Rosengård und Göteborg

Paula Radtke im Gespräch mit ffschweden (Foto: Anders Henrikson)

Paula Radtke im Gespräch mit ffschweden (Foto: Anders Henrikson)

Wenn man nach nur einem Spieltag eine Tendenz erkennen kann, was natürlich NICHT der Fall ist, aber wenn, nur mal angenommen, dann hießen die Favoriten der Saison 2014 eindeutig FC Rosengård und Kopparberg/Göteborgs FC.

Rosengård (zum letzten Mal: früher LdB FC Malmö) ging als Erster ins Rennen, auswärts bei Aufsteiger AIK und für schwedische Verhältnisse zur ungewöhnlich frühen Stunde: 12.30 Uhr Anstoß. Grund: AIKs Männermannschaft war um 15.00 Uhr in der gut einen Kilometer entfernten Friends Arena angesetzt gegen Örebro und man wollte sich nicht im Wege stehen bzw. hoffte, dass ganz Fußballverrückte zuerst zu den Frauen und dann zu den Männern gehen würden. Naja, so ganz haute das dann doch nicht hin: 466 sahen die Frauen 0:4 gegen Rosengård verlieren und 15 873 (34 mal so viel) sahen das 1:1 der Männer gegen Örebro.

Anja Mittag, Sarah Mellouk, Ramona Bachmann und Paula (Kathleen) Radtke schossen die Tore für den Meister, der sich noch besser einspielen muss, da war vieles noch nicht überzeugend, nicht ineinander verzahnt, aber die überragenden Einzelpielerinnen kriegen es dann doch irgendwie hin und zwar so, dass man sich nie fragte, ob hier etwas anderes als die gesetzte Auswärts-2 herauskommen könnte.

Später hatte es das umgekrempelte Göteborg auswärts mit Vittsjö zu tun, schon schwieriger die Aufgabe und die von Malmö nach Göteborg gewechselte Manon Melis schickt mit ihrem Hattrick zu Beginn eine Ansichtskarte nach Malmö. Natürlich ist der Wechsel von der einen (Melis) zur anderen (van de Ven) in Malmö nicht einfach nur ein Wechsel, sondern eine Schwächung. Nicht weil van de Ven keine gute Fußballerin wäre oder es an Ehrgeiz mangeln ließe. Aber Melis ist halt Weltklasse, wenn sie gut drauf ist und bei Kirsten van de Ven weiß man momentan nicht einmal, wann sie spielen kann. Statt einer Klassebank mit Spielerinnen wie Katrine Veje oder Yoreli Rincon setzt man jetzt auf eigene Talente und das mag richtig sein. Sarah Mellouk, gerade erst 15 Jahre und acht Monate alt, deutete das an. Spielte von Beginn und machte ein Kopfballtor und hatte ein paar gute Szenen. Auch Anja Mittag, Therese Sjögran und Paula Radtke gefielen, Thora Helgadottir gab bei den wenigen Bällen Rückhalt und Anita Asantes Zweikampfstärke wird Rosengård noch viel Freude machen, auch wenn AIK:s talentierte Ex-Malmöerin Sarah Storck ihr wenigstens einmal ganz schön auf der Nase herumtanzte, also bildlich gesprochen.

Neunationalspielerin Emma Lundh sah das alles von der Tribüne aus. Knieprobleme. “Ich bin magnetgeröngt worden, kriege das Ergebnis morgen. Irgendwas knackt im Meniskus,” sagte mir die Stürmerin nach dem Spiel. Auch die Routine von Maija Saari, der Mannschaftskapitänin der finnischen Nationalmannschaft wird AIK neben Malin Levenstad gut tun. Aber eben erst in einem Monat.

“Teilweise waren wir nur zu zehnt beim Training und haben mit ein paar Jungs aufgefüllt,” erzählte mir Paula Radtke nach dem Spiel. “Jetzt sind endlich alle wieder von ihren Nationalmannschaften zurück, das merkte man heute schon, dass die Abstimmung noch nicht da ist.”

Dass 79,5% der Experten Rosengård als Meister sehen, belastet Radtke nicht: “Das war ja schon letztes Jahr bei Tyresö so. Göteborg und Linköping ist das natürlich schon Recht, dass wir die Favoriten sind und sie so den Druck von sich nehmen können.”

Ob man sich denn bei vier Spielerinnen mit Muttersprache Deutsch auch mal auf Deutsch unterhalte, will ich noch wissen.

“Hast du was gehört vom Spielfeld?” fragt Paula zurück. “Manchmal rufen wir uns tatsächlich auch auf dem Platz was auf Deutsch zu, das ist ja dann schon fast Geheimsprache. Aber bei uns wird meist Schwedisch gesprochen. Ab und an erklärt der Trainer auch mal was auf Englisch.”

Sie hat ihren Platz gefunden, die Deutsche, die vom USV Jena kam. Anfangs waren viele, auch ich skeptisch, ob Paula Radtke sich beim schwedischen Topclub würde durchsetzen können, aber sie zeichnet sich durch hohe Professionalität aus und ist sehr flexibel einsetzbar, was natürlich ein großes Plus für Trainer Eidevall ist.

Göteborg und Rosengård führen die Tabelle an nach den ersten fünf Spielen. Mehr zu den anderen drei Begegnungen in einem späteren Post heute.

 

 

Sundhages Kader

Pia Sundhage bat zur Pressekonferenz nach Solna und gab den Kader für das WM-Qualifikationsspiel am 5. April im Shamrock Park zu Portadown (knapp 40 km südwestlich von Belfast) bekannt. Nominiert sind:

Hedvig Lindahl, Carola Söberg, Nilla Fischer, Lina Nilsson, Charlotte Rohlin, Elin Rubensson, Jessica Samuelsson, Linda Sembrant, Sara Thunebro, Emilia Appelqvist, Kosovare Asllani, Lisa Dahlkvist, Hanna Folkesson, Antonia Göransson, Sofia Jakobsson, Emma Lundh, Lotta Schelin, Olivia Schough, Caroline Seger, Therese Sjögran.

Rosengårds Elin Rubensson erhielt ein Sonderlob Sundhages für ihr tolles Spiel gegen die USA beim Algvarve-Cup, wo sie Heather O’Reilly einen schweren Stand bereitete.

“Elin war ein sehr angenehmes und nettes Ausrufezeichen an der Algarve,” so Sundhage auf der Homepage des SvFF. Wir finden, dass sie sowohl links wie rechts spielen kann. Dann werden wir mal sehen, wo sie im Verein landet. Aber sie kann unglaublich gut werden,” so Sundhage voller Anerkennung.

Elin Rubensson hat auch schon im Verein von ihrer angestammten Stürmerposition kommend als Außenverteidigerin spielen dürfen (müssen). In der Nationalmannschaft startete Schweden zuletzt mit Elin Rubensson und Jessica Samuelsson auf den Außenverteidigerpositionen. Möglicherweise wird die Luft für Lina Nilsson und die bald 35-Jährige Sara Thunebro dünner.

Am 8. Mai findet dann das Rückspiel gegen die Nordirinnen in Växjö statt. Alles andere als sechs Punkte ohne Gegentor wäre eine große Überraschung.

