Kristianstad verschafft sich Luft im Abstiegskampf


Eigentlich wollte Elisabet „Beta“ Gunnarsdottir Kristianstads DFF zum schwedischen Meister machen. Nach 16 Spieltagen sieht es nun so aus, als ob sie ihr Team wenigstens vor dem Abstieg retten kann. Zielsetzung und Realität klafften da weit auseinander.

Immerhin: Im Duell zweier Kellerkinder gewann Kristianstad am Samstag souverän 3:0 gegen den Vorletzten Mallbacken. Susanne Moberg, Margrét Lara Vidarsdóttir und Olivia Welin schossen die Tore.

Einen Nachteil hat der niedrige Tabellenplatz jedoch, der bei jedem Heimspiel sichtbar ist: Auf den Rängen befanden sich lediglich 403 Zuschauer.

„Wir spielen wie eine Mannschaft, kämpfen um jeden Ball und leisten die Basisarbeit. Das ist genau das, was unserem Spiel bisher gefehlt hat,“ sagte die Isländerin Margrét Lara zu damfotboll.com.

In Göteborg kamen gestern immerhin 963 Zuschauer zum Derby zwischen Kopparberg/Göteborgs FC und Jitex. Für Göteborg ist das eine fast sensationelle Marke, denn gerade hier haben die beiden Damallsvenskan-Vereine der zweitgrößten Stadt Schwedens ein sehr bescheidenes Publikum.

Das Spiel endete 0:0 mit einer ausgeglichenen Statistik. Mit Ausnahme des Spiels gegen Örebro (4:1) hat Göteborg nach der EM-Pause nie mehr als ein Tor geschossen, fast schon ein Indiz dafür, dass der Mannschaft nach dem plötzlichen Weggang von Jodie Taylor nun keine Torjägerin mehr zur Verfügung steht – trotz Dyngvold, trotz Landström. 

„Natürlich sollten wir gegen Jitex gewinnen,“ sagte Göteborgs Trainer Torbjörn Nilsson. „Aber die kämpfen um ihre Existenz in der ersten Liga und das ist eine große Motivation.“

„Ein sehr wichtiger Punkt in unserer Situation,“ entgegnete denn auch Jitex‘ Coach Stefan Rehn. „Ich bin zufrieden mit der Leistung der Mädels. Wir waren eindeutig näher dran zu gewinnen.“

 

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2 Gedanken zu „Kristianstad verschafft sich Luft im Abstiegskampf

  1. Ich finde, die Zuschauerzahl in Göteborg war doch sehr enttäuschend, wenn man bedenkt, daß

    a.) es ein Derby war
    b.) der Eintritt kostenlos war
    c.) das Wetter toll war
    d.) vor 3 Jahren noch doppelt so viele kamen
    e.) jede Menge Werbung über Twitter/Facebook etc gemacht wurde (verglichen mit sonstigen Spielen)
    f.) es keine Konkurrenzveranstaltung in Göteborg gab

    • Das mit dem freien Eintritt hatte ich nicht gesehen, dann wird es wirklich schlecht. Aber man merkt auch, dass freier Eintritt allein in Schweden beim Frauenfußball keine zusätzlichen Zuschauer bringt, ein paar vielleicht.
      Für mich sind die Anstrengungen des Verbands und auch des EFD (Elitföreningen damfotboll) viel zu selbstgefällig. Da wird dann auch gefeiert, wenn Frauenfußball mehr auf Facebook oder Twitter „erwähnt“ wird, was aber ökonomisch nichts bringt. Wir treten auf der Stelle oder, wie du richtig schreibst, wir bewegen uns sogar rückwärts. Vor ein paar Jahren, als Djurgården noch eine Topmannschaft war, kamen jedes Mal gefühlt (muss das mal checken) zwischen 500 und 800 Leuten zu Kristinebergs IP. Inzwischen ist die Tribüne gähnend leer, nicht nur wegen der zweiten Liga.

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