AIK punktet gegen Dritten und verliert trotzdem


Wasserspiele in Solna mit Jennie Nordin und Danesha Adams

Ein 1:1 gegen den Tabellendritten daheim ist für einen potentiellen Abstiegskandidaten zunächst einmal kein schlechtes Ergebnis. Aber das 1:1 von AIK gegen Mitaufsteiger Vittsjö GIK ist letztlich für AIK ein Verlust von zwei Punkten, denn die beiden Konkurrenten über der gestrichelten Linie – Jitex BK und KIF Örebro gewannen ihre Spiele und vergrößerten den Abstand, den es aufzuholen gilt, auf sechs Punkte.

Gesprächsstoff gab es aber vor allem wegen des Wechsels von Susan Varli zu Djurgården wenige Stunden vor Schließen des Transferfensters. Auch Daniella Chamoun sei  nicht im Aufgebot, erzählte man mir, als ich die Anlage betrat. Beide seien ausgeschlossen worden, es habe Ärger gegeben. Und während Chamoun nicht ins Stadion kam, saß Djurgårdens neue Stürmerin – bei AIK auf der Tribüne. Vor dem Anpfiff sprintete die dritte im Freundinnentrio, nämlich Nazanin Vaseghpanah, schnell zum Spielfeldrand und herzte Varli mit mehreren Gesten und einer Umarmung.

Schnell ging Vittsjö in Führung, nach der dritten Ecke besorgte Danesha Adams aus kurzer Distanz den Führungstreffer, den die Finnin Maija Saari nach etwas mehr als einer halben Stunde nach einem Freistoß mit dem Kopf egalisierte.

In der zweiten Halbzeit war AIK besser, aber da man nach dem Weggang Varlis nun gar keine Goalgetterin in den Reihen mehr hat und stattdessen zwei 17-Jährige vom Drittligisten Bele Barkarby in die A-Mannschaft geholt hat, vermochte man nicht, das Spiel zu gewinnen.

Der Streit bei AIK aber interessiert die Gemüter. Wir erinnern uns: 2010 hatten Vaseghpanah und Chamoun damals Hammarby wenige Wochen vor Saisonende im Streit verlassen und waren zu AIK weitergezogen. Varli war wenig später nachgefolgt. Nun scheint sich die Geschichte leider zu wiederholen. Dem Ruf der beteiligten Spielerinnen kann das nicht zuträglich sein, auch wenn die sicher eine gute Erklärung haben für das, was vorgefallen sein muss. Es wird gemunkelt, dass die beiden Spielerinnen wegen ungebührlichen Verhaltens ausgeschlossen wurden, während Mittelfeldspielerin Vaseghpanah lediglich ‚verwarnt‘ worden sei.

Vittsjö spielte sicher deutlich unter seiner Kapizität auf einem Kunstrasen, der aufgrund massiver Regenfälle teilweise Lotteriepässe sah.

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