Stabæk: Neuer Skandal


Die Affären um den norwegischen Meisterclub Stabæk reissen nicht ab. Noch ist nicht klar, ob Leni Larsen Kaurin den Verein wegen seines Agierens in der Affäre um Trainer Øyvind Eide verklagt, da wurde am Samstag ein weiterer Skandal bekannt.

Denn Anfang 2013 stellte der Verein einen Jugendtrainer an, der bei einem anderen Verein wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung minderjähriger Spielerinnen entlassen worden war.

Das berichtet am Samstag die Zeitung Dagbladet. Stabæk hat die Beschäftigung des Mannes von Februar bis Ende April bestätigt, es habe sich um eine Probeanstellung gehandelt, die beendet worden sei, da der Mann krank geworden sei.

Håvard Øvregård, Ratgeber des norwegischen Sportbundes NIF bestätigte Dagbladet, das der Mann 2009 von einer Traineranstellung entlassen wurde, weil er sich einer Minderjährigen gegenüber sexuell belästigend gegenüber verhalten haben soll.

Als der alte Verein des Mannes im Januar 2013 erfuhr, dass der ehemalige Trainer aktuell für eine Einstellung bei Stabæk war, riet er dem norwegischen Meister von der Beschäftigung des Mannes unter Verweis auf das Vorgefallene ab, was Stabæk dann aber keinesfalls daran hinderte, den Mann als Trainer einer Mädchenmannschaft zumindest probeweise einzustellen.

Stabæk versuchte zunächst Dagbladet gegenüber zu behaupten, dass man von der Vorgeschichte des Mannes erfahren habe und dass man dann Abstand von der Möglichkeit einer Tätigkeit genommen hätte. Da die Zeitung aber inzwischen herausgefunden hatte, dass der Mann tatsächlich drei Monate bei Stabæk gearbeitet hatte, kam der norwegische Meister am Donnerstag mit einer neuen Variante: es hätte nichts gegen den Mann vorgelegen.

Das stimmt auch insofern, als dass die Eltern des betroffenen Mädchens 2009 offenbar keine Anzeige erstattet hatten. Die Geschichte aber war bekannt und der ehemalige Verein hatte Stabæk im Januar 2013 davon abgeraten, den Mann einzustellen.

Während dieser Wochen hatte Øyvind Eide sich in Leni Larsen Kaurin verliebt und schickt ihr regelmäßig Mails und SMS.

Knapp zwei Monate vorher, im Herbst 2012 war ein dritter Stabæk-Trainer zu sieben Monaten Haftstrafe wegen sexueller Belästigung dreier Jungen verurteilt worden.

Richard Jansen, der Sportchef der Frauenmannschaft, spricht dennoch von „Null-Toleranz“ im Verein gegen sexuelle Belästigung.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s