6:2 – Deutschland unschlagbar?

Im torreichsten Endspiel in der bisherigen Geschichte von Frauenfussball-WM und -EM schlug Deutschland gestern Abend England in Helsinki mit 6:2. Dabei hatten die Engländerinnen scheinbar eine Stunde lang gut mitgehalten, bis Inka Grings mit ihrem fünften Turniertreffer den Abstand auf 4:2 erhöhte und schliesslich nochmal Grings und Birgit Prinz auf 6:2 erhöhten.

Scheinbar, denn auch wenn England spielerisch durchaus mithielt, so lag Deutschland ab der 20. Minute stets in Führung und die Frauen um Kelly Smith rannten einem Rückstand hinterher.

Dass ausgerechnet die so viel kritisierte und gescholtene Kapitänin Birgit Prinz den Torreigen eröffnete und sich ihre beiden Tore in diesem Turnier für das Endspiel aufsparte, das freut mich. Denn Birgit Prinz hat die teils grundlose, unfaire Kritik nicht verdient. Sie mag nicht mehr die beste Spielerin der Welt sein, aber sie spielt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.

England brach in der letzten halben Stunde ein, da zeigte sich die deutsche Fitness, die nicht zuletzt aus hartem Training, aber eben auch aus sehr grossen Ressourcen hergestellt wurde, die andere Verbände nicht annähernd haben.

Dennerby will Reformen und ist auf dem Holzweg

Die Fussball-EM ist in Schweden schon weitgehend vergessen. Medial gesehen. Die schwedischen Herren, Nummer 41 auf der Weltrangliste, versuchen sich für die WM in Südafrika zu qualifizieren und stolperten sich gestern dank eines Eigentors in einem unsäglich schlechten Spiel zu einem 1:0 auf Malta.

Frauencoach Thomas Dennerby war nach dem 1:3 gegen Norwegen im Viertelfinale der Women’s Euro 2009 unter Beschuss geraten. Nicht wenige forderten seinen Rücktritt.

Nun fordert Dennerby selber auch was und bemüht sich, den Fokus von seiner Person weg zu lenken. Die schwedische Liga Damallsvenskan soll reformiert werden. Dennerby möchte, dass es mehr Spiele gibt, dass die Besten am Ende unter sich sind und ständig harte Konkurrenz haben und könnte sich auch vorstellen, dass die Meisterschaft am Ende wie ein Pokal (also mit einer oder mehreren Begegnungen direkt gegeneinander), ähnlich wie im Eishockey mit Best of 5 oder Best of 7 ausgetragen wird.

Dazu muss man wissen, dass 12 Clubs in der ersten Liga spielen. Drei Vereine spielen gegen den Abstieg und sind nicht ganz erstligatauglich, die ersten Neun können sich gegenseitig Punkte abnehmen.

Dass Dennerby unter diesen Neun nun offenbar einer noch engeren Elite das Wort redet, ist nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver. Denn ernsthaft kann man nicht wollen, dass sich die Spitze des Frauenfussballs noch weiter abhebt. Das spricht gegen jede Vernunft, denn die Durchlässigkeit von der Spitze zum Mittelfeld würde sich noch weiter vergrössern, letzten Endes vielleicht kurzfristig gut für die Nationalmannschaft und für Thomas und Lillie, aber langfristig katastrophal. Niemand mehr würde zu den Spielen der zweiten Klasse der ersten Liga gehen wollen und dort spielten auch nur diejenigen, die es nicht nach oben schaffen oder die aus welchen Gründen auch immer nicht nach Umeå, Malmö oder Linköping umziehen können.

Ökonomisch würden schnell 3-4 Clubs ebenfalls dem Rest enteilen, sie hätten das Interesse des Fernsehens, erhielten zusätzliche Gelder. Schon heute geht es manchem Club wirtschaftlich alles andere als gut, weil Frauenfussball im Jahre 2009 zwar immer noch Sponsorengelder generiert, aber im Prinzip sehr bescheidene Einnahmen auf der anderen Seite.

Wir haben schon heute das Problem, dass die zweite Liga zu weit von der ersten entfernt ist. Norrettan und Söderettan sind sportlich kaum in der Lage mit ihren beiden Meistern im jeweils nächsten Jahr in der ersten Liga zu bestehen. Hier müsste man über eine einheitliche zweite Liga nachdenken mit Teams aus dem ganzen Land und über eine spezielle Förderung.

Es geht nicht darum, die Luft im schwedischen Frauenfussball noch dünner zu machen. Es geht darum, dass die Spitze verbreitert wird, nur das sichert langfristig die Zukunft des Sports. Dass Thomas Dennerby nun sagt, dass seine Spielerinnen grosse Probleme mit der Favoritenrolle hatten, ist ein Armutszeugnis. Es ist seine Aufgabe, dass rechtzeitig, schon vor dem Spiel zu erkennen und alles Notwendige dagegen zu tun.

