Elfmeterfiasko


Lotta Schelin im Zweikampf gegen Katrine Pedersen (Foto: Mirko Kappes)

Lotta Schelin im Zweikampf gegen Katrine Pedersen (Foto: Mirko Kappes)

Über 16.000 Zuschauer, fast bis auf den letzten Platz ausverkauft und eine Trainerin, die den Druck auf die Mannschaft in positive Energie umsetzen wollte. Am Ende versagten zumindest Lotta Schelin und Kosovare Asllani bei ihren Elfmetern die Nerven und Dänemarks Keeperin Stink Lykke Pedersen wurde mit zwei guten, aber leichten Paraden die Heldin des Abends. Zumindest jenseits der Öresundsbrücke, die Schweden und Dänemark miteinander verbindet.

Wie immer in den letzten Spielen begannen die Schwedinnen furios mit zwei Chancen durch Asllani und Caroline Segen in den ersten zwei Minuten. Die Däninnen hatten sich einiges vorgenommen, das hatte Trainer Kenneth Heiner Möller in den letzten Tagen immer wieder leise gesagt, aber in Schweden entwickelte sich ein Medien- und Fanhype und das wollte eigentlich niemand hören oder nahm niemand so richtig ernst.

Dänemark kam immer besser ins Spiel und als Marianne Gajhede aus Linköping ihre Mannschaftskameradin Charlotte Rohlinausstanzte und Kristin Hammarström auf dem falschen Fuss erwischte, da stand es auf einmal 0:1. Und mit etwas mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel hätte man auch noch auf 2:0 davonziehen können.

Schweden glich dann aber doch aus, nach einem Freistoss von Sara Thunebro stieg Muskelpaket Nilla Fischer hoch und köpfte den Ball mit dem Hinterkopf ins Tor. Da sah Stina Pedersen nicht gut aus, denn sie hätte den Ball einfach entschlossen wegboxen müssen.

Als Schiedsrichterin Bibiane Steinhaus den Schwedinnen dann den ersten Elfmeter schenkte, als Asllani deutlich vor der Strafraumgrenze gefoult wurde, da glaubte man, dass das ausgeglichene Spiel sich nun doch zugunsten der Gastgeber drehen würde, aber nichts da.

Pia Sundhage: „Den nächsten Elfmeter wird keine von beiden schiessen, ich kann mir vorstellen, dass Marie Hammarström das machen wird. Wir waren nicht dicht genug an den Däninnen dran, damit haben wir ihnen die Gelegenheit gegeben, die Bälle hin- und her zu passen und damit haben wir ihr Selbstvertrauen gestärkt. Das war eine Premiere, wir haben einen Punkt, wir haben Torchancen geschaffen und das nehmen wir mit, das nächste Spiel wird besser und meine Aufgabe ist jetzt unter anderem Lotta und Kosse ihre Elfer vergessen zu lassen.“

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