokalsieger Kopparberg/Göteborgs FC weitermachen, was ein weiterer herber Schlag für Göteborg wäre. In einem Interview mit Nerikes Allehanda sagte die Nummer 1 im Tor der schwedischen Nationalmannschaft: „Nächste Woche kommt meine Entscheidung. Aber ich kann sagen, dass ich dazu tendiere, ein Jahr Pause zu machen.“

Würde wohl bedeuten, dass Hedvig Lindahl wieder die Nummer 1 in der Nationalmannschaft wird, zumal Sofia Lundgrens Karriere nach dem Bandscheibenvorfall noch ungewiss ist.

Marie Hammarström ist nach Angaben von Nerikes Allehanda wieder nach Örebro gezogen, wo sie einst gespielt hat und arbeitet dort als Lehrerin an einer Wirtschaftsfachschule.

Anita Asante hat in Malmö unterschrieben und die Amerikanerin Yael Averbuch wird schon offiziell als vereinslos geführt.

Göteborg läuft in Gefahr, vier Schlüsselspielerinnen zu verlieren.

Göteborg nach Nilsson

Wird Olivia Schough 2014 einer der letzten Stars in Göteborg sein?

Wird Olivia Schough 2014 einer der letzten Stars in Göteborg sein?

Torbjörn Nilsson hat Kopparberg/Göteborgs FC nach sechs Jahren verlassen, mit Stefan Rehn übernimmt ein weiterer, ehemaliger Spieler des IFK Göteborg der Stadt bestes Frauenteam.

Aber wohin geht die Reise? Zweimal holte Nilsson den Pokal, dieses Jahr noch den Supercup nach einem dramatischen Elfmeterschießen in Tyresö. Der Vorsitzende des Vereins, Peter Bronsman, ist gleichzeitig Boss des erfolgreichen Brauereiunternehmens Kopparberg. War mal Weltmarktführer im Export von Cider. Gelder sind vorhanden.

Aber sie werden nicht notwendigerweise in den Verein investiert. Das ist bestenfalls halbherzig, was man an der Westküste macht. Torbjörn Nilsson wurde versprochen, dass man investieren würde, um mit Tyresö und Malmö mitzuhalten, um ihn zu einer Unterschrift unter einen 2-Jahresvertrag zu bewegen.

Christen Press war eine Neuverpflichtung, die viele 2012 nicht kannte, die aber in der Liga für Furore sorgte und entscheidend beitrug, dass Göteborg auch im vergangenen Jahr noch zumindest zeitweise mithalten konnte mit den beiden Giganten der Liga.

Aber wie schon Nationalspielerin Olivia Schough mir vor wenigen Wochen in Tyresö frustriert nach dem 1:4 sagte: „Wir haben einfach keine Breite im Kader. Wir sind zu wenige.“ Manchmal saßen bei Göteborg nur drei Spielerinnen auf der Bank bei Auswärtsspielen und manchmal war eine davon noch die längst zurückgetretene Jane Törnqvist. 

Nun geht mit Anita Asante der letzte Star und in einem Interview mit der Zeitung Expressen sagten die beiden Nationalspielerinnen Kristin und Marie Hammarström, dass sie nicht mehr hinterherlaufen wollen. Sie verlangen Investitionen oder aber sie überlegen, ihre Karrieren zu beenden.

Bronsman sagt, dass Asante gegangen sei, weil sie unbedingt Champions League spielen wollte. Die Engländerin ist jedoch weit klüger. Mir sagte sie in Göteborg, dass der Entschluss Göteborg zu verlassen aufkeimte, als der Verein Christen Press mehr oder weniger sang- und klanglos von Tyresö abwerben ließ. Anita verstand, dass Göteborg nicht mehr mit den beiden Topteams mithalten wollte oder konnte.

Yael Averbuch wird mit ziemlicher Sicherheit 2014 wieder in der NWSL spielen. Damit geht eine weitere wichtige Spielerin. Mit Cathrine Dyngvold und Jessica Landström wurden zwei Spielerinnen verpflichtet, die nicht ansatzweise das brachten, was man sich erhofft hatte. Und die mitten in der Saison unter merkwürdigen Umständen verpflichtete Andrine Hegerberg besitzt nicht entfernt die Schnelligkeit ihrer kleinen Schwester Ada, ist für einen Topverein viel zu langsam.

Wird Göteborg investieren?

