Fazit 1 – Alle Teams im Turnier


Alle Teams der siebten Frauenfußball-WM haben nun ein Spiel absolviert. Es gibt noch für alle ein zweites und ein drittes Spiel, aber welche Eindrücke habe ich aus den ersten 90 + x Minuten gewonnen?

Zunächst einmal haben alle an den Kopf einer Gruppe gesetzten Teams ihr Auftaktmatch gewonnen, was die Setzliste der FIFA dann doch auf dieser Position zu bestätigen scheint.

Überraschungen sind weitgehend ausgeblieben, wenn man vom furiosen Auftritt der Nigerianerinnen gegen Schweden absieht. 3:3 hatte wohl kaum jemand getippt, aber ein 1:1 wäre schon (wie 2007) weniger erstaunlich gewesen. Die sechs Gruppenköpfe aber haben gewonnen, Kanada, Japan und Frankreich mussten sich mit dem knappsten aller Resultate (1:0) begnügen. Dabei sollte sich der Gastgeber vor allem für das ungelenke Auftreten der Chinesin Zhao Rong bedanken, die die eingewechselte Adriana Leon im Strafraum so von den Beinen holte, wie das nur eine nominelle Stürmerin kann.

Auch Japan gewann lediglich per Strafstoß gegen starke Schweizerinnen und mein Favorit Frankreich wusste gegen England über weite Strecken nicht zu überzeugen. Je zwei Tore Differenz schafften die USA und Brasilien bei Siegen über Australien und Südkorea. Deutschland hielt sich beim 10:0 gegen die Elfenbeinküste schadlos an erschreckend schwachen WM-Neulingen.

Schweden enttäuschte auf der ganzen Linie und die Nachbarn aus Norwegen taten das Notwendige gegen Thailand und mehr nicht.

Mein WM-.Ranking nach den Eindrücken des ersten Spiels:

1. Deutschland, 2. USA, 3. Brasilien, 4. Norwegen, 5. Japan, 6. Nigeria, 7. Frankreich, 8. Niederlande, 9. Kanada, 10. Kamerun, 11. Australien, 12. Schweiz, 13. China, 14. England, 15. Neuseeland, 16. Schweden, 17. Südkorea, 18. Spanien, 19. Mexiko, 20. Kolumbien, 21. Costa Rica, 22. Ecuador, 23. Thailand, 24. Elfenbeinküste.

Spielerin des ersten Spieltags: Asisat Oshoala. Die 20-Jährige kam mit großen Erwartungen belastet zur WM und zeigte eine tolle Leistung. Sie könne eines der Ausrufezeichen dieser WM werden. Anja Mittag und Celia Sasic sind heiße Kandidatinnen auf die Torjägertrophäe, denn auch Thailand dürfte in der einfachsten WM-Gruppe kaum einstellig gegen Deutschland verlieren.

Enttäuschung: Schweden und Spanien. Die Schwedinnen, als WM-Mitfavorit von Silvia Neid gehandelt, zeigten eine schwache Leistung und könnten tatsächlich Gruppenletzter werden, wenn sie sich nicht deutlich steigern können. Von Spanien hatte man gegen eher harmlose Costa Ricanerinnen ebenfalls weitaus mehr erwartet.

Überraschung: Obwohl Ecuador für mich schon vorher eines der drei schwächsten Teams war, überzeugte doch der souveräne Auftritt der Kamerunerinnen, die sich dank des fragwürdigen 24er-Modus damit wohl schon ins Achtelfinale geschossen haben.

Nie mehr Kunstrasen. Das verlautete aus FIFA-Kreisen. Ein paar Plätze (z.B. Winnipeg) sehen alles andere als WM-würdig aus. Allerdings war Kanada nach dem Rückzug  Simbabwes (wie das wohl geworden wäre) der einzige Bewerber um die Ausrichtung der WM.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s