Pia Sundhage fasste auch das Turnier an der Algarve kurz zusammen: “Es gab gleihermaßen Wein wie Wasser an der Algarve. Man kann sagen, dass ein Eindruck war, dass Motivation gegen Klasse gewinnt. Das sage ich und denke dabei sowohl an unseren Sieg über die USA wie auch den Sieg Islands über uns.”

Algarve

Unter der Woche hat Pia Sundhages Assistentin Lillie Persson in Abwesenheit der Chefin den Kader für den alsbald in Portugal auszuspielenden Algarve-Cup bekanntgegeben.

Die schwedische Mannschaftsführung setzt auf albewährte Kräfte:

Tor: Hedvig Lindahl, Carola Söberg, Stephanie Öhrström

Abwehr: Nilla Fischer, Amanda Ilestedt, Emmelie Konradsson, Lina Nilsson, Charlotte Rohlin, Jessica Samuelsson, Linda Sembrant, Sara Thunebro

Mittelfeld und Angriff: Emilia Appelqvist, Kosovare Asllani, Lisa Dahlkvist, Hanna Folkesson, Antonia Göransson, Sofia Jakobsson, Emma Lundh, Elin Rubensson, Lotta Schelin, Olivia Schough, Caroline Seger, Therese Sjögran

Ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft hat am selben Tag Josefine Öqvist erklärt. Die 30-Jährige will sich mehr um ihre Tochter kümmern und setzt daher nur noch auf das Spiel mit ihrem Verein SC Montpellier.

Eine ehemalige Nationalspielerin ist schwanger und verpasst deshalb die kommende Saison. Stina Segerström, die 31-Jährige Abwehrspielerin von Kopparberg/Göteborgs FC, erwartet ihr erstes Baby. Herzlichen Glückwunsch!

 

Gegen Frankreich

Am 08.02. wird die schwedische Nationalmannschaft ihr erstes Länderspiel im neuen Jahr bestreiten. Gegner außerhalb von Paris ist Frankreich.

In Abwesenheit von Cheftrainerin Pia Sundhage, die in den USA eine zweimonatige Gastprofessur wahrnimmt (sie wird zum Algarve-Cup wieder beim Team sein) benannte Co-Trainerin Lillie Persson folgenden Kader für das Frankreich-Spiel:

Tor: Hedvig Lindahl, Carola Söberg, Stephanie Öhrström

Abwehr: Magdalena Ericsson, Nilla Fischer, Amanda Ilestedt, Emmelie Konradsson, Charlotte Rohlin, Sara Thunebro

Mittelfeld & Angriff: Kosovare Asllani, Lisa Dahlkvist, Hanna Folkesson, Antonia Göransson, Emma Lundh, Lina Hurtig, Elin Rubensson, Olivia Schough, Lotta Schelin, Caroline Seger, Therese Sjögran, Josefine Öqvist.

Zurückgekehrt ist Carola Söberg. Im Tor gibt es nach dem Bandscheibenvorfall von Sofia Lundgren und dem Rücktritt von Kristin Hammarström Besetzungsprobleme und die nicht gerade stabile Hedvig Lindahl ist nun wieder die Nummer 1.

Die wieder genesene Emma Berglund wurde noch nicht berücksichtigt, ebensowenig Tyresös Linda Sembrant, die in der Champions League schon starke Spiele im Herbst gemacht hat.

Im Angriff darf man gespannt sein, ob Persson Supertalent Lina Hurtig testen wird. Die neuerliche Nominierung von Emma Lundh zeigt, dass das als schwierig geltende ewige Talent Lundh offenbar beim letzten Lehrgang überzeugt hat. Die mittlerweile 24-Jährige verfügt über eine manchmal geniale Spielintuition, hat aber den Durchbruch immer noch nicht geschafft.

 

Wieder mal auf Bosön

Die schwedische Nationalmannschaft beendet das Jahr 2013 nicht mit Qualifikationsspielen zur WM, sondern mit einem ausgiebigen Trainingslager, seit einigen Jahren auch gerne Lehrgang genannt, auf Bosön in der Nähe von Stockholm.

Recht abgeschieden von der Öffentlichkeit, die dennoch zugelassen wäre, lässt es sich hier, in einem der Leistungszentren des schwedischen Spitzensports arbeiten. In der “Vinnarhallen” (Siegerhalle) gibt es einen vollgroßen, überdachten Kunstrasenplatz.

Pia Sundhage und ihre Assistentin Lillie Persson, in der Öffentlichkeit treten die Beiden in skandinavischer Eintracht immer mehr als nahezu gleichberechtigtes Team auf, hatten 28 Spielerinnen eingeladen, von denen eine ganze Reihe abgesagt, eine ganze Reihe nachnominiert wurden.

Kristin und Marie Hammarström waren im ersten Kaderentwurf dabei, beendeten dann aber, wie sich das für eineiige Zwillinge gehört, am selben Tag ihre Karrieren.

Abgesagt haben auch Charlotte Rohlin, Elin Rubensson, Josefine Öqvist, Carola Söberg, Marija Banusic und Josefin Johansson.

Auf Bosön dabei sind jetzt:

Hedvig Lindahl (Kristianstads DFF), Malin Reuterwall (Umeå IK), Stephanie Öhrström (Bardolino Verona)

Mia Carlsson (Kristianstads DFF), Magdalena Ericsson Linköpings FC), Nilla Fischer (VfL Wolfsburg), Amanda Ilestedt (LdB FC Malmö), Elin Landström (Umeå IK), Lina Nilsson (LdB FC Malmö), Marina Pettersson Engström (KIF Örebro), Sara Thunebro (vereinslos)
Petra Andersson (AIK), Emilia Appelqvist (Piteå IF), Kosovare Asllani (Paris SG), Lisa Dahlkvist(Tyresö FF), Hanna Folkesson (Umeå IK), Antonia Göransson (Turbine Potsdam), Jenny Hjohlman, Lina Hurtig (beide Umeå IK), Sofia Jakobsson (BV Cloppenburg), Emmelie Konradsson (Umeå IK), Emma Lundh (AIK), Elin Magnusson (KIF Örebro), Lotta Schelin (Olympique Lyonnais), Olivia Schough (Kopparberg/Göteborgs FC), Caroline Seger (Tyresö FF), Therese Sjögran (LdB FC Malmö).

 

Zugänge und Abgänge (Stand: 05.01.2013)

So allmählich füllen sich die Kader der Vereine in der Damallsvenskan. Es ist Zeit für einen ersten Überblick. Hier kommen die 12 Teams der Saison 2012 plus die beiden Neulinge.

