Almgrens frühes Tor entscheidend

Johanna Almgren

2287 Zuschauer (bei freiem Eintritt) besuchten am Samstagnachmittag die Borås Arena. Neuer Rekord für den Aufsteiger im Westderby gegen Vizemeister Kopparbergs/Göteborgs FC. Das Spiel war nach vier Minuten bereits entschieden, nach Pass von Jenny Hallstensson erzielte die knapp am WM-Kader vorbeigeschlitterte Johanna Almgren das 1:0 für die Gäste.

Und die Damallsvenskan hat einen neuen Torwartstar. Die Kanadierin Erin McLeod zeigte auch gestern wieder ihre Klasse und verhinderte in der ersten Halbzeit einen deutlicheren Rückstand. Dann wurde es etwas besser für den Aufsteiger, bei dem auch Neuzugang India Trotter erstmals im linken Mittelfeld aktiv war. Aber am Ende standen dann doch wieder 0 Punkte auf dem Habenkonto und der nächste Gegner daheim heisst LdB FC Malmö, der Tabellenführer.

Göteborgs Trainer Torbjörn Nilsson zu Göteborgs Posten: „Unsererseits das schlechteste Spiel des Jahres, aber schön trotzdem mit vollem Pott nach Hause zu fahren. Wir bekommen jetzt einen schönen Herbst, weil wir weiterhin um die Meisterschaft spielen, wir können das Finale des schwedischen Pokals erreichen und am Dienstag wird die Champions League ausgelost.“

Mimmis drittes Tor – Dalsjöfors holt Punkt mit Erin und Emily

Jubel bei Dalsjöfors Neuzugängen Emily Zurrer und Erin McLeod (Foto: Mikael Sundberg/Skillnad AB)

Dass ffschweden ein Fan von Mimmi Löfwenius ist, sollte aufmerksamen Lesern dieses Blogs kein Geheimnis mehr sein. Naja, Fan. Aber die 17-Jährige vom Tabellenletzten Dalsjöfors ist ein Riesentalent. Hat bislang alle drei Saisontreffer ihres Vereins erzielt. Heute ging man sogar bei KIF Örebro in Führung und lag eine Halbzeit lang vorne. Da schien sich eine kleine Sensation anzubahnen, denn im ersten Spiel der beiden kanadischen Neuzugänge Erin McLeod und Emily Zurrer führte Dalsjöfors bis zur 55. Minute beim Tabellendritten mit 1:0.

Dann traf Sanna Talonen und Örebro hatte reihenweise Chancen, scheiterte aber auch immer wieder an der starken Kanadierin zwischen den Pfosten. Es blieb beim 1:1 und erstmals fuhren die Spielerinnen sicher nicht ganz so frustriert nach Hause im Bus oder Zug, sondern sogar mit einem Fünckchen Hoffnung.

Bei Dalsjöfors kommen nun vier sehr schwere Spiele, gegen Göteborg und Malmö zu Hause und dann bei Linköping und nochmal daheim gegen Umeå, ob die Verstärkungen zu denen sich möglicherweise (falls ihr alter Verein Falköping zustimmt) auch Sandra Krantz gesellen wird, da etwas bewirken können bleibt abzuwarten.

Die Saison ende jedenfalls mit fünf Spielen gegen Gegner, gegen die man verstärkt durchaus etwas ausrichten kann.

Dalsjöfors sucht weiter

Heute, nein es ist ja schon spät:), gestern landeten Erin McLeod und Emily Zurrer auf schwedischem Boden und kamen nach Borås zu ihren neuen Mannschaftskameradinnen von Dalsjöfors GoIF. Tabellenletzter der schwedischen Damallsvenskan, fast hoffnungslos hinten liegend, denken alle. India Trotter, die dritte neue Spielerin, ist diese Nacht (Zeitverschiebung) auf dem Abschlussfest ihres Clubs Atlanta Beat, spielt nochmal am Wochenende und kommt dann nächste Woche nach Schweden.

