Acht Spiele später


Es war still im Blog, viele andere Sachen sind im Augenblick zu tun. Acht Spiele in der Damallsvenskan wurden seit dem letzten Post gespielt. Heute Nachmittag fahre ich zum Spitzenspiel der Elitettan zwischen Hammarby DFF und Sunnanå SK. Vorteil Hammarby, aber sollte Sunnanå gewinnen, nähmen die Nordschwedinnen Kurs auf Aufstiegsplatz Nummer zwei.

Aber zurück zur Damallsvenskan. Es besteht sicher immer noch kein Grund daran zu zweifeln, dass der FC Rosengård seinen ersten Meistertitel gewinnen wird, obwohl man seine Überlegenheit relativieren sollte. Oder lag es an Martas verletzungsbedingtem Fehlen gegen Linköping, dass es am Mittwoch in Malmö eine hochverdiente 2:3-Heimniederlage gegen den zweiten CL-Teilnehmer gab. Linköping hat damit beide Spiele dieser Saison gegen Rosengård gewonnen. Und eindrucksvoll unterstrichen, warum man Favorit gegen Liverpool sein dürfte. Am Mittwoch wollte der LFC gewinnen, Trainer Martin Sjögren, der Malmö vielleicht (noch) besser kennt, als Rosengårds Trainer Marcus Tilly, weil er es war, der 2010 nach langer Durststrecke den ersten Titel nach Malmö holte, hatte vor dem Spiel selbstbewusst gesagt, dass man noch eine Chance auf Platz 2 hätte, wenn man alle Spiele bis Saisonende gewinnen würde, inklusive der Begegnung auf dem Malmö IP. Drei Mal gingen die Gäste in Führung. Zwei Mal konnte Malmö ausgleichen, einmal durch einen zweifelhaften Foulelfmeter, nachdem Anja Mittag im Strafraum fiel, beim zweiten Mal durch Ramona Bachmann, die durch die gesamte Hälfte Linköpings lief und fünf Gegnerinnen wie Slalomstangen stehen ließ und den Ball dann an Katie Fraine vorbeispitzelte. Das Tor des Tages. Spielerin des Tages aber eindeutig die Dänin Pernille Harder. Wo Bachmann für meinen Geschmack oft noch zu ballverliebt ist und nicht abspielt, da hat die jüngere Harder längst die richtige Mischung gefunden  Passend, dass es ihr Nachschuss nach Fridolina Rolfös Versuch war, der das Spiel entschied. Überhaupt Rolfö. Die 20-Jährige köpfte das 2:1  und wirbelte Rosengårds Abwehr mehrfach durcheinander. Und man fragt sich, warum Pia Sundhage Rolfö nicht nominiert. Fast 1,80 groß, athletisch und dynamisch. Mit einem starken linken Fuß und immer wieder überraschenden Aktionen. So eine Spielerin hat Sundhage nicht im Kader. Warum sie unverdrossen an Sofia Jakobsson und Olivia Schough festhält, darüber kann man nur spekulieren. Sportliche Gründe gibt es nicht.

Linköping hatte schon vorher gegen Kopparberg/Göteborgs FC ein weiteres Spitzenspiel mit 2:1 gewonnen. Obwohl die bessere Mannschaft gewann profitierte man hier jedoch von einem eklatanten Schiedsrichterfehler. Denn die glänzend spielende Norwegerin Kristine Minde erzielte das 2:0 für Linköping mit dem halb ausgestreckten rechten Arm, mit dem sie einen Schuss unhaltbar für Loes Geurts abfälschte.

Erfreulicherweise ist der Kampf um Platz zwei nun die spannende Frage in der Liga, in der Rosengård wohl doch durchmarschieren wird. Örebro leistete sich einen Ausrutscher beim wiedererstarkenden Vittsjö und gewann dann aber gegen Kristianstad durch einen Treffer der Finnin Sanna Talonen. Und Göteborg holte einen 0:2 Rückstand daheim gegen Eskilstuna am Donnerstagabend auf und gewann durch ein Kopfballtor von Lisa Ek doch noch mit 3:2. Alle anderen Fragen in der Liga sind entschieden. Die Abstände zwischen oben und unten mehr als deutlich.

Zwischen Platz 6 (Kristianstad) und 7 (Umeå) liegen acht Punkte, auch wenn die komplette untere Hälfte ein Spiel weniger hat als die komplettere obere Hälfte.

 

 

 

 

 

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