Niederlage auf Zypern: England schlägt Finnland 3:1

Die finnische Nationalmannschaft hat die Revanche für das verlorene EM-Viertelfinale in Turku 2009 gegen England verpasst. Damals verlor man 2:3, heute gab es beim fast parallel zur Algarve laufenden Turnier auf Zypern eine 1:3 Niederlage.

Dabei hatte alles so gut angefangen. Marianne Tolvanen nämlich hatte Finnland bereits nach acht Minuten in Führung gebracht. Katri Nokso-Koivisto hatte Linda Sällström mit einem langen Ball geschickt und irgendwie landete das Leder vor den Füßen Tolvanens, die das 1:0 für den Außenseiter machte. Aber die Engländerinnen übernahmen bald das Kommando und auf finnischer Seite stand Jitex‘ neue Torfrau Minna Meriluoto im Mittelpunkt. Doch Englands Sieg kam durch zwei Elfmeter zustande, die Kelly Smith zunächst zum Ausgleich und dann zum 3:1 Enstand verwaltete. Zwischendurch brachte Karen Carney England in Führung.

„Wir hatten einen richtig guten Start und die erste Halbzeit war wirklich gut. Unsere Abwehr stand gut und wir haben es geschafft, Druck auf die englische Viererkette auszuüben,“ sagte Finnlands Teammanagerin Anne Mäkinen. „In der zweiten Halbzeit machte England sehr viel Druck. Sie hatten zwei Elfmeter, der erste war zweifelhaft,“ so Mäkinen nach der Begegnung. Finnland trifft am Donnerstag auf Frankreich.

Russland gewinnt in Eerikkilä

In Eerikkilä hat Finnland eine Fußballhalle mit den Dimensionen eines Fußballplatzes. Dort bereitet sich die Mannschaft oft auf bevorstehende Qualifikationsspiele vor und gestern trug man dort ein Länderspiel gegen Russland aus. Die Russinnen gewannen am Ende 3:1 in einer Begegnung, die Finnland zwar mindestens gleichwertig gestaltete, in der die Gäste aber ihre Chancen klinisch nutzten.

Emmi Alanen wurde schon nach wenigen Minuten von Finnlands Fußballerin des Jahres 2o11 Linda Sällström in Szene gesetzt, aber die russische Keeperin rettete. Die Finninnen dominierte und immer wieder sorgte Sällström für Gefahr und sie war es schließlich auch, die Emmi Alanen zum Führungstor auflegte.

Nach einer halben Stunde wachten die Russinnen auf und in der 39. Minute erzielte Sochneva den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit war das Spiel ausgeglichener, Finnlands Coach Andrée Jeglertz brachte mit Jenna Korhonen, Susanne Lehtinen und Sanna Talonen drei neue Spielerinnen in der 55. Minute. Sieben Minuten später kam Olga Danilova frei vor Tiina-Riikka Korpela und brachte die Gäste in Führung.

Wie so oft in Testspielen ging es weniger um das Resultat und es wurde weiterhin fleißig gewechselt. Tiina Saario, Kiia Laine und Maiju Ruotsalainen kamen auch noch aufs Feld und auf der Gegenseite sorgte Shlypina für das entscheidende 3:1.

Finnland spielte in folgender Besetzung:

12 Tinja-Riikka Korpela (K), 3 Tuija Hyyrynen (55. Susanna Lehtinen), 16 Anna Westerlund, 2 Maija Saari, 8 Katri Nokso-Koivisto (55. Jenna Korhonen), 11 Pernilla Nordlund (66. Tiina Saario), 21 Emmi Alanen, 7 Annika Kukkonen, 19 Essi Sainio (55. Sanna Talonen) 13 Leena Puranen (66. Kiia Laine), 18 Linda Sällström (78. Maiju Ruotsalainen).

