Stockholm weiter ganz unten: Hammarby 1:4 gegen Linköping, AIK 1:3 gegen Malmö


Manon Melis rollt zum 2:0 ein. Linda Sembrant und Maja Åström können nur hinterherschauen

Zugegeben. Die Gegnerinnen hatten es in sich. Oder haben es in sich. Der Meister und der Tabellenführer. Aber nach dem neunten Spieltag der Saison (9 von 22) liegen AIK auf Rang 11 (immerhin gewann man vor Wochenfrist in Umeå) und Hammarby auf dem letzten, dem zwölften Platz.

Heute sollte der Trend bei Hammarby gebrochen werden. Die Spielerinnen waren motiviert bis weit über die Haarspitzen. Und so dachte man vielleicht gar nicht dran, dass es gegen den amtierenden Meister ging. Der zwar auch irgendwo angeschlagen ist, nämlich nur sechs geschossene Tore aus acht Spielen mitbrachte und dazu noch Josefine Öqvist neben Stürmerin Linda Sällström ersetzen musste. Und statt Öqvist stellte das Trainerduo die erst 18-Jährige Jonna Andersson neben Sällis. Andersson machte die ersten drei Tore für Linköping, Sällström das vierte. Zwischendrin verkürzte Tempest-Marie Norlin mal auf 1:2. Aber am Ende stand es 1:4. Erste Niederlage mit mehr als einem Tor für Hammarby. Letzter Platz. Mit 3 Unentschieden (gegen Sunnanå, AIK und Tyresö) sowieso nunmehr sechs bitteren Niederlagen. Vor einem Monat sagte Lars Pihl noch zu mir, dass das nächste Spiel (gegen AIK) kein Schicksalsspiel sei. Ich hätte ihn gern heute gefragt, wie er das nächste Spiel gegen Umeå am Mittwoch daheim nennen würde. Höchste Zeit, endlich einen Dreier zu machen, sonst fährt der Zug bald ohne Hammarby in der ersten Liga ab. Neben Malmö das einzige Team, das von Anfang an in der Damallsvenskan dabei war.

Malmö wird da auch bleiben, denn man liegt jetzt schon 20 Punkte über einem Abstiegsplatz. Den AIK einnimmt. Malmö ist Erster, jetzt wieder vier Punkte vor Göteborg, das schon am Mittwoch Lokalrivalen Jitex mit 6:0 abzog. Die heutige Aufgabe bei AIK erledigte Malmö souverän. Klassenunterschied zwischen den beiden Teams und eine glänzend aufgelegte Pavlina Scasna, die zweimal den Torrahmen traf und das 3:1 per Kopf erzielte. 22 Torschüsse feuerte Malmö auf, dabei hätte man sicher mehr als dreimal treffen sollen und können. Aber es reichte ja. Und Malmö scheint dieses jahr eben endlich stärker als je zuvor zu sein und die vermeintlich leichten Spiele in einer leicht angezogenen Trainingseinheit abzuziehen. AIK jedenfalls mit seiner Jungtruppe hatte keine Chance. Da konnte der von Linda Sembrant hervorragend verwertete Foulelfmeter auch nichts ändern. Die ersten beiden Treffer des Tabellenführers machten Josefine Alfsson und Manon Melis.

Vielleicht steigen ja Hammarby und AIK ab. Wer sonst, fragt man sich? Und da fällt der Blick gegenwärtig nur auf den dritten Stockholmer Verein, Djurgården, und auf Sunnanå aus dem hohen Norden. Man hatte schon mal bessere Zeiten in der Hauptstadt in Sachen Frauenfussball. Djurgården stand noch vor wenigen Jahren gegen Potsdam im Finale des Women’s Cup der UEFA. AIK hatte vor zwei Jahren mit Lisa DeVanna noch die Rakete der Saison, wurde glänzender Vierter.

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