Tyresö FF

Zugänge: Christen Press (Kopparberg/Göteborgs FC), Malin Diaz (AIK)

Abgänge: Helén Eke (Verein steht noch nicht fest)

Kommentar: Erstmals auf seiner Reise von der vierten Liga zum Meistertitel gibt es in Tyresö keine wesentlichen Personalwechsel. Marta, Vero Boquete, Caroline Seger hatten allesamt laufende Verträge auch für 2013, obwohl es um Marta wieder einmal Wechselgerüchte gab und auch noch gibt. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die Brasilianerin Tyresö in diesem Jahr verlässt. Für die USA ist ihr Marktwert nicht groß genug und keiner der neuen Vereine könnte sie mit den erlaubten Budgets bezahlen. Christen Press wird den Stammplatz von Madelaine Edlund gefährden. Sowohl deren wie Elaines auslaufender Vertrag wurde verlängert. Tyresö ist ein Topteam mit erstklassigen Alternativen auf der Bank. Auch Meghan Klingenberg hat verlängert. Wunschelf (Linda Sembrant in der Reha nach Kreuzbandriss):

Carola Söberg, Meghan Klingenberg, Johanna Frisk, Karin Lissel, Line Röddik Hansen, Lisa Dahlkvist, Caroline Seger, Vero Boquete, Marta, Kirsten van de Ven, Christen Press.

Bank: Annica Svensson, Elaine, Malin Diaz, Madelaine Edlund, Jessica Höglander.

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LdB FC Malmö

Zugänge: Yoreli Rincon (XV de Piracicaba), Zecira Musovic (Stattena), Manon Melis (Linköping)

Abgänge: Emma Wilhelmsson (Jitex), Christina Öyangen Örntoft (Bröndby), Hilda Carlén (noch unbekannt)

Kommentar: Nach der finanziellen Rettung durch Milliardär Dan Olofsson nimmt auch Malmö Kurs auf den Meistertitel. Die Liga wird (wenn sich nichts wesentlich ändert) zu einem Zweikampf Malmö – Tyresö werden, in dem Tyresö abermals klarer Favorit ist, trotz der Verpflichtung von Melis. Rincon überrascht, riskant, eine 19-Jährige Kolumbianerin zu integrieren. Die 1,54 m kleine Filigrantechnikerin wurde mit Marta verglichen, muss das aber noch beweisen. Malmö hat aber immer gut eingekauft…

Voraussichtlich:

Thora Helgadottir, Lina Nilsson, Malin Levenstad, Amanda Ilestedt, Ali Riley, Sara Björk Gunnarsdottir, Therese Sjögran, Ramona Bachmann, Elin Rubensson, Anja Mittag, Manon Melis.

Reserve:

Zecira Musovic, Frida Nordin, Katrin Schmidt, Katrine Veje, Yoreli Rincon, Sofi Anker Kofoed.

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Linköpings FC

Zugänge: Lina Rinshamre (Sundsvalls DFF), Magdalena Ericsson (Djurgården), Stina Blackstenius (Vadstena GoIF), Renée Slegers (Djurgården), Emma Lennartsson (IFK Norrköping)

Abgänge: Manon Melis (LdB FC Malmö), Lisa DeVanna (Perth Glory), Emma Lundh (noch unbekannt, Hammarby?), Karen Bardsley (Lincoln LFC), Louise Fors (Western Sydney Wanderers, ab Frühjahr FC Liverpool Ladies), Nora Holstad Berge (Arna-Björnar), Matilda Agné (Hammarby DFF), Ingrid Schjelderup (Vålerenga), Josefine Alfsson (Kisa BK)

Kommentar: Linköping beendet nach einem Jahr seinen Versuch, mit Tyresö und Malmö zu konkurrieren und hat Sparmaßnahmen eingeführt. Neun Spielerinnen verlassen den Verein und fünf kommen neu hinzu, im Gespräch ist immer noch AIK:s U19-Europameisterin Jennie Nordin. Mit Ringshamre und Ericsson hat man zwei weitere junge Europameisterinnen verpflichtet. Linda Sällström, die gegen Ende der Saison noch gehen wollte (Jitex war eine Option), bleibt nun doch, vermutlich, weil die Konkurrenz in der Offensive nach ihrer Rehazeit nach dem Abgang von DeVanna, Melis und Lundh deutlich entspannter geworden ist. Linköping ist auch immer noch das bessere Team. Wichtig, dass Trainer Martin Sjögren zwei weitere Jahre bleibt.

Voraussichtlich:

Sofia Lundgren, Maja Krantz, Nilla Fischer, Charlotte Rohlin, Jessica Samuelsson, Marianne Gajhede Knudsen, Renée Slegers, Petra Larsson, Pernille Harder, Jonna Andersson, Linda Sällström.

Hier und bei den weiteren Clubs erspare ich mir die potentielle Bankbesetzung, da lediglich Malmö und Tyresö um die Meisterschaft spielen werden.

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Kopparberg/Göteborgs FC

Zugänge: Jessica Landström (Djurgården), Marie Hammarström (KIF Örebro), Cathrine Dyngvold (Klepp),

Abgänge: Christen Press (Tyresö FF), Ingrid Wells (noch unbekannt)

Göteborg wollte eigentlich angreifen. Dann kam der Abgang von Press dazwischen. Tyresös Zampano Hans Löfgren schnappte die Amerikanerin den Göteborgern vor der Nase weg. Landström ist vom Typ her kein Press-Ersatz, aber sie ist eine Kämpfernatur mit einer enormen fysischen Kraft. Dennoch muss sich das Angriffsspiel ändern. Torbjörn Nilsson hat seinen Trainervertrag um 2 Jahre verlängert, weil ihm versichert wurde, dass die Mannschaft sukzessiv verstärkt wird. Mindestens eine Klassespielerin muss noch kommen.

Voraussichtlich: Kristin Hammarström, Catrine Johansson, Anna Ahlstrand, Stina Segerström, Camille Levin, Yael Averbuch, Anita Asante, Johanna Almgren, Olivis Schough, Cathrine Dyngvold, Jessica Landström.

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Kristianstads DFF

Zugänge: Josefine Öqvist (vereinslos), Marija Banusic (IK Sirius), Brett Maron (Valur), Elin Borg (AIK)

Abgänge: Elin Nilsen (Vittsjö), Katrin Ómarsdóttir, Becky Edwards (beide unbekannt), Emelie Johnsson (Borens IK),  Moa Pettersson (Wä IF), Anna Persson (Glimåkra IF), Lisa Petersson, Julia Molin (AIK)

Auf den Plätzen 5-12 und bei den Aufsteigern erspare ich mir die mögliche Aufstellung am ersten Spieltag. Maron wird sicher in den ersten Monaten im Tor stehen, da Hedvig Lindahl in der Reha nach dem Kreuzbandriss ist. Trainerin Beta Gunnarsdottir ist wie immer super ambitioniert und will sicher Meister werden. Mit der Verpflichtung von Banusic ist ihr ein Coup gelungen. Für mich das größte Talent im schwedischen Fußball VOR der allenthalben gepriesenen Lina Hurtig (Umeå). Dass Josefine Öqvist letztlich der Offensive maßgebliches Gewicht verleihen wird, steht außer Frage. Kristianstad hat jetzt den drittbesten Angriff der Liga.

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Vittsjö GIK

Zugänge: Elin Nilsen (Kristianstad), Jane Ross (Glasgow City)

Abgänge: Emma Kullberg (Umeå Södra), Josefine Mårtensson (Glimåkra IF)

Das zweite Jahr ist immer das Schwerste. Das wird auch für Sensationsaufsteiger Vittsjö GIK gelten. Niemand hätte das Team aus Skåne auf Rang 6 erwartet. Die Verpflichtung von Jane Ross deutet eventuell darauf hin, dass Danesha Adams geht. Die Amerikanerin war sehr wichtig. Möglich, dass Vittsjö, wie immer, von Beta Gunnarsdottir geschasste Spielerinnen überimmt. Becky Edwards?

