Sofia Jakobsson die Siegerin beim Algarve-Cup


Sofia Jakobsson umkurvt Nadine Angerer und ist auf dem Weg zum 2:2 gegen Deutschland (Foto: Anders Henrikson)

Sofia Jakobsson umkurvt Nadine Angerer und ist auf dem Weg zum 2:2 gegen Deutschland (Foto: Anders Henrikson)

Die Trainingsturniere an der Algarve und auf Zypern sind zu Ende und mit den USA (zum 10. Mal) und England (zum 3. Mal) stehen auch die Sieger fest. Die Algarve sah in diesem Jahr die ersten Fünf der Weltrangliste: Deutschland, USA, Frankreich, Japan und Schweden und mit Brasilien auch den aktuellen Achten der Coca-Cola-Rangliste. (!) Auf Zypern siegte mit England das am höchsten eingestufte Team, die Engländerinnen zeigten eine rundum gute Leistung und gaben lediglich gegen die Niederland einen Punkt ab, als man schon für das Finale qualifiziert war. Welche Erkenntnisse im Hinblick auf die WM, die in drei Monaten in Kanada läuft haben wir für das schwedische Team gewonnen? Für Schweden war es ein akzeptables Turnier. Pia Sundhage wollte vor allem Klarheit darüber haben, mit welcher bevorzugten Viererkette sie weiterarbeiten möchte. Diese Antwort scheint nun vorzuliegen. Elin Rubensson, Emma Berglund, Nilla Fischer und Lina Nilsson. Wobei Lina Nilsson interessanterweise von ihrer im Verein angestammten rechten Position auf die linke Seite wechseln muss. Damit Elin Rubensson, die in Malmö mehr auf der Bank saß und deshalb nach Göteborg wechselte, weil sie Lina Nilsson nicht auf rechts von der Startposition verdrängen konnte, nun auf der rechten Abwehrseite bei Sundhage spielen kann. In Göteborg wird Rubensson aber voraussichtlich rechtes Mittelfeld spielen, so hat es jedenfalls Trainer Stefan Rehn angedeutet. Dass Hedvig Lindahl aller schwedischer Nationaltrainer bevorzugte Nummer 1 ist, haben wir hier schon genügend diskutiert und hätte sie sich nicht im Spiel gegen Brasilien (0:2) den Finger ausgerenkt und deshalb Carola Söberg Platz machen müssen, Lindahl hätte wohl alle vier Spiele bestritten. Das dickste Ausrufezeichen kam von einer Spielerin, von der wir das nicht erwartet haben. Deshalb, Hut ab, Sofia Jakobsson! Sie zeigte stabile überdurchschnittliche Leistungen, schoss vier Tore im Turnier und war ebenso schnell wie dynamisch und voller Energie. Wie sie im ersten Spiel Nadine Angerer umkurvte, wurde zwar von der deutschen Keeperin begünstigt, es hatte aber große Klasse. Jakobsson, die in Umeå begann, dann zu Rossiyanka, Chelsea und Cloppenburg wechselte, wo sie nicht unbedingt ihren Fähigkeiten gemäß die besten Vereine fand, scheint in Montpellier gut angekommen zu sein. Das schwedischen Mittelfeld und der Angriff stehen ebenfalls: Caroline Seger, Hanna Folkesson, Therese Sjögran, Sofia Jakobsson und ganz vorn Kosovare Asllani und Lotta Schelin. Soltle es keine Verletzungen geben, dürfte das auch die Elf sein, mit der Schweden am 05.04. in Eskilstuna gegen die Schweiz das nächste Länderspiel startet und vermutlich auch in Kanada die erste Formation sein. Sicher im WM-Kader (Verletzungen ausgenommen) dürften sein: Carola Söberg, Linda Sembrant, Jessica Samuelsson, Sara Thunebro, Lisa Dahlkvist, Malin Diaz Pettersson, Jenny Hjohlman, Olivia Schough.   Der dritte Torwartplatz dürfte zwischen Hilda Carlén und Malin Reuterwall entschieden werden, wobei Carlén den letzten drei Kadern angehörte. Somit bleiben drei Plätze übrig. Wenn Fridolina Rolfö gesund ist, dann müsste sie eine dieser Drei sein, sie könnte sogar zum Joker dieser WM werden. Blieben zwei. Vermutlich wird es eine achte Abwehrspielerin geben. Und Sundhage wird diesen Posten mit Charlotte Rohlin besetzen, die genug Routine hat, um notfalls einzuspringen. Erste Wahl ist sie jedoch nicht mehr. Um Platz 23 konkurrieren dann Antonia Göransson, Marija Banusic, Lina Hurtig und eventuell noch Abwehrspielerin Mia Carlsson. Raus aus den Überlegungen der Chefstrategin scheinen Amanda Ilestedt, Magdalena Ericsson und Emma Lundh zu sein. Schweden hat besonders beim 4:2 gegen Deutschland gezeigt, dass es auch gegen die besten Teams der Welt gewinnen kann. In der Summe der vier Spiele aber sieht man auch, dass noch viel fehlt und dass die Kontinuität in einem Turnier, in dem viele Spiele an wenigen Tagen geliefert werden müssen, nicht ausreicht. Insofern könnte auch die WM 2015 wieder ein Turnier sein, in dem die Schwedinnen an einem guten Tag alle schlagen können, aber höchstwahrscheinlich zu wenig gute Tage haben wer

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