Noch 18 Tage


Schweden erholt sich heute von seinem Kater. Gestern wurde allenthalben das Mittsommerfest gefeiert, mit Blumenkränzen im Haar, Essen und Schnaps im Freien und eben dem Aufwachen mit Kopfschmerzen danach.

In zweieinhalb Wochen beginnt die EURO mit dem Spiel Finnland – Italien in Halmstad und am Abend desselben Tages dann mit Schweden – Dänemark in Göteborg.

Und so langsam laufen sich zumindest die einheimischen Medien warm. Am Montagabend zeigte das erste Programm ein 45-minütiges Porträt über Trainerin Pia Sundhage, „Im Dienste des Frauenfußballs“ (i damfotbollens tjänst), das ihr euch hier ansehen könnt: http://www.svtplay.se/video/1290118/pia-sundhage-i-damfotbollens-tjanst. Es ist aber halt auf Schwedisch…

Darin wird deutlich, dass Pia Sundhage ihre Mission darin sieht, den Frauenfußball zu fördern und gerade deshalb unermüdlich ein Interview nach dem anderen gibt.“Vor 30 Jahren als ich spielte, da hat sich keine Zeitung, kein Radio und kein Fernsehen für uns interessiert. Wenn das jetzt endlich anders ist, wäre ich doch verrückt, wenn ich das nicht genießen würde und alles dafür tun würde, um die Bedingungen für den Sport zu verbessern.“

Eine Wegbegleiterin beschreibt Sundhage als Person: „Sie ist jemand der Wurzeln hat und Flügel. Wurzeln unerschütterlich aufgrund ihrer Herkunft, die sie nie vergisst. Und Flügel, weil sie Träume und Visionen hat und sie wie kaum jemand anders in der Lage ist, Menschen zu motivieren und mit ihrer Begeisterung anzustecken.“

Gleich am Donnerstag darauf startete derselbe Kanal eine dreiteilige Dokumentation „Der andere Sport“ (Den andra sporten) über die Geschichte und Gegenwart des Frauenfußballs. Vinnarskallar war das Thema der ersten Sendung, Siegermentalität oder Siegerschädel wie man das wörtlich übersetzen müsste.

Lotta Schelin wurde in Frankreich gezeigt. „Alle haben wirklich daran gezweifelt, als ich nach Frankreich ging und heute ist es das Beste, was ich je entschieden habe.“

Und auch Pia Sundhage gibt zu: „Als sie ging, gehörte auch ich zu den Kritikern. Jetzt kann man sagen, dass sie Recht gehab hat, dass es gut war, dass sie ihren eigenen Weg gegangen ist.“

 

 

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