Nordkorea nächste Station für Pia Sundhage?


Am Wochenende hat ein Interview mit Pia Sundhage in Schweden für Aufregung gesorgt. In der fünften Folge von „Heja Sverige!“, einem Podcast des schwedischen Fussballverbands, den der 26-Jährige Komiker und Journalist Soran Ismail moderiert, anwortete Sundhage auf die Frage, welche Nationalmannschaft sie denn gerne nach Ende ihres Vertrags mit dem SvFF (Schwedischer Fusballverband) trainieren würde: „Nordkorea.“

Sie wäre einmal in Pyönjang gewesen, so Sundhage und habe ein Training gesehen. Auf der einen Hälfte habe eine Jungenauswahl trainiert, auf der anderen Hälfte des Platzes habe eine Mädchenmannschaft trainiert Da sei Ordnung gewesen, schnelle Pässe und viel Technik. Aber man käme ja in das Land nicht hinein. Sicherlich hätte Pia Sundhage hier besser vorher nachgedacht. Nordkorea ist eine der schlimmsten Dikaturen der Welt und selbst wenn die 53-Jährige bekennende Kommunistin ist, so sollte sie nicht dazu beitragen, das menschenverachtende Regime der Kim-Dynastie in irgendeiner Art zu verharmlosen.

Aber das Interview dauerte eine Stunde und sechs Minuten, aber es sind natürlich diese 45 Sekunden ds Gesprächs, die zu Schlagzeilen führten. In der übrigen Zeit geht es viel um die Kindheit und Jugend Pia Sundhages, wie schwer es Mädchen damals hatten und Ismail fragt Sundhage, ob denn nicht ein bisschen „gesunder Hass“ auf den Gegner auch im Frauenfussball gut wäre, zumal Fussball ja eine Art Ersatzkrieg sei, was Sundhage kategorisch verneint. „Ehrlich gesagt, ich verstehe dich nicht,“ sagte sie zu Ismail. „Vielleicht ist das ja ein männliches Bedürfnis, aber Hass hat im Fussball nichts zu suchen.“

Pia Sundhage äusserte sich auch über den Hass, der dem Frauenfussball immer wieder im Internet entgegengebracht wird und zeigte sich auch hier ratlos, aber kämpferisch. „Das Schlimme ist, dass viele von den jungen Männern, die so voller Hass und Abscheu sind, selber Fussball spielen und den Sport toll finden und dass sie es völlig ok finden, die Hälfte der Bevölkerung, ihre Mütter und Schwestern und Freundinnen von diesem Spass auszuschliessen.“

Soran Ismail hat auch früher schon mit Lotta Schelin, Kosovare Asllani, Nilla Fischer und Caroline Seger gesprochen. Das Gespräch mit Pia Sundhage war vor drei Monaten (!) aufgezeichnet worden und wurde also jetzt erst online gestellt.

 

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