„Einfache Antwort, ja. Wir werden in der nächsten Saison ein größeres Spielerinnenbudget haben, aber wir werden nicht unsere finanzielle Basis gefährden. Stefan wird jetzt besonders wichtig, da er die Spielerinnen finden muss, die er haben will. Gleichzeitig soll er einen Kern aufbauen, der schon in der Mannschaft ist. Wir werden auch längerfristige Verträge mit Spielerinnen machen,“ sagt Bronsman, der bislang lediglich 1-Jahresverträge mit allen Spielerinnen abschloss. Ausnahmen waren Asante und Averbuch, die jeweils 1,5 Jahre bekamen, weil sie mitten in einer Saison kamen.

Versprochen haben Sportchefs und Präsidenten von Frauenfußballvereinen schon sehr viel, seit ich den Sport verfolge, aber selten wurde das letztlich auch umgesetzt. In Göteborg jedenfalls steht ein enormer Wechsel an vor der kommenden Saison.

Die letzte Runde – Damallsvenskan 2013

Tanz zwischen Göteborg und Sunnanå

Tanz zwischen Göteborg und Sunnanå

Die Saison ist vorbei, zumindest für die Clubs zwischen Platz 3-12. Lediglich Meister LdB FC Malmö und Tyresö FF spielen noch in der Champions League gegen den VfL Wolfsburg und Fortund Hjørring.

Und wie so oft haben letzte Spieltage ihre eigenen Ergebnisse.

In Mallbacken, beim Tabellenvorletzten durften heute Anja Mittag & Co. den Meisterpokal in Empfang nehmen. Mallbacken steigt ab, aber auf dem sehr speziellen Strandvallen in den värmländischen Wäldern, zu dem nur eine Schotterpiste führt, haben die besten drei Teams des Jahres alle Punkte gelassen. Auch Malmö lag zurück, konnte durch Mittag ausgleichen, beim 1:1 blieb es.

Tyresö trat nach der Abwehrschlacht von Paris am Mittwoch beim Tabellendritten Linköping ohne seine Amerikanerinnen Ashlyn Harris, Meghan Klingenberg, Ali Krieger und Christen Press an, ließ darüber hinaus noch Marta zu Hause und Vero Boquete auf der Bank. Die immer noch ganz ordentliche Elf, die dann auf Seriensieger Linköping traf, verlor am Ende deutlich mit 1:4, was den Vorsprung Malmös in der Abschlusstabelle auf sieben Punkte anwachsen ließ.

Selber war ich nach einem Wochenende auf einer Deutschlehrertagung in Göteborg und ging heute Nachmittag zum Valhalla IP, einer älteren Sportanlage unweit des Scandinaviums und sah das letzte Spiel von Torbjörn Nilsson als Trainer. Göteborg spielte gegen den Tabellenletzten Sunnanå, gewann mit 3:0 und beendet die Saison zwar als Vierter, aber unzufrieden mit einem riesigen Abstand zu Meister Malmö. In der zweiten Halbzeit unterhielt ich mich lange mit der englischen Nationalspielerin Anita Asante, die dem Spiel auf Krücken beiwohnte. Anita hat sich im Training einen Knochen im Fuß gebrochen. Gemeinhin wird erwartet, dass die 28-Jährige im kommenden Jahr für Meister Malmö spielen wird. Sie gab mir zwar keine 100%-ige Antwort auf die Frage nach dem Vereinswechsel, aber sagte, dass die meisten in Göteborg nicht damit rechnen würden, dass sie auch 2014 für Göteborg spielen würde. Immer ein Vergnügen, mit der Londonerin zu reden, die tiefe Einsichten und Analysen hat und die ihren Weg zielstrebig und konsequent gegangen ist. Mehr zum englischen Fußball und Anita Asante in einigen Wochen, wenn mein England-Artikel, mit dem ich mich schon gut fünf Monate beschäftigt habe, endlich fertig ist.

Umeå schlug Kristianstad mit 3:1 und sicherte sich damit doch noch Rang fünf und fing KIF Örebro am letzten Spieltag ab. Auch hier verabschiedet man sich von einem Trainer. Joakim Blomqvist verlässt Umeå IK, wie Torbjörn Nilsson mit einem Sieg. Trotz einer mehr als enttäuschenden Saison wird aber Elisabet Gunnarsdottir wohl auf der Bank von Kristianstad sitzen bleiben. Sie, die eigentlih Meister werden wollte mit KDFF, beendet die Saison somit auf Rang 9.

Örebro gab Rang fünf in der letzten Runde ab, nicht unerwartet gewann ein zum Schluss der Saison stabil spielendes Vittsjö GIK mit 3:0.

Und Jitex verabschiedete sich von Trainer Stefan Rehn, der nun doch Nilssons nachfolger beim Lokalrivalen Göteborg wird. Ob Rehn der Richtige ist, bleibt abzuwarten. Symptomatisch, dass er nicht mit einem Sieg geht, sondern mit einem schmeichelhaften Unentschieden, dass Mimmi Löfwenius erst in der 88. Minute rettete. 1:1 gegen Piteå.