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Umeå IK

Zugänge: Hanna Folkesson (AIK)

Abgänge: Erica Carlén (Morön)

Wenig passierte in Umeå. Keeperin Caroline Jönsson hat ihr Karriereende zur Saisonmitte angekündigt. Da braucht es Ersatz.

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Piteå IF

Zugänge: Clara Markstedt (AIK), Johanna Andersson (Assi)

Abgänge: Camilla Johansson, Jessica Olovsson (unbekannt), Ann-Mari Dovland (Klepp), Jennifer Nobis (Karriereende)

Piteå hat zwar die beste Torschützin Nobis durch Clara Markstedt ersetzt, aber es fehlt an einer weiteren offensiven Spielerin, die dem Angriff mehr Durchschlagskraft verleiht. Faith Ikidi hat ihren Vertrag bis einschließlich 2015 verlängert, eine finanzielle Deckung dafür gibt es noch nicht.

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Jitex BK

Zugänge: Emma Wilhelmsson (LdB FC Malmö)

Abgänge: Katri Nokso-Koivisto (LSK Kvinner), Nanna Jansson (Hovås Billdal), Caroline Lindblad (unbekannt)

Jitex wird weder schwächer noch stärker.

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KIF Örebro

Zugänge: Fehlanzeige

Abgänge: Marie Hammarström (Kopparbergs/Göteborg FC), Emelie Lundberg (Eskilstuna United), Hanna Ågren-Åhbom, Nina Fellbrant,  Fanny Persson (hören auf), Edda Garðarsdóttir,  Ólína Viðarsdóttir (beide zurück nach Island, , Linda Fransson (noch nicht klar)

Das sieht wieder nicht gut aus für Örebro, das erhebliche finanzielle Probleme hat.

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Sunnanå SK

Zugänge: Anikka Kukkonen (Djurgården), Hanna Glas (Sundsvalls DFF),  Carys Hawkins (Perth Glory

Abänge: Anna Bodén (Morön),  Yanru Zhang (China)

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Mallbacken

Zugänge: Sarah Bergman, Emmie Johansson (beide QBIK), Maija Saari (AIK), Hayley Lauder (Åland United)

Abgänge: Anna Arnfeldt (Karriereende)

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Djurgården

Abgänge: Gudbjörg Gunnarsdottir, Mia Jalkerud, Freja Hellenberg (alle Avaldsnes IL), Jessica Landström (Göteborgs FC), Renée Slegers (Linköping), Anna Lindblom (Hammarby), Katrine Petrous, Natalia Rickne, Annika Kukkonen (Sunnanå), Katrin Jonsdottir, Caroline Frånberg.

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AIK

Zugänge: Lisa Pettersson, Julia Molin (beide Kristianstad)

Abgänge: Maija Saari (Mallbacken), Elin Borg (Kristianstad), Nazanin Vaseghpanah (hört auf), Hanna Folkesson (Umeå), Malin Diaz (Tyresö), Clara Markstedt (Piteå), Lori Chalupny (unbekannt)

Die Woche in Schweden

Zur Zeit ist es weiterhin relativ ruhig. In Stockholm schneit es und Fußballtraining draußen scheint im Moment Lichtjahre weit entfernt zu sein. Dennoch tut sich das eine oder andere und ich liefere es euch hier in der Wochenzusammenfassung. Sollten große Nachrichten kommen, gibt es selbstverständlich aktuelle Posts. Es sind auch diverse Interviews in Vorbereitung bzw. abgeschlossen, die ich in den nächsten Wochen hier einstreuen werde. Ich habe mich länger mit Anja Mittag, Christen Press und Vero Boquete unterhalten für einen Artikel, der jetzt gerade in der schwedischen Frauenfußballzeitschrift MARTA fotbollsmagasin erschienen ist und obwohl die Gespräche länger zurückliegen, haben viele Antworten daraus einen eher Saison-zusammenfassenden Charakter, weshalb sie sicher noch interessant sein dürften. Das kommt vielleicht schon nächste Woche.

Ein paar aktuellere Interviews wird es auch noch geben. Außerdem will ich noch für mich und für euch auf die Saison 2012 in Schweden zurückblicken und schon eine kleine Vorschau auf 2013 wagen, auf das wir uns besonders freuen, denn hier wird, wie alle wissen, die EURO stattfinden.

Eine meiner Lieblingsspielerinnen (ja, auch als schreibender und meist zumindest nach außen neutraler Mensch muss man sowas haben dürfen) hat ihren Vertrag mit Linköpings FC nun doch verlängert. Finnlands zweimalige Fußballerin des Jahres Linda Sällström bleibt und geht doch nicht, wie Gerüchte besagten nach Mölndal zu Jitex BK. Die 24-Jährige, die sicher ohne Übertreibung zu den schnellsten Spielerinnen der Welt gehört, ist nach ihrem Kreuzbandriss im Frühjahr wieder im vollen Training und mir sagte sie kurz, dass sie nach ausführlichen Überlegungen doch eine bessere sportliche Zukunft in Linköping sieht. Und Recht hat sie. Denn auch wenn Linköping zwar deutliche Schnitte in seinem außergewöhlich starken Kader gemacht hat, ich werde all die Abgänge nicht mehr hier auflisten, so sieht das Team mit Stützen wie Sofia Lundgren, Charlotte Rohlin, Nilla Fischer und nicht zuletzt dem dänischen Supertalent Pernille Harder immer noch recht stark aus und sollte in der oberen Hälfte der Tabelle locker mitspielen können.

Nicht nur “Sällis” bleibt in Linköping, sondern auch der mitten in der Saison gekommene Trainer Martin Sjögren. Der Mann, der Malmö zu zwei Meistertiteln geführt hat, hat einen 2+1 Vertrag unterschrieben. Für alle bislang erwähnten dürfte es sicher auch eine tolle Saison in einem funkelnagelneuen Stadion werden, das nächstes Jahr bei der EURO von der Frankreich-Gruppe bespielt werden wird.

Eine, die Linköping nach nur einer, für sie missglückten, Saison verlässt ist Matilda Agné. Sie geht zurück zu ihrem früheren Verein Hammarby und sie ist nicht alleine. Ein paar Tage vorher unterschrieb auch Anna Lindblom nach einem Intermezzo bei Djurgården in der zweiten Liga bei ihrem früheren Verein, der durch diese beiden Verstärkungen offenbar Ambitionen hat, um die Spitzenplätze der neugegründeten Elitettan zu spielen. Nach einer Saison in Linköping geht ja auch Emma Lundh zurück nach Stockholm und auch wenn ihr neuer Club noch nicht feststeht, ein Wechsel zu Hammarby würde die grünweiße Traditionsmannschaft zu den Mitfavoriten um den Aufstieg machen…

Emma hat schon bei allen wichtigen Teams in Stockholm gespielt. Sie war bei AIK, Hammarby, Tyresö, Brommapojkarna und auch bei Djurgården. Der ehemalige Meister und Women’s Cup Finalist geht ungewissen Zeiten entgegen. Inzwischen hat wohl die gesamte Startformation des letzten Spiels gegen Piteå am 03.11. den Verein verlassen. Gestern wurde bekannt, dass Norwegens Aufsteiger Avaldsnes mit Abwehrspielerin Freja Hellenberg nach Gudbjörg Gunnarsdottir und Mia Jalkerud die dritte Spielerin aus Stockholm nach Westnorwegen importiert. Der Öffentlichkeit nahezu unbekannt ist die Tatsache, dass sich mit Sofia Nilsson, einer der auffälligsten Spielerinnen Djurgårdens, die achtzehnte Spielerin der Liga im vorletzten Spiel gegen Kristianstad einen Kreuzbandriss zuzog. Noch offiziell bei Djurgården, da nichts anderes verlautet ist, sind Jessica Landström und Susan Varli, aber beide dürften für viele andere Vereine interessant sein und wohl 2013 anderswo spielen.

