Linköping verpflichtet Irma Helin


Nachdem Fridolina Rolfö (Bayern), Pernilla Herder (Wolfsburg) und Stina Blackstenius (Montpellier) den Verein verließen, ebenso Mariann Gajhede (hört auf) und Renée Slegers (Kreuzbandriss und Vertragsende), nachdem mein Favorit auf die Nachfolge Pia Sundhages, Martin Sjögren einen Vertrag als norwegischer Nationaltrainer unterschrieb, musste man sich Sorgen darum machen, wie der neugebackene schwedische Meister in die nächste Saison gehen würde und wie er dann im Herbst die Champions League 2017/18 bestreiten sollte.

Aber: die komplette Abwehr steht weiterhin unter Vertrag und die beiden oft unterschätzten Claudia Neto, die Portugal fast im Alleingang zur EM schoss, und Kristine Minde sind ebenfalls noch in Diensten des LFC.

Hinzu kommen die Verpflichtungen von Maja Kildemoe aus Odense für die Abwehr, Lina Hurtig und Marija Banusic für die Offensive, die Dänin Johanna Rasmussen, die ebenfalls als Mittelfeldspielerin oder Angreiferin eingesetzt werden kann und nun Irma Helin aus Piteå. Helin gilt seit mehreren Jahren schon als eines der größten Mittelfeldtalente Schwedens im offensiven Bereich und hat, nachdem sie das heimische Stockholm verlassen hatte und nach Piteå gegangen war, dort bereits einen guten Schritt in ihrer Entwicklung gemacht. Linköping bringt nun die Probe, ob es noch weiter gehen kann. Mit Helin, Banusic und Hurtig sind jetzt drei Riesentalente versammelt, wenn nur eine oder gar zwei tatsächlich den Durchbruch schaffen, dann ist mit Linköping auch wieder zu rechnen.

In Schweden ist immer entscheidend, ob es viele Verletzungen gibt in einer Saison. Denn anders als zB die wohlhabenden Clubs der BuLi wie Bayern München oder der VfL Wolfsburg, die sich Kader mit 25 mehr oder minder gleichwertigen Spielerinnen leisten können, ist die Spielerdecke in Schweden selbst bei den Spitzenclubs deutlich geringer. Hier arbeitet man mit 17-18 Spielern, Linköping gewann die Meisterschaft mit einer Truppe von 17 Spielerinnen, in der nur Fridolina Rolfö zwischenzeitlich immer mal ausgefallen war. Rosengård verlor möglicherweise die Meisterschaft aufgrund der Verletzungen von Erin McLeod, Lotta Schelin und Gaelle Engamanouit.

Der Kader von Rosengård zeigt auch Alterserscheinungen. Sportchefin Therese Sjögran täte gut daran, ihn jetzt allmählich zu verjüngen. Denn die Leistungsträgerinnen Marta (31 im Februar), Lotta Schelin (33 im Februar), Anita Asante (32 im April), Erin McLeod (34 im Februar), Ella Masar McLeod (31 im April) Ali Riley (30 im Oktober), Emma Berglund (29 im Dezember) und Lina Nilsson (30 im Juni) kommen allmählich in die Jahre.

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