Manon Melis nach Malmö


Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, bei einer Pressekonferenz heute Abend im Malmöer Stadtteil Rosengård tauchte sie dann auf: Manon Melis wird nach einem Jahr Abwesenheit (Linköping) in der kommenden Saison wieder das Trikot von LdB FC Malmö tragen und an der Seite von Ramona Bachmann und Anja Mittag dann wohl eine der stärksten Angriffsformationen im europäischen Fußball zieren.

In Malmö hat sie sich fünf Jahre lang wohl gefühlt, dann wollte sie nach USA und hatte schon beim FC Sky Blue unterschrieben, aber die WPS wurde abgesagt und schließlich abgeschafft und als ihr Ex-Trainer Jörgen Pettersson aus Linköping anrief, da folgte sie dem Ruf und spielte bei den Blauen aus Östergötland eine Saison, die gleich zu Anfang verkorkst wurde und am Ende noch einen dritten Platz ergab.

Noch eine Spielerin, so sagte Malmös Präsident Håkan Wifvesson werde in der kommenden Saison das Trikot Malmös tragen und auch hier vermuten Insider, dass es irgendwie auf Caroline Seger hinauslaufen wird, die zwar noch in Tyresö unter Vertrag steht, die aber unbedingt nach Malmö will, wo sie Familie, Freunde und die große Liebe hat. Was Tyresös starker Mann Hans Löfgren dafür bekommt, wird man sehen, aber auch hier gibt es Vermutungen, die aber noch nicht einmal spruchreif sind.

Die eigentliche Sensation aber, dass die Pressekonferenz im Stadtteil Rosengård stattfand. Hier wuchs Superstar Zlatan Ibrahimovic auf in einem Stadtteil, der in ganz Schweden Synonyom ist für eine nicht immer gelungene Integrationspolitik. LdB FC Malmö will mit dem FC Rosengård fusionieren, einen neuen Namen könnte die Mannschaft dann haben, falls man im März gegen Olympique Lyon ausscheiden sollte. Falls man den Schelin-Club schlagen sollte, müsste man auch als LdB FC in die neue Saison starten.

Da ist noch vieles unklar nach der heutigen Pressekonferenz, aber offenbar hat man neues Geld besorgt, mit dessen Hilfe auch Melis verpflichtet werden konnte. Die Männermannschaft von Rosengård, derzeit noch in der vierten Liga soll allmählich in die zweite Liga Superettan geführt werden, gaben die beiden Vorsitzenden heute Abend bekannt. Und bald finden Sonderhauptversammlungen der Vereine statt, auf denen die Fusion weiter vorangetrieben werden soll. Plötzlich und unerwartet kann man das nennen, aber es ist vonseiten LdBs sicher der Versuch, die Frauenmannschaft langfristig auf wirtschaftlich sichere Füße zu stellen.

 

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