Auf außerordentlichen Jahreshauptversammlungen haben die beiden Vereine LdB FC Malmö und FC Rosengård die Fusion beschlossen. Wie schon vorher berichtet, soll der neue Verein FC Rosengård heißen und dann eben Männer- wie Frauenfußball unter seinem Dach vereinen. Bei Rosengård war das bisher schon so, aber LdB war ein reiner Frauenfußballverein. Die Fusion ist Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben von LdB als Spitzenverein. Neben seinem neuen Cheftrainer Jonas Eidevall hat Anja Mittags Team nun auch einen neuen Assistenztrainer: Markus Tilly, 36 Jahre alt, kommt aus der Region vom Männerfußballverein Ängelholm.

Hauptkonkurrent und Meister Tyresö FF hat bislang keine Neuverpflichtungen bekanntegeben, aber in der Szene ist bekannt, dass Tyresö an einer offensiven Verstärkung interessiert ist und auch Gespräche geführt hat und führt. Manon Melis geht nach Malmö und Christen Press allem Anschein nach zurück in die USA, aber mit beiden hat Tyresö gesprochen. Ein heißer Name ist der der kanadischen Sportlerin des Jahres Christine Sinclair, aber auch das dürfte schwer werden, da der kanadische Fußballverband wie früher berichtet, 16 Spielerinnen seiner A-Mannschaft voll in der neuen amerikanischen Profiliga finanzieren wird. Abby Wambach dagegen dürfte ganz kalt sein, denn Wambach wird mit großer Sicherheit für Western New York Flash spielen und nächstes Jahr auch eine Familie gründen und seßhaft werden. Alles deutet auf Rochester im Staat New York hin, wo Wambach auch aufgewachsen ist.

Viel wichtiger aber die Nachricht, dass sich Tyresö FF in eine Gesellschaft verwandeln wird. Wichtigster Punkt dabei nach dem Vorsitzenden Hans Lindberg ist, dass man die Frauenmannschaft vom Breitensport im Verein juristisch trennen will. Zwei Clubs haben das schon einmal gemacht in der Damallsvenskan, nämlich Bälinge IF und Djurgården/’Älvsjö und beide Clubs sind in Konkurs gegangen. Djurgården lebte als Djurgården damfotboll weiter. Inzwischen hat Tyresö mit 15 Millionen Kronen (1,714 Millionen €) den höchsten Umsatz in der Damallsvenskan. Der große Zampano des Vereins, der scheinbar im Hintergrund agierende Hans Löfgren, hat ein einzigartiges Netzwerk aus rund 150 kleinen, mittleren und großen Firmen gebastelt, das die Frauenmannschaft unterstützt und damit den Weg von der vierten Liga zum Meistertitel geschafft. “Für uns bedeutet das auch eine Sicherheit für die restlichen Aktivitäten des Vereins, wenn das Spitzenteam des Frauenfußballs getrennt ist. Wir werden nach der nächsten Saison evaluieren, im Augenblick glaube ich aber, dass dies die beste Lösung ist,” so Hans Lindberg. Tyresö ist eben ein großer Verein mit Dutzenden von Kinder- und Jugendmannschaften.

Eines der ewigen Talente des schwedischen Frauenfußballs wechselt zu einem Verein, dessen Name vor allem im Männerfußball große Geschichte hat. Louise “Lollo” Fors, die vielleicht den besten Linksfuß der Damallsvenskan hat, ist nach einer enttäuschenden Saison bei Linköpings FC gegenwärtig in Australien, hat aber jetzt für den FC Liverpool Ladies unterschrieben. Fors wurde früher bei ihrem ersten Verein in der Damallsvenskan Lollodinho genannt, weil sie immer wieder brasilianisch anmutende geniale Momente hatte. Leider ist ihr Talent über die Jahre nicht richtig entwickelt worden. Die ersten Spiele mit ihr habe ich gesehen, als sie mit 15 in der Damallsvenskan debütierte. Inzwischen ist Fors 23 und noch immer könnte sie den entscheidenden Schritt tun.

Manchmal sind auch Vertragsverlängerungen wichtige Nachrichten. Zwei will ich hier hervorheben: Sofie Andersson bleibt in Vittsjö, sie war die herausragende Akteurin der letzten beiden Jahre beim Aufsteiger und ihre Bedeutung ist unstrittig. Ebenso wichtig, dass Nationalspielerin Sara Larsson in Örebro bleibt. Bei dem wirtschaftlich und sportlich in diesem Jahr gebeutelten Tabellenzehnten könnte dies ein Signal für andere Spielerinnen sein, ebenfalls zu Kugelschreiber zu greifen und zu bleiben, nachdem mit  Marie Hammarström bereits eine Schlüsselspielerin gegangen ist (nach Göteborg).

 

 

 

Sällström bleibt, Ericsson kommt,Gunnarsdottir geht und Press kommt nicht wieder

Es tut sich auf einmal einiges in der Silly Season. Linda Sällström bleibt nun doch in Linköping. Zunächst hatte es lange geheißen, dass die 24-Jährige Finnin, die sich nach einem Kreuzbandriss inmitten der Rehabilitation befindet, Linköping verlassen würde, aber vor einigen Tagen sickerte durch, dass die Zeichen nun doch gut stünden dafür, dass die zweifache finnische Fußballerin des Jahres in Linköping bleibt.

Aber nachdem in Linköping sowohl Lisa DeVanna wie auch Manon Melis das Weite suchten weil der Verein sparen will und muss, sah es im Angriff mit einem Mal dünn aus, zumal auch das ewige Talent Emma Lundh die Stadt verlassen hat. Nun ist Sällström der offensive Star. Auch eine Rückkehr von Jessica Landström, die mit Linköping 2009 Meister wurde, kann nicht ganz ausgeschlossen werden.

Neben der Verlängerung für Sällström werden auch die beiden U19-Europameisterinnen Lina Ringshamre (kommt von Sundsvalls DFF) und Magdalena Ericsson (Djurgården) in Linköping auflaufen. Ringshamre nimmt dabei den frei werdenden Platz von Karen Bardsley ein – die englische Nationaltorhüterin war es leid, ständig hinter Sofia Lundgren auf der Bank sitzen zu müssen.