„Es ist leider ein bisschen typisch für die Phase, in der wir uns befinden zur Zeit,“ sagte Andrée Jeglertz. „Wir spielen sehr gut teilweise, aber wenn wir dann nachlassen, tun wir das zu stark und was ich damit meine ist, dass es zu einfach für den Gegner ist, Chancen zu produzieren und auch Tore zu schießen. Wir müssen besser in den Zweikämpfen werden. Die Russinnen hatten drei bis vier Chancen, wir hatten zehn, aber sie gewinnen. Emmi Alanen hat sehr gut gespielt, auch Annika Kukkonen und Pernilla Nordlund.“

Interview mit Andrée Jeglertz

Finnlands Fußballerin des Jahres

Linda Sällström bei der EM 2009 in Helsinki nach dem Spiel gegen Holland (2:1)

heißt zum zweiten Mal seit 2008 Linda Sällström. Die 23-Jährige Stürmerin von Linköpings FC erhielt die Auszeichnung gestern Abend. In den letzten beiden Jahren hatte Laura Österberg kalmari triumphiert. Linda Sällström ist nicht nur pfeilschnell, sondern hat auch einen strammen Schuss. Mittlerweile hat sie sowohl ihr Kopfballspiel enorm verbessert wie auch an Zweikampfstärke und Athletik gewonnen. Ihr Potential hat die sympathische Finnin, die ich immer nur gut gelaunt erlebe („Jag är en glad finne“, sagt sie selber), noch immer nicht annähernd erreicht.

Es wird spannend sein, sie im nächsten Jahr zu beobachten, nachdem sich ihr Team Linköpings FC offenbar gezielt verstärkt und wohl wieder nach oben orientiert. Was ihr fehlt, ist eine Sturmpartnerin oder aber ein Trainer, der sie in einer offensiven Mittelfeldposition auf rechts aufbaut.

Liebe Linda, herzlichen Glückwunsch!!

Nordeuropäerinnen spielen zu null

Die EM-Qualifikation für die EURO 2013 in Schweden hat begonnen. An diesem Wochenende griffen viele Teams zum ersten Mal ins Geschehen ein.

In Espoo, einer Stadt, die unmittelbar an Helsinki grenzt, empfing Finnland den südlichen Nachbarn Estland und tat sich in der ersten Halbzeit doch etwas schwer.Obwohl es nahezu ein Spiel auf ein Tor war, gelang den Spielerinnen um Coach Andrée Jeglertz lediglich ein Tor durch Linköpings Stürmerin Linda Sällström. In der zweiten Hälfte platzte dann endlich der Knoten und fünf weitere Treffer folgten. Annica Sjölund von JITEX, zweimal Maija Saari, die nach einem Jahr bei Umeå inzwischen beim norwegischen Erstligisten Kolbotn unter Vertrag steht und noch weitere zweimal Linda Sällström sorgten für einen klaren Sieg und einen guten Start in die Qualifikation.

„Am Anfang agierten wir etwas nervös, aber in der zweiten Halbzeit zeigten wir wirklich eine gute Leistung,“ so Andrée Jeglertz. „Die zweite Halbzeit war fast perfekt“, ergänzte eine gut gelaunte Linda Sällström nach ihren drei Toren.

Da der angenommene Hauptgegner Ukraine daheim gegen die Slowakei beim 0:0 unerwartet einen Punkt abgab, freuten sich die Finninnen um so mehr und reisen nun zum nächsten Gegner Weißrussland.

Ein paar Stunden früher bereits hatte Island sein Auswärtsspiel gegen Ungarn in Papa mit 1:0 gewinnen können. Den Treffer des Tages erzielte die eingewechselte Dora Maria Larusdottir (Djurgården) in der 68. Minute. In der Startformation Islands standen sechs Spielerinnen, die in der Damallsvenskan tätig sind.

Island hat bereits vier Begegnungen in Gruppe 3 absolviert und liegt mit zehn Punkten souverän auf Platz 1 vor Belgien und Norwegen, die jedoch beide erst bei zwei Spielen liegen. Belgien und Norwegen treffen Mittwoch aufeinander, wenn die Isländerinnen zu Gast in Nordirland sind.