Gegen Norwegen hat man verloren, weil man arrogant und hochmütig war und den Sieg in Medien und auf Facebook schon vorher gefeiert hat. Das machte die Norwegerinnen heiss und führte zu dem Ergebnis. Schweden war allenthalben masslos überschätzt worden und hatte sich aufgrund von Siegen in bedeutungslosen Freundschaftsspielen für viel stärker gehalten.

Michael Käld macht weiter – bis zum Jahresende

Der finnische Fussballverband gab heute bekannt, dass Michael Käld die finnische Nationalmannschaft bis Ende 2009 betreuen wird. Der 55-Jährige ist seit 2001 Trainer der A-Nationalmannschaft und wird das Team, das bei der EM das Viertelfinale erreicht, in den ersten WM-Qualifikationsspielen gegen Armenien (Auswärts- und Heimspiel), Slowenien und Portugal betreuen.

Wer ab Januar 2010 ie Verantwortung hat wurde nicht bekannt.

3 Einwechslungen – 3:1 Deutschland – Bravo, Norwegen!


Deutschland zieht erwartungsgemäss ins Finale der Women*s Euro 2009 ein. Mit 3:1 besiegte die Neid-Elf Norwegen und kann damit am Donnerstagabend in Helsinki seinen fünften Titelgewinn in Folge erreichen.

Aber Hut ab vor Bjarne Berntsen und seinen Norwegerinnen. Sie waren nah dran, dem Welt- und Europameister die erste EM-Niederlage seit 1995 beizubringen. Spielten wie gegen Schweden konzentriert in der Abwehr und im Mittelfeld mit einer überragenden Ingvild Stensland. Und bei den Standardsituationen hatten sie sich einiges ausgedacht.

Nadine Angerer wurde zugemauert, hatte kaum Bewegungsfreiheit auf der Linie und knuffte nach allen Seiten, aber die Norwegerinnen wichen nicht aus. Im Gegenteil. Erste Ecke in der neunten Minute hereingegeben von Stensland scharf auf den äusseren Pfosten und sowohl Anneli Giske wie auch Isabell Herlovsen steigen hoch und es muss Herlovsen gewesen sein, die den Ball zur sensationellen norwegischen Führung ins Netz drückt. Die 21-Jährige gehört zu den besten Stürmerinnend des Turniers und tritt mit einer beherzten Coolness auf. Mit gerade mal 16 hatte sie beim Algarve Cup 2005 gegen Deutschland debütiert und hat sich bis heute auch schon eine beeindruckende Routine erarbeiten können.

Norwegen machte die Räume eng, immer wenn die Deutschen Gas geben wollten, standen ihnen 1-2 Norwegerinnen auf den Füssen. In der 21. Minute dann muss Silvia Neid der Atem stehengeblieben sein: Nach einer weiteren Ecke ballert Lene Storlökken knallhart gegen den Pfosten. Hier das 0:2 und wer weiss…

Es ging mit einem verdienten 1:0 in die Pause und Silvia Neid agierte, bewies ein glückliches Händchen, wie es so schön heisst. Simone Laudehr für die verletzte Linda Bresonik und Celia Okoyo da Mbabi für Bianca Schmidt. Ein offensiver Wechsel und Deutschland gab Gas. Eine Viertelstunde lang und wieder mal überragte im norwegischen Tor Ingrid Hjelmseth, die den Platz in der Elf des Turniers sicher haben müsste. Die 28-Jährige wurde von Berntsen befördert von der Nummer drei im Tor zur Nummer 1. Noch so ein genialer Schachzug des umstrittenen Trainers, der heute zum letzten Mal auf der norwegischen Bank sass.

Deutschland drehte das Spiel mit einem Doppelschlag. Zunächst die Flanke an Freund und Feind vorbei, die Simone Laudehr einschoss. Dann der Kopfball von da Mbabi, das 2:1, das Schiedsrichterin Heikkinen aus Finnland eigentlich nicht hätte geben dürfen – da Mbabi hatte ihrer Gegenspielerin zu stark in den Rücken gedrückt und sie weggestossen. Aber Tor ist, wenn der Schiedsrichter pfeift.

Berntsen reagierte sofort, brachte mit Cecilie Pedersen seinen Joker sofort ins Spiel und die prüfte Nadine Angerer mit einem Schuss aus vollem Lauf. Pedersen ist eine der Entdeckungen des Turniers und wird wohl schon jetzt von einer Reihe norwegischer wie ausländischer Clubs gejagt. Sie wird nächste Woche gerade mal 19 und hat einen Torschuss wie kaum eine andere in ihrem Alter.

Aber Deutschland liess sich das Spiel jetzt doch nicht mehr aus der Hand nehmen. Lira Bajramaj kam rein für Melanie Behringer und wie schon im ersten Aufeinandertreffen mit den Skandinavierinnen, wo sie zweimal in der Nachspielzeit traf, setzte sie auch heute mit dem 3:1 den Schlusspunkt.

