Mehr Zuschauer, aber…


Die Damallsvenskan 2014 hat gut 10% mehr Zuschauer als 2013. Das ist die gute Nachricht Gefeiert wird hierzulande auch, dass Marta sich entschlosen hat, in Schweden weiterzumachen, was allenthalben als Signal gesehen wird, dass die Liga weiterhin hochattraktiv ist

Schaut man genauer hin, stellt man jedoch fest, dass der Anstieg der Zuschauerzahlen einen Namen hat; Eskilstuna United.

Der Aufsteiger hat einen unerreichten Schnitt von 2.064 Personen pro Heimspiel und dazu trägt eine gute Öffentlichkeitsarbeit und natürlich auch ein mehr als geglückter Saisonstart bei. Der lokale Sponsor, eine Bank, erhöhte ihr Engagement beträchtlich und ausserdem holte das Management klug Verstärkungen für alle Mannschaftsteile, zuletzt Tyresös U19-Europameisterin Malin Diaz, die im nächsten Spiel gegen Vittsjö am 09.08. bereits auflaufen kann.

Ein Blick auf die neun Vereine, die auch letztes Jahr in der Liga gespielt haben, zeigt jedoch, dass wir im Grunde genommen weiterhin auf der Stelle treten, was den Publikumszuspruch angeht. Meister FC Rosengård hat den Namenstausch (von LdB FC Malmö) nicht in mehr Zuschauer umsetzen können. Im Gegenteil: Kamen letztes Jahr noch 956 Zuschauer im Schnitt zum Malmö IP, so sind es 2014 nur noch 774, ein Rückgang von 19%. Auch CL-Teilnehmer Linköping hat einen Publikumschwund u verzeichnen, ein Hinweis darauf, dass die Fans Siege sehen wollen- in dieser Saison liegt Linköping bereits weit hinter Rosengård und selbst neun Punkte hinter dem zweiten CL-Platz, den derzeit KIF Örebro innehat.

Aber selst wenn man an der Spitze mitspielt, heisst das nicht notwendigerweise, dass mehr Zuschauer kommen. KIF Örebro steht so gut wie noch nie da, aber trotzdem sind weniger Zuschauer in die Behrns Arena gekommen als vergangenes Jahr. Statt 648 nur noch 533.

Vittsjö hat nach schwachem Start in die Serie an Publikum verloren und kommt nur noch auf 479 im Schnitt, ein Warnsignal an Eskilstuna, denn beim Aufsteiger von 2012 hatte anfangs auch grosse Publikumseuphorie geherrscht,

Ager erfreulicherweise gibt es auich vier Aufsteiger. Piteå kommt auf 1384 (2013: 1011) Zuschauer, Umeå hat jetzt 921 (689), Jitex 510 (467) und Kopparberg/Göteborgs FC 589 (477).

Dass Aufsteiger AIK mit 334 Zuschauern Schlusslicht ist, war leider zu erwarten. In Stockholm (hier: Solna) kommt das Publikum nur bei anhaltendem Erfolg. Die Konkurrenz durch andere Sportarten ist immens.

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