Am Samstagabend sorgte dann eine 18-Jährige für einen standesgemäßen dänischen Sieg gegen Österreich. Beim 3:0 schoss Pernille Harder alle Tore des Gastgebers. Harder spielt für den Tabellendritten Skovbakken IK, der in der Stadt Arhus auf Jütland kickt. Nicht erst seit dem gestrigen Hattrick steht sie auf meiner Liste der größeren Talente im nordeuropäischen Frauenfußball und wenn ich Sportchef eines schwedischen Vereins wäre, würde ich mich um sie bemühen.

Dänemark hat eine blütenweiße Weste und sollte auch am kommenden Mittwoch in Portugal gewinnen und sein Konto dann auf neun Punkte ausbauen können.

 

Nach fast zwei Jahren mit Jeglertz

Seit Anfang Januar 2010 betreut der Schwede Andrée Jeglertz das finnische Nationalteam. Sein Vorgänger Michael Käld ging in den vorzeitigen Trainerruhestand, wurde hier und da auch kritisiert, dass er dem Team nichts Neues mehr zu geben hätte.

Mit dem Mann, der Umeå IK viermal zum Meistertitel in Schweden geführt hatte, sollte alles anders werden. Langfristige Planung, kontinuierlicher Aufbau und letztlich allmähliches Annähern an die europäische Spitze.

Einen Monat vor dem Beginn der EM-Qualifikation für Finnland muss man sich jedoch fragen, wie erfolgreich die Zusammenarbeit bisher war.

„Wenn wir richtig gut sind, dann sind wir gut, wenn wir schlecht spielen, dann spielen wir richtig schlecht,“ analysierte Jeglertz am Mittwoch und irgendwo klingt das nach 21 Monaten Arbeit am Ruder etwas resignierend und ratlos.

Nachdem man am Sonntag in Helsinki den weiter unten in der Weltrangliste einsortierten Gegner Schottland mit 1:0 geschlagen hatte, flogen alle Beteiligten nach Schottland, wo am Mittwoch in Edinburgh das Rückspiel stattfand.

Und da bezog Finnland eine äusserst peinliche 2:7 Niederlage.

Mit Jeglertz Worten spielte man halt wieder einmal richtig schlecht. Wer ist denn dafür verwantwortlich, wie sich das Team präsentiert? Sportlich gesehen doch wohl der Trainer, der alles andere als ein Beobachter ist.

Finnland hat dieses Jahrvier ordentliche Niederlagen kassiert. Selbst gegen inzwischen wesentlich schwächere Norwegerinnen hatte man keine Chance und unterlag vor der WM mit 1:5. Dazu noch ein 0:5 gegen Japan („wir schauten den Japanerinnen zu, wie sie Fussball spielten“) und ein 0:4 gegen die USA.

Die beiden Letztgenannten entpuppten sich später als WM-Finalisten, aber dennoch: Finnland nach 21 Monaten mit Andrée Jeglertz scheint keinen wesentlichen Schritt weitergekommen zu sein. Die Klatsche von Edinburgh lässt sich auch nicht damit entschuldigen, dass Linda Sällström und Elina Syrjäla aufgrund von Magenverstimmungen nicht spielen konnten und dass Minna Meriluoto aufgrund ihrer Hüftmuskelverletztung pausierte.

Finnland hat zwar mit Sanna Valkonen, Anne Mäkinen und zumindest für den Moment auch mit Laura Kalmari drei Vertreterinnen der bislang besten finnsichen Generation von Spielerinnen zu ersetzen, es hat aber nach wie vor inividuell eine ganze Menge Qualität, die vor allem in der Damallsvenskan zu Hause ist.