Norwegen hat sich teuer verkauft und alle überrascht. Bjarne Berntsen wird seinen Posten mit hocherhobenem Kopf verlassen können – sein Team hat alle überrascht, am meisten die Schwedinnen. Auch heute schrieb die schwedische Presse, dass Schweden wohl bessere Chancen gegen die Deutschen hätte – wie sehr kann man sich täuschen.

Norwegisches Fernsehen steigt endlich ein

Bislang waren norwegische Fernsehzuschauer auf die Sendungen von Eurosport angewiesen, wenn sie ihre Mädels bei der Women’s Euro 2009 in Finnland sehen wollten. Unbestätigten Berichten zufolge sahen sage und schreibe 1,2 Millionen Norweger über Eurosport den 3:1-Sieg Norwegens gegen die favorisierten Schwedinnen im Viertelfinale.

Heute Abend, wenn es um 18.00 Uhr um einen Platz im Finale geht, ist das staatliche Fernsehen NRK mit seinem zweiten Programm live dabei, wenn Norwegen auf den amtierenden Welt- und Europameister Deutschland trifft.

“Es hat lange gedauert und es waren harte Verhandlungen, aber zum Schluß hat die UEFA uns ein Angebot macht, dass wir für akzeptabel halten,” sagte der Sportredakteur Rune Haug der Zeitung Dagbladet.

Rachel Brown: "Unsere Fans fliegen EasyJet und wohnen in Jugendherbergen"


Die englische Herrennationalmannschaft hat bislang einmal ein Finale erreicht. Vor 43 Jahren besiegte man Deutschland im legendären Finale von Wembley mit 4:2 nach Verlängerung.

Nun stehen Englands Frauen am Donnerstag im Finale – und der Gegner könnte ebenfalls Deutschland heissen.

Vor vier Jahren schieden die Britinnen bei der EM im eigenen Land in der Vorrunde aus, deuteten aber bereits da an, dass künftig mit ihnen zu rechnen sein wird. Kelly Smith war schon ein Star, aber junge Spielerinnen wie Torhüterin Rachel Brown, Stürmerin Eni Aluko und Flügelflitzerin Karen Carney kamen hinzu. Anita Asante und Alex Scott. Trainerin Hope Powell formte ein Team, das seinen Höhepunkt gerade bei der jetzt laufenden Euro 2009 und dann bei der WM 2011 erreichen sollte.

Die Aufmerksamkeit in der Heimat kann noch besser werden: “Die Fans sind hauptsächlich unsere Eltern, Freunde und Partner. Die aber tun irrsinnig viel für uns und legen grosse Entfernungen zurück. Alle Fliegen mit EasyJet und wohnen in Jugendherbergen, um die Kosten im Griff zu behalten. Wir sind etwas mehr Low Budget als das Männerteam,” sagte Rachel Brown in einem Interview mit der Londoner Times.

England erster Finalist


Viele Experten hatten England auf der Rechnung, als es vor der Women’s Euro 2009 darum ging, die Favoriten zu benennen. Nun steht die Mannschaft von Hope Powell tatsächlich im Finale. Das 2:1 anch Verlängerung gegen die Niederlande war verdient, aber mühevoll. Wie schon gegen Frankreich stellten sich die Holländerinnen kompakt in die Verteidigung und kopierten die Taktik von Otto Rehhagels Griechenland bei der EM 2004. So hatte man Frankreich zum Verzweifeln gebracht und dann beim Elfmeterschiessen das glücklichere Ende auf seiner Seite gehabt.

England tat sich schwer, 0:0 nach einer ersten Halbzeit, die nicht viele Torchancen bot. Jope Powell brachte Karen Carney, die auf der Bank hatte sitzen müssen und nun entsprechend motiviert war. Es war Eniola Aluko, die mit ihrem Pass zu Kelly Smith in der 61. Minute die Führung einleitete. Smith schoss ihr zweites Tor in diesem Turnier und zeigte eine hervorragende Leistung, sicher ihr bestes Spiel bislang.

Holland musste nun seine Riegel-Taktik (in Schweden nennt man das Fleischmauer) ändern und kam drei Minuten später schon zum Ausgleich. Die letzte aus der Damallsvenskan im Turnier verbliebene Spielerin, Manon Melis (LdB Malmö FC) startete einen Sololauf auf dem rechten Flügel und ihre scharfe Hereingabe segelte an allen vorbei Richtung linker Pfosten und da schoss Marlous Pieëte aus vollem Lauf das 1:1.

So schien es auch zu bleiben. 90 Minuten. Schlusspfiff, Verlängerung. England versuchte weiterhin das Spiel noch vor dem Elfmeterschiessen zu entscheiden, während Hollands Taktik darauf hinauslief, genau dahin zu kommen.

Vier Minuten vor Schluss, die 116. Minute: Eckball, den Kelly Smith rausgeholt hat. Karen Carney bringt den Ball von rechts in den Strafraum und einmal nur ist Daphne Koster, der Koloss aus Alkmaar, nicht richtig positioniert und die eingewechselte Jill Scott erzielt mit einem Kopfballaufsetzer das englische Siegtor.

