Linköping auf dem Weg zum Gold


Letztes Jahr verlor Linköping das Rennen um die schwedische Meisterschaft auf Skytteholms IP in Solna, im Auswärtsspiel gegen AIK. Die Brasilianerin Cristiane hatte man ziehen lassen, weil man sich ein weiteres Engagement der insgesamt enttäuschenden Weltklassespielerin nicht mehr leisten konnte. AIK führte mit 3:0, unter anderem erzielte Frida Höglund mit einem fulminanten Schuss aus 35 Metern in den Winkel wohl das Tor des Jahres. Zwar kam Linköping auf 2:3 ran, aber auf der Bank war nichts mehr, dass dem Spiel zugunstern der Spielerinnen aus Östergötland noch die letzte, entscheidende Wende hätte geben können.

Dieses Jahr ist alles anders. Marta ist weg aus Umeå und Linköping gewann sein Spiel auf Skytteholms IP gegen AIK mit 2:1 durch einen Treffer von Jessica Landström in der 88. Minute. Nachdem Malmö in Umeå mit 0:1 (leider fast erwartungsgemäss) strauchelte, liegt Linköping nun, drei Spieltage vor Schluss mit drei Punkten vorn und hat es in der Hand oder sollte man sagen, in den Füssen?

Mami Yamaguchi schoss das goldene Tor gegen Malmö in der 30. Minute. Zum zweiten Mal in einer Woche musste dabei Malmös Weltklassespielerin Pavlina Scasna sehr früh raus wegen einer Oberschenkelverletzung. Pavlina Scasna soll, wenn es nach Los Angeles Sol geht, im nächsten Jahr in den USA Marta im Angriff unterstützen, hörte man aus Amerika. Mir sagte sie mal, dass die WPS für sie nicht mehr interessant sei, aber das Angebot wird kommen und ist sicher verlockend.

Ansonsten habe ich gestern seit langer Zeit mal wieder ein Spiel verpasst. Man muss ja Geld verdienen. Dabei hätte ich wählen müssen zwischen AIK – Linköping oder Djurgården – Örebro. Die spielten zeitgleich nur wenige Kilometer entfernt voneinander und hatten beide minimale Zuschauerzahlen. Etwas mehr als 300 sahen den eventuell kommenden Meister – schwach. Noch schlimmer, dass beim vorletzten Heimspiel für die bald in Ruhestand gehende Victoria Sandell Svensson nicht einmal 150 Zuschauer kamen. Dabei erzielte „Vickan“ das 1:0 und Matilda Rosqvist erhöhte auf 2:0. Dabei blieb’s für das wirtschaftlich krisengeschüttelte Djurgården.

Hammarby kehrte in den Alltag zurück. Nach der Sensation des Jahres, dem 4:1 gegen Umeå, quälte man sich bis zur 82. Minute bei der schwächsten Mannschaft der Liga, lag 0:1 zurück. Dann schoss Nazanin Vaseghpanah zunächst den Ausgleich und in der letzten Minute den Siegtreffer, 2:1 für Hammarby, mit einem blauen Auge davongekommen, aber trotzdem jetzt bis auf einen Punkt an AIK dran und damit dem achten Tabellenplatz.

Der vierte Meisterschaftskandidat, Göteborg, gewann 2:1 bei Piteå und kann immer noch davon profitieren, dass zzwar Linköping alles alleine schaffen und gewinnen kann, aber immerhin noch sowohl Umeå wie auch Malmö auf dem Kalender hat…

Es bleibt spannend.

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