Thorir Hergeirsson spricht klare Worte


In einem Interview mit der Zeitung VG hat sich der Trainer der norwegischen Handballnationalmannschaft der Frauen Thorir Hergeirsson vehement gegen Beziehungen zwischen Spielerinnen und der sportlichen Leitung ausgesprochen.

Hergeirsson ist mit den norwegischen Handballfrauen sowohl Europa-, Weltmeister als auch Olympiasieger geworden. Seine Meinung ist deutlich.

„Es ist unerhört wichtig, dass solche Sachen angepackt und aufgeklärt werden,“ so Helgeirsson in Bezug auf die Stabæk-Affäre zu VG. „Wir müssen stärker darauf fokussieren. Nicht nur, was den Sport angeht, sondern in allen Organisationen. Wie das Verhältnis zwischen sportlicher Führung und Spielerinnen auszusehen hat, muss unserer Meinung nach ein Teil der Trainerausbildung sein. Im schlimmsten Fall kann Belästigung einen Menschen zerstören,“ so Thorir Hergeirsson.

„Ich kenne nicht die Einzelheiten im Stabæk-Fall. Es kann sein, das wichtige Dinge nicht bekannt geworden sind. Aber das was wir wissen, ist sehr bedauerlich und darf im Sport nicht akzeptiert werden.“

2011 entstand eine Beziehung zwischen der Handballnationalspielerin Heidi Løke und dem Masseur der Nationalmannschaft Bjørn V. Olsson.

Hergeirsson: „Es ist natürlich etwas völlig anderes als Belästigung, wenn zwei Menschen sich verlieben. Das kann immer passieren, wenn Erwachsene einander gefallen. Olsson ist ein ganz toller Masseur und Løke eine großartige Spielerin. Es ist richtig toll, dass die Beiden zusammen sind, aber dann können wir ihn nicht länger beschäftigen. Das wäre nicht gut gewesen für die Dynamik in der Gruppe.“

„Die Rolle und die Macht eines Trainers in einer Mannschaft ist unvereinbar mit einer Liebesbeziehung zu den Aktiven. Damit würde sich die Rahmenbedingungen für den ganzen Betrieb ändern,“ sagt er im Interview mit VG.

Auch, wenn es in der Vergangenheit immer wieder Beispiele gegeben hat, in denen Handballtrainer auf nationaler wie lokaler Ebene Beziehungen zu Spielerinnen hatten (in den 70er und 80er Jahren), so hält der aktuelle Trainer der Nationalmannschaft dagegen.

„Ich halte es für unvereinbar mit der Trainerrolle, mit einer Spielerin zusammen zu sein. Als Trainer bist du immer in einer Machtposition zu deinen Spielerinnen. Ich denke, diese Dinge sollten Teil der Trainer- und Leiterausbildung werden.“

Deutliche und klare Worte von Thorir Hergeirsson und ohne Erwähnung des umstrittenen Stabæk-Trainers Øyvind Eide eine schallende Ohrfeige für den Mann, der sich mit allen Mitteln und der Unterstützung seines ebenfalls schwach agierenden Leitungsapparats an seinen Stuhl klammert.

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