Stefan Rehn wird Nachfolger von Torbjörn Nilsson in Göteborg

Jitex hat bis zuletzt behauptet, dass es seinen Trainer Stefan Rehn nicht aus dem laufenden Vertrag freigeben wird. Das Gerücht, dass Rehn Nachfolger des bei Kopparberg/Göteborgs zurückgetretenen Torbjörn Nilsson werden würde, sei ein Gerücht und nicht mehr.

Rehn unterschrieb einen 3-Jahresvertrag und Sportchef Lasse Svensson schrieb auf der Homepage des Vereins: „Wir bekommen einen sehr renommierten und erfahrenen Trainer, der unter anderem den IFK Göteborg trainiert hat und eine schwedische Meisterschaft gewonnen hat. Jetzt hoffen wir, dass Stefan KGFC wieder an die Spitze der Damallsvenskan führen wird und damit auch erneut in die Champions League, was unser Ziel ist.“

Allerdings dürfte Rehn ebensowenig wie Nilsson den Verein in die Champions League führen, wenn man seinen Spielerkader nicht entsprechend aufrüstet, damit man in de4r Lage ist, Tyresö und Malmö wirklich Konkurrenz zu machen,

Anita Asante nach Malmö?

neetzZwei Spieltage vor Ende der Saison ist die Silly Season, die Zeit der Transfergerüchte und -tatsachen offenbar eröffnet.

Was schon länger gerüchteweise kolportiert wurde, stand gestern erstmals in der gedruckten Ausgabe einer Zeitung.

Die englische Nationalspielerin Anita Asante verlässt wahrscheinlich Kopparberg/Göteborgs FC nach eineinhalb Jahren und schließt sich dem wohl kommenden schwedischen Meister LdB FC Malmö an. Noch hat „Neetz“, wie die 28-Jährige im Freundeskreis genannt wird, nicht unterschrieben, aber angeblich ist man kurz davor.

Asante könnte die erste von Verstärkungen des Kaders sein, den auch Anja Mittag zuletzt öffentlich einmal gefordert hatte, als sie noch in Vertragsverlängerungen steckte. Mir sagte Anja übrigens auch auf die Frage, wer denn ihre unangenehmste Gegenspielerin in der Liga sei: „Anita Asante.“ Etwas, das auch für die Engländerin spricht, denn die Zweikampfstärke Asantes ist gemeinhin bekannt. Gerade in der Abwehr gibt es bei Malmö Verbesserungspotential. Meiner Meinung nach vor allem auf der Position von Kapitänin Malin Levenstad, die als Innenverteidigerin physisch zu wünschen übrig lässt und sich auch bisweilen in gefährlichen Situationen verschätzt.

Zwar spielte Asante, die eine Fußverletzung hat, die sie bis zum Ende der Saison ausfallen lässt, in Göteborg im defensiven Mittelfeld, hat aber in der englischen Nationalelf immer wieder in der Innenverteidigung gespielt.

„Ich entscheide mich nächste Woche. Malmö hat mit mir und meinem Agenten gesprochen. Noch habe ich meine Zukunft nicht entschieden, aber Malmö ist ein fantastischer Verein, der vermutlich Meister wird. Falls ich mich entscheide, dorthin zu gehen, wäre das ein guter Schritt in meiner Karriere.“

Das sehe ich genauso. Im Mai bat mich Chelseas Trainerin Emma Hayes noch: „Wenn du Neetz wieder mal siehst, sag ihr, sie soll zurückkommen, wir warten auf sie.“ Und Eniola Aluko stimmte zu. Aber beim Blick auf die englische Liga in ihrem derzeitigen Zustand, in dem gerade Chelsea in den letzten Wochen und Monaten vier ausländische Profis verloren hat, die mit der Organisation und dem Trainingspensum unzufrieden waren, sollte Asante eher noch die eine oder andere Spitzenspielerin überreden, ins Ausland zu gehen.

 

Tschüss, Torbjörn!

TorbjörnNehmen wir es gleich einmal vorweg. Der Mann hat Charisma. Mit ihm verlässt einer der sympathischsten und mit Sicherheit der erfolgreichste ehemalige Fußballprofi die Damallsvenskan.

Torbjörn Nilsson und sein Club Kopparberg/Göteborgs FC gaben heute Nachmittag gemeinsam auf der Webseite des Vereins bekannt, dass nach sechs Spielzeiten Schluss ist für ihn als Cheftrainer.

