Malmö und Tyresö im Achtelfinale


Mein Abend verlief gestern ganz anders als geplant, das passiert manchmal im Leben, weshalb ich die Spiele der schwedischen Teams leider nicht so verfolgen konnte, wie ich mir das vorgenommen hatte.

Malmös 5:0 gegen den norwegischen (Ex)Meister Lilleström SK zeigte, wie hoch die Diskrepanz ist zwischen der Spitze in der schwedischen und der norwegischen Liga, Allerdings muss auch bemerkt werden, dass Malmö mit ausnahmsweise „nur“ sechs Ausländerinnen startete, während Lilleström mit der Finnin Katri Nokso-Koivisto und der Deutschen Isabelle Bachor nur zwei Legionärinnen hat, die international auch nicht unbedingt zur ersten Garde à la Anja Mittag, Ramona Bachmann, Manon Melis, Tora Helgadottir gehören. Ein Spiel der Nationalmannschaften sähe anders aus und Norwegen gewann bei der EM immerhin Silber im Vergleich zu Schwedens enttäuschendem Aus im Halbfinale.

Malmö spielte die Norwegerinnen nach Belieben aus und deklassierte Lillestrøm. Gegen den VfL Wolfsburg dagegen wird es schon in dreieinhalb Wochen zu der berühmtem Augenhöhe kommen, in der sich beide Teams begegnen und die Deutschen hohe Favoriten sind.

Anders dagegen Tyresö. Mit dem Weiterkommen der Löfgrenschen Millionentruppe hatten viele trotz des 2:1-Heimsieges wohl nicht unbedingt gerechnet. Aber PSG wurde auch überschätzt. Zwar ließen die Französinnen lediglich eine einzige Chance Tyresös zu (ein völlig harmloser Kopfball von Christen Press nach einer Flanke von Marta), aber nach vorn waren sie auch zu wenig druckvoll, was auch an der couragierten Defensive Tyresös lag. Tyresö beschwert sich oft über die defensive Spielweise von Gegnern in de Damallsvenskan, stand gestern aber selber weite Strecken mit einer doppelten Viererkette vor dem eigenen Strafraum.

Die weiten und hohen Bälle auf Press oder Marta verpufften zumeist und es entstanden keine nennenswerten Gegenangriffe.

Aber gewonnen ist gewonnen. Und für Paris ist das Ergebnis eine bittere Enttäuschung. Zuerst die Heimklatsche gegen Lyon (0:3) vor zwei Wochen in der Liga und nun das Aus in der Champions League. Das zeigt, dass PSG noch nicht reif ist für die hohen Sphären.

Zum zweiten Mal dabei, schied man zum zweiten Mal früh aus. Möglicherweise wirkt sich das auch auf die Teilnahme französischer Clubs an der UWCL aus, wenn die Quotienten neu berechnet werden.

Tyresö trifft jetzt auf den dänischen Vertreter Fortuna Hjörring, eine sicher lösbare Aufgabe.

 

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