Aber damit nicht genug. Irgendjemand muss Geld gefunden haben in Borås oder endlich hat jemand die Sponsoren und potentiellen Geldgeberm von denen es in der Versandhaushauptstadt Schwedens und der Stadt des Firmensitzes der superdupererfolgreichen Kleiderkette Gina Tricot eigentlich genug gibt.

In dieser Woche trainiert die 35-Jährige Stürmerin Sandra Krantz mit der Mannschaft. Krantz spielte bis vor einigen Wochen und seit vielen Jahren beim ehemaligen Erstligisten Falköping, überwarf sich jedoch mit dem neuen Trainer Slavko Melic und verliess den Verein. Krantz selber sagte zu Radio Skaraborg, dass sie eigentlich davon ausgegangen sei, dass diese Saison für sie gelaufen sei, aber nun wollen beide Parteien am Freitag entscheiden, ob Sandra Krantz bald schon für Dalsjöfors stürmen wird, das angeblich mit einer weiteren ausländischen Spielerin im Gespräch ist.

Hammarby dagegen, der andere Abstiegskandidat, hat bislang lediglich die Amerikanerin Katie Kelly verpflichtet, die Kanadierin Kaylyn Kyle reist munter durch Kanada und scheint nun doch nicht nach Schweden zu kommen.

Mindestens den finanziell klammen Stockholmer Verein könnte Dalsjöfors mit seiner gestärkten Truppe noch einholen und damit wenigstens die rote Laterne abgeben, ob es reicht, die Klasse zu erhalten, bezweifeln wir noch wider besseren Wissens.

Tyresö Dritter nach viertem Sieg in Folge

Tyresös Sportchef Hans Löfgren ist sowas wie das Mädchen für alles bei seinem Verein. Und schreibt demnach natürlich auch die Spielberichte auf der Homepage des Clubs. Die sind so abgefasst, als ob er selber da unten mitspielt. Wie heute (gestern) beim Spiel in Borås gegen Aufsteiger Dalsjöfors:

„Die erste Halbzeit ist ok, auch wenn wir zu wenige heisse Chancen produzieren. Wir sind da und sorgen stets für Unruhe und in der zwölften Minute glauben sicher alle, dass Katrin das 0-1 macht, aber der Torwart reagiert und macht eine Idiotenparade.“ Idiotenparade gibt zwar selbst auf Schwedisch keinen Sinn, aber man ahnt, wie der 45-Jährige mitfiebert.

Zur Halbzeit steht es 0:0, danach dann setzt sich das auf allen Positionen besser besetzte Team durch. Tore von Katrin Schmidt, Madelaine Edlund, Elaine und Josefine Öqvist. Tyresö gewinnt zum vierten Mal hintereinander und kommt mit 14:1 Toren und 12 Punkten aus diesen Begegnungen jetzt auf Platz drei, noch ein gutes Stück hinter den führenden Teams aus Malmö und Umeå. Immerhin war Tyresö FF mein Meisterschaftsfavorit vor der Saison, weil ich die Startformation für die beste der Liga hielt.

 

 

India Trotter nach Borås

India Trotter (Foto: Atlanta Beat)

Die 26-Jährige amerikanische Allroundspielerin India Trotter kommt in gut zwei Wochen nach Schweden und schliesst sich dem Tabellenletzten Dalsjöfors in Borås an. Das gab der Verein heute bekannt. Trotter ist neben Erin McLeod und Emily Zurrer schon die dritte Neuverpflichtung, mit der man nun den Klassenerhalt schaffen will.

Trotter spielte auch bereits in der Bundesliga beim 1.FFC Frankfurt und beendete dort ihre Karriere mit 23 Jahren, feierte dann in den USA ihr erstes Comeback.

Dalsjöfors fängt gut an und verliert trotzdem 0:3

Mimmi Löfwenius (Dalsjöfors GoIF)

Am 29.04. sah ich Aufsteiger Dalsjöfors erstmals spielen. Gegen Djurgården verlor man mit 1:4 und nichts sah danach aus, als ob man irgendeine Chance auf den Klassenerhalt haben könnte. Der damalige Trainer Staffan Thorstensson nahm Mimmi Löfwenius mit in die Pressekonferenz. Die 17-Jährige (*17.02.1994) hatte das erste Tor in der ersten Liga für Dalsjöfors erzielt. Danach verlor man und verlor man und verlor man.

