ffschweden im Gespräch mit: Guðbjörg Gunnarsdóttir


 

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Gudbjörg Gunnarsdottir 

 

Gugga ist wieder da. Die inzwischen 30-Jährige  Guðbjörg Gunnarsdóttir kehrte Ende letzten Jahres nach insgesamt drei Jahren bei Avaldsnes IL, Turbine Potsdam und Lilleström SK Kvinner zurück nach Schweden in ihre zweite Heimat Stockholm.

Inmitten der Vorsaison habe ich „Gugga“, wie alle sie nennen, in einem Café auf Östermalm getroffen, am vornehmen Karlaplan. Für sie lag das auf dem Weg zum Training auf dem Hjorthagen IP, einem Hallenplatz, auf dem die Mannschaft der neuen Trainerin Yvonne Ekroth trainieren kann, seit Djurgården dam wieder unter das Dach des Gesamtvereins genommen worden ist.

Djurgården wurde Zweiter in der Elitettan 2015, fünf Punkte hinter dem Überraschungsmeister Kvarnsvedens IK, den die Malawierin Tabitha Chawinga mehr oder weniger alleine in die erste Liga geschossen hat.

Man hat sich verstärkt für dieses Jahr. Im Mittelfeld vor allem mit Emilia Appelquist (Nationalspielerin) und Katrin Schmidt (die eine Berufung in Deutschland oder Schweden verdient hätte), in der Abwehr mit Michelle van der Bulk und Petronella Ekroth (ja, die Tochter der Trainerin) und im Tor eben mit Gugga. Auf den Kanten sieht es so aus wie im vorigen Jahr, sowohl in der Abwehr wie im Mittelfeld und für den Sturm hat man neben Djurgården-Urgestein Mia Jalkerud und Madeleine Stegius gerade letzten Donnerstag die Verpflichtung der portugiesischen Nationalspielerin Carolina Mendes am letzten Tag des schwedischen Transferfensters bekanntgegeben.

Was braucht man um in der Liga zu bleiben? Gugga muss es wissen, sie ist mit Djurgården 2012 abgestiegen.

„Ich weiß natürlich wie das zuletzt war, als ich hier gewesen bin. Es ist klar, dass sichj vielleicht viel in den letzten drei Jahren geändert hat, aber ich glaube, wir sind uns ziemlich darüber im Klaren, was gebraucht wird. Als ich anfing, wieder mit Djurgården zu sprechen, waren deren Gedanken und Pläne nicht kurz- sondern langfristig. Sie haben bei der Organisation angefangen, eine neue Trainerin, zwei Assistenten, einen Torwarttrainer, zwei Physios, eine medizinische Abteilung usw.“

„Sie haben das sehr gut gemacht. Das ist eine Investition, die halten soll und ein großer Unterschied ist, dass wir jetzt Teil des großen Vereins Djurgården sind. Früher war das DIFdam und wir waren ein eigener Verein, jetzt haben wir die Unterstützung des Vereins. Alles ist viel einfacher, angefangen bei den Trainingszeiten. Wenn du diese Vorsaison mit der letzten Vorsaison vergleichst in der ich hier war. Da war es verdammt schwer, einen beheizten Platz zu finden. Wir waren fast den ganzen Januar im Fitnessstudio, aber jetzt haben wir Hjorthagen, wo wir im Zelt trainieren können. Die Voraussetzungen sind viel besser.“

Was sagst du zum Kader?

„Ich finde, wie haben uns klug verstärkt. Es fing mit Milla iund Katta an (Appelquist und Schmidt; RF), zwei wichtige Spieler, die uns einen starken Stamm geben. Es ist klar, dass wir mehr gebrauchen könnten, aber es gibt viele Mannschaften, bei denen man echt nicht weiß, wie es für sie laufen wird. Ich hoffe wirklich, dass wir ein Team haben, dass es schaffen kann.“

Diese Unsicherheit ist typisch für die Vorsaison. Man macht zwar Vorbereitungsspiele, spielt auch mal gegen Ligakonkurrenten, aber meist fehlen Nationalspielerinnen. Wo man steht, erfährt man oft erst am ersten Spieltag.

Gugga sagt mir, dass es eine Herausforderung für sie sein wird, dass es so sein könnte, dass die eine oder andere Rettungstat von ihr dem Team einen Punkt oder gar drei bringen könnte. Fehler darfst du auch bei keinem Topverein machen, aber trotzdem ist da ein Unterschied.

„Wir haben Nella (Ekroth) bekommen und ich finde auch Michaela (van der Bulk) richtig gut. Ehrlich gesagt habe ich dem Verein den Tipp gegeben. Sheila (so wird Michaela genannt) war meiner Meinung nach die beste Spielerin bei Kolbotn in der norwegischen Liga, ich verstehe nicht, wieso die nicht in der holländischen Nationalmannschaft spielt. Wir haben eine Reihe von Spielerinnen von hoher Qualität und dann eine weitere Reihe junge Spielerinnen mit großem Entwicklungsporential.“

Dennoch bin ich spätestens nach dem 1:6 gegen Linköping am Samstag skeptisch. Das Spiel hätte auch zweistellig enden können und besonders auf den Flügeln wurde Djurgården ein ums andere Mal gnadenlos ausgespielt von einer Mannschaft, die allerdiungs auch gute Chancen hat, Rosengård zum Tanz aufzufordern. Djurgården wird auch in der Comeback-Saison von Guðbjörg Gunnarsdóttir wieder gegen den Abstieg spielen.

Den zweiten Teil des Interviews, in dem wir über Deutschland, Norwegen und Schweden gesprochen haben, könnt ihr in der nächsten Woche lesen.

 

3 Gedanken zu „ffschweden im Gespräch mit: Guðbjörg Gunnarsdóttir

  1. Die Uefa hat entschieden, es gab keinen Rassismus im spiel ffc frankfurt- fc rosengard.
    Was machen jetzt die Lügner vom fc rosengard, ja sie sollten schwitzen.
    Denn siggi Dietrich hat schon einen rechtsprofessor beauftragt eine Schadensersatz klage gegen den fc rosengard aufzusetzen.
    Da sollte rosengard schon mal etwas geld beiseite legen.

    • Wogegen will Herr Dietrich denn klagen? Gegen die Schiedsrichterin, die das Spiel unterbrochen hat? Gegen die UEFA, die den Fall untersucht hat? Gegen den Trainer vom FC Rosengård, weil der wirres Zeug geredett hat? Von Rosengård gab es keine Eingabe. Lediglich unklare Aussagen in den Medien, da wird er genausowenug Erfolg haben.Das war eine unschöne Angelegenheit, ich habe mich üyber die Berichterstattung in den schwedischen Medien geärgert, weil da das deutsche Publikum sofort verurteilt wurde, aber juristisch wird man da wenig ausrichten können. Gut, dass der Grundsatz in dubio pro reo auch bei der UEFA gilt und man mangels Beweisen das Verfahjren einstellt.

      • Nicht mangels beweise, es war ein freispruch erster klasse.
        Die pressekonferenz nach dem spiel kann fuer den rosengard trainer teuer werden.
        Auch das bbc Interview von asante gibt genügend anlass und dann haben wir noch die aussagen von pia sundhage die das spiel nicht live gesehen hat und trotzdem rassismus geschrieen hat.

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