Anna Westerlund und Tuija Hyyrynen in Umeå, Sanna Talonen in Örebro, Annica Sjölund bei Jitex und Katri Nokso-Koivisto in Wolfsburg und viele mehr.

Da müsste man mehr erwarten können. Die Qualifikation für die EURO 2013 sollte möglich sein, der stärkste Gegner heisst Ukraine. Nach dem Debakel von Edinburgh jedoch muss man sich schon fragen, ob die in der Weltrangliste im Vergleich zu den Gruppengegnerinnen am höchsten eingestuften Finninnen wirklich der Aufgabe gewachsen sind und ob ihr Trainer dabei wegweisende Führung anbieten können wird.

Finnland geizt mit Toren gegen Schottland

Linda Sällström jubelt nach dem 1:0 (Foto; Suomen palloliitto)

1:0 ist auch gewonnen. Zugegeben, die Überschrift ist etwas, was man in Bezug auf Schottland immer gerne auspackt. Linda Sällströms 15. Länderspieltreffer entschied die erste von zwei Begegnungen zwischen Finnland und Schottland, die für beide Teams Vorbereitung auf die EM-Qualifikation sind.

Deutlich überlegen zeigte sich das finnische Team und hatte gleich zu Beginn Chancen durch Freiburgs Essi Sainio und die Ex-Wolfsburgerin Anna-Kaisa Rantanen.

Schottland kam zur Mitte der ersten halbzeit besser in die Partie und hatte auch 2-3 gute Chancen, aber wesentlich besser waren die von Andrée Jeglertz trainierten Finninnen, die weitere Möglichkeiten durch Essi Sainio, Linda Sällström und Anna-Kaisa Rantanen erarbeiteten, ehe dann Linda Sällström in der 55. Minute per Kopf das Tor des Tages machte.

Andrée Jeglertz war zufrieden: „Im Fußball geht es ums Gewinnen. Wir haben das Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit kontrolliert. Linda Sällström hat ein auch für sie sehr wichtiges Tor gemacht. Im Verein hatte sie zuletzt Probleme mit dem Tore schießen, hier hat sie gutes Timing bewiesen und es ist sicher ein wichtiges Tor für sie.“

Finnland spielte in folgender Besetzung:

12 Tinja-Riikka Korpela (Kolbotn/Norwegen),  8  Katri Nokso-Koivisto (VfL Wolfsburg)  [77’ 5 Elina Syrjälä (FC Honka/Finnland)], 2  Maija Saari (Kolbotn/Norwegen), 16 Anna Westerlund (Umeå IK), 3  Tuija Hyyrynen (Umeå IK), 7 Annika Kukkonen (LdB FC Malmö) [77’ 11 Pernilla Nordlund (Umeå IK)], 10 Anna-Kaisa Rantanen (Jitex), 19 Essi Sainio (SC freiburg)  [66’ 15 Leena Puranen (Hammarby DFF)], 20 Annica Sjölund (Jitex) [66’ 17 Jaana Lyytikäinen (Åland United), 9 Marianna Tolvanen (HJK Helsinki), 18 Linda Sällström (Linköpings FC).

Nicht zum Einsatz kamen Katja Kankaanpää (Klepp/Norwegen), Tiina Salmén (Klepp), Sanna Talonen (KIF Örebro).

US-Girls nach Skandinavien

In den USA ist die Saison sehr kurz und die meisten Spielerinnen verdienen nur einen Bruchteil der 500,000 Dollar, die Marta Vieira da Silva zue bestbezahlten Fussballerin der Welt machen (eine Summe, die mittelmässige Männer in einem Monat einstreichen, aber gut, da schauen auch mehr Leute zu).

Viele Spielerinnen, die nicht dem USWNT, der amerikanischen Nationalmannschaft, angehören, versuchen für ein paar Monate noch woanders ein Engagement zu finden.

