Ausgeschieden


Gegen den Weltranglistenersten Deutschland auszuscheiden, ist keine Schande. Aber die Art und Weise, wie sich gestern die schwedische Nationalmannschaft sang- und klanglos aus dem WM-Turnier 2015 verabschiedet hat, ist schon enttäuschend.

Zunächst stelle Pia Sundhage mit Linda Sembrant, Emma Berglund, Amanda Ilestedt und Nilla Fischer vier nominelle Innenverteidigerinnen auf den Platz, dazu noch Jessica Samuelsson. Als Deutschland die schwedische Abwehr trotzdem auseinandernahm, und zur Pause 2:0 führte, brachte Sundhage in der 46. Minute keine Stürmerin, nein, sie tauschte eine Abwehrspielerin (Samuelsson) aus und brachte eine neue Verteidigerin, als ob man nicht im Achtelfinale einer WM im Rückstand war, sondern ein munteres, aber bedeutungsloses Spielchen an der Algarve machen würde.

Danach Leere. Caroline Seger spricht darüber, dass sie nachdenken werde, ob sie überhaupt weiter in der Nationalmannschaft spielen werde. Die 30-Jährige sieht eine lange Durststrecke vor der EM 2017 in den Niederlanden vor sich. Für Therese Sjögran, mit 38 Jahren und nach 214 Länderspielen vielleicht die beste schwedische Spielerin bei der WM, was aus Sjögrans Perspektive beeindruckend, aus schwedischer Sicht erschreckend ist, war dies das letzte Länderspiel. Oder? Sara Thunebro sollte auch aufhören. Fischer und Schelin werden kaum bei der nächsten WM dabei sein, aber wohl bei der EM 2017.

Und in Schweden diskutierte man im Studio des WM Senders TV4 schon die Sundhage-Nachfolge., Bilder wurden gezeigt. Assistentin Lillie Persson  vielleicht? Linköpings Trainer Martin Sjögren oder der ehemalige LFC-Trainer Magnus Wikman? Schottlands Nationaltrainerin Anna Signeul? Sundhage selber sagte, ihr sei diese Frage im Moment scheissegal. Das war unmittelbar nach Schlusspfiff. Sie müsse sich erst mal um die Spielerinnen kümmern, ihre eigene Position sei da nicht wichtig.

Und einig waren sich alle, ob Sundhage, Schelin, Seger oder sonstwer, dass die Deutschen an diesem Abend wesentlich besser waren – und – dass der Abstand zwischen beiden Teams bedeutend grösser sei als im Halbfinale der EM 2013.

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