Eine Spielerin in der Damallsvenskan verdient im Schnitt 751,50 €


Was verdient denn so eine Spielerin in Schweden, wird man oft gefragt. Einmal im Jahr liefert der schwedische Fussballverband in seinem Finanzbericht über die Lage der Damallsvenskan die Antwort darauf. Für 2009 lautet sie 751,50 Euro pro Monat, eine Zunahme um rund 45 Euro im Vergleich zu 2008.

Es versteht sich, dass die Schwankungen von oben nach unten erheblich sind. Werden Spielerinnen aus dem Ausland geholt und müssen sie sich quasi als Vollprofi ernähren und können aufgrund fehlender Ausbildung und nicht vorhandener Sprachkenntnisse nicht nebenbei oder hauptberuflich arbeiten, muss man mehr auf den Tisch legen.

Bei den Topvereinen Malmö und Linköping gibt es einige Profis. Die allermeisten der knapp 220 Spielerinnen der ersten Liga geht aber einer Arbeit oder einer Ausbildung nach.

Nur wenige Vereine schlossen das Berichtsjahr mit einem Plus ab. Klar an der Spitze Hammarby mit einem Gewinn von 370.000 Kronen (durch zehn geteilt also etwa 37.000 €).  Hammarby wirtschaftet vernünftig, hat dafür aber keinen wirtschaftlichen Erfolg und mit dem Kanalplan eine Arena, die sowohl was den Kunstrasen wie die Zuschauerränge angeht, längst nicht mehr auf dem Stand des neuen Jahrhunderts ist.

Hinter Hammarby landet Meisterschaftsfavorit Göteborg auf Rang zwei mit einem Gewinn von 49.000 Kronen. Hier halten wirtschaftliche und sportliche Entwicklung Schritt. Da wird su beobachten sein, wie man bei Einzug in die Champions League, die 2011 möglich sein dürfte, weiter geht.

Katastrophal am anderen Ende dagegen AIK. Mit einem Minus von 2,6 Millionen Kronen der mit Abstand am schlechtesten gehende Verein. Man hat Konsequenzen gezogen und die Notbremse gezogen. Bis auf Emelie Ölander, Linda Sembrant, Maja Åström und Hanna Folkesson haben eigentlich ALLE besseren Spielerinnen den Verein verlassen und die 16- und 17-Jährigen dominieren nunmehr die Aufstellung. Trainer und Sportchef der Mannschaft sind beide unter 25 und offenbar kalkuliert der Vorstand kalt damit, dass man nächstes Jahr in der zweiten Liga spielen wird – bei minus 260.000 Euro, die von der Herrenabteilung des Vereins gedeckt werden mussten, kein Wunder.

Vor AIK lag Umeå IK mit einem Minus von 1,6 Millionen. Auch das nicht rosig. Auch hier fand ein Spielerinnen-Exodus statt. Nicht so in Kristianstad, das nur wenig unter einer Million Kronen Minus blieb und dieses jahr erfolgreich spielt. Aber die Zukunft der Skåne-Elf hängt an einem seidenen Faden.

Umeå machte 2009 nach wie vor den grössten Umsatz unter allen Vereinen mit 10,9 Millionen Kronen, aber andere holen auf. Nur noch 700.000 Kronen dahinter kommt nunmehr LdB Malmö und Meister Linköping brachte es in dieser Tabelle auf immerhin 9,1 Millionen. Schlusslicht auch hier AIK aus Solna, das mit 2,4 Millionen nicht einmal ein Viertel der Umsätze Umeås machte.

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