Remis gegen Brasilien


Schwedens Startelf gegen Brasilien

Schwedens Startelf gegen Brasilien

5.500 Zuschauer kamen am Mittwochabend ins heruntergekommene Söderstadion in Stockholm (das bald abgerissen wird) und sahen das letzte Länderspiel Schwedens, bevor nun Pia Sundhage am Dienstag ihren Kader für die EM bekanntgeben wird.

Gegner war der Weltranglistenvierte Brasilien, der jedoch kaum noch mit der Mannschaft zu vergleichen ist, die diesen Rang erspielt hat. Denn Trainer Oliveira, auf das Fehlen vieler bekannter Namen wie Aline, Cristiane, Erika und anderen angesprochen, sagte in der Pressekonferenz nach dem Spiel, dass er einen Neuanfang mache. Dass Marta erst in der 46. Minute ins Spiel gebracht wurde, war ein weiteres Zeichen hierfür. Vermutlich war Martas Teilnahme überhaupt eine Bedingung des schwedischen Veranstalters, denn die 27-Jährige ist in Schweden eine der mit Abstand populärsten Spielerinnen.

Nilla Fischer hämmerte schon nach gut zehn Minuten das 1:0 per Kopf rein und bei Eckbällen dürfen die Gegner sich auf eine sehr offensive Fischer einstellen. „Das haben wir geübt,“ sage Fischer. „Egal welche Variante wir spielen, ich soll immer an derselben Stelle stehen.“

Der Ausgleich kam nach einem Foulelfmeter, den die ansonsten fast überragende Antonia Göransson verursachte. Sie zog ihre Gegenspielerin am Trikot, die norwegische Unparteiische pfiff und Alessa verwandelte zum Endstand schon in der ersten Halbzeit.

Caroline Seger war am nächsten dran, die Schwedinnen wieder in Führung zu bringen, aber ihr Schuss prallte vom einen Pfosten an den anderen und ging dann ins Aus.

Sundhage brachte in der zweiten Halbzeit Olivia Schough, die ihre Sache wieder einmal recht gut machte. Kosovare Asllani, neben Göransson beste Offensivspielerin, hatte sich nach einer von ihr selbst verschuldeten Kollision mit der brasilianischen Torhüterin leicht verletzt, ihr Oberschenkel wurde sogleich bandagiert.

Lotta Schelin machte bestenfalls ein durchschnittliches Spiel. Die meist freisprachige Trainerin meinte, dass Schelin jetzt dringend Urlaub brauche.

Nicht eingewechselt wurden die 17-Jährigen Marija Banusic und Lina Hurtig, die sich fast die ganze zweite Halbzeit warm lauifen mussten, um dann doch nicht zu ihrem ersten A-Ländersiel zu kommen. Das deuten Beobachter nun als untrügliches Anzeichen dafür, dass keine von ihnen zu A-.EM kommen wird, und beide stattdessen den U-19-Titel in Wales verteidigen sollen.

Ein Gradmesser war Brasilien nicht. Dieses neue Team aus teils sehr jungen Spielerinnen kam mir vor wie eine Collegemannschaft mit guten Ansätzen, aber bei weitem nicht dem Prädikat Weltklasse, das ihr sowohl Schelin wie Asllani in Gesprächen in der Mixes Zone andichteten.

Sara Thunebro bestätigte mir gegenüber nach der Partie, dass sie „arbeitslos“ sei. Ihr Vertrag mit Tyresö FF ging nur bis Mitte Juni und nun konzentriere sich ganz auf die EM, aber die 34-Jährige will offenbar gerne die Saison zu Ende spielen und ist durchaus an Angeboten interessiert. Nur zu also…

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