Pressestimmen aus Dänemark


Marianne Gajhede Knudsen hatte Dänemark in Führung gebracht (Foto: Mirko Kappes)

Marianne Gajhede Knudsen hatte Dänemark in Führung gebracht (Foto: Mirko Kappes)

Gestern noch schrieben die schwedischen Zeitungen Expressen und Dagens Nyheter, dass sich die Medien in Dänemark einen Teufel um die EURO 2013 und ihre Nationalmannschaft scheren würden. „Die Leute interessieren sich einfach nicht für Frauenfußball,“ wurde ein Redakteur der dänischen Boulevardzeitung Ekstrabladet zitiert.

ffschweden wollte sehen, wie es nach dem 1:1 von Göteborg aussieht im Online-Blätterwald.

Da kommen nach den Nachrichten von der Tour de France doch gleich zwei Artikel über das gestrige Spiel in Dänemarks wohl angesehenster Zeitung Politiken.

„Die Heldin im dänischen EM-Tor ist eine echte Elfmeterkillerin“ lautet die etwas umständliche Überschrift eines Artikels, der nicht unerwartet auf Torhüterin Stina Lykke  fokussiert, die Elfmeter von Lotta Schelin und Kosovare Asllani hielt.

„Eigentlich sollte die erfahrene Fortuna Hjörring Torfrau Heidi Johansen bei der EM im Tor stehen, aber sie musste wegen einer Knieverletzung absagen,“ schreibt Politiken.

„Das ist die größte Leistung meiner Karriere und ganz klar mein größtes Erlebnis als Fußballspielerin,“ sagte Lykke dem Jouralisten Sören Olsen der Kopenhagener Zeitung.

„Dass ich eine so gute Leistung bringen konnte, gibt mir natürlich zusätzliches Selbstvertrauen für die Spiele gegen Italien und Finnland.“

Tatsächlich schwach die Positionierung des Spiels von gestern im Sportteil von Jyllands Posten, jener Zeitung, die vor einigen Jahren weltweit bekannt wurde, als sie Karikaturen veröffentlichte, die dazu führten, dass in einigen Ländern dänische Flaggen verbrannt wurden.

Jyllands Posten beginnt mit der Tour de France und hat dann noch viel Männerfußball im Angebot, bevor man weiter unten tatsächlich einen Artikel zum gestrigen Spiel findet. Der Text stammt dann allerdings lediglich von der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau, die Zeitung ist also wohl eher nicht durch einen Mitarbeiter in Schweden vertreten.

Ekstrabladet beschäftigt sich doch mit Fußball, aber vor allem mit dem Werbeauftritt einer großen Gruppe von eingeladenen Gästen und Mitarbeitern des Hauptsponsors Hyundai. Hunderte von Menschen hatten weiße Kleidung an und machten Sambamusik und nutzten das Spiel zu einer Reklameaktion für den südkoreanischen Autohersteller.

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