England nach 1984 erstmals wieder in einem Finale. Dritter der Gruppe C. Es hat sich gelohnt, gegen Schweden nicht gewinnen zu wollen. Holland war nah am Elfmeterschiessen, schon Finnland war nah dran gegen England das dritte Tor und die Verlängerung zu erreichen. Sollte der Gegner am Donnerstag wie erwartet Deutschland heissen, muss sich das Team von Hope Powell gewaltig steigern, um eine Chance zu haben. Aber Vera Pauws taktische Ausrichtung ihrer Holländerinnen zeigt auch, dass man mit einem weniger starken Team weit kommen kann, fast bis ins Finale.

Die 28-Jährige Daphne Koster ist definitiv eine Spielerin, die ich mir noch einmal ansehen würde, wenn ich eine erstklassige Innenverteidigerin suchen würde. Überragend bei England: Kelly Smith und Karen Carney.

Thomas Dennerby: "Ich bitte um Entschuldigung"

Vor zwei Tagen schied Schweden als einer der Mitfavoriten der Frauenfussball-EM in Finnland mehr oder weniger sang- und klanglos mit 1:3 gegen Norwegen bereits im Viertelfinale aus. Heute Abend spielen England und Holland um den ersten Platz im Endspiel, morgen folgt der Sieger der Begegnung Deutschland – Norwegen.

Gestern morgen um neun Uhr Ortszeit in Helsinki, hatte der schwedische Fussballverband zur Pressekonferenz ins Spielerinnenhotel geladen. Thomas Dennerby war wie immer ehrlich und aufrichtig und bat alle Fans um Entschuldigung für die Leistung, die man im Spiel gegen die Nachbarinnen aus dem Westen gezeigt hat.

Dreimal hat Dennerby die Nationalmannschaft in ein Turnier geführt, dreimal endete das Abenteuer in Tränen und dieses Mal lauter denn je in Rufen nach dem Rücktritt oder der Entlassung des Chefcoachs.

Wir werden hier nicht in den Chor derjenigen einstimmen, die schnellstens einen neuen Trainer haben wollen. Victoria Sandell Svensson, die scheidende grosse Mannschaftskapitänin, hat den Trainer indirekt in Schutz genommen, als sie sagte, dass die Spielerinnen nicht das getan häten was nötig gewesen wäre.

Schweden hatte das Fussballjahr 2009 so gut begonnen wie kaum ein Jahr zuvor. Beim traditionellen Algarve-Cup in Portugal schlug man Welt- und Europameister Deutschland erstmals seit acht Jahren, führte bereits mit 3:0, ehe die Deutschen noch auf den Endstand 3:2 verkürzen konnten. Olympiasieger USA wurde im Finale im Elfmeterschiessen besiegt, man hatte in der regulären Spielzeit 1:0 geführt, die Amerikanerinnen retteten sich kurz vor Schluss erst überhaupt in die Verlängerung. Vizeweltmeister und Silbermedaillengewinner Brasilien führte zwar in Göteborg gegen die Schwedinnen mit 1:0, in der zweiten Halbzeit aber zeigte Dennerbys Truppe eine fabelhafte Leistung und schlug auch diesen Gegner mit 3:1. Dies alles hat die Erwartungen in die Höhe geschraubt.

In Helsinki sprach ich vor Wochenfrist mit einem der Stars dieses Turniers, der Engländerin Eniola Aluko. Ich fragte sie, ob sie im Spiel gegen Russland überrascht gewesen sei von der starken Leistung der Russinnen. Aluko antwortete: “Man spielt gegen diese Mannschaften in Freundschaftsspielen und Freundschaftsspiele sind anders. Dann kommst du hierhin und dann trifft man sich auf Wettkampfbasis. Alles kann passieren.”

Aluko liefert damit eine Erklärung für den platten Fall der Schwedinnen. Freundschaftsspiele sind was anderes. Deutschland etwa zeigte im Algarve-Cup 2007 eine mehr oder weniger desolate Leistung und wurde wenige Monate später Weltmeister ohne ein Gegentor zu kassieren.

Der Start in das Turnier in Finnland schien den schwedischen Marsch zur ersten Medaille seit vielen Jahren fortzusetzen. Sowohl Russland wie auch Italien wurden gefahrlos besiegt, das England-Spiel allerdings hätte schon Warnungen ausstrahlen müssen. Nur 1:1 gegen Engländerinnen, die mit deutlich angezogener Handbremse spielten, um sich die untere Hälfte und Deutschland in einem Halb- oder Viertelfinale zu ersparen.

Die schwedische Presse tönte lauthals und angeberisch wie sie das gerne tut und schrieb Gegner Norwegen in arroganter Weise herunter, wie das nur der vermeintlich grosse Bruder machen kann. Als offenbar auch noch schwedische Spielerinnen im weltweiten Sozialnetzwerk Facebook sich über Norwegen lustig machten, lieferte das den Spielerinnen von Bjarne Berntsen zusätzliche Motivation nach dem Motto “denen werden wir es zeigen”. Sie haben es getan.

