Mårtensson ist sauer


Die meisten Clubs der Damallsvenskan halten sich bedeckt, was offene Meinungsäußerungen über die Situation von Tyresö FF oder besser der Firma Tyresö Fotboll AB angeht, die derzeit mit 7,8 Millionen Kronen Schulden (Tendenz: steigend) dasteht und sich in der Rekonstruktion befindet.

Wer im Glashaus sitzt, wird wohl kaum den ersten Stein werfen. Das erklärt beispielsweise die Solidarität von Meister Malmö bzw. Rosengårds Vorsitzendem Håkan Wifvesson. LdB FC Malmö hat bei seinem Namenswechsel zum FC Rosengård eine Steuerschuld in Höhe von 6,5 Millionen Kronen mitgenommen. „Wir werden das Geld einsammeln“, sagte Wifvesson im Januar. Tyresös Steuerschulden sind schließlich „nur“ 1,3 Millionen höher, aber dem Stockholmer Vorstadtverein fehlt der Milliardär im Hintergrund, den Malmö nun als Rosengård in Dan Olofsson hat.

Einer, der nicht mit seiner Meinung über den Zustand Tyresös hinter den Berg hält, ist Vittsjö GIKs Trainer Thomas Mårtensson, der am Wochenende in einem Interview mit der Regionalzeitung Norra Skåne mehr als deutliche Worte findet.

„Das ist ökonomisches Doping!“, sagt Mårtensson und ist wütend: „Ich bin stinksauer, dass wir als Steuerzahler jetzt eingreifen müssen und Tyresös völlig überzogene Gehälter finanzieren. Das ist ehrlich gesagt zum Kotzen. Die sind doch völlig blind. Ich bin wirklich sehr enttäuscht. Man arbeitet nicht mit Geld, das man nicht hat. Das hüllt die ganze Damallsvenskan in ein parodistisches Scheinwerferlicht.“

Mårtensson betont, dass er das Interview als Trainer von Vittsjö gibt und nicht die Meinung des Vereins damit zum Ausdruck bringt.

„Wenn das eine normale Firma wäre, müssten sie auf ein paar Maschinen verzichten und Leute entlassen. Jetzt behalten sie ihre Leute und tun so, als ob nichts passiert wäre. Ich hoffe wirklich, dass der Verband etwas dagegen unternimmt. Tut man es nicht, ja warum sollen dann andere Clubs sich an die Regeln halten? Wird Tyresö nicht für sein wirtschaftliches Gebaren bestraft, kann sich der Lizenzausschuss des Verbandes gerne auflösen,“ so Mårtensson weiter zu Norra Skåne.

 

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