Nicht nur Magdalena Ericsson verlässt den künftigen Zweitligisten Djurgården. Auch Gudbjörg Gunnarsdottir und Mia Jalkerud packen ihre Kofffer. Das Duo wird den norwegischen Aufsteiger Avaldsnes IL verstärken. Avaldsnes liegt an der norwegischen Küste, nördlich von Stavanger und südlich von Bergen und scheint ein Ort zu sein, an dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Die nächstgelegene größere Stadt ist Haugesund mit seinen 35.000 Einwohnern. Da scheint selbst Piteå, der nördlichste Verein der Damallsvenskan, noch eine Metropole zu sein. Aber zweifelsohne wird das ein spannendes Abenteuer für Islands Torfrau Nummer 2. Jalkerud geht zum ersten Mal in ihrer Karriere weg von Stockholm. Wir behalten die norwegische Liga etwas mehr im Auge in der nächsten Saison.

Auch Katrin Jonsdottir und Caroline Frånberg verlassen das sinkende Djurgården-Schiff, man darf gespannt sein, mit welchem Team und welchen Ressourcen man in der zweiten Liga antreten wird.

Den größten Verlust erleidet die Damallsvenskan mit Christen Press. Die 23-Jährige Weltklassestürmerin, die hinter Anja Mittag Zweite der Torschützenliste 2012 wurde, verlässt Pokalsieger Kopparberg/Göteborgs FC nach nur einer Saison. Grund: Göteborg war nicht bereit, Press regelmäßig zu Trainingslagern der amerikanischen Nationalmannschaft freizugeben. Das kann man angesichts der kurzen Saison in Schweden auch verstehen – zu oft hätte man Press über den Atlantik schicken sollen. Beide Seiten jedoch und vor allem das Publikum in der Liga dürften das bedauern. Mir gegenüber hatte Christen Press noch vor knapp drei Wochen geäußert, das sie hoffe, das sich alles lösen wird. Tat es also nicht. Angeblich sucht Göteborg nun nach Ersatz für Press in England und Norwegen. Da fallen einem zuvorderst Namen wie Eniola Aluko und Isabell Herlovsen ein. Bleiben tut dagegen Olivia Schough. Die 23-Jährige, die zuletzt überraschend in das 28er-Aufgebot von Pia Sundhage nominiert worden war, hatte unter anderem ein Angebot aus Umeå gehabt.

 

 

 

 

 

Linköping verjüngt

Manon Melis - eine von vielen, die Linköping verlassen

Manon Melis – eine von vielen, die Linköping verlassen

Dass es in Linköping im nächsten Jahr eine finanzielle Rosskur geben wird, darüber habe ich schon in diesem Blog berichtet. Serienweise verlassen Spielerinnen den Verein, der auslaufende Verträge nicht erneuert hat und denen, die man behalten will oder wollte, Verträge zu deutlich verschlechterten finanziellen Bedingungen anbietet.

Es gehen: Karen Bardsley, Lisa DeVanna, Manon Melis, Emma Lundh, Louise Fors, Nora Holstad Berge, Matilda Agné, Ingrid Schjelderup.

Verlängert haben Torhüterin Sofia Lundgren (spielt  2013 ihre fünfte Saison in Linköping) und Mariann Gajhede Knudsen. Dennoch muss dann doch die eine oder andere neuverpflichtet werden. Hartnäckige Gerüchte platzieren nun zwei U19-Europameisterinnen in Linköping: Innenverteidigerin Jennie Nordin von Absteiger AIK und Magdalena Ericsson von Absteiger Djurgården sollen demnach in Verhandlungen mit dem Tabellendritten der vergangenen Saison stehen.

Manon Melis nach Tyresö?

Eins steht fest. Die 26-Jährige Manon Melis wird 2013 nach nur einer Saison nicht mehr für den Dritten Linköpings FC spielen. Linköping muss drastisch an den Gehältern kürzen wo es geht und hat sich bereits von einer ganzen Reihe Spielerinnen getrennt: Emma Lundh hält es offenbar doch nicht ohne Familie (in Stockholm) aus und gemeinhin rechnet man nun damit, dass die 23-Jährige lieber ein Jahr in der zweiten Liga spielt (bei einem der Traditionsvereine AIK, Djurgården oder Hammarby) und dafür aber nah bei der Familie sein kann. Louise Fors ist schon seit Tagen in Australien und hat schon für ihren Winterverein, die Western Sydney Wanderes in der australischen Liga debütiert, sie wird ebenfalls nicht nach Linköping zurückkehren. Gestern gewannen die Wanderers ihr zweites Spiel gegen Brisbane Roar. Neben Fors steht Malmös Torfrau Thora Helgadottir bei den Wanderers im Team.

Ein weiteres Jahr mit Manon Melis kann sich Linköping nicht leisten und da die Holländerin mit einem Salär von rund 31.000 Kronen eine der teuersten Spielerinnen der Liga ist, kommt eigentlich nur Tyresö in Frage und mit dem Meister verhandelt der Agent von Manon Melis auch.

 

Emma Lundh hat gekündigt

Die äußerst talentierte Stürmerin Emma Lundh hat von einer Klausel in ihremn Vertrag bei Linköpings FC Gebrauch gemacht und gekündigt. Damit ist sie nach einem Jahr außerhalb Stockholms wieder frei.

Lundh hatte einen guten Saisonstart gehabt und unter anderem Linköpings Siegtreffer gegen Tyresö geschossen. In der zweiten Hälfte der Saison bekam sie jedoch immer weniger Spielzeit, einer der Gründe, warum sie jetzt geht.

Ich bin gespannt, wo die 23-Jährige landen wird, könnte mir aber vorstellen, dass sie zurück nach Stockholm kehren wird, da sie bislang jedenfalls lediglich bei Stockholmer Vereinen gespielt hat. Da  bleibt dann möglicherweise nur Liga 2, denn so wie es ausschaut, wird nur Tyresö im nächsten Jahr in der Damallsvenskan spielen.

Linköping kann nicht gewinnen

1:1 gegen Kristianstad hieß es am Ende für Linköping. Man kam nicht darüber hinaus, wie es oft so schön unschön in Sportberichterstattung heißt. In der ersten Halbzeit war der Gast gar die bessere Mannschaft und ging in der 40. Minute ausgerechnet durch Ex Kosovare “Kosse” Asllani in Führung. “Kosse” (Kusse gesprochen) spielte letzte Saison noch in Linköping und wechselte dann nach Skåne, weil sie in Linköping nicht mehr zurechtkam.

Den Ausgleich erzielte Emma Lundh in der 79. Minute. Jessica Samuelsson hatte für Lundh aufgelegt. Wieder saß Lisa DeVanna zunächst auf der Bank. Die Australierin hat die hohen Erwartungen nicht erfüllen können.

Emma Lundh wurde anschließend vom vereinseigenen Webkanal interviewt. “In der ersten Halbzeit spielten wir nicht akzeptabel. Viele Fehlpässe, wir waren in der Abwehr gut mit Ausnahme des Tores. Das offensive Spiel ging überhaupt nicht. In der zweiten Halbzeit hätten wir ein Tor mehr machen müssen. Wir haben viele Spieler auf vielen verschiedenen Positionen getestet, das Selbstvertrauen könnte besser sein.”