Dass man selbst nach dem Spiel in Presse- und Spielerkreisen immer noch behauptet, man sei eigentlich ja klar besser als Norwegen schlägt dann dem Fass den Boden aus. Zwei Spiele innerhalb von sechzehn Tagen. Zwei Niederlagen: 0:1 und 1:3, aber man ist eben trotz alledem die klar bessere Mannschaft.

In der masslosen Selbstüberschätzung liegt eine der Ursachen für das Ausscheiden. Es fehlte der Respekt vor dem Gegner, das, was man hierzulande “ödmjukhet” nennt, eine Kombination aus Respekt und Bescheidenheit, die man gerne postuliert, die in vielen Kontexten in Schweden aber ins Gegenteil verkehrt wird. Hier ist man gerne und oft “bäst på allt”, am besten in einfach allem.

An der Mannschaftsaufstellung kann man herummäkeln. Warum nur, fragen Heerscharen von Journalisten, haben die in der zweiten Hälfte eingewechselten Jessica Landström, Lina Nilsson und Louise Fors nicht von Anfang an gespielt? Alle drei brachten frischen Wind ins Spiel. Das klingt so einfach. Zur Halbzeit lag man 0:2 zurück und musste alles auf eine Karte setzen. Die Einstellung änderte sich bei fast allejn Spielerinnen ab der 46. Minute. Jessica Landström ist eine physisch sehr starke, aggressive Stürmerin mit einem spielerisch sehr bregrenzten Repertoire. In Lotta Schelin dagegen hat das schwedische Team einen potentiellen Weltstar. Der allerdings während des ganzen Turniers nur durch sein Tor gegen Italien positiv in Erscheinung trat. Schelin wird beim nächsten grossen Turnier, der WM in Deutschland schon 27 Jahre alt sein und immer noch wird man auf den Durchbruch warten.

Ihr Talent ist unumstritten. An guten Tagen kann sie jede Abwehr der Welt austanzen und mit ihrem schnellen Antritt und der Fähigkeit, den Ball auf engem Raum weiterzubefördern und einen klinischen Abschluss zu machen, gegen alle Teams der Welt erfolgreich sein. Nur: Lotta Schelin gelingt das viel zu selten. Wie damals gegen Nordkorea mit den beiden Toren in China. Oder bei einem bedeutungslosen Freundschaftsspiel gegen eben jene Norwegerinnen auf Zypern, als sie beim 5:1-Sieg viermal traf. Sie auf die Bank zu setzen, wäre irgendwo logisch, nur nimmt man sich damit die Chance auf den genialen Moment, den spielentscheidenden Durchbruch, den eben nur Schelin unvergleichlich kann. Dennoch muss man sagen, dass sie in ihrer Entwicklung stehengeblieben ist, vielleicht sogar einen Schritt zurück gemacht hat, seit sie in Frankreich bei Olympiqye Lyonnais eigentlich keine ernstzunehmenden Gegenspielerinnen mehr hat. Zu einfach marschiert der französische Meisterclub von einem nationalen Titel zum anderen, als dass das einer Spielerin in ihrer Entwicklung nutzen würde. Besser wäre der Wechsel nach Amerika in die WPS gewesen, da war Lotta Schelin schlecht beraten. Sie muss weg aus Lyon, wenn sie weiterkommen will.

Kosovare Asllani, das zeigte sich, ist noch zu jung für den Stammplatz. Dennerby hat trotzig an ihr festgehalten, sie mal um mal aufgestellt, obwohl auch sie, wie Schelin, nur einen Moment hatte, ihr schönes Tor gegen Italien. Das ist zu wenig und ein Fehler des Trainers. Auch in der laufenden Saison hat Kosovare Asllani nicht an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen können.

Überbewertet waren auch die Leistungen der Innenverteidigung mit Charlotte Rohlin und Stina Segerström. Nach den Spielen gegen die Russinnen und Italienerinnen wurde besonders Rohlin von der schwedischen Presse in höchsten Tönen gelobt. Zweimal gegen Norwegen, einen Gegner, der bis in die Haarspitzen motiviert war, sah Rohlin dann alt aus. Isabell Herlovsen sorgte mehrmals im Testspiel vor der EM dafür, dass Rohlin schwindlig und verwirrt aussah. Im Viertelfinale war ein Abstimmungsfehler zwischen Sara Thunebro und Charlotte Rohlin verantwortlich für das 2:0 durch Anneli Giske. Da sah insbesondere Rohlin alt aus.

Anna Paulson und Sara Thunebro auf den Aussenpositionen der Abwehr schlossen sich den schwachen Leistungen der anderen an. Sie aber jetzt zu kritisieren, greift daneben. Paulson war in den erste drei Begegnungen stark wie lange nicht mehr und Thunebro streckenweise Weltklasse.

Victoria Sandell Svensson hat ihr letztes Spiel für die Natio absolviert. Ihre Nachfolgerin als Kapitänin steht fest. Caroline Seger. Auch die war gegen Norwegen alles andere als in Normalform. Sandell Svensson zu ersetzen ist erst einmal ein Ding der Unmöglichkeit. Die 32-Jährige ist eine Musterfussballerin, eine der besten schwedischen Spielerinnen aller Zeiten. Ihr Spielverständnis, ihre Führungsrolle auf und neben dem Platz unumstritten und wenn es darauf ankommt, dann machte sie die Tore. Drei bei der EM reichten für den Sieg in der internen Liste. Allerdings schoss Schweden insgesamt nur 7 Tore.

Die WM-Qualifikationsgruppe wird wieder ein Kinderspiel für Schweden werden, interessant wird es dann erst Ende 2010 mit den Play-Offs um einen der vier Plätze für Europa bei der WM. Der Trainer wird Thomas Dennerby heissen, die beste für den Job wäre Pia Sundhage, aber die ist nicht zu haben.

Dennerby muss seine Spielerinnen runterholen von dem Sockel, auf dem sie standen, wenn die Norwegerinnen das noch nicht vermocht haben. Sie brauchen “ödmjukhet”, diese spezielle Mischung aus Respekt und Bescheidenheit. Er redete den Spielerinnen seit seiner Amtsübernahme immer wieder ein, dass sie Mut haben sollen, wie ein väterlicher Onkel Thomas. Mut sollte man ihm selber wünschen. Mut zu unpopulären Entscheidungen. In der Quali für die WM könnte er es versuchen. Zu eindeutig ist die Überlegenheit der Schwedinnen. Lotta Schelin könnte es gut tun, mal 1-2 Spiele auf der Bank sitzen zu müssen. Und Linnéa Liljegärd ist eine extrem hungrige, junge Stürmerin… Den Mut haben, die Arrivierten auch mal auf die Bank zu setzen und so die interne Konkurrenz zu fördern, dafür bräuchte sich Dennerby bei seinen Spielerinnen nicht einmal zu entschuldigen.

Zuschauerschnitt bisher 4991 – Tendenz fallend?


Mit Gastgeber Finnland und Nachbar Schweden sind nun beide Mannschaften aus dem Rennen, die am meisten Zuschauer gezogen haben. Es wird spannend sein, zu sehen, wie viele Leute noch das Halbfinale und Finale sehen. Der Veranstalter sollte körbeweise Freikarten aus Hubschraubern abwerfen, denn der Zuspruch des finnischen Publikums ist bislang eher bescheiden.

Demnach hatten die bislang 22 Spiele insgesamt 109.813 Zuschauer, was einen Schnitt von 4991 ergibt.

Hier ist die Liste aller bisherigen Spiele mit den offiziellen Zuschauerzahlen:

Zuschauerzahlen bei der Women’s Euro 2009 in Finnland

Gruppe A

Ukraine – Holland in Turku (2671)

Finnland – Dänemark in Helsinki (16324)

Gruppe B

Deutschland – Norwegen in Tampere (6552)

Island – Frankreich in Tampere (1460)

Gruppe C

England – Italien in Lahti (2950)

Schweden – Russland in Turku (4697)

Gruppe A

Ukraine – Dänemark in Helsinki (1372)

Finnland – Holland in Helsinki (16148)

Gruppe B

Frankreich – Deutschland in Tampere (3331)

Island – Norwegen in Lahti (1399)

Gruppe C

Schweden – Italien in Turku (5497)

Russland – England in Helsinki (1462)

Gruppe A

Dänemark – Holland in Lahti (1712)

Finnland – Ukraine in Helsinki (15138)

Gruppe B

Deutschland – Island in Tampere (3101)

Frankreich – Norwegen in Helsinki (1537)

Gruppe C

Schweden – England in Turku (6142)

Italien – Russland in Helsinki (1112)

Viertelfinale

Finnland – England in Turku (7247)

Holland – Frankreich in Tampere (2766)

Deutschland – Italien in Lahti (1866)

Schweden – Norwegen in Helsinki (1708)

Norwegen verdirbt Svenssons Abschied – 3:1

Elise Thorsnes

Glaubte man den schwedischen Journalisten vor Ort in Finnland, hätte die Begegnung zwischen Schweden und Norwegen gar nicht stattzufinden brauchen – so überlegen sei die eigene Mannschaft, “auf jeder einzelnen Position besser besetzt, wir gewinnen 3:0″ hatte Schlaumeier und Co-Kommentator Pontus Kåmark gesagt. Norwegisch und Schwedisch sind einander recht verwandt.

“Danke an die schwedische Presse. Die haben alle geschrieben, dass das ein leichter Sieg für Schweden wird und sich bereits mit dem Halbfinale am Montag gegen Deutschland beschäftigt. Wir haben die Zeitungen gelesen und das hat uns ungeheuer motiviert,” sagt Norwegens junge Stürmerin Elise Thorsnes (Foto), die mit ihrem Tor in der 39. Minute den Anfang vom Ende des schwedischen Goldtraums einleitete.

Auch Trainer Bjarne Berntsen sagte, dass seine Spielerinnen sehr motiviert waren durch Sachen, die sie im Internet gefunden hätten: “Selbst habe ich gar nichts gelesen, dafür bin ich wohl zu alt. Aber die Spielerinnen sind ständig in Facebook und kriegen da sehr viel mit. Ich habe gehört, dass die Schwedinnen ein sehr grosses Mundwerk hatten und wenn man das hat, dann kann man tief fallen,” wird Berntsen in der norwegischen Zeitung Dagbladet zitiert.

Mir selber war klar, dass das Spiel eine sehr offene Angelegenheit werden würde. Einmal hatten ausgerechnet die Norwegerinnen mit ihrem 1:0-Sieg am 19.08. in Enköping den Schwedinnen die erste Niederlage des Jahres beigebracht. Zum anderen habe ich am Sonntag mit einigen norwegischen Spielerinnen wie Ingvild Stensland, Isabell Herlovsen und Anneli Giske (die eine Minute vor der Pause das 2:0 machte) gesprochen und dabei schon festgestellt, dass sie sich auf ein Spiel gegen Schweden freuen würden. “Auch wenn die Revanche wollen, sind wir heiss drauf, weiterzukommen,” hatte mir Anneli gesagt und die Sprache ihrer Augen hatte das nachdrücklich unterstützt. Da war eine Glut zu spüren, ein Feuer, auch bei Stensland und Halvorsen, das ahnen liess, was passieren könnte. Was dann auch passierte.

Dass Norwegen nach 65 Minuten mit 3:0 führen würde, hätte ich aber auch nicht für möglich gehalten. Nach den Tore von Thorsnes und Giske in der ersten Halbzeit hatte Schwedens Coach Dennerby mit Jessica Landström und Lina Nilsson zwei frische Spielerinnen in der zweiten Halbzeit gebracht und versuchte alles, doch noch die Wende zu erreichen. Aber die konterstarken und im gesamten Spielverlauf besseren Norwegerinnen hatten durch die 18-Jährige Cecilie Pedersen erhalten und die erzielte bei einem schnellen Konter ihr zweites EM-Tor und machte eigentlich alles klar.

Ein verdienter Sieg. Ein Triumpf für Norwegens Coach Bjarne Berntsen, dem immerhin fünf Spielerinnen vor Jahresfrist die Zusammenarbeit aufgekündigt hatten. Es hagelte Niederlagen in Frendschaftsspielen in diesem Jahr. Jetzt, bei der EM, ist das norwegische Team auch ohne die Fünf eine schlagkräftige Truppe.

Wo Thomas Dennerby den Seinen immer wieder Mut machte in diesem Jahr, da entzündete Bjarne Berntsen ein Feuer. Und das zeigte sich jetzt, wo es darauf ankam, als wesentlich effektiver.

Für Schwedens Kapitänin Victoria Svensson ist das ein bitterer Abschied vom Nationaltrikot, das sie nun nicht mehr anziehen will, weil sie mit 32 Jahren nun mehr Zeit für die Familie haben will. Sie machte nicht nur den Ehrentreffer in der 80l Minute, sie bemühte sich auch heute wieder redlich.

Im Gegensatz zu vielen anderen, die dem Druck nicht standhielten. Lotta Schelins Wechsel nach Lyon muss jetzt in Frage gestellt werden. Der Sprung vom Riesentalent zum Weltstar ist ihr auch bei diesem Turnier wieder einmal nicht geglückt, sie blieb blass und wurde von der norwegischen Abwehr gut abgeschirmt.

Man muss auch hinzufügen, dass die Leistung Schwedens in diesem Turnier überschätzt wurde. Wo die Deutschen bisweilen eine Selbstkritik an den Tag legen, die nach hohen Siegen wie gegen Frankreich fast arrogant wirken kann, wäre diese Form der Kritik auch nach dem schwedischen Einsatz in der Gruppe angebracht gewesen. Man tat das Notwendigste und machte schnelle Tore gegen Russland und Italien. Gegen England hatte man Glück, dass taktisch eingestellte Engländerinnen in der zweiten Hälfte nicht mehr auf Sieg spielten.

Einige fordern wie immer in solchen Situationen den Rücktritt oder Rauswurf des Trainers. Der aber will weitermachen und meint, trotz allem einen guten Grund für die Zukunft glegt zu haben. Er sei ein Kämpfer, so Dennerby. An diesem Abend klang das fast ein wenig trotzig und nicht sehr glaubwürdig. Der Vertrag mit dem Kriminalbeamten aus Stockholm wurde aber bereits vor dem Turnier um weitere zwei Jahre bis 2011 verlängert.

Destruktive Holländerinnen im Halbfinale

Wenn das Spiel Finnland – England in seiner Dramatik einer der Höhepunkte der EM war, dann war die zweite Partie zwischen Frankreich und Holland einer der Tiefpunkte.

0:0 nach 120 Minuten und Sieg Hollands im Elfmeterschiessen.

Die Mannschaft von Vera Pauw tat nichts anderes, als 120 Minuten lang jeden konstruktiven und kreativen Ansatz im Spiel der Französinnen im Keim zu ersticken. Bälle wegddreschen, Räume eng machen und mit einem System aufzutreten, dass man als 9-1-0 bezeichnen könnte.

Antifussball. Catenacchio. Am Ende zählt das Resultat. Mit Sicherheit werden die Niederländerinnen gegen England dieselbe Taktik anwenden und man kann nur hoffen, dass Eniola Aluko, Karen Carney & Co. dieses destruktive Bollwerk schnell knacken können, das alles andere betreibt als Werbung für den Fraunfussball.

England zittert sich ins Halbfinale

Der finnische EM-Traum ist vorbei. England war eine Nummer zu gross und doch nicht. Mit 2:3 unterlag der besonders in den zweiten 45 Minuten aufopfernd kämpfende Gastgeber den favorisierten Engländerinnen, die sicher nicht unverdient gewannen. Nicht zuletzt, weil sie in der zweifachen Torschützin Eniola Aluko eine der besten Stürmerinnen der Welt in ihren Reihen haben, die ihre Chancen eiskalt ausnutzte und besonders beim 3:1, als sie die komplette finnische Abwehr austanzte, zeigte, dass sie einer der kommenden grossen Stars des Frauenfussballs werden kann.

Die Niecerlage von Turku ist aber alles andere als eine Schande, Finnland kann das Turnier mit erhobenem Haupt verlassen. Man war ganz nahe dran. Und einige machten heute ihr bestes Spiel des Turniers. Anne Mäkinen etwa, die 33-Jährige Spielführerin, bot gegen Kelly Smith noch einmal, ein letztes Mal wie sich nach dem Schlusspfiff herausstellte, eine Weltklasseleistung im blauweissen Trikot – sie neutralisierte die grosse Kelly Smith. Linda Sällström rackerte, kämpfte, rannte auf dem rechten Flügel und war an beiden finnischen Toren massgeblich beteiligt. Das erste bereitete sie vor, das zweite machte sie selber – mit dem Kopf.

Tuija Hyyrynen. Mutig, die Entscheidung von Michael Käld, die Abwehrspielerin von HJK Helsinki aufzustellen, nach dem spielentscheidenden Rückpass im Spiel gegen die Ukraine. Heute rechtfertigte Hyyrynen das Vertrauen ihres Trainers, und bot eine Leistung, die wohl dazu führen wird, dass auch sie bald die finnische Liga verlassen dürfte.

Die grosse, elegante Laura Kalmari, auch sie zum letzten Mal im finnischen Trikot, war sich sicher, dass ihr Schuss in der 80. Minute zum 3:3 reingehen würde, aber Casey Stone klärte für ihre geschlagene Torfrau Rachel Brown auf der Linie.

Das Spiel in Turku war einem EM-Viertelfinale würdig. Es gab vermeidbare Tore und einen Trainer, der in der Pressekonferenz den Tränen nahe war. “Ich bin stolz auf meine Mannschaft,” sagte Käld und er hatte allen Grund dazu.

Hoffen wir nun, dass dieser insgesamt grandiose Auftritt des in der Weltrangliste von allen Teilnehmern am schlechtesten platzierten Elf, dem Frauenfussball in Finnland den Aufschwung geben wird, den sich Trainer und Spieler erhoffen. “Laura on Suomen sankari” titelte eine Abendzeitung nach dem Sieg gegen Holland. Heute sind alle finnischen Spielerinnen in die tragische Heldenrolle geschlüpft und haben dem Geheimfavoriten England, wie Käld ausführte “einen grossen Kampf bis zum bitteren Ende” geboten.

Michael Käld überrascht – Aufstellung gegen England

Ob’s was nützt wird man sehen, aber Michael Kälds Aufstellung eine Dreiviertelstunde vor der Partie gegen Finnland ist überraschend.

Für die verletzte Sanna Valkonen steht erneut Petra Vaelma in der Innenverteidigung. Außen aber steht auch wieder Tuija Hyyrynen, deren Rückpass zu Minna Meriluoto der Ukraine den Sieg bescherte. Vorne nun erstmals ein Startplatz für die athletische Sanna Talonen und auf dem rechten Mittelfeldposten von Anna Westerlund steht die wieselflinke Linda Sällström.

Im einzelnen:

Tinja-Riikka Korpela, Maija Saari, Petra Vaelma, Tiina Salmén, Tuija Hyyrynen,-,Essi Sainio, Anne Mäkinen, Jessica Julin, Linda Sällström,-,Sanna Talonen, Laura Österberg Kalmari.