Weibliche Kleidung – Neuer Sponsor bei Jitex BK


Jitex 2013 - bald schon viel "weiblicher"?

Jitex 2013 – bald schon viel „weiblicher“?

Jitex BK hat von der einen zur anderen Saison im Prinzip eine komplette Startformation verloren und sich hauptsächlich mit sehr jungen Spielerinnen mit vorwiegend Zweitligaerfahrung für das neue Jahr aufgestellt. Ob man damit diem Klasse erhalten kann, zumal man nur wenig bis gar kein Geld in der Kasse hat, erschien sehr fraglich und tut es auch weiterhin.

Im Frauenfußball fehlt es oft an Publizität, bestenfalls berichten die sogenannten „Main-Stream-Medien“, die Fernsehsender und großen Tageszeitungen noch über die Topclubs, Jitex tauchte im letzten Jahr vor allem dann in den Zeitungen auf, wenn es um das stofflige Verhalten der Gemeinde Mölndal um ihren Club ging.

Das könnte sich alles ändern, denn nun hat man mit Panos Papadopoulos einen neuen Sponsor gefunden. Der Gründer und Chef der Modefirma Panos Emporio wird bei Jitex BK als Hauptsponsor einsteigen, eventuell soll das auch bis zu einem Wechsel des Vereinsnamens gehen, wie wir das etwa in Malmö schon zwei Mal in den letzten zehn Jahren erlebt haben.

Von 1997-2002 hat der Schwede mit griechischem Migrationshintergrund schon die Männermannschaft Ljungskile gefördert. Da Panos sich hauptsächlich vom Verkauf von Bademoden für weibliche Klientel ernährt, liegt eine Frauenmannschaft natürlich näher. Jitex habe ihn seit einigen Jahren immer wieder angesprochen, sagte jetzt der Geschäftsmann. Das, was hierzulande Diskussionen ausgelöst hat, ist eine andere Äußerung von Papadopoulos: „Noch ist nichts entschieden, aber ich habe eine Vorstellung davon, wie die Matchkleidung aussehen soll. Ich glaube sogar, dass Frauen und Mädchen, die in der Welt Fußball spielen, sich gewünscht hätten, dass ihre Sachen etwas anders aussehen. Wir werden sicher während der nächsten Saison einige Überraschungen erleben. Wenn du repräsentativ aussiehst und hinreichend attraktiv bist, dann werden deine Tore noch schöner und die Leute werden sich an dich erinnern,“ so Papadopoulos zur Zeitung Expressen.

Auf Twitter gab es dazu schon eine Diskussion, in der Mannschaftskapitänin Robyn Decker sagte, dass man nicht auf dem Platz stehe, um weiblich auszusehen. Viele andere stellten die Äußerung des Unternehmers in Frage und verwehrten sich dagegen, dass Frauen zu Sexobjekten degradiert werden sollten.

Wobei man aber zwei Dinge konstatieren muss: Noch niemand hat auch nur einen Entwurf von neuen Trikots und Hosen gesehen und meiner Meinung nach bedeutet eine gewisse Feminisierung von Sportbekleidung nicht notwendigerweise einen Trend zu Fußballerinnen als Sexobjekt.

Dennoch muss man natürlich bei der Vertragsunterzeichnung wachsam sein. Denn ein Bademodenhersteller hat vielleicht doch andere Vorstellungen. Ich erinnere mich noch an die Bikini-Aktion des russischen Meisters Rossiyanka vor einigen Jahren, als die russischen Spielerinnen auf dem Rasen bestimmte Fußballsituationen in Bikinis nachstellen mussten, um Werbung für ihre Heimspiele zu machen. Aber soweit muss und wird es in Schweden sicher nicht kommen.

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