Lotta 2 – Island 0


Nur 2412 Zuschauer in der Myresjöhus Arena in Växjö sahen am späten Samstagnachmittag einen nie gefährdeten 2:0-Sieg Schwedens gegen ein Island, das es sehr schwer haben wird, bei der EM im Sommer auch nur einen einzigen Punkt zu gewinnen.

Beide Tore schoss die oft in Nationalmannschafts-Zusammenhängen in Frage gestellte Lotta Schelin in einer Art und Weise, die ihre Weltklasse unterstreicht und mehr erhoffen lässt für das gross Fest im Sommer.

Dabei war das Spiel ansonsten über weite Strecken ein effektives Schlafmittel. Die
Schwedinnen taten sich in den ersten 45 Minuten schwer, obwohl die den Gegner beherrschten. Zu langsam und unbeweglich agierten die Schülerinnen von Pia Sundhage, da war wenig davoin zu merken, dass diese Mannschaft hier vor eigener Kulisse in nur drei Monaten den Titel holen will.

Island hatte in den 90 Minuten nicht einmal eine einzige Torchance. Die Offensivkräfte verloren so gut wie jedes Laufduell gegen die schwedischen Abwehrspielerinnen, die selber auch nicht unbedingt zu den schnellsten der Welt zählen.

Als in der 46. Minute dann Emmelie Konradsson für die sehr formschwankende, heute wieder mal unsichtbare, Lisa Dahlkvist kam, tat sich schon etwas. Es war auch Konradsson, die zu Lottas 1:0 auflegte. Trotz der beiden Treffer der Lyon-Angreiferin war eine Spielerin aus Paris die Beste auf dem Platz: Kosovare Asllani zeigte wieder einmal, dass sie sich verändert hat, enormen EInsatzwillen an den Tag legt und dazu eben auch sehr kreativ ist. In den letzten fünf Minuten machte Asllani Platz für Chelsea Ladies Neuzugang Sofia Jakobsson und auch diese Einwechslung tat nochmal gut, denn hochmotiviert war Jakobsson noch an drei Torchancen beteiligt und eben auch am 2:0 durch Lotta Schelin, die damit ihren 51. Länderspieltreffer markierte.

Schelin war in der anschliessenden Pressekonferenz selbstbewusst und zufrieden, Sundhage kritischer. Aber Recht hatten beide irgendwo. Schelin, die sagte, man habe den Gegner beherrscht und sicher gewonnen, mehr braucht es ja wirklich nicht und auch Sundhage, die sich mehr erhofft hatte und vor allem in der ersten Halbzeit unzufrieden war. Immerhin so Sundhage, sei nun klar, dass Marie Hammarström, die nach Konradssons Einwechslung ins zentrale Mittelfeld wechselte eine Alternative in der Mitte sei.

Publikumsmässig sah man, dass Schweden noch einiges tun muss, damit die EM auch in den weniger attraktiven Spielen akzeptablen Besuch hat. Denn 2412 mit der eigenen Mannschaft sind eine erschreckend schwache Kulisse.

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