Sonntag ohne Auswärtstor

Normalerweise spielt es im Frauenfußball keine so große Rolle, ob man nun auswärts oder zu Hause spielt. Am Sonntag erzielten alle vier Teams, die zu Besuch waren, jedoch kein einziges Tor, die Gastgeber jedoch insgesamt neun.

0:0 endete Meistertrainer Martin Sjögrens erstes Spiel auf der Bank von Linköpings FC. Dass Jitex sich nicht so leicht schlagen lassen würde nach einer Kette von Niederlagen im Frühjahr, aber zwei Siegen kurz vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs war klar. Zwei ehemalige AIK-Spielerinnen trafen das Gehäuse: Zunächst Frida Höglund (Jitex), dann auch noch Emma Lundh (Linköping). Lundh musste auf die Bank und wurde für Louise Fors eingewechselt. Ansonsten debütierte die Dänin Pernille Harder im zentralen Mittelfeld bei Linköping.

Djurgården kam zu spät. Die Maschine sollte um 12.50 Uhr in Stockholm-Bromma starten, um 16.00 Uhr war der Anpfiff angesetzt. Ohnehin schon sehr knapp geplant. 70 Minuten Verspätung. Verschiebung um 30 Minuten, mehr war nicht drin, da um 19.50 Uhr schon der Rückflug geplant war. Am Flughafen in Malmö-Sturup warteten Taxis, Vorbefeitung auf den Rückbänken, Einlauf. Gudbjörg Gunnarsdottir zwar mit, aber als Reservistin auf der Bank, mehr moralische Unterstützung. Schon nach zwei Minuten hatte die 17-Jährige Tove Engblom wieder ein Ding im Kasten. Sara Björk Gunnarsdottir, Katrin Schmidt und Anja Mittag sorgten nach 19 Minuten für eine schnelle 3:0-Führung und ich befürchtete Schlimmes für Tove, aber Malmö traf danach nur noch einmal durch Katrine Veje. An das 0:11 erinnerte nichts mehr, die zweite Halbzeit lief besser für Djurgården, zumal Malmö seinen Torhunger schon gestillt hatte. Trotzdem Klassenunterschied.

Kristianstad gewann 4:0 gegen den Zehnten Örebro. Ähnlich wie das Malmö-Spiel. Drückende Überlegenheit der Gastgeberinnen. Das war in den letzten Jahren anders, aber jetzt ist Örebro wirklich in der Abstiegszone angekommen. Woran das liegt? Keine Ahnung. Es kann wirklich nicht nur daran liegen, dass Olina Vidarsdottir ein Kind bekommen hat. Denn ansonsten sieht das Team auf dem Papier fast gleich aus. Tore für Kristianstad durch Therese Andersson, Katrin Omarsdottir, Susanne Moberg und Elin Nilsen.

Halbzeit (12) Djurgården IF

Sofia Nilsson (links) im Spiel gegen Kristianstad mit Johanna Rasmussen

Hier ganz unten hatte man Djurgården nicht erwartet. AIK und Vittsjö waren die erklärten Abstiegskandidaten, Djurgården sah man davor mit einem recht deutlichen Abstand auf Platz 10.

Im Gefüge des Teams hatte sich einiges geändert. Dora Maria Larusdottir und Emma Lundh hatten den Verein verlassen. Larusdottir zog es in die brasilianische Provinz und inzwischen wieder zurück nach Reykjavik, wo sie beim mehrfachen Meister und jetzigen Tabellenvierten Valúr spielt. Lundh, die im Angriff jedes Mal für einen Assist oder ein Tor gut war, entschied sich, ihr einzigartiges Talent wirklich auf die Probe zu stellen und verließ Stockholm und ihre Familie und ging nach Linköping.

Die beiden Abgänge konnten nicht kompensiert werden. Und offenbar ist die Kasse auch zu klamm, denn die Neuverpflichtungen, die man sich gönnte, kamen zum einen vom Absteiger Hammarby: Spielerinnen, die zwar weiterhin erstklassig spielen wollten aber lieber in Stockholm bleiben wollten, als ihr Glück anderswo zu versuchen. Das ist völlig legitim und gerade im Frauenfußball, wo man eben normalerweise kein Geld verdient. Anna Lindblom, Magdalena Ericsson, Jessy Sharro und Katrine Petrous kamen von Hammarby, Madeleine Stegius von Tyresö. Stegius, weil sie bei Tyresö zu oft trainieren musste und damit nicht gleichzeitig ihre weitere Berufsausbildung hätte betreiben können. Sharro kam verletzt, in der Reha-Phase nach einem Kreuzbandriss und hat bis heute noch keine 90 Minuten spielen können. Linblom wurde von Trainer Putte Eklöf nicht auf der angestammten rechten Außenverteidigerposition eingesetzt, sondern als rechte Innenverteidigerin. Rechts blieb Sofia Nilsson, die beiden stehen sich öfter im Weg. Im Mittelfeld ist Renée Slegers nach ihrem Kreuzbandriss 2011 allmählich dabei, wieder eine 90-Minutenspielerin zu werden, aber das Mittelfeld ist sicher der schwächste Mannschaftsteil. Larusdottir, die ordnete und kreativ nach vorne spielte wurde nicht ersetzt, ihre Erfahrung, die sie zweimal zur wertvollsten Spielerin der isländischen Liga machte, fehlt einem relativ anonymen Team. Und vorne war Mia Jalkerud von Emma Lundh verlassen worden und bekam kaum noch Bälle. Zu leicht für gegnerische Defensiven, sich auf die kleine, energische Stürmerin zu konzentrieren. Jessica Landström hatte sich früh entschieden, zu Djurgården zu kommen, aber Frankfurt ließ sie nicht ziehen, obwohl man sie kaum einsetzte.

Und Landström ist auch nicht die Richtige für Djurgården. Nun hat man eine große und eine kleine Targetstürmerin. Jessica Landström hätte bestens zu AIK gepasst und gemeinsam mit dem U19-Nationalspielerinnen dort hätte sie AIK aus dem Keller rausschießen können. Bei Djurgården sehe ich die Rettung nicht mehr kommen. Es sei denn, man verstärkt sich jetzt noch schnell, da wo es unbedingt notwendig ist.

Zum zweiten Mal hintereinander wird der Preis der besten Spielerin Djurgårdens an Gudbjörg Gunnarsdottir gehen. Die Isländerin kämpft schreit und engagiert sich wie keine andere und sie rettet immer wieder Situationen für ihre Vordermannschaft und verhindert noch schlimmere Niederlagen. Die 27-Jährige hätte jedoch die Zeichen erkennen müssen und den Verein rechtzeitig verlassen sollen, um in ihrer persönlichen Karriere weiterzukommen. Das Potential, um in Island die Nummer 1 vor der für Malmö spielenden Thora Helgadottir zu werden, hat sie. Dazu allerdings müsste sie in einem besseren Verein spielen.