Heute Nachmittag nun spielte Dalsjöfors mit neuem alten Trainer und Joakim Carlsson beim ehemaligen Meisterschaftsanwärter Tyresö FF und in der Tat – es präsentierte sich eine Mannschaft, die noch ohne Neuzugänge wesentlich mutiger war, die inzwischen begriffen hat, dass man sich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange verhalten darf, wenn man irgendeine Chance haben will.

Dalsjöfors hatte die ersten Chancen in dieser Begegnung. Mit etwas Glück hätte der Aufsteiger sogar mit 2:0 führen können nach gut 20 Minuten. Man nutzt die Chancen nicht aus und das rächt sich dann gegen einen Gegner wie Tyresö, früher oder später.

Heute war es später. Erst in der 47. Minute, wer weiss warum die finnische Gastschiedsrichterin Lina Lehtovaara so lange spielen liess. Tyresö sagte dankeschön und ging in besagter 47. Minute durch Kirsten Johanna Maria van de Ven mit 1:0 in Führung. Von der Holländerin hatte man 46 Minuten lang so gut wie nichts gesehen. Tyresö war bemüht, aber mit dem Kader, der Trainer Stefan Fredriksson zur Verfügung steht, muss man anders spielen. Zu wenig wird da gelaufen und manchmal fällt denRotgelben nichts Besseres ein, als lange Bälle auf die schnelle Josefine Öqvist oder die durchsetzungsstarke Madelaine Edlund zu spielen. Das ist durchschaubar und selbst für einen Gegner wie Dalsjöfors (Torverhältnis aktuell: 2:44, inWorten: zwei zu vierundvierzig) hantierbar, solange die Kraft reicht.

Und in der zweiten Halbzeit legte Tyresö eine gute Viertelstunde lang eine Schippe drauf. Schnell das 2:0 durch wie wieselige Öqvist und beinahe das dritte Tor durch einen tollen Schuss von van de Ven, die in der zweiten Halbzeit sichtbarer war, aber aus halblinker Position traf sie nur die Querlatte. Dafür hätte sie mir auf der Tribüne fast den Kaffee aus der Hand geschossen, immerhin fragte sie zwei Minuten später, ob alles in Ordnung sei:).

3:0 Tyresö durch einen Sonntagsschuss von Elaine Moura, die wohl damit ihr erstes (?) Tor für Tyresö in der Damallsvenskan geschossen hat.

Ein Arbeitssieg für Tyresö, das nach wie vor anch seiner Klasse sucht. Dalsjöfors wird mit den Neuzugängen sicherlich noch ein wenig stärker werden – aber ehrlich gesagt wird das zu spät kommen. Wenn morgen Jitex und Piteå gewinnen dürfte es zappenduster n Borås werden – dann betüge der Abstand auf den rettenden zehnten Platz zehn Punkte. Und der nächste Gegner in Borås heisst Tyresö…

Sonderlob und grosse Talentwarnung für Mimmi Löfwenius. Da wächst ein grosses Talent heran, das sicherlich schon sehr bald andernorts hin abgeworben werden dürfte. Kalle Barling, der schwedische U19-Trainer war im Stadion und dürfte sich den Namen der 17-Jährigen in seinem Notizbuch dick unterstrichen haben.

Verstärkungen

Alle vier Clubs, die im unteren Drittel der Tabelle stehen haben sich schon  verstärkt oder suchen noch nach Verstärkungen. Erin McLeod und Emily Zurrer aus Kanada schliessen sich dem Schlusslicht Dalsjöfors an, Melissa Tancredi und Carmelina Moscato ebenfalls aus Kanada zieht es nach Piteå, wo sie dann mit ihrer Landsfrau Stephanie Labbé ein kanadisches Trio bilden können.

