Eidevall: Wir wollen zu den Besten in Europa gehören


LdB FC Malmös Trainer Jonas Eidevall, der seit November das Zepter am Malmö IP hinter dem Konzerthaus und vor dem Pildams-Park schwingt, ist mit seinen 29 Jahren jünger als manche seiner Spielerinnen. Therese Sjögran etwa ist sechs Jahre älter als Eidevall, dessen eigene aktive Fußballerkarriere abrupt mit 18 nach einer bösen Knieverletzung endete.

Vielleicht kann man Eidevall denn auch aufgrund seines für Übungsleiter einer nationalen Spitzenmannschaft geringen Alters so etwas wie jugendlichen Leichtsinn attestieren. Denn wie aus einem Interview mit dem regionalen Sydsvenska Dagbladet heute hervorgeht, will es mit dem zweimaligen Champions-League-Sieger Olympique Lyonnais nicht nur aufnehmen, man will die Französinnen aus dem Wettbewerb kicken.

Zwei Monate und zwei Tage noch, so Eidevall, dann sollen alle Spielerinnen die maximale Höchstform erreicht haben, denn „wir werden zur europäischen Spitze gehören“, sagt er in dem Interview. „Ich sage nicht, dass wir zwei Jahre Zeit haben, um die Spitze zu erreichen. Wir müssen da so schnell wie möglich hin, aber nicht auf Kosten der langfristigen Entwicklung.“

Das ist nicht unbedingt ohne Widersprüchlichkeit, schnellstens nach oben, aber nicht auf Kosten der langfristigen Entwicklung. Kann man noch schneller als schnellstens nach oben?

Die Verpflichtung von Manon Melis, so Eidevall, sei bestens dazu geeignet, die Konkurrenz im Team zu erhöhen und somit noch mehr Leistung aus den Spielerinnen abzurufen bzw. herauszupressen. Beide Verben funktionieren, wobei das eine positiver klingt als das andere, es kommt aber dasselbe dabei heraus.

Melis und Anja Mittag, so sieht man gemeinhin die neue Sturmformation mit Ramona Bachmann und Elin Rubensson auf den Außenbahnen im Mittelfeld. „Die Formation, die man in den Zeitungen sehen kann, ist nicht interessant für mich“, sagt Jonas Eidevall, „für mich sieht sie so lediglich beim Anstoß aus. Interessanter ist dann, wie sie aussieht, wenn wir das Spiel spielen.“

Da tut sich dann ein neuerliches Fragezeichen auf. Beim Anstoß könnten Melis und Mittag also vorn sein, Rubensson und Bachmann auf den Außen, in der zwanzigsten Minute aber nicht mehr? Häufige Beweglichkeit, ständiges Verändern der Positionen. Natürlich ist das mit diesem exzellenten Personal möglich.

Aber Eidevall spricht auch von der Notwendigkeit einer Verstärkung. Man sucht nach einer Spielerin für die Defensive und auch im zentralen Mittelfeld wäre noch was drin. Da geht ja seit Wochen schon das Gerücht, dass die 19-Jährige Kolumbianerin Yoreli Rincon kommen wird. Die twittert schon ihre neu eingekaufte lange Unterwäsche für das kalte Schweden und jubelte dieser Tage, dass sie nun positiven Bescheid von der schwedischen Botschaft in Bogota habe. LdB FC Malmö gibt dazu keinen Kommentar ab. Vielleicht plant Rincon ja, als Au Pair nach Malmö zu gehen und setzt ein Jahr mit dem Fußball aus.

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