Inmitten der Hinrunde machte Gunnarsdottir die Schulter zu schaffen, die sie sich vor ein paar Jahren bei einem Sprung gegen den Pfosten auskugelte. Das führte dazu, dass ausgerechnet im Spiel gegen Linköping, das sich rehabilitieren wollte für eine bislang missratene Saison, die 17-Jährige Tove Engblom im Tor stand. Mit 0:11 bekamn sie einen Horroreinstand in die Damallsvenskan, wobei mehr als die Hälfte der Tore aufgrund der geradezu provozierenden Passivität ihrer Abwehr fiel. Wer 0:11 verliert, der wird es in der Regel auch nicht schaffen, auch wenn ein solches Rsultat sich (hoffentlich) nicht wiederholen wird.

Wenn kein kleines Fußballwunder im Herbst geschieht, wird Djurgården im kommenden Jahr in der neuen zweiten Liga Superettan spielen müssen. Elf Spiele hat man absolviert, die nächsten beiden Begegnungen bestreitet man gegen Meister LdB FC Malmö, der sechs Punkte einfahren MUSS, um die Meisterschaft zum dritten Mal hintereinander holen zu können. Dann steht das Stockholmer Derby beim Tabellenelften AIK auf dem Programm – ein Schicksalsspiel für beide Teams.

Stockholm wird, so sieht es im Moment aus, im Jahr 2013, dem Jahr der Europameisterschaften in Schweden, ohne Erstligateam sein. Erstligafußball wird man dann nur in Tyresö sehen können. Und geradezu symbolisch ist dann auch, dass keines der Spiele der EURO 2013 in Stockholm stattfinden wird. Die Stadt hat sich nicht für die Austragung von Spielen beworben.

Solna, Heimat von AIK, ist allerdings eine Stadt innerhalb der Stadt Stockholm, wird von Stockholm umschlossen. Und in Solna findet 2013 bei der EURO ein einziges Spiel statt: Das Finale am 28. Juli 2013 in der nagelneuen Friends Arena, die im Herbst diesen Jahres noch mit einem Länderspiel (Männer) zwischen Schweden und England eingeweiht wird. Das bislang (seit den 1920er Jahren) klassische Råsunda-Stadion in Solna wird abgerissen werden und soll Wohnungen Platz machen. Råsunda bekommt allerdings im September noch ein Abschiedsspiel, dann treffen die schwedischen Männer auf Brasilien in einer Neuauflage des WM-Finales von 1958, das an gleicher Stelle stattfand. In Råsunda machte im Übrigen auch ein gewisser Franz Beckenbauer 1965 sein erstes Länderspiel für Deutschland.

Halbzeit (6): Linköpings FC

Louise Fors – einst Schwedens talentiertester Linksfuß – im Augenblick ein Stück weg von der Nationalmannschaft

Als Linköping am zweiten Spieltag Tyresö durch einen Treffer von Emma Lundh besiegte, glaubten viele Experten, dass ihre Prognose aufgehen würde. Dass Linköping nach zwei mittelmäßigen Jahren wieder anknüpfen können würde an die Erfolge des Jahres 2009, als man Meisterschaft und Pokal holte und man Umeå IK von der Spitze ablöste.

Gleich drei Personen mit Trainerlizenz arbeiten um die Mannschaft herum: Trainer Jörgen Pettersson war zum Sportdirektor ernannt worden und auf der Bank, da saßen nun der ehemalige Göteborger Assistenztrainer Christian Andersson und die Amerikanerin Denise Reddy. Reddy kam von den Chicago Red Stars, hatte aber mehrere Jahre in Schweden gespielt und spricht fließend Schwedisch.

Auf Spielerseite hatte lediglich Tyresö vergleichbar mit Linköping aufgerüstet: Manon Melis, Emma Lundh, Lisa DeVanna, Nilla Fischer, Matilda Agné waren gekommen. In der Vorsaison erst einmal ein Schock: Stürmerin Linda Sällström zog sich beim Länderspiel ihres finnischen Teams gegen die Slowakei einen Kreuzbandriss zu. “Das hat uns aus dem Gleichgewicht gebracht. Bevor Linda ausfiel, waren die Rollen alle irgendwie verteilt, danach verbreitete sich Unsicherheit,” sagte mir eine Spielerin.

Unsicherheit, die sich auch in Ergebnissen niederschlug. Unentschieden gegen Umeå und AIK und eine Klatsche bei Sensationsaufsteiger Vittsjö. Es kam noch schlimmer: Im Heimspiel gegen KIF Örebro am 10. Mai verletzte sich Kapitänin und Abwehrbollwerk Charlotte Rohlin. Nach sechs Minuten musste sie vom Feld – Diagnose: Kreuzbandriss. Saison und Olympia waren gelaufen, die 31-Jährige vergoss bittere Tränen.

Linköping dümpelte in der Tabelle langsam tiefer und erreichte seinen Tiefpunkt Ende Mai, als man beim heutigen Tabellennachbarn Göteborg noch dazu in einem live auf TV4 Sport übertragenen Match mit 6:0 abgefertigt und gedemütigt wurde. Endlich gab es Konsequenzen. Der Vorstand mit dem starken Mann Anders Mäki sah die Ursachen in der Trainerkonstellation. Christian Andersson wurde auf die Tribüne verbannt, Denise Reddy verschwand völlig und Jörgen Pettersson machte sich wieder auf der Bank breit. Er krempelte nicht viel um, aber er beorderte Nilla Fischer vom Mittelfeld in die Innenverteidigung. Das ehemalige Prunkstück des Clubs, die Innenverteidigung war nach Rohlins Ausscheiden nicht mehr wiederzuerkennen gewesen, was nicht zuletzt die sechs Gegentore von Göteborg bloßgelegt hatten. Fischer wollte eigentlich offensiver Fußball spielen als in Malmö und war deswegen nach Linköping gekommen, fügte sich aber der Situation entsprechend. Was Erfolg hatte. Nach zwei Pettersson-Spielen auf der Bank standen 15:1 Tore und sechs Punkte auf der Habenseite. Auf das 11:0 gegen Djurgården gehen wir später noch ein, wenn Djurgården hier an der Reihe ist.

Und dann ist Sommerpause. Linköping hat sich gefangen, Zumindest Melis und Emma Lundh treffen das Tor, während Lisa DeVanna sich noch etwas in Zurückhaltung übt. Und dann geht Jörgen Pettersson. Man wolle ihm keine Steine in den Weg legen und nun sei eine tolle Möglichkeit aufgetaucht und da könne der Verein doch nicht… – man kennt das Blahblah von solchen Presserklärungen. Fakt ist, dass Jörgen Pettersson nun den abstiegsbedrohten Männerzweitligisten IFK Värnamo in seiner Heimatstadt übernimmt und dass der schon geschasste Christian Andersson wieder das Ruder übernimmt.

Insofern darf man sehr gespannt sein, ob Linköping jetzt den Auifwärtstrend beibehält oder wieder in die unsicheren Gewässer steuert, die dem Meisterschaftsmitanwärter (vor der Saison) eine mögliche CL-Teilnahme im nächsten Jahr schon verhagelt haben. Im August kommt mit der Dänin Pernille Harder noch eines der größten Talente im europäischen Fußball nach Östergötland. Ein Signal für die in der Reha gut vorankommende Linda Sällström und deren Verbleib 2013? Wie auch immer, die Konkurrenz offensiv wird sehr groß sein. Am 26.08. kommt Malmö nach Linköping, spätestens dann werden wir sehen.