Nach einer enttäuschenden Rückrunde mit drei Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen ist die Luft raus, wie Nilsson selber klug sagte. Möglicherweise hatte er der Mannschaft nichts mehr zu geben, konnte definitiv kein Feuer mehr entzünden.

Aber Personalien fallen einem in Göteborg ein. Christen Press war die ideale Stürmerin für das Spiel Göteborgs. Als einzige Spitze hatte sie den Auftrag „in the deep“ zu gehen, wie Nilsson ihr vergangenes Jahr erklärte. Nach einer akzeptablen Saison, in der man aber weder Malmö noch Göteborg gefährden konnte, ließ es die sportliche Leitung und der Vorstand zu, dass Press dem aggressiven Werbegebaren von Meister Tyresö FF nachgab und den Verein wechselte. Da lockte wohl die Champions League, das Geld und auch die eine oder andere Mitspielerin in Tyresö.

Aber es gab einen Glücksgriff. Von den Birmingham Ladies kam Jodie Taylor, für die meisten ein unbeschriebenes Blatt, eine Spielerin, die dem Nationalkader von Hope Powell in England nicht angehörte. Und Jessica Landström wollte es auch noch einmal wissen und kam von Absteiger Djurgården.

Taylor schlug ein wie eine Bombe. Zehn Tore in zehn Spielen, ein perfekter Ersatz für Press und Taylors Erfolg war gleich mit Landströms Rückkehr auf die Bank – wie schon in Frankfurt. Jodie Taylor war schnell, schussstark, konnte das Spiel lesen und nutzte ihre Chancen. Und wurde nicht für die EURO nominiert. Eine Fehlentscheidung von Powell wie so viele andere, die dann zum kläglichen Ausscheiden Englands bei der EURO führten und zu Powells Abschied nach mehr als 15 Jahren an der Macht im englischen Frauenfußball. Jodie Taylor haute ab. Nach Hause. Sie sagte, sie habe so viel investiert, um in die Nationalmannschaft zu kommen, habe ihr Zuhause, ihre Freunde, sogar eine Beziehung aufgegeben dafür. Zu viel. Torbjörn Nilsson sagte, dass man jemanden, dem es so schlecht wie Taylor gehe, nicht aufhalten könne.

Da blieben Cathrine Dyngvold, Jessica Landström und Olivia Schough. Aber keine konnte Taylor ersetzen. Schough ist ein Wirbelwind auf den Außenpositionen, aber sie ist kein Goalgetter. Jessica Landström fehlt die Technik und Cathrine Dyngvold ist zu langsam. Und so holte man eine Spielerin, die in puncto Schnelligkeit angeblich auch noch nachlegen muss: Andrine Hegerberg und die Art wie dieser Wechsel zustande kam, mit Abschied ohne sich zu verabschieden, einem Testspiel, von dem der alte Verein Turbine Potsdam nichts wusste und einer Bitte um Freigabe 24 Stunden bevor das Transferfenster schloss, war schon kein gutes Zeichen. Am Samstag kann ich mir das alles noch einmal anschauen, dann gastiert Göteborg nach drei Niederlagen in Serie bei Tyresö.

Der Kader von Göteborg besteht nach wie vor aus 15-16 Spielerinnen, zu wenig, um an der Spitze mithalten zu können. In Tyresö sitzen derzeit Sara Thunebro, Kirsten van de Ven, Jennifer Hermoso Fuentes und Malin Diaz auf der Bank und nach der Ankunft Whitney Engens letzte Woche wird wieder eine geopfert werden müssen, möglicherweise Nationalspielerin Linda Sembrandt.

In Göteborg sitzt Jane Törnqvist (ja, genau die) offiziell zumindest auf der Bank, meist jedoch auf der Tribüne. Und unten zwei junge Spielerinnen und Landström.

Sponsor Peter Bronsman hatte Nilsson versprochen, dass der Club investiert, dass man mithalten wolle mit Tyresö und Malmö. Aber er hat seine Millionen dann doch lieber im Tresor gelassen. Das ist schon ein wenig unfair, denn wie ich es verstanden habe, hatte Nilsson gerade unter der Prämisse der Verstärkung für zwei Jahre unterschrieben, von denen er sich nun eines sparen wird.

Ich werde ihn vermissen, den verschmitzten Gentleman, den Mann, der seinerzeit seinen IFK Göteborg zum UEFA-Pokalsieg schoss, im Finale gegen den Hamburger SV. Den Mann, der seine Spielerinnen auch schon mal Samstagabend anrufen konnte, um zu hören wie es ihnen ging. Linnéa Liljegärd hat mir das einmal erzählt. „Das kann schon mal nerven,“ sagte sie lächelnd, „aber es ist eigentlich auch ganz schön, denn er meint es ernst.“