Sara macht Schluss


Sara Thunebro blättert im deutschen Wortschatz, damals noch im Trikot von Djurgården.

Sara Thunebro blättert im deutschen Wortschatz, damals noch im Trikot von Djurgården.

Sara Thunebro hat heute ihren Rücktritt erklärt. Die 36-Jährige sagte, dass sie beim Rücktritt von der Nationalmannschaft im Sommer schon eine Dimension ihres Spiels verloren habe und nun den zweiten Schritt tue, um eine zivile Karriere anzustreben.

Die Frau mit dem weissen Stirnband als Markenzeichen (damit ihre Oma sie auf dem Feld leicht erkennen können sollte) hatte zuletzt für Vizemeister Eskilstuna United gespielt, in ihrem letzten Jahr agierte sie dabei in einem 3-5-2 vorwiegend auf der linken Aussenbahn im Mittelfeld. Einen Namen aber machte sie sich als Aussenverteidigerin. Sie landete in den letzten Jahren vor allem auf der linken Seite, aber als ich sie kennen lernte, da spielte sie noch bei Djurgården auf der rechten Abwehrseite, da war der spätere Absteiger und jetzige Aufsteiger noch eine Topmannschaft und die einzige, die einigermassen mit dem Giganten Umeå IK mithalten konnte.

Für mich war der rechte Flügel mit der oft offensiven Thunebro in der Defensive und mit Mittelfeldwirblerin Elin Ekblom der stärkste in Schweden. Relativ spät holte sie Thomas Dennerby in die Nationalmannschaft, aber immerhin gab es dort dennoch 128 Spiele für die in Strängnäs geborene. In der Öffentlichkeit stand sie nie so gerne und hatte sich doch am Ende daran gewöhnt.

Es war Sara Thunebro, über die ich meine erste Coverstory für die Zeitschrift Marta schrieb und als ich sie traf und sagte, das Foto sei richtig gut geworden, da sagte sie, du weisst doch, dass ich nicht gern im Mittelpunkt stehe, aber meiner Familie hat es auch gefallen. Das nahm ich als Kompliment.

Als sie nach Frankfurt ging, schenkte ich ihr ein Buch mit dem deutschen Grundwortschatz und später hörte ich, dass sie sehr gut Deutsch gelernt hatte. In Frankfurt sass sie dann viel auf der Bank am Ende und kam zurück nach Schweden und landete beim Monsterkonstrukt Tyresö FF, wo sie zunächst eine wichtige Rolle spielte, dann aber auch auf der Bank landete als Zampano Hans Löfgren immer grössere Namen verpflichtete, Ali Krieger und Meghan Klingenberg kamen und Sara konnte da nicht mehr mithalten. Vielleicht hätte sie früher aufhören sollen, als sie noch auf dem Zenit war, aber das ist nun mal sehr schwer. In die WM-Truppe schaffte sie es wohl vor allem dank ihrer Loyalität.

Aber in Eskilstuna war sie ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft, die nach dem Aufstieg schon überraschte und in dieser Saison dann den sensationellen zweiten Plagtz mit Geschmack nach mehr holte.

Sara Thunebro, du wirst uns fehlen. Alles Gute, dir, für deine Zukunft!

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