Thomas Dennerby lobt Australien


Bis einschließlich 2012 hat der heute 54-Jährige Kriminalbeamte Thomas Dennerby die schwedischen Frauen trainiert und zuletzt 2011 in Deutscland die Bronzemedaille geholt. Jetzt arbeitet Dennerby als Spion für Pia Sundhage, fliegt kreuz und quer durch das riesige Kanada und erforscht Stärken und Schwächen kommender Gegner. Zuletzt war Dennerby auf den letzten Gruppengegner Australien angesetzt.

In einem Interview mit Dagens Nyheter sprach der ehemalige Nationalcoach über das Team aus ‚Down under‘.

Lisa DeVanna ist natürlich schwer zu stoppen,“ kommt Dennerby auch gleich zur Sache und benennt die aus seiner Sicht wichtigste Gegenspielerin. Die Außenverteidigerin, die gegen sie spielt, muss stark in Zweikämpfen sein, aber sie braucht auch Unterstützung. Es ist wichtig, ihr nah zu kommen und Körperkontakt zu kriegen, damit sie [DeVanna] nicht beschleunigen kann.“

Das würde dann wohl für Jessica Samuelsson sprechen und weniger für die eher offensiv starke Elin Rubensson.

„Es ist aber auch wichtig, dass die äußere Mittelfeldspielerin vor ihr Positionen besetzt, die es erschweren, dass Lisa den ball auf die Füße kriegen kann,“ so Dennerby weiter.

Er hält das Angriffsspiel der Australierinnen für das Kreativste in der gesamten Gruppe D.

„Sie haben großes vertrauen in ihre offensive Spielidee, ihre Pässe und Kombinationen und ihre beweglichen Spielerinnen. Ihr Turnierbeginn hat mir wirklich imponiert. Wenn einem Angriffsfußball gefällt, dann sind sie wirklich das kreativste Team.“

So dürften die Schwedinnen am Dienstag versuchen, DeVanna aus der Balance zu bringen. Die 1,56 m kleine Australierin ist in Schweden nach ihren Jahren bei AIK und Linköping bestens bekannt. Sie galt als sehr exzentrisch und weigerte sich z.B. mit den Teamkameradinnen zu duschen. Einmal, in einem Spiel in Solna gegen Umeå Södra, saß sie in der Halbzeit die ganze Zeit alleine im Mittelkreis, während das Team in der Kabine war. Ich sprach sie ein paar Tage später darauf an und DeVanna sagte mir, sie sei so enttäuscht gewesen, dass sie ein paar Chancen ausgelassen hatte. Zumindest in Schweden, so haben Quellen berichtet, schnorrte DeVanna auch immer wieder Zigaretten von Journalisten und Fotografen. Aber ihre enorme Antrittsschnelligkeit hat das nicht verringert. 2009 schoss sie 16 Tore in der Damallsvenskan und trug entscheidend dazu bei, dass das heutige JoJo-Team AIK mit dem vierten Platz die beste Leistung seiner Vereinsgeschichte zeigte.

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