Aufruhr in Italien


Normalerweise schreibe ich nicht über Italien in diesem Blog, aber dass hier muss raus. Der Präsident der italienischen Fußballamateurligen, Felice Belloli, soll folgendes gesagt haben: „Dass wir einer Handvoll Lesben so viel Geld hinwerfen, damit muss Schluss sein.“
Fellolis Einschätzung zum Frauenfußball in Italien. Für die Äußerung gibt es mehrere Zeugen. Da hat sich inzwischen selbst der wegen Rassismusvorwürfen gebeutelte Präsident des italienischen Fußballverbands Carlo Tavecchio distanziert: „Das ist unakzeptabel und sehr negativ, wenn er das so gesagt hat,“ so Tavecchio.
Belloli behauptet indes, er habe das nie gesagt. „Sie müssen das erst beweisen, dass ich das gesagt habe,“ sagte er der Nachrichtenagentur ANSA. Die Äußerung ist aber offenbar protokolliert, wie die angesehene italienische Sportzeitung Gazetto dello sport berichtet.
In Italien ist aber Belloli nicht der einzige, der diskriminierende Dinge gesagt hat. Tavecchio selber sprach vor ein paar Jahren von den „behinderten Frauen im Fußball“ („donne handicappate nel calcio“) und hatte sich mit einer Äußerung über afrikanische Fußballer (Bananen essende Fußballer bekämen in Italien den Vorzug vor italienischen Talenten) eine FIFA-Sperre eingehandelt, wurde aber in Italien doch wiedergewählt.

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