Pressestimmen aus Schweden nach dem Nigeria-Spiel


Das 3:3 gegen Nigeria liegt den Schwedinnen schwer im Magen. Die Reaktionen der heimischen Presse sparen nicht mit Kritik.

So schreibt Tomas Pettersson in der Zeitung Expressen: „Wenn Schweden diese Spiele [gegen die USA und Australien] auf dieselbe Weise wie gestern durchführt, dann sollte man alle Gedanken an Siege vergessen. Sowohl die USA wie Australien sind bedeutend homogener als das Nigeria, das besser als Schweden war. Und plötzlich scheint das unmöglich Schreckliche möglich. Dass Schweden in dieser Gruppe tatsächlich Letzter werden könnte.“

Emelie Ölander, selber einmal Spielerin in der Damallsvenskan: „Gegen die USA wird Schweden für alle Hausaufgaben bestraft, die es bisher noch nicht gemacht hat. Die Abwehrkette wird in der Tiefe getestet. Blaugelb hatte schon im ersten Spiel Krämpfe und die USA werden das Tempo erhöhen und es über das gesamte Spiel behalten. Es wäre fantastisch zu sehen, wie Schweden sich wieder erhebt, den Scheiß abbürstet und sich mit den USA misst. Ich hoffe wirklich, dass es so kommt, denn es gibt zu viele Nationalmannschaften, die zu viele Schritte in ihrer Entwicklung gemacht haben, gleichzeitig wie Schweden nicht denselben Takt beibehalten hat.“

Aus Jennifer Wegerups Artikel (Aftonbladet) nur den sehr wahren Satz: Hätte Nigeria etwas disziplinierter gespielt, hätte es eine schallende Niederlage geben können.“  Ein Rätsel ist, dass praktisch die halbe Mannschaft von Muskelkrämpfen geplagt wurde. Kosovare Asllani erzählte, dass sie nach zehn Minuten bereits einen Krampf hatte. Nilla Fischer hatte Krämpfe, und musste schließlich ins Mittelfeld aufrücken, damit sie keinen schweren Schaden in der Abwehr anrichtet. Fortan spielten Linda Sembrant und Amanda Ilestedt in der zentralen Abwehr, beide eingewechselt.

Olof Lundh vom alle Spiele der WM übertragenden Sender TV4: „Haben sie [die Stars des schwedischen Teams] geliefert? Antwort: nein. Caroline Seger verlor viele Bälle, war offensiv überhaupt nicht gut. Lotta Schelin, hat sie mitgespielt? Schlechte Ballannahmen, kaum eine Chance. Wenn wir über Stars reden, die ihre Leistung nicht gebracht haben können wir uns auch Kosovare Asllani anschauen. Sie spielte eine schlechte erste Halbzeit und wurde dann ausgewechselt. Rein kommt Olivia Schough und sie hat vielleicht nicht dieses Niveau. Bereits da ist Schweden geschwächt und das ist Pias Problem – ihre Bank ist zu schlecht. Und wenn die Bank nichts taugt, dann reicht es nun mal nicht.“

Pia Sundhage versuchte vor den Mikrofonen das Beste daraus zu machen: „Wir haben in einer schweren Gruppe einen Punkt gewonnen. Sie [die Nigerianerinnen] haben so gespielt, wie wir vermutet haben. Wir haben trainiert, wir hatten eine Taktik, aber wenn es stressig wird, machen die Spielerinnen nicht immer was wir sagen. Aber wir waren wirklich vorbereitet. Ich bin nicht die Person, die unruhig wird. Ich vermeide es auch gerne von individuellen Fehlern zu sprechen, sondern denke eher, dass Nigeria zu viele Chancen hatte. Wir haben darüber gesprochen, kompakt zu stehen, damit sie, wenn sie an uns vorbei wollen, auf der Außenseite gehen müssen. Das müssen wir bis zum Spiel gegen die USA verbessern.“

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