Jitex wird im Mittelfeld durch Anna-Kaisa Rantanen ergänzt und in der Abwehr verteidigt Petronella Ekroth.

Lediglich Hammarby, das in zehn Spielen erst zwei Tore geschossen hat, hat noch keine neuen Namen genannt, bevor es am Sonntagnachmittag bei Jitex wieder in ein „6-Punktespiel“ geht. Aber der Lokalzeitung Södermalmsnytt nach spricht man derzeit mit mehreren Kräften, die vor allem die Offensive des dünnen Kaders verstärken sollen, zwei davon waren zuletzt bei der WM zu sehen, heisst es.

Der Spielervermittler cwfootball bezeichnet folgende seiner Klientinnen als „zu haben“ (available):

Diane Caldwell, 22 Jahre alt, defensives Mittelfeld oder Abwehr, 11 Länderspiele für Irland

Kendra Flock, 25 Jahre, Stürmerin, 2 Länderspiele für Kanada

Nicole Gutierrez, 24, Stürmerin, USA (spielte schon für QBIK 2011)

Katie Kelly, 24, Abwehr, USA (2010 für Kristianstad)

Der Spielervermittler hat Piteå mit dem halben Team versorgt und auch Dalsjöfors lässt sich hier ausstatten. Mal sehen, ob der eine oder andere Name noch in Kürze auftaucht. Allerdings hat keine der Damen bei der WM gespielt.

 

 

 

 

Zurrer zu Dalsjöfors

Mit Emily Zurrer ist nun bereits die vierte Kanadierin nach der Fussbal-WM nach Schweden vermittelt worden. 2010 spielte die 24-Jährige Abwehrspielerin bereits in der Bundesliga bei der SG Essen-Schönebeck, absolvierte neun Spiele ehe ihr Vertrag vom Verein aufgelöst wurde. Grund waren keinesfalls fehlende Leistung, sondern die Tatsache, dass Emily Zurrer wegen zahlreicher Lehrgänge der kanadischen Nationalmannschaft zu oft fehlte. Insgesamt 48mal hat sie für Kanada gespielt, u.a. zuletzt in allen drei Gruppenspielen bei der WM.

Emily Zurrer soll erstmals am 13. August beim Auswärtspiel in Örebro zum Einsatz kommen. „Ich bin zu der Auffassung gelangt, dass Emily eine stabile, defensiv starke Abwehrspielerin mit gutem Kopfballspiel ist. Damit wird auch die Konkurrenz in der Abwehr grösser. Dass sie Erin [McLeod] kennt und dass die beiden eingespielt sind, sehe ich als Vorteil,“ sagte Trainer Joakim Carlsson der Webseite von Dalsjöfors GoIF.

Vonseiten des Vereins wurde betont, dass noch eine Mittelfeldspielerin und eine Stürmerin hinzukommen sollen.

 

Dalsjöfors verliert und freut sich

Am zehnten Spieltag setzte es die neunte Niederlage. Gestern Nachmittag verlor Dalsjöfors daheim in der Boras Arena mit 1:3 gegen KIF Örebro, das durch seinen Auswärtssieg zumindest vorübergehend auf Platz 3 vorrückte.

Aber beim Aufsteiger verbreitet man dennoch gute Laune. Der neue Trainer Joakim Karlsson, der das Team schon vergangenes Jahr betreute und mit ihm den Aufstieg schaffte zur Zeitung Boras Tidning: „Es ist niemals schön, zu verlieren, aber es machte Spaß zu sehen, dass die Mädchen Fußball spielen wollten und nicht den Ball wegtreten sobald sie ihn bekommen.“

Fast zwanzig Minuten lang spielte Dalsjöfors mit hohem Pressing gegen Örebro und erspielte sich tatsächlich Torchancen, meistens waren Mimmi Löfwenius und Rebecca Johnson daran beteiligt.

Dann aber setzte sich das routinertere Team aus der Landschaft Närke doch immer stärker in Szene und kam durch Edda Gardarsdottir zur 1:0 Pausenführung, die Marie Hammarström (genau die mit dem Hammer im Spiel um Platz 3) auf 2:0 kurz nach der Halbzeit ausbauen konnte.  Die 17-Jährige Mimmi Löfwenius erzielte dann nach Pass von Klara Lindberg ihr zweites Saisontor (gleichzeitig das zweite Tor in der jungen Erstligageschichte von Dalsjöfors), ehe Marina Pettersson den alten Abstand wiederherstellte.

Ein sicherer Sieg für die Gäste, die aber dennoch ein Team verliessen, dass wieder einmal neue Hoffnung geschöpft haben will und dass trotz einer Niederlage und obwohl man zum Ende der Hinrunde kommende Woche noch ohne die kanadische Nationaltorhüterin Erin McLeod zu Tyresö FF reisen muss.

Erin McLeod kommt nach Schweden

Bei der EM haben lediglich Kanada und Äquatorial-Guinea alle Spiele verloren. Im Falle Kanadas war das sicher unerwartet und eine grosse Enttäuschung. Ab dem 01.08. spielen vier Kanadierinnen in der schwedischen Damallsvenskan. Die 28-Jährige Torhüterin Erin McLeod wechselt nach Angaben ihres Agenten für den Rest der Saison nach Schweden.

Die Spielerinnen in Borås können sich schon mal auf musikalische Darbietungen freuen:

Trainerentlassung

Im beiderseitigen Einvernehmen habe man sich getrennt, heisst es. Aufsteiger Dalsjöfors hat einen Punkt, 1:38 Tore. Und kaum eine Chance, die Klasse noch zu retten, obwohl noch 13 Spiele ausstehen.

Staffan Thorstensson ist ab sofort nicht mehr Trainer des Schlusslichts der Damallsvenskan. Spielerinnen können das eher nicht – im beiderseitigen Einvernehmen einen Verein verlassen.

Staffan wusste nichts davon, sagte er der Lokalzeitung Borås Tidning. Und wenige Stunden später in einem weiteren Gespräch sprach er dann von gegenseitigem Einvernehmen. Der Verein ist guter Hoffnung, während der WM-Pause noch die Wende einleiten zu können. Und der geschasste Trainer habe weniger Zeit im Herbst. Da wird er Vater.

Auch diese Personalie wird nicht professionell gehandhabt. Dalsjöfors wird schon nächstes Jahr wieder in der Söderettan spielen. Die wenigen erstligatauglichen Spielerinnen sollten sich schon jetzt mal um neue Clubs bemühen.

Dalsjöfors und Hammarby – stehen die Absteiger schon fest?

Zwei Spiele gab es am Samstag in der Damallsvenskan. Göteborg schlug Dalsjöfors mit 5:0 und Kristianstad gewann gegen Hammarby mit 3:0.

Es sieht zappenduster aus in Borås. Dalsjöfors ist ein Stadtteil der 100.000-Einwohnerstadt und die Frauen spielen in der gleichen Arena wie der ehemalige schwedische Männermeister Elfsborg. Das ist schön und ehrenwert, aber man muss sich wirklich fragen. Neun Spiele. 1:38 Tore. Und ein Pünktchen. Gegen wen holte man das?

Gegen Hammarby, die Mannschaft, die einige als unabsteigbar erklärt haben, was natürlich nicht stimmt. Absteigen tun nämlich diejenigen, die am wenigsten Tote schiessen und am meisten hinten reinbekommen. Hammarby hat bislang zwei Törchen geschossen – Lina Larsson traf zum 1:0 in Malmö (Endstand 1:3) und Leena Puranen zum 1:1 in Örebro (Endstand 1:2).

Heute gab es für beide Teams vor der sechs Wochen langen WM-Pause abermals eine Klatsche. In Göteborg trafen Anna Ahlstrand, zweimal Sara Lindén, Linnéa Liljegärd und Linda Sembrant. In Kristianstad entschieden Margret Lara Vidarsdottir, Susanne Moberg und Mia Carlsson die Partie.

Für Hammarby gibt es noch eine kleine Chance. Der gut gerüstete Aufsteiger Piteå hat ernsthafte Probleme bekommen, zuerst durch Verletzungen und jetzt zeigt sich, dass das Team möglicherweise doch nicht so funktioniert, wie das nfangs ausgesehen hat. Piteå hat fünf Punkte (Hammarby 3) und empfängt morgen den Tabellenzweiten Umeå zum Norrlandderby. Sollte Umeå da gewinnen, gäbe es Ende Juli am Kanalplan auf Södermalm eine Art kleines Finale um die Platzierung oberhalb und unterhalb der gestrichelten Linie. Darin zumindest hat Hammarby grosse Erfahrung.

Erste Halbzeit verschlafen

In der ersten Halbzeit nahmen die Meisterinnen den Gegner, den gebeutelten Aufsteiger Dalsjöfors nicht so ganz ernst. Oder:

„Das war schon extrem. Die meisten Gegner ziehen sich zurück und versuchen zu kontern, aber Dalsjöfors produzierte nicht eine einzige Torchance heute. Ihr Ziel war es, uns das Spiel eng zu machen und das haben sie geschafft,“ sagte Frida Nordin, die am Sonntag ihr 300. Spiel für Malmö machte.

„Es ist schwer zu spielen, wenn alle elf Gegnerinnen im Strafraum stehen,“ sagte die Isländerin Sara Björk Gunnarsdottir, die den ersten Treffer in der 48. Minute markierte.

In der zweiten Halbzeit lief der Ball schneller beim Meister, vermutlich hatte man in der Kabine passende Worte gefunden. Nilla Fischer und Frida Nordin trafen und natürlich auch die Holländerin Manon Melis – zweimal gleich schlug die Weltklassestürmerin zu und markierte damit ihre Saisontreffer zehn und elf. Im achten Spiel. Eigentlich müsste Melis eine der begehrtesten Spielerinnen auf dem internationalen Markt sein. Man wird ihren Namen auch in der Champions League nach der WM zur Kenntnis nehmen. Und vielleicht schon am nächsten Dienstag, beim Länderspiel Deutschland – Niederlande in Aachen.

Dalsjöfors im Doppelpech

Beinahe hätte man gegen den Ex-Meister Linköping wenigstens einen Punkt geholt. Aber ein verschossener Elfmeter und ein Abseitstor standen nach 93 Minuten auf dem Pluskonto, wo auf der Gegenseite Louise Fors kurz vor Halbzeit einen Foulelfmeter verwandelt hatte. Linköping gewinnt mit 1:0.

Dabei hatte es wirklich furios begonnen, denn schon in der vierten Minute zeigte Schiedsrichterin Lena Arwedahl auf den Elfmeterpunkt. Alex Singer, amerikanische Abwehrspielerin und Kapitänin konnte aber Sofia Lundgren nicht bezwingen. Der Ball sprang an den Pfosten und ins Aus.

Innerhalb von drei Minuten erhielt Linköping dann zwei Strafstöße. Zuerst vergab Kosovare Asllani, dann verwandelte Fors und in der 93. Minute schob Rebecca Johnson den Ball ins Tor der Gäste, aber nach kurzer Überlegung zwischen Arwedahl und Linienrichter wurde das Tor nicht gegeben und das Spiel abgefpfiffen.

Vier für Dalsjöfors

In Umeå gab es für Dalsjöfors vergangenen Mittwoch die Gegentore Nr. 24-27. Das Spiel endete 4:0 für die Gastgeber am Gammliavallen. Ramona Bachmann markierte dabei ihren ersten Saisontreffer, ansonsten trafen Emma Berglund, Anna Westerlund und erstmals in der höchsten Spielklasse Fanny Hjelm Rönnlund.

Geht es so weiter, dann kassiert der tapfere Aufsteiger am Ende 88 Treffer. In Borås glauben wohl nur noch wenige an den Klassenerhalt. Nächster Gegner ist daheim der abwehrstarke Exmeister Linköpings FC.