ENDSTAND: Schweden – England 4:1


lottaMit einer beeindruckenden Generalprobe und einem auch in dieser Höhe verdienten 4:1 gegen Vize-Europameister England hat Schweden sechs Tage vor dem Beginn der EURO 2013 in Halmstad und Göteborg ein Zeichen gesetzt.

Die Schwedinnen wechselten gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit drei Mal aus. Herein kamen Sofia Jakobsson für Josefine Öqvist, Lisa Dahlkvist für Marie Hammarström und Therese Sjögran für Antonia Göransson, die heute Fieber gehabt hat.

Und wie zu Beginn der ersten Halbzeit spielten die Schwedinnen den ihnen auferlegten Nach-vorne-Fußball. Und England, das auch mehrfach gewechselt hatte, brach zusehends ein und konnte letztlich nicht mehr dagegen halten.

Caroline Seger erzielte lässig das 3:1 nach brillantem pass von Lotta Schelin und Schelin selber erfüllte ihren Auftrag „Tore schießen“ bestens, als sie dann noch das vierte Tor drauflegte. Charlotte Rohlin traf mit einem Kopfball die Latte und die insgesamt eher schwach wirkende Rachel Brown-Finnis boxte dennoch zwei kräftige Schüsse aus den Ecken, einen von Sjögran die sehr bemüht war, alle Ecken trat und rackerte wie eine 20-Jährige. Am besten die Szene, als sie versuchte einen Ball an der Seitenlinie noch zu erlaufen, den man mit gutem Auge nicht mehr verfolgt hätte und dabei zwei Fotografen umrannte.

Pia Sundhages Truppe hat ein Zeichen gesetzt, voller Energie gespielt und den Gegner letztlich klar beherrscht. Nilla Fischer hatte Stellungsprobleme in der ersten Halbzeit, Josefine Öqvist musste mehr defensiv als offensiv arbeiten, was ihr möglicherweise den Startplatz gegen Jakobsson kostete. Lediglich auf der rechten Mittelfeldposition scheint es jetzt noch Diskussionen zu geben, denn auch die Abwehrleistung von Jessica Samuelsson war so stark auf rechts, dass Lina Nilsson sich schon mal einen Bankplatz in Göteborg aussuchen kann.

Probleme hingegen hat Hope Powell und wohl einiges Kopfzerbrechen. Ihr Team konnte gegen Schweden höchstens eine Viertelstunde auf Augenhöhe mitspielen. Da gibt es gute Ansätze einer Ellen White und auch der eingewechselten Toni Duggan, die als einzige Kristin Hammarström in der zweiten Halbzeit prüfen konnte. Eniola Aluko war bemüht, aber sie ist unglücklich im Abschluss und konnte sich überhaupt nicht in Szene setzen. Auch die hereingekommene Karen Carney hat man schon besser gesehen.

Fazit: Schweden ist ein Favorit auf den Finaleinzug, zumal mit dem vermeintlich leichten Weg nach Solna, während England sich gewaltig steigern muss, um auch schon Spanien am Donnerstag nächste Woche zu bezwingen. Von Frankreich gar nicht zu reden.

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