Jubel in Edmonton über ein Tor in Moncton


Laut Google-Maps liegen zwischen Edmonton und Moncton 4.578 km. Die Zeitverschiebung beträgt dreieinhalb Stunden von der Provinz Alberta nach Neufundland. Als die 24-Jährige Raquel Fernandes in der 83. Minute das 1:0 für Brasilien gegen Costa Rica schoss und damit Schweden zum viertbesten Gruppendritten machte, war der Jubel groß. Die meisten Spielerinnen hatten die Begegung gemeinsam auf dem Zimmer von Lisa Dahlkvist und Linda Sembrant verfolgt. Brasilien war als einziges von 24 Teams ohne Punktverlust und ohne Gegentor ins Achtelfinale gezogen und das zwar noch unbesiegte, aber eben auch sieglose Schweden hatte es mit einem dicken blauen Auge als letztes Team in die Endrunde geschafft.

Der Zeitung Expressen sagte Kosovare Asllani vor dem Spiel Brasilien  – Costa Rica: „Wenn wir weiterkommen, werden wir den ganzen Weg gehen. Das ist mein Bauchgefühl. Wenn wir auf Deutschland treffen… Ich will nicht zu viel sagen. Aber ich habe ein gutes Gefühl. Gegen die sind das immer ausgeglichene Spiele. Unser Selbstvertrauen wächst mit jedem Mal, wenn wir gegen sie spielen. Gewinnen wir dieses Spiel, zeigen wir, dass wir weit kommen wollen.“

Nach dem Monctoner Spiel veranstalteten die Schweden vor ihrer Unterkunft, dem Delta Hotel in Edmonton, eine improvisierte Mixed Zone für die vielen schwedischen Journalisten. Pia Sundhage kam in Badelatschen und hatte die dicken Freundinnen Therese Sjögran unjd Caroline Seger mitgebracht.

„Das hier war das Schlimmste, was ich in meiner Sportlerkarriere mitgemacht habe,“ beschrieb die mit 38 Jahren doch sehr erfahrene Therese Sjögran. Und meinte also das Zuschauen beim Brasilien-Spiel. „Jetzt können wir uns auf ein Achtelfinale freuen. Gegen Deutschland haben wir nichts zu verlieren. Ich glaube, dass wir jetzt all unsere Leben ausgenutzt haben. Die [Deutschen] müssen auch immer im Weg stehen. Da ist es ganz ok, wenn wir sie jetzt gleich nehmen.“

Pia Sundhage zeigte sich optimistisch und hatte sich ein eigenes Erklärungs- und Motivationsmodell gebastelt, das sie sicher bis Samstagnachmittag Ortszeit ausbauen wird.

„Wir haben hieraus Energie gewonnen. Wir haben nichts zu verlieren. Wir haben eine zweite Chance bekommen und wir werden es den Deutschen so schwer wir nur möglich machen. Die haben einen viel leichteren Weg gehabt. Wir mussten kämpfen, haben Druck gespürt. Jetzt werden sie den Druck spüren,“ sagte Sundhage zu den versammelten Journalisten.

Und Caroline Seger zeigte zwar Respekt vor dem Gegner, benannte aber auch dessen Achillesferse: „In der Abwehr sind sie etwas langsam, auch wenn es gute Spielerinnen sind. Sie haben Respekt vor unseren schnellen Angreiferinnen.Aber das ist etwas, was wir versuchen müssen, unsere Stürmerinnen zwischen ihre Innenverteidigerinnen zu kriegen.“

„Schweden hat große Qualitätenin der Mannschaft. Unsere Spiele gegeneinander waren immer umkämpft und eng,“ sagte Silvia Neid in einer ersten Reaktion. „Die Tagesform wird entscheiden, wer das Viertelfinale erreicht.“

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Ein Gedanke zu „Jubel in Edmonton über ein Tor in Moncton

  1. ja, kosovare asllani, keine leistung bringen im cl finale und jetzt bei der weltmeisterschaft, keine einzige torchance von asllani, ABER , sie ist die grösste und tollste und die schwedische mannschaft ist die beste der welt.
    woran liegt es bei asllani, gefallen hier die stadien nicht, nicht toll genug, oder ist es weil sie zu den spielen mit dem bus gefahren wird und nicht mit dem royce rolls.
    nervt es die schwedische presse nicht das schweden schlecht spielt und trotzdem sagt wir sind die besten .
    nervt es die schwedische presse nicht das sundhage mit einer uralt taktik spielt und eine alte mannschaft aufs feld schickt.

    da ist es schon wohltuender wie sich die deutsche mannschaft verhält, nach einem 4-0 sieg, sagt man der presse nicht wie toll man ist, sondern schätzt das spiel richtig ein und spricht fehler an.

    deutschland kann scheitern, aber deutschland hat ein junges team, was hat schweden wenn es scheitert.
    ein altes team.

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