Pia Sundhage motiviert – die Amerikanerinnen vor dem Schwedenspiel


Es passiert immer wieder. 2009 bei der EM in Finnland schrieben viele schwedische Spielerinnen vor dem Viertelfinale gegen Norwegen in sozialen Medien, wie sie am nächsten Tag locker eine Runde weiter kommen würden. „Experte“ Pontus Kåmark sagte im Fernsehen martialisch, dass Schweden auf jeder Position deutlich besser besetzt sei. Die Norwegerinnen hörten es, die arroganten Äusserungen stachelten sie nur an und am Ende gewannen sie locker mit 3:1 gegen die überheblichen Nachbarn.

Pia Sundhage ist 55 Jahre alt und ausgebildete Trainerin und müsste es eigentlich besser wissen. Ihr Interview mit der angesehenen New York Times fand offenbar schon im März statt, wurde aber gestern in den USA publiziert. Man kann sicher sein, dass Jill Ellis und Tony Gustavsson Teile daraus vergrössern und den Spielerinnen der USA in die UJmkleide hängen. Denn Sundhage äussert sich über einzelne Spielerinnen, die sie selber mal trainiert hat.

Sie habe sich nie besonders für das Leben ihrer Spielerinnen jenseits des Platzes interessiert, sagte sie der New York Times: „Ich rede mit ihnen über ihre Mütter, die Väter, den Freund oder die Freundin oder was auch immer und weisst du was? Es geht in einem Ohr rein und im anderen wieder raus. Ich versuche es, ich versuche es wirklich. Ich erinnere mich, dass ich mal ganz lange mit Amy Rodriguez sass, wir redeten und redeten und ich weiss trotzdem nichts über ihre Familie.

Über Carli Lloyd: „Es ist eine Herausforderung, sie zu trainieren. Wenn sie das Gefühl hatte, dass wir ihr vertrauen, konnte sie eine der besten Spielerinnen sein. Aber wenn sie begann, dieses Vertrauen in Frage zu stellen, konnte sie eine der schlechtesten sein.“

Auch Hope Solo sei eine sehr schwierige Spielerin gewesen, vor allem wegen ihrer Eskapaden ausserhalb des Platzes.

Und auch Abby Wambach bekommt ihr Fett ab: „Ich habe zu Abby gesagt, wenn ich geblieben wäre, wärst du auf der Bank. Die beste Ersatzspielerin aller Zeiten. Aber Ersatzspielerin .Darüber gab es in meinem Kopf keinen Zweifel.“

Das komplette Interview kann man hier lesen.

Bei Fox Sport in den USA diskutierten u.a. Heather Mitts und Ariane Hingst über das Interview. Beide ehemalige Spielerinnen waren sich einig, dass diese Äusserungen Öl ins Feuer giessen und die US-Spielerinnen nur noch weiter anstacheln würden.

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