ffschweden im Gespräch mit Tove Almqvist


19910383239_ebe5ab8684_kIm Finale am Montagabend schlug sie von der linken Seite eine massgenaue Flanke auf den Kopf ihrer ebenfalls für Linköping spielenden Mannschaftskameradin Stina Blackstenius. Die dynamisch zum Ball ging und das vorentscheidende 2:0 köpfte.

Gestern abend landete Tove Almqvist mit den anderen Europameisterinnen auf dem Stockholmer Flughafen Arlanda, wo ich am Rande des Empfangs im Hotel Clarion Gelegenheit hatte, mich mit der 19-Jährigen zu unterhalten.

„Es ist wunderbar, einfach fantastisch, dass wir das zusammen gewonnen haben,“ sagte Almqvist an einem Abend, an dem man allenthalben nur strahlende Gesichter sah.

Nachdem ihr das Halbfinale gewonnen hattet, war ich mir sehr sicher, dass ihr auch das Finale gewinnen würdet. Hat der Sieg über Deutschland euch noch einmal extra Kraft gegeben?

„Es fühlte sich so an, als ob das Halbfinale ein Finale war. Weil es so eng war. Wir waren aber keinesfalls überlegen, wenn man sich den ganzen Weg anschaut. Im Finale fühlte es sich aber dann so an, dass wir irgendwie alles geben und umsetzen konnten und unser Spiel spielen konnten.“

Ich fand das sehr beeindruckend, dass ihr überhaupt kein Lampenfieber hattet.

„Natürlich hatten wir Respekt vor der Situation, aber wir haben dann doch alles auf die Seite schieben können und einfach genossen, dass wir im Finale waren.“

Ein Wort von dir zu deiner Mannschaftskameradin Stina Blackstenius, die eine unglaubliche EM gespielt hat. Der spanische Trainer sagte nach dem Spiel, es sei so gewesen als wäre man gegen eine etwa gleichstarke Mannschaft gespielt hätte, die aber durch einen Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo verstärkt wurde.

„Auch wenn man weiss, was sie tun wird, so ist es ungeheuer schwer, sie aufzuhalten und zu stoppen. Es ist klasse, so eine Spielerin in seinem Team zu haben. Man weiss immer, dass sie da vorne ist. Das ist eine grosse Sicherheit und es ist sehr gut, sie dabei zu haben.“

Vielleicht kannst du auch etwas über den Trainer Calle Barrling sagen, der gerade von euch mit einem Ständchen zu seinem 62. Geburtstag gefeiert wurde.

„Calle Barrling hat einen sehr grossen Anteil an diesem Erfolg, wirklich. Er hat diese Mannschaft zusammengebaut und man spürt eine grosse Sicherheit, ihn als Trainer zu haben. Ich kann mich noch gut an das Halbfinale gegen Deutschland erinnern, wo er uns nach dem Rückstand sagte, dass das Spiel noch nicht zu Ende sei, habt einfach Spass, Mädels, sagte er.“

Diese Wende, als ihr die bessere Mannschaft wart und 2:1 geführt habt und dann die Deutschen auf einmal auf 2:3 drehen, das war sehr stark, dass ihr da wieder zurückgekommen seid.

„Ja, wir haben das in der Qualifikation schon gegen Italien gemacht. Da führten diue Italienerinnen mit 1:0 und wären so in die Endrunde gekommen, aber wir haben das auf 2:1 gedreht. Ich glaube, wenn einem das schon mal gelungen ist, dann weiss man, dass es geht. Irgendwo wussten wir, dass wir es schaffen würden. Natürlich war das erst mal ein Schock als wir auf einmal 2:3 zurücklagen, aber als das 3:3 fiel, war ich mir sicher, dass wir gewinnen würden. Auch weil unsere Torhüterin Emma einfach unglaublich gut bei Elfern ist.“

Zu guter Letzt, Tove, man hat in den letzten Tagen immer wieder darüber gesprochen, dass ihr euch „frech bescheiden“ nennt. Kannst du bitte malk erklären, was dahintersteckt?

„Naja, Ende letzten Jahres sollten wir unser Markenzeichen definieren und da kam halt von einigen der Vorschlag ‚frech und bescheiden‘. Das bedeutet ganz einfach für frech, dass wir wissen, was wir können und wie gut wir sind und bescheiden, dass wir mit grossem Respekt jedem Gegner begegnen. Ich glaube, das hat uns ein sehr schönes Gleichgewicht gegeben.“

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