Zum Blog


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Seit es die schwedische Seite http://www.damfotboll.com nicht mehr gibt, habe ich auch angefangen, auf Schwedisch zu bloggen. Wir sind zu dritt. Es gibt drei schwedischsprachige Blogs. Johan Rydén, Zeitungsjournalist bei der Borås Tidning, der seit mehr als fünf Jahren nebenbei über Frauenfußball bloggt und David Lundell, der sein Blog Spieler12, also spelare12 nennt und unglaublich detailliert über ALLE (?) Ligen schreibt, so dass man sich manchmal fragt, ob David noch was anderes macht, als Frauenfußball schauen.

Johan habe ich ein paar Mal getroffen, David noch nicht. Zusammen, aber getrennt, bemühen wir uns dem Frauenfußball in Schweden mediales Gehör zu verschaffen. Die Lokalzeitungen berichten regelmäßig über „ihr“ Team, haben aber selten die Gesamtheit im Blick. Das Fernsehen und die Boulevardzeitungen Aftonbladet und Expressen sind vor allem an der Nationalmannschaft „dran“, bestenfalls noch an den Spitzenteams und vor allem an „Skandalen“ intertessiert, an Auffälligem. Das bringt Quote und Schlagzeilen.

Als damfotboll.com aufhörte am 01.07. und dann schließlich ganz abgeschaltet wurde mit all den tausenden Artikeln und auch den vielen hundert, die ich geschrieben habe, mti all den Interviews, die nun einfach WEG sind, weil niemand das Archiv übernehmen wollte, als die Seite aufhörte, verschwand eigentlich die flächendeckende Berichterstattung über Frauenfußball in Schweden. Niemand macht das mehr, niemand schafft das mehr, niemand will das mehr lesen? Ich weiß es nicht.

Leider sind meine deutschsprachigen Artikel weniger geworden. Das bedauere ich, denn ich weiß, dass es eine überschaubare, aber dennoch treue Leserschaft im dreistelligen Bereich gegeben hat und auch noch gibt, wenn hier etwas erscheint. Dennoch sind die Artikel, die ich über „Deutsches“ geschrieben habe, die populärsten. Mein Telefoninterview mit Melanie Leupolz etwa oder vor allem auch mein deutschsprachiges Gespräch mit Ali Krieger in Tyresö for ein paar Jahren.

Überhaupt sind es die Interviews, die Begegnungen mit Spielerinnen, manchmal auch Trainerinnen und Trainern, die ich am liebsten mache. Auch das Gespräch mit Pia Sundhage nach der Rückkehr aus Brasilien war interessant, am spannendsten das relativ spontane und lange Interview, das ich einmal mit Marta machen konnte, nachdem ich ihr einfach eine SMS geschickt hatte, ob man sie treffen könne. 24 Stunden später saßen wir eine Stunde lang im selben Café in Tyresö, in dem ich zuvor auch schon Vero Boquete getroffen hatte.

Deshalb habe ich auch beschlossen, wenigstens eine Saison dranzuhängen. Eigentlich sogar mindestens drei, denn die WM in Frankreich wäre schon ein Ziel. Dann schaun mer mal.

Und das deutschsprachige Blog? Morgen mache ich das erste Interview im neuen Jahr, ich treffe mich mit Djurgårdens U19-Nationalspielerin Johanna Rytting Kaneryd, die im November die Auszeichnung „Newcomer des Jahres“ bekam. Johanna schickte ihre Trainerin Yvonne Ekroth, die Trophäe abzuholen, denn sie selber spielte die U20-EM in Papua Neu Guinea. Darüber und mehr werde ich morgen miot Johanna sprechen und die Interviews auf Schwedisch und Deutsch veröffentlichen. Danach schaun mer mal, wer als nächstes dran ist. Die schwedische Nationalmannschaft spielt in la Manga gegen Norfwegen und England und auf meiner Wunschliste steht Lisa Dahlkvist, aber das geht wohl erst, wenn sie zurückkommt. Also, klickt mal wieder rein, lieber Leserinnen und Leser. Auf Deutsch wird ein bisschen mehr dosiert, auf Schwedisch gibt es mehr, weil das Interesse unmittelbarer ist. Ich will auch versuchen, in diesem Jahr wieder mehr für das amerikanische Our Game Magazine zu machen. Denen habe ich ein sehr langes Interview mit Lotta Schelin zu verdanken, wirklich eine meiner Lieblingsgesprächspartnerinnen im FF, eine kluge, sympathische Sportlerin ohne jede Allüren.

Die EM steht auf meiner Wunschliste, eine Woche sollte es werden im Sommer, mehr schaffe ich nicht, es steht noch nicht fest, wann. Vielleicht sieht man sich da.

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5 Gedanken zu „Zum Blog

      • Super! Mal auch mit Stina Blackstenius sprechen. Warum sie eigentlich nach Montpellier gegangen ist. Wegen Sophia und Linda?

      • Ich warte noch ein bisschen mit Stina, dann kann man auch über ihre ersten Wochen in Frankreich sprechen, ich werde es versuchen.

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