Angela Salem

Angela Salem

Nun hat sich eine weitere Spielerin der eher schwachen finnischen Liga angeschlossen. Angela Salem von Atlanta Beat wird für den Rest der finnischen Saison Ex-Meister Åland United verstärken. Bei Åland spielen bereits Felicia Schroeder, Janelle Cordia und Liz Ruberry.

Sogar die zweite schwedische Liga ist interessant, wenn es akzeptable Angebote gibt. Eskilstuna United, Tabellenzehnter der Südgruppe (Söderettan) will unbedingt von seinem Abstiegsplatz runter. Das rettende Ufer ist derzeit drei Punkte weg, die Konkurrenten jenseits der Demarkationslinie sind Ex-Erstligist Falköping und Tölö.

Um den Klassenerhalt vielleicht doch noch zu schaffen, holte Eskilstuna nun Ashleigh Gunning und Alena Thom. Gunning ist eine 26-Jährige Stürmerin, die letzten Winter schon auf der anderen Seite der Weltkugel den Sommer getestet hat und beim australischen Erstligisten Adelaide United spielte. Alena Thom ist 30 Jahre alt und hat in ihrer Karriere u.a. schon für den SC Freiburg und den schwedischen Ex-Zweitligisten Danmarks IF gespielt.

 

Finnland kam unter die Räder – 1:5 in Norwegen

Keine Chance hatte Finnland, das gestern Abend den an der WM in Gruppe D teilnehmenden Norwegerinnen als Sparringspartner diente. Durch drei Tore von Elise Thorsnes sowie zweien von Cecilie Pedersen bei einem Ehrentreffer durch die für Wolfsburg spielende Anna-Kaisa Rantanen gewann Norwegen mit 5:1 gegen die von dem Schweden Andrée Jeglertz betreuten Finninnen.

Bereits nach einer guten Viertelstunde führte Norwegen mit 2:0 und spielte eine sehr starke erste Hälfte. Finnland versuchte es mit langen Bällen hinter die norwegische Abwehr und baute auf die enorme Schnelligkeit von Linda Sällström, aber diese Offensivvariante war zu durchsichtig.

Eine Minute vor der Pause schied dann die in den letzten Wochen im Verein (Hammarby) überragende Torhüterin Minna Meriluoto mit einer Verletzung am Fußknöchel aus und die in Norwegen spielende Tinja Riikka Korpela kam zum Einsatz.

„Wir haben schlecht gespielt und ein schlechtes Resultat eingefahren. Die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, haben wir nicht umgesetzt,“ sagte Trainer Jeglertz. „“Die Norwegerinnen gewannen 90% aller Zweikämpfe, wir müssen auf dem Platz viel mutiger agieren. Tuija Hyyrynen war heute die einzige, die auf demselben Niveau wie der Gegner gespielt hat.“

Natürlich war Elise Thorsnes, die das 1:0 nach nur 33 Sekunden erzielte, hochzufrieden: „Ich bin schon immer groß und stark gewesen, habe jetzt aber eine viel bessere Kondition. Im Winter habe ich sehr intensiv trainiert und das zeitigt jetzt Resultate. Wahrscheinlich habe ich noch nie besser gespielt,“ sagte die 22-Jährige, die in der norwegischen Liga für Röa spielt.

„Finnland ist eine Mannschaft, die wir schlagen müssen, aber fünf Tore sind schon positiv. Seit dem Winter haben wir Fortschritte gemacht und sind jetzt auf dem richtigen Weg,“ so Thorsnes.

Auch die Trainerin Eli Landsem zeigte sich erfreut: „Das war sehr gut. Wir haben fünf schöne Tore gemacht und das ist etwas, das wir mitnehmen. Wir sind auf dem richtigen Weg und viele Spielerinnen haben etwas für ihre Kandidatur getan. Elise ist physisch sehr stark und hat sehr gute Arbeit geleistet. Cecilie ist eine Torjägerin und das hat sie heute wieder gezeigt.“

Das Länderspiel sahen lediglich 256 Zuschauer (!) im  Nadderrud Stadion im Osloer Vorort Baerum.

Finnland – Portugal 1:2

Essi Sainio erzielte den vorübergehenden Ausgleich im Spiel um Platz 9 an der Algarve. Aber nur zwei Minuten später (77.) erzielte Couto den Siegtreffer für die Gastgeberinnen. Am Ende verlor Finnland gegen den Weltranglisten-Neununddreißigsten mit 1:2.

Fünf der elf Finninnen, die das Spiel begannen, sind 1990 oder später geboren. Diese Maßnahme von Andrée Jeglertz mag manchen rührig erscheinen, nach drei Niederlagen hätte ich es aber für wichtiger gehalten, dem Team ein Erfolgserlebnis zu geben als dass man sehr junge Spielerinnen auf den Rasen schickt.

Das Spiel fand bei Sonnenschein, aber starkem Wind statt und der Rasen war durch Regenfälle etwas aufgeweicht.

Bilanz einer Woche an der Algarve für Finnland: 2:13 Tore und vier Niederlagen in vier Begegnungen. Dreimal stand Minna Meriluoto im Tor. Ist das ein Fingerzeig, dass sie jetzt Andrée Jeglertz Nummer 1 ist?

USA – Finnland 4:0

Mit drei Niederlagen und 1:11 Toren nach drei Spielen sind die Finninnen schon arg gebeutelt worden. Aber zumindest zu den USA und zu Japan gibt es auch einen Klassenunterschied zwischen absoluter und erweiterter Weltklasse.

Finnland ist einfach (noch?) nicht in der Lage mit Teams wie USA, Japan, Deutschland oder Brasilien ernsthaft mitzuhalten. Das gilt aber für viele andere Mannschaften auch.

Alex Morgan (2), Shannon Boxx und Carli Lloyd erzielten die amerikanischen Tore. Bereits nach 13 Minuten hatten Boxx und Lloyd die 2:0-Führung besorgt und unmissverständlich klar gemacht, dass es hier und heute keine Überraschung geben sollte.

Am Ende gewann der Weltranglistenerste die Schussstatistik mit 24:1. Nicole Barnhart musste lediglich einmal eingreifen und einen Schuss über die Querlatte lenken.

„Minna hat ein paar Bälle gerettet und uns vor einer höheren Niederlage bewahrt,“ lobte Mannschaftskapitänin Annica Sjölund ihre Torhüterin Minna Meriluoto.

„Finnland muss gegen die besten Teams der Welt einfach besser in der Abwehr stehen,“ analysierte Coach Andrée Jeglertz und spricht damit aus, was man sich angesichts der letzten beiden Ergebnisse (0:5 gegen Japan, 0:4 gegen die USA) schon selber gedacht hat.

„Bis zum Level der USA ist es noch ein weiter Weg, aber unser Ziel ist es, dass wir uns in ein paar Jahren auf Augenhöhe begegnen können,“ formulierte der schwedische Meistertrainer ehrgeizig,

Die Aufstellungen:

USA: 18-Nicole Barnhart; 11-Ali Krieger (25-Whitney Engen, 59), 3-Christie Rampone (capt.) (22-Becky Sauerbrunn, 46), 19-Rachel Buehler, 14-Stephanie Cox; 9-Heather O’Reilly (21-Kelley O’Hara, 46), 7-Shannon Boxx (16-Lori Lindsey, 46), 10-Carli Lloyd, 17-Tobin Heath; 13-Alex Morgan (5-Lindsay Tarpley, 70), 12-Lauren Cheney (20-Abby Wambach, 46)
 

FIN: 1-Minna Meriluoto; 2-Petra Vaelma, 3-Tuija Hyyrynen, 5-Elina Syrojala, 11-Susanna Lehtinen (4-Maija Saari, 46); 7-Annika Kukkonen, 16-Pernilla Nordlund, 19-Essi Sainio (15-Leena Puranen, 70); 9-Laura Kalmari (14-Marianna Tolvanen, 63), 18-Linda Sallstrom, 20-Annica Sjolund (capt.)

Endspiele am Mittwoch: USA – Island, Niederlande – Kanada

Island hatte bislang einen siebten Platz als beste Notierung beim Algarve-Cup. Jetzt steht das Team am Mittwoch nach drei Siegen im Finale. Auch Dänemark musste sich durch ein Tor von Djurgårdens Neuerwerbung Dora Maria Larusdottir geschlagen geben.

Die USA schlugen Finnland mit 4:0 und sind natürlich haushoher Favorit.

Japan trifft im Spiel um Platz 3 auf Schweden. Beide Teams siegten 1:0. Schweden gegen China und Japan gegen Norwegen.

Norwegen – Dänemark spielen um Platz 5 und China – Finnland um Platz 7.

In Zypern gibt es schon ein überraschendes Finale. Nach einem unerwartet hohen 6:0 gegen die Schweiz steht Holland im Finale. Hattrick in der ersten Halbzeit durch Tyresös Kirsten van de Ven.

Gegner ist etwas überraschend nicht Englan, sondern Kanada. Die Engländerinnen verloren abermals 0:2 (zuerst gegen Schottland, heute gegen Kanada).

Mehr zu den Spielen mit nordischer Beteiligung kommt noch.

3. Spieltag an der Algarve – Vorschau

Heute findet das dritte und letzte Gruppenspiel an der Algarve statt. Die USA sind bereits für das Finale qualifiziert und treffen auf Finnland. Alles andere als ein sicherer Sieg der US-Girls wäre eine Überraschung. Als krasser Außenseiter geht die Mannschaft von Andrée Jeglertz ins Rennen. Allerdings hat Japan einen fast noch stärkeren Eindruck hinterlassen als die USA. Gegen Finnland zauberten die Asiatinnen, gegen die USA verloren sie, obwohl sie in der zweiten Halbzeit drückend überlegen waren. Jeglertz vor der Partie: „Ein sehr starker Gegner kommt auf uns zu. Es kann sein, dass sie einige personelle Änderungen gegenüber den Spielen zuvor vornehmen, aber auch ihre Reserven sind sehr stark. Gegen Norwegen hatten sie Probleme, auch die USA hat Schwächen.“

Gegen Norwegen profitierten die Amerikanerinnen auch von mindestens zwei katastrophalen Abwehrfehlern beim Führungstor durch Lindsey Tarpley. Auch Torhüterin Ingrid Hjelmeseth sah nicht gut aus.

Das Spiel USA – Finnland kann man übrigens über Twitter auf www.twitter.com/ussoccer_wnt verfolgen.

In der anderen Gruppe dagegen kann noch viel passieren. Zwar hat Island seine ersten beiden Begegnungen gegen Schweden und China gewonnen und damit die besten Aussichten, Finalgegner der USA zu werden, aber die Spiele gegen Ex-Kolonialmacht Dänemark sind immer etwas Besonderes und die Däninnen nach der 1:3 Niederlage gegen den Erzrivalen Schweden sicherlich besonders motiviert. Islands bislang beste Platzierung an der Algarve war ein siebter Platz 2008.

Die Gruppe ist allerdings kniffliger als die amerikanische. Gewinnt Dänemark gegen Island und schlagen die Schwedinnen Gruppenjumbo China mit mehr als einem Tor Unterschied, spielt Island wieder um Platz sieben und Schweden stünde im Finale.

Schweden geht gegen China mit

1.Hedvig Lindahl – 13. Lina Nilsson, 3. Stina Segerström [K], 20. Linda Sembrant, 6. Sara Thunebro – 16 Linda Forsberg, 17. Lisa Dahlkvist, 23. Marie Hammarström, 15. Therese Sjögran – 14. Josefine Öqvist, 9. Jessica Landström.

ins Rennen. Es fehlen Lotta Schelin (schwach gegen Island) und Nilla Fischer.

Interessant wird auch die Partie Norwegen – Japan sein, in der es einerseits darum geht, wer um Platz drei spielen darf, andererseits werden für die WM psychologisch wichtige Weichen gestellt. Japan wächst in meinen Augen immer mehr zu einem Geheimfavorit für die WM, den die deutsche Elf im Viertelfinale vermeiden sollte. England wäre mir lieber…

Finnland – Japan 0:5

Nachdem sich Finnland im ersten Spiel in seiner äußerst schweren Gruppe mit 1:2 gegen Norwegen durchaus achtbar aus der Affäre gezogen hatte, gab es am Freitagnachmittag eine bittere 0:5-Klatsche gegen Japan.

Von Beginn an bestimmten die Japanerinnen das Tempo, wie gewohnt spielten sie beweglich und technisch und die finnische Defensive war überfordert. Linda Sällström, die von Anfang an spielte, konnte ab und an ihre Gefährlichkeit vor allem durch ihre Schnelligkeit andeuten, aber aus der Abwehr und dem Mittelfeld gab es einfach zu wenig Unterstützung.

Die ersten drei Tore erspielten sich die Japanerinnen, in dem sie den Weg durch die Mitte suchten und fanden. Das 3:0 erzielte Potsdams Import Yuki Nagasato. Die Tore vier und fünf erzielte Hammarbys Neuzugang Mami Yamaguchi gegen Ende der Partie,

Letztes Jahr hatte Finnland gegen Deutschland an der Algarve mit 1:7 verloren, die neuerliche hohe Niederlage zeigt einerseits, wie stark die Japanerinnen sind, andererseits aber leider auch, wie weit Finnland von der Weltspitze entfernt ist.

Finnland spielte mit: Tinja-Riikka Korpela, Katri Nokso-Koivisto ( 62. Susanna Lehtinen), Maija Saari, Tiina Salmén (82. Tuija Hyyrynen), Elina Syrjälä, Anna-Kaisa Rantanen, Annika Kukkonen (62. Laura Österberg Kalmari),  Essi Sainio, Annica Sjölund (62. Leena Puranen),  Linda Sällström, Marianna Tolvanen.

Unsere Abwehrleistung war katastrophal,“ sagte Coach Andrée Jeglertz. „Aber man muss auch sagen, dass Japan hervorragend gespielt hat. Leider standen unsere Spielerinnen daneben und schauten zu.“

Aber Japan mit seinen jetzt integrierten Legionärinnen wie Nagastao und Yamaguchi wird bei der WM in Deutschland ein Wörtchen mitreden und auch wenn die deutsche Mannschaft niemanden fürchten soll und muss, wäre es doch schön für beide Seiten, wenn es nicht direkt im Viertelfinale zu einem Aufeinandertreffen käme.

Norwegen – Finnland= 2:1

Finnland startete die Begegnung gegen den Favoriten mit zwei so unerfahrenen Spielerinnen wie Pernilla Nordlund und Marianna Tolvanen. Norwegen dominierte in der ersten halben Stunde, das Tor fiel nach 28 Minuten auf der anderen Seite. Nach Vorarbeit von Tuija Hyyrynen markierte Laura Österberg Kalmari in ihrem 128. Länderspiel den 41. Treffer.

Norwegen glich jedoch postwendend aus. Elise Thorsnes wurde links frei gespielt und bezwang Torhüterin Minna Meriluoto. Zehn Minuten später sorgte dann Isabell Herlovsen für den Endstand. Finnlabnd spielte besonders in den zweiten 45 Minuten gut mit und hatte Chancen zum Ausgleich durch Essi Sainio und Annika Kukkonen.

Trainer Andrée Jeglertz: „Am Anfang waren wir vom Tempo der Norwegerinnen überrascht. Danach kamen wir immer besser ins Spiel. Norwegen habe ich lange